Maxim
* MAXIM - Ein echtes Männermagazin - Maxim Zeitschrift

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Neuester Testbericht: ... Alternative zum Playboy, der immerhin 1 EUR teurer ist. Ich kann zumindest diese Zeitschrift empfehlen. Es ist auf jeden Fall die richtige... mehr

* MAXIM - Ein echtes Männermagazin
Maxim

funny.bone

Name des Mitglieds: funny.bone

Produkt:

Maxim

Datum: 03.07.01, geändert am 05.07.01 (844 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Hochglanzcover, Schöne (sich selten sexy fotografieren lassende) Frauen, Recht spannende oder unterhaltsame Reportagen

Nachteile: Kam leider im Fahrwasser der FHM heraus

Es gibt einen neuen Glanzpunkt am Zeitschriftenhimmel: MAXIM. Glanzpunkt? Ja sicher, das kann man bei diesem Hochglanzcover mit Recht sagen.

Nachdem jetzt zwei Ausgaben erschienen sind, werde ich mal meinen Kommentar zu diesem neuen Männermagazin abgeben.

In den bisherigen drei Meinungen, die zu MAXIM verfasst wurden, wurde sie immer mit der FHM verglichen. Und auch im Bekanntenkreis habe ich diesen Vergleich schon gehört. Das mag ja gar nicht mal so falsch sein. Denn immerhin ist die FHM auch ein Männermagazin. Aber warum sagen alle: „Die MAXIM ist ein Abklatsch der FHM. Zwar fehlen die witzigen (sarkastischen? blöden?) Bildunterschriften, aber die haben die gleichen Themen.“

Stellen wir uns doch mal folgende Frage: Welche Zielgruppe visiert die MAXIM an? Autofahrer? Nein. Fußballfans? Nein. Computerspieler? Auch nicht. Männer im Allgemeinen? JAAA, VOLLTREFFER!

Ist es da verwunderlich, dass MAXIM und FHM, ach ja, nicht zu vergessen PLAYBOY, PENTHOUSE und wie sie alle heißen, die gleichen Themengebiete (Frauen, Reportagen, Mode (die keiner bezahlen kann) und Autos (die ebenfalls keiner bezahlen kann) abdecken? Nein, denn sie gehören in ein echtes Männermagazin.

Dann kommen wir doch mal zum Inhalt:

>> Ladies: Jeden Monat gibt’s Stars und Sternchen und eine Frau, die viele wahrscheinlich schon gesehen haben, aber mit Sicherheit doch nicht kennen. Im ersten Heft war es die Frau aus der Magnum-Werbung, im zweiten das Girl aus dem „Liebficken“-Video von Sofaplanet.

Nacktfotos gibt es nicht. Muss ja auch nicht sein. Die Fotos sind auch so sehr nett anzusehen. Und das mit der Erotik ist ja sowieso Geschmacksache. Mir gefallen die Bilder größtenteils sehr gut. Man bekommt sexy Fotos von Stars und Sternchen, die sich mit Sicherheit nie für den Playboy komplett ausziehen würden. Nicht, weil sie es sich nicht leisten könnten, sondern weil sie nicht wollen.

Bisher gab es u.a. J
uliette (Sängerin, „Last Unicorn“), Anastacia und Milka (VIVA-Moderatorin) zu sehen.

Ach ja. Was durch die Klamotten, welche die Frauen noch tragen, verdeckt wird, wird durch teilweise doch recht zweideutige (fast schon wieder ganz schön eindeutig sexistische) Bemerkungen freigelegt. Ist zwar manchmal etwas niveaulos, aber was soll’s.

>> Reportagen: Auch hier hebt sich die MAXIM nicht unbedingt von all ihren Vorgängern ab. Aber wer will denn schon ständig irgendwelche langweiligen Sachen lesen. Also gibt es Reportagen über Amerikas härtesten Sheriff, der seine Gefangenen in lächerlichen Uniformen rumlaufen lässt und sein Gefängnis rosa (mit blauen weinenden Teddybären) anmalt oder Berichte über Wirtschaftskrieger und todesmutige Diamantentaucher. Alle Männermagazine haben diese Art von Reportagen im Programm. Wer seriöse Wirtschaftsnachrichten lesen will, ist hier sowieso falsch. Dass es Überschneidungen gibt, vor allem bei aktuelleren Themen, kann passieren. So berichtete MAXIM im Heft 06/2001 über ein matschiges Open-Air-Festival. FHM folgte im Juli mit „Rock im Sumpf“.

>> Mode: Hierzu möchte ich mich nicht weiter äußern. Ich sage nur: Hawaiihemden für 400 Mark? Nein, danke. Aber es ist eben ein Hochglanzmagazin. Da gibt es keine Boxershorts aus der Grabbelkiste vom Kaufhof (nichts gegen Kaufhof, war nur ein Beispiel). Das ist in all den anderen Magazinen genauso.

>> Powerbook: In dieser Abteilung geht es um Autos, Technik, Sport, Gesundheit, Kultur (u.a. das „Babe-o-meter“) und Computer. Außerdem wohnt hier Dr. Maxim, der Sexberater.

>> Circus Maximus: Hier geht’s um „Das wahre Leben“, „Wie man(n)...“ irgendetwas bestimmtes macht und es gibt ein Interview (bisher: Oliver Kahn und Gotthilf Fischer).

>> MAXIM-Test: In der ersten Ausgabe waren es Outdoor-Sportgeräte, in der zweiten Handys. Diese Kategorie spricht wohl für sich selbst.
r><br>Wer also immer noch behauptet, MAXIM hätte alles aus der FHM geklaut, der sollte sich noch einmal Gedanken über Männermagazine im Allgemeinen machen. Dann kann man die Reihe nämlich so fortsetzen: FHM hat von PENTHOUSE geklaut, PENTHOUSE von PLAYBOY...

Für mich ist MAXIM ein Männermagazin wie jedes andere. Ich gebe zu, dass ich auch diese Zeitschrift nicht wegen irgendwelchen Sonnenbrillen (für 500 Mark) kaufe, die darin vorgestellt werden. Mich interessieren mehr die halbnackten Tatsachen. Und die Reportagen sind größtenteils auch lesenswert. Und auch wenn die Zeitschrift demnächst wahrscheinlich nicht mehr drei, sondern sechs Mark kosten wird (oje, hatten wir das nicht schon bei der FHM?), werde ich sie weiterhin kaufen.

Bleibt nur zu hoffen, dass das mit der Werbung dann etwas besser wird. Denn da muss ich den anderen Recht geben: 9 (in Worten: NEUN!) Seiten Werbung bis endlich das Inhaltsverzeichnis erreicht wird, ist echt zu viel. Andererseits würde ich nicht sagen, dass insgesamt zuviel Werbung im Heft ist. Seid froh, sonst könntet Ihr nämlich zehn oder zwölf Mark dafür zahlen.

So, genug geschwätzt. Ich hoffe, ich konnte Euch meinen Standpunkt zu MAXIM, und zu Männermagazinen im Allgemeinen etwas näher bringen.

Ich finde MAXIM ganz nett und das ist ausreichend (für mich), um dem Verlag dafür jeden Monat das Geld in den Rachen zu werfen.

Na denne, frohes Lesen weiterhin, was auch immer es sei...

© Funny Bone, 03.07.2001

Updates:
05.07.2001 - Habe den Titel der Meinung geändert. Der alte hat mir irgendwie nicht so richtig gefallen.

Fazit: