Prohands GripMaster Light GML
Auch Hände brauchen Training - Prohands GripMaster Light GML Zubehör Musikinstrumente

Produkttyp: Prohands Zubehör Musikinstrumente

Neuester Testbericht: ... angelegt, denn sie sind (vermutlich) eine Investition fürs Leben! ~~~Wie man es benutzt~~~ Auf der Website des Anbieters findet man le... mehr

Auch Hände brauchen Training
Prohands GripMaster Light GML

LauWong

Name des Mitglieds: LauWong

Produkt:

Prohands GripMaster Light GML

Datum: 26.09.13, geändert am 31.03.15 (166 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: tolles Gerät, tolle Verarbeitung, toller Trainingseffekt

Nachteile: Anleitungen zu den Übungen fast ausschließlich Englisch

Heute möchte ich ein kleines, aber feines Gerät vorstellen, mit dem man ein von vielen Sportlern vernachlässigtes Körperteil trainieren kann: Nämlich die Hände!
Genaugenommen lassen sich verschiedene Dinge trainieren, sei es die Festigkeit des Zugreifens, die Flexibilität und Kraft der einzelnen Finger oder auch die Unterarmmuskulatur.


~~~Was das ist und wie es aussieht~~~

Der Prohands Gripmaster Light GML ist die meiner Meinung nach beste Version aus der Gripmaster-Reihe, beziehungsweise es ist die Version, die ich Einsteigern ins Handtraining am meisten empfehlen würde. Der Widerstand ist meines Wissens nach zwar "nur" der zweitschwächste, aber der reicht für regelmäßiges Handtraining vollkommen aus.

Das Gerät selbst ist ungefähr so groß wie eine Handfläche (ohne Finger) und wurde so konstruiert, dass sie Menschen mit unterschiedlichen Handgrößen gut in der Hand liegt. Meine Hände sind zierlich, aber bis auf wenige Ausnahmen habe ich deshalb keine Probleme in der Anwendung.

Der Gripmaster ist zweiseitig; die eine Seite hat vier alleinstehende Ablageflächen, jeweils eine für Zeige-, Mittel-, Ring- und kleinen Finger; die andere Seite ist eine einzige, zusammenhängende und mit Gummi ausgepolsterte Fläche, wo man zum Beispiel den Handballen ablegen kann. Beide Seiten sind mit der Mitte verbunden und können mit selbiger zusammengedrückt werden; als Widerstand wirken Federn, sodass die gegenwirkende Kraft größer wird, je näher man sie an die Mitte drückt.

Das Hauptmaterial ist hartes Plastik, die Federn und die mutmaßlichen "Innereien" des Gerätes jedoch sind Metall. Die Gummipolsterung von der einen Seite lässt sich recht leicht entfernen und wieder montieren, was für manche Übungen auch so gewollt ist, denn so kann man diese Seite flach auf einen Untergrund (zum Beispiel einem Tisch) auflegen und so diesen Untergrund als Widerstand für manche Übungen nutzen. Die Verarbeitung des Gripmasters ist grundsolide und lässt meiner Meinung nach nichts zu wünschen übrig - ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das Ding kaputtgehen soll. Diese knapp 11 Euro für das Produkt sind sehr gut angelegt, denn sie sind (vermutlich) eine Investition fürs Leben!


~~~Wie man es benutzt~~~

Auf der Website des Anbieters findet man leicht verständliche Anleitungen zu vielen verschiedenen Übungen. Sie sind Englisch, aber bebildert - wer kein Englisch kann, sollte dennoch den Ablauf der meisten Übungen erkennen können.

Es gibt verblüffend viele verschiedene Möglichkeiten, den Gripmaster zu benutzen, und jede erfüllt einen anderen Zweck. Bei allen Übungen sind genau zwei Dinge wichtig:
1. Man darf sie nicht schnell ausführen, sondern muss nach dem Zusammendrücken die Position für ein paar Sekunden halten! Durch diese Anspannung ist der Trainingseffekt viel größer. Lieber weniger Wiederholungen mit längerer Haltung einer Position, als viele Übungen hintereinander ohne jede Anspannung!
2. Es darf anstrengend sein, aber Schmerzen sollten auf jeden Fall vermieden werden! Die Hände zählen für gewöhnlich nicht zu den Körperteilen, bei denen Schmerzen "normal" oder vernachlässigbar sind. Eine schmerzhafte Überlastung der Hände kann auf Dauer böse Folgen haben; kurzfristig können sich Krämpfe häufen, langfristig kann sogar irgendwann mal eine OP nötig werden. Es gibt genug Berufe auf der Welt, wo die Hände gezwungenermaßen in Mitleidenschaft gezogen werden; aber egal, ob man solch einen Beruf hat oder nicht: Es wäre sehr dumm, bei einem freiwilligen Handtraining innerhalb der Freizeit die Hände unnötig zu schädigen! Wenn Schmerzen auftreten, sollte man das Training abbrechen und frühestens am nächsten Tag wieder aufnehmen, und zwar in einer abgeschwächten Form!

Um den Daumen zu trainieren liegt der Gripmaster (seitlich gehalten) locker auf der Seite des Zeigefingers und wird auf der Seite mit den vier einzelnen Ablegeflächen von dem Daumen festgehalten. Man drückt nun den Gripmaster seitlich zusammen, indem man nur den Daumen bewegt. Diese Übung ist aufgrund der Stärke des Daumens recht leicht, trainiert aber nebenher auch den Unterarm. Den Unterarm kann man auch trainieren, indem man den Gripmaster mit der ganzen Handfläche gegen einen Tisch drückt (vorher Gummipolster abnehmen!).

Um die einzelnen Finger zu trainieren, legt man sie mit den Fingerspitzen auf die vier Flächen der einen Seite und lagert die andere, gepolsterte Seite bequem auf dem Handballen. Nun kann man die einzelnen Flächen mit den Fingern herunterdrücken; entweder alle einzeln nach einander oder gleichzeitig. Dies ist besonders für den kleinen Finger eine echte Herausforderung. Da meine Hand wohl ein wenig zu klein für den Gripmaster ist, bekomme ich mit dem kleinen Finger auf der äußeren Ablagefläche gar keinen guten Winkel zum Pressen hin und lege in deshalb (beim einzelnen Herunterdrücken der Finger) auf den gleichen Button ab, wie sonst den Ringfinger. Das ist viel bequemer.

Mit einer Abwandlung der vorherigen Übung lässt sich auch die Grifffestigkeit der gesamten Hand trainieren: Anstatt die Fingerspitzen gegen den Gripmaster zu pressen, legt man die Finger über die Ablageflächen locker drüber, sodass sie darüber hinaus reichen, und drückt den Gripmaster nun mit der Kraft der ganzen Hand zusammen.

Es gibt noch viele weitere Übungen für dieses Gerät. Alle haben gemein, dass sie auch wunderbar nebenbei gemacht werden können, während man einen Film sieht oder sogar mit der anderen Hand die Maus bedient. Und sie machen sogar Spaß!


~~~Wer so etwas gebrauchen kann~~~

Die kurze Antwort:
Gebrauchen können es viele; schaden kann's keinem.

Die lange Antwort:
Dieses Gerät wurde hauptsächlich als Handtraining für Musiker konzipiert, und zwar in erster Linie für Gitarristen. Doch egal, ob Gitarre, Bass, Trompete oder Schlagzeug: nicht so schnell ermüdende Hände und flinke Finger können nahezu alle Musiker gebrauchen. Beides - Ausdauer und Geschwindigkeit - lässt sich mit dem Gripmaster trainieren. Für Musiker ist die blaue Version meiner Meinung nach das Höchstmaß; manch einer sollte vielleicht sogar die schwächere gelbe Version dazukaufen. Immerhin wollen Musiker hauptsächlich lernen, ihre Finger besser getrennt von einander koordinieren zu können. Muskelaufbau ist dabei eher zweitrangig. Der Musikus möchte sein Instrument schließlich mit Hilfe des Gripmasters besser bedienen und nicht die Kraft aufbauen, um es zerdrücken zu können!

Außerdem können viele verschiedene Menschen den Gripmaster benutzen, um die unterschiedlichsten Ziele zu erreichen. Nach einer OP im Handbereich oder einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus sind die Hände vielleicht geschwächt - kein Problem, mit dem Gripmaster kann man ganz ruhig wieder Kraft aufbauen und zur alten Form zurückfinden. Rentner können im Alter Probleme mit ihren Händen und dem Zugreifen bekommen - dieser Prozess kann durch Handtraining verlangsamt, aufgehalten und bei günstigen Bedingungen sogar rückgängig gemacht werden. Für Handtrainig aus medizinischen Gründen empfehle ich ebenfalls höchstens(!) den blauen Gripmaster, da alles andere übertrieben wäre. Wie gesagt: Die Hände sind relativ empfindlich und Schmerzen sollten beim Handtraining unbedingt vermieden werden!

Die nächsten, die vom Handtraining profitieren, sind alle, die mit ihren Händen arbeiten und einen festen Griff brauchen. Hier kann es sowohl vorbeugenden/therapeutischen als auch leistungssteigernden Effekt haben. Wenn Handwerker im Arbeitsleben hauptsächlich die Kraft ihrer Hände beanspruchen, können sie zur Vorbeugung von Überlastungen mit diesem Gerät einen entspannenden Ausgleich schaffen, indem sie eher leichtere und auf Dehnung der Finger basierende Übungen machen. Wer seine Finger im Büro nur über die Tastatur flitzen lässt, kann berufstypischen Erkrankungen vorbeugen, indem er auch die Kraft der Hände trainiert. Wer sich in der Freizeit gern körperlich betätigt, zum Beispiel im Outdoorbereich, an der Klimmzugstange oder gar beim Klettern, der braucht auf jeden Fall Kraft in den Händen. Für diese Leute kann auch eine stärkere Version des Gripmasters in Frage kommen, wenn der blaue als zu schwach empfunden wird.

Grundsätzlich kann jeder, der seine Fingerfertigkeit erhöhen und/oder mit mehr Kraft zugreifen will, sein Ziel mit Handtraining erreichen.


~~~Fazit~~~

Ein sehr gutes Gerät, von dem die unterschiedlichsten Menschen profitieren können. Leicht in der Anwendung, ideal zum Gebrauch nebenbei beim Fernsehen und robust gebaut. Mir fällt wirklich nichts ein, was an dieser Erfindung schlecht sein könnte.
Ein Muss für jeden, der Interesse am Handtraining hat!

Fazit: Ein Muss für jeden, der Interesse am Handtraining hat!