GQ
Hier wird Werbung mit Lifestyle verwechselt! - GQ Zeitschrift

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Hier wird Werbung mit Lifestyle verwechselt!
GQ

konradin

Name des Mitglieds: konradin

Produkt:

GQ

Datum: 21.07.02, geändert am 21.07.02 (149 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: -ein -zwei gute berichte

Nachteile: -zuviel Werbung

Was liest der moderne Mensch von Heute???
Natürlich neben einem guten Buch eine Tageszeitung und einige Zeitschriften.
Im Zeitschriftenbereich gibt es natürlich auch sehr viele verschiedene Themenbereiche wie Computertechnik, Sportmagazine, Fernsehzeitschriften, Frauenzeitschriften und natürlich auch Herrenmagazine.
Scheinbar sind nun alle Themenbereiche abgedeckt.
Dennoch hat man sich etwas Neues einfallen lassen. Man bringt jetzt eine Zeitschrift auf dem Markt die einen bunten Themen-Mix hat und News und Storys aus allen Lebensbereichen heraus bringt.
Nun sucht man noch einen klangvollen Namen für diese Zeitschrift und das ganze verkauft man dann modisch klingend als Lifestyle Magazin.

Kürzlich kaufte ich mir das "GQ" Magazin aus dem Gruner & Jahr Verlag. GQ steht für Gentlemen's Quarterly also auf Deutsch Lifestyle für Männer.
Das Heft "GQ" erscheint als Hochglanzmagazin und kostet 3 Euro .In Österreich verlangt man für das Heft 3,50 Euro.

Das Titelblatt ziert -für ein Männerlifestylemagazin nicht unüblich- ein weibliches Fotomodell welches spärlich bekleidet aus dem Wasser kommt.
Nun sieht man auf dem Titelblatt auch einige Themen des Heftes die zum Lesen anregen sollen.
Um den Inhalt von "GQ" zu zeigen kurz einige Themenbereiche des Augustheftes.

-Best of Deutschland
Werbeplakate aus der Politik

-Wer schoss auf Leo Kirch

-Heidi Klum ? In Wort und Sex

-Superlativen
Die teuersten Yachten
Die besten Autos
Die Klügsten Köpfe
Die Eleganteste Mode
Die lässigsten Stars usw.

Natürlich interessierten mich auf dem ersten Blick 2 Themen. Nämlich der Themenbereich um Leo Kirch und der Bericht über die besten Wahlplakate.

Nun wollte ich zum Impressum durchblättern. Da ich "GQ" noch nicht kannte erwartete ich zunächst ein Vorwort des Chefredakteurs bzw. des Herausgebers.
Solch eine Begrüßu
ng des Lesers fand ich leider nicht vor.
Stattdessen blätterte ich zum Impressum und war zunächst einmal geschockt, denn das Impressum fand ich erst nach 4 Seiten Werbung für Kleidung.
Das war dann schon sehr nervend.
Beim Weiterlesen der Zeitschrift oder soll ich besser Weiterblättern schreiben fand ich die viele Werbung als erdrückend.

Natürlich soll ein Lifestylemagazin Lust auf neue Ideen ,neue Produkte etc. machen aber in "GQ" finde ich einfach zu viel Werbung die einem ordentlich die Lust vergällt diese Zeitschrift zu lesen.
Ich ertappte mich bei den Gedanken dass bei dieser vielen Werbung die Zeitschrift eigentlich kostenlos abgegeben werden müsste.
Ungelogen: Von 6 Seiten hat man in der "GQ" durchschnittlich 3- 4 Seiten Werbung.
Bei diesen Werbeanzeigen dreht es sich meistens um hochwertige Herrenbekleidung bzw. Herrendüfte?also nochmals eindeutig zu viel Werbung.

Bester Bericht ist meines Erachtens der Bericht über die besten politischen Werbeplakate der Bundesrepublik Deutschland.
Hier stellten verschiedene junge Werbeagenturen bisher unveröffentlichte Werbeideen für die verschiedensten Parteien vor.
Auch der Bericht über Leo Kirch interessierte mich. Wie konnte dieses große Unternehmen so ins Trudeln geraten.
Der Autor versucht hier ganz interessant in Krimi Manier die Zerstörung des Lebenswerkes von Leo Kirch zu untersuchen.

Die restlichen Themen wirkten für mich nicht intensiv genug aufgearbeitet. Hier hatte ich den Eindruck dass man das entsprechende Thema nur anreißen wollte.
Nervend fand ich auch das etwas hochstilisierte Thema über die besten Yachten, Häuser etc.
Mein Gott wer das Geld hat soll sich auch was Ordentliches dafür kaufen.
Sollte hier beim Leser Neid erzeugt werden?

Zum Schluss des Heftes stellt "GQ" mit einem Zitat von Friedrich Nietzsche "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" verschiedene technische Geräte wie Ra
dios oder MP 3 Player vor.
Das erwarte ich natürlich in einem Lifestyle Magazin.

<br>Insgesamt wirken die Themenbereich zwar schon bunt gemixt, mir nur leider fallweise etwas zu oberflächlich.
Extrem genervt war ich von der sehr vielen Werbung.
Es macht wirklich keinen großen Sinn und Spaß auf derart eintönige Werbung zu reagieren. Vielmehr sind das Auge und das Gehirn extrem beim Betrachten gereizt.
Hier denkt man manchmal was schon wieder Werbung für Kleidung etc.


Ich kann den Magazin "GQ" mit besten Willen nur drei Sterne geben und fast keine Empfehlung aussprechen.

Fühlen sich denn Journalisten wohl wenn sie in einer 216 Seiten starken Ausgabe nur ein Viertel eigene Texte und Gedanken einbringen können?




Fazit: