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Neuester Testbericht: ... technischen Neuheiten für Männer und nicht für Jungs gespickt. Dies macht den Playboy zu einem hochinteressanten, absolut lesenswertes, ab... mehr
Meine Sicht auf die Playboy-Dinge
Playboy

Name des Mitglieds: billie.parker
Produkt:
Playboy
Datum: 18.11.00, geändert am 20.11.00 (387 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Laura schreibt über den Playboy im Allg.
Nachteile: Laura schreibt auch über N. Merrit & T. Ward
Aber ich wurde eines besseren belehrt!
Denn neben der Kategorie Erotik, den üblichen Standards wie den Leserbriefen und dem Playboy-Berater, sind in den Rubriken jede Menge Reportagen, ein gelungenes Interview, Kultur, Mode & Beauty für den Herren und sogar Literatur.
Natürlich haben die Kategorie Erotik, die Photos, die Photographen und die Playmates den Playboy berühmt und berüchtigt gemacht. So manchen treibt es, heute noch die Röte ins Gesicht. Vielleicht werden einige wenige bitter enttäuscht werden, weil sie etwas anderes erwarteten.
Playboy, dass ist eben nicht Weichzeichnerei, schnelle Schüsse und seichte Pornographie. Statt schlüpfriger Erotik echte Hochglanz-Photographie. Die sich, im Gegensatz zu Natacha Merrit oder Tony Ward, nicht am Rande der Legalität bewegt, sie müssen mit Digitalkameras arbeiten, um der Zensur der US-amerikanischen Photolabors zu entgehen, aber ihre Bilder gelten als Kunst.
Der Playboy, dass ist viel mehr Mainstream-Erotik als Kunst, die mittlerweile gesellschaftsfähig geworden ist.
Natürlich dürfen, wie bei Natacha Merrit oder Tony Ward hin und wieder üblich, im Playboy keine primären Geschlechtsmerkmale zu erkennen sein, da er sonst als Pornographie gilt und damit zensiert und indiziert wird.
Aber der Playboy kann das erhoffte Sprungbrett sein, auf dem auch immer mehr Stars & Sternchen ihre Karriere pushen.
Das Beispiel Shannon Elizabeth hat es deutlich gemacht. Der amerikanische Playboy ist, auf das "erotische Sahnehäubchen" aus "American Pie" aufmerksam geworden. "Zu Schade" fanden sie, "und beauftragten Davis Factor, ihre Zuckerseiten festzuhalten" und veröffentlichten diese, auch in D
eutschland.
Nun hat sie ein Image, Affären mit Enrique Igliesias wurden ihr nachgesagt, eine eigene Website folgte, ihre Photos, Wallpapers und die Playboy-Scans werden, im Internet, auf ihren Fanseiten gehandelt.
Neben dem Blick in die Staaten, darf das meist deutsche, monatliche Playmate nicht fehlen. Unbekannte Gesichter, die in den Straßen, Cafés, Bussen, auf Volksfesten oder durch Bewerbung von den Scouts entdeckt werden. Dabei scheint es, als würden die Scouts ganz normale Menschen erspähen. Die mit Make-up, edlen Accessoires, Eiswürfeln, den richtigen Licht und der perfekten Umgebung dem Leser als Übermenschen erscheinen.
Und mittlerweile gehört es, auch für deutsche prominente Menschen, dazu für den Playboy zu posieren. Die Produktionen werden immer spannender, kostspieliger und sorgen allzuoft für Brisanz. Die prominenten Playmates spalten die Nation und sorgen für Diskussion, indem sie ihren Marktwert erhöhen.
Trotzdem haben die Staaten das Erfolgsrezept vorgemacht, man denke nur an die medienwirksamen Räkeleien von Jenny McCarthy, Anna Nicole Smith oder Pamela Anderson.
Dabei haben sie alle eines gemeinsam, die ausgewählten Photos gelangen, natürlich zuerst in die Nachbearbeitung, um perfektes noch perfekter zumachen. An der Wade wird retuschiert, der Schatten radiert, der Hintergrund kopiert und starke Kontraste werden schnell heraus genommen.
Viel Perfektion, die den gewollten Hauch der Künstlichkeit erzeugen. Perfektion, die unmöglich echt sein kann. Perfektion, die Minderwertigkeitskomplexe erzeugt. Perfektion, die ausschließlich von weiblichen Redakteuren ausgesucht wird.
Perfektionen, die so bei Natacha Merrit oder Tony Ward nicht vorkommen. Perfektionen, die auch nicht die Bilder von Natacha Merrit oder Tony Ward ausmachen würden.
Angesichts so viel geballter Erotik, scheint der Rest des Magazin nebensächlich zu sein.
Dabei ist, das Interview mehr als nur lesenswert, jeden Monat
müssen sich interessante und populäre Menschen der Rede und Antwort stellen. Die Reportagen erzählen von ganz alltäglichen Themen, Brisanz und Kuriositäten, z.B. sorgte der Playboy 02/2000 für eine Überraschung, ausführlich berichtete er, über die Rallye-Weltmeisterschaft und stellte anschließend die Straßenversionen zweier Wagen vor. Die Reportage war für Deutschland recht ungewöhnlich, wenn man doch die WRC nur in Fachzeitschriften findet.
Viel Technik, mit Hifi-Anlagen und Digitalkameras, trifft auf Kultur, Bücher und Musik. Vielleicht wird im Kulturteil, auch einmal eine Reportage über Natacha Merrit oder Tony Ward folgen, aber der Playboy ist, nicht das hochgelobte Nerve-Magazine.
Dann ist, da noch der Playboy-Berater mit altbewährten Fragen und Antworten, manch einer meint, es ist nicht allzu ernst gemeint, aber bei weltbewegenden Fragen wie:
"Bei meinem Auto sind, in diesen Tagen, immer Front- und Heckscheibe stärker vereist als die Seitenscheiben.- Liegt es Material, am Winkel oder an was?
Scheinen die Tipps und Tricks, für so manchen doch recht hilfreich zu sein, auch wenn sie allzu oft zum schmunzeln oder zum mit den Kopf schütteln anregen.
Gerade bei den darauf folgenden Antworten:
"Zuerst liegt es, an der fehlenden Garage, dann an der fehlenden Standheizung und schließlich an der Windrichtung. Autos sind meist parallel zur Straße geparkt, und der Wind pfeift die Straße entlang. Die Konsequenz: Front- und Heckscheibe gefrieren stärker."
Allzu ernst, sollten auch nicht die, in den Standards veröffentlichten Rubriken "Typisch Mann" und "Typisch Frau" gesehen werden, in der jeweils das eine Geschlecht das andere Geschlecht, auch auf ironische Art und Weise zu einen Thema, beschreibt.
Im Grunde können sich andere Magazine vom Playboy eine Scheibe abschneiden. Auch wenn das Magazin mit seinen neun Mark im Vergleich teuer scheint und die Themen, z.B. Ei
sgolfen oder Karneval in Trinidad, nicht jeden begeistern.
Obwohl man das Gefühl nicht los wird, dass eher das Cover und der Name am Kauf hindert und nicht der Inhalt.
Und überhaupt, wer behauptet, dass der Playboy nur für den Mann gemacht wird? Wenn doch, die Einblicke in die männlichen Interessen, viel spannender als die meisten Frauenzeitschriften sind.
Fazit:


19.03.01
und ich hatte einen Freund, seinerzeit Architekturstud ent, der schaffte es seiner Oma ein Jahresabo für "Penthouse " abzuschwatzen als angebliche Fachzeitung. Ob das mit dem Playboy auch irgendwie geht? *g*