Maxim
Billiger Abklatsch, mehr nicht!  - Maxim Zeitschrift

Erhältlich in: 1 Shop

Neuester Testbericht: ... Alternative zum Playboy, der immerhin 1 EUR teurer ist. Ich kann zumindest diese Zeitschrift empfehlen. Es ist auf jeden Fall die richtige... mehr

Billiger Abklatsch, mehr nicht!
Maxim

vague

Name des Mitglieds: vague

Produkt:

Maxim

Datum: 24.08.01, geändert am 24.08.01 (95 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: nette Fotos :-)

Nachteile: Nils Ruf

Die neuste Erscheinung aus dem Axel Springer Verlag (Bild) heißt MAXIM. Nachdem es den FHM nun schon seit einiger Zeit auch in Deutschland gibt, startete der Axel Springer Verlag ein ähnliches „Männermagazin“.

MAXIM ist zum Preis von 4,-- DM (Einführungspreis war 3,-- DM) im Zeitschriftenhandel erhältlich. Es handelt sich hierbei um ein Hochglanzmagazin. Mein Bericht bezieht sich auf die Ausgabe September 2001.

Der Titel „MAXIM – mehr für Männer“ soll uns Kerle zum Kaufen des Magazins animieren. Auf der Titelseite ist (wie sollte es anders sein!) ein knapp bekleidetes Mädchen, welches als Blickfang dient. In der aktuellen Ausgabe ist es die als Rollergirl bekannte Nicci Juice.

Das erste was nach dem Aufschlagen des Heftes auffällt: Werbung. Die zweite Seite: Werbung. Die Dritte Seite: Werbung. Auf der vierten Seite gibt es dann endlich etwas zum Heft selbst, das Inhaltsverzeichnis. MAXIM ist in sechs feste Rubriken unterteilt, welche wiederum in weitere Sparten gegliedert sind.

Circus Maximus
------------------
„Das wahre Leben.“ Hier wird eintönig auf alltägliche Probleme und Wehwechen eingegangen. Im aktuellen Heft wird z.b. erklärt warum viele Frauen auf Komplimente zickig reagieren. Eine prominente Persönlichkeit (hier Jürgen von der Lippe) wird mit seinen wichtigsten Bezugsmenschen vorgestellt.

„Wie man(n)“ gibt dem Mann von heute zahlreiche mehr oder weniger sinnvolle Tipps erfolgreich zu sein. Dieses Wortspiel ist schon etwas anspruchsvoller als „Das Wahre Leben“. Bei einigen dieser Tipps kann man sich ein leichtes Schmunzeln jedoch nicht verkneifen, da sie sich als absolut unbrauchbar in der Praxis erweisen würden.

„Raus mit der Sprache“ ist nichts anderes als ein Interview mit einem bekannten Menschen. Im aktuellen Heft ist es Formel 1 Fahrer Jacques Villeneuve.
Ein sonderlich gutes Händchen scheinen die Redakteu
re von MAXIM bei der Wahl ihrer Interviewpartner nicht zu haben. Die Fragestellung ist mager, die Interviews wirken recht langweilig.

Ladies
----------

Hier werden recht bekannte weibliche Stars und Sternchen aus der Mode- und Musikwelt zart bekleidet abgelichtet und interviewt. Die Fotos sind durchaus nett anzusehen, auch wenn ich einige der ausgewählten Frauen persönlich nicht sonderlich leiden kann. Im aktuelle Heft sind das Lausitz Luder Tina (mir bislang absolut unbekannt), Naddel Abd el Farrag, Rollergirl Nicci Juice und Gabriela Sabatini vertreten.

„Sexpertinnen“ ist eine weitere untergeordnete Kategorie. In der aktuellen Ausgabe wird dort fünf Frauen (Ariane Sommer, Gerti Senger, Erika Berger, Gina Wild und Dolly Buster) die einfache Frage gestellt, was einen guten Liebhaber ausmacht und woran man ihn erkennt.

Reportagen
-------------
Wie es der Name natürlich schon sagt, findet man hier Reportagen zu mehr oder weniger aktuellen Themen. In der Septemberausgabe wird z.b. Eminem „durchleuchtet“ und vorgestellt. Nach dem Lesen des Artikels kann ich diesen Menschen in seiner Art aufzutreten noch weniger leiden als vorher.

Mode
-------

Ich finde diese Rubrik absolut sinnlos und überflüssig. Auf fast 20 Seiten wird der Leser mit abgedrehter Mode belästigt, die einem nur eines zulässt: schnell weiterblättern.

Powerbook
------------
„Der große MAXIM Test“ widmet sich einem ganz bestimmten, beliebten Thema von uns Männern: Fußball. Es gibt einen ausführlichen Stadientest für die Bundesliga, der durchaus lesenswert ist.

Weitere Sparten dieser Kategorie sind Sport (Fitnesstipps etc.), Gesundheit (Fragen zum Thema Haare), MAXIM Berater (Dr. Sommer Beratung), der Stadtführer (Berlin), Computer und Internet (Internet Games, neue Spiele, Links im WWW), Technik um den PC, Essen und Trinken (Last Minute Menü) und zu guter Letzt Kultur (Kino, M
usik, Literatur).

Das Thema Computer und Internet sollte die Redaktion von MAXIM lieber wieder streichen. Die Texte sind absolut schlecht geschrieben, deren Inhalt und Aussage gleich Null. Man könnte meinen ein Redakteur der Computer Bild hat sich hier ausgetobt.
Schlussendlich
------------------
Dazu gehören die Standardrubriken wie Editorial, Leserbriefe, Kolumne (Pfui, Nils Ruf), Witze und Vorschau.

MAXIM scheint wirklich gut zu sein. Diesen Eindruck hat man jedenfalls, wenn man die veröffentlichten Leserbriefe liest. Dort gibt es nur Lobgesänge, kein wirklich kritisches Wort. Alle anderen Briefe werden wahrscheinlich aussortiert, um sie nicht zu drucken...

Niels Ruf hat sich die Ehre gegeben im MAXIM eine Kolumne zu schreiben. Dieser Möchtegern Kritiker ist noch nerviger als die viele Werbung im Heft. Das Lesen der Kolumne macht bei seinem Schreibstil nicht mal im Ansatz Spaß.

Fazit:
---------
MAXIM sollte als Konkurrenz des FHM starten. Dies lässt sich deutlich an den Parallelen in der Themengebung und Aufmachung des Magazins erkennen. Geglückt ist das ganze meiner Meinung nach nicht.

„MAXIM – mehr für Männer“ – ein billiger Abklatsch von besseren Magazinen, mehr nicht!

Fazit: