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Neuester Testbericht: ... Mannes an? Verdammt, habe ich die Botschaft nicht verstanden?). Der Herr muss erklärt werden: Herr Michalowski ist "Zack" (Sa... mehr
Fast hätte ich mich übergeben.
GQ

Name des Mitglieds: himmelunderde1
Produkt:
GQ
Datum: 29.10.09, geändert am 17.05.10 (222 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Nicht erkennbar.
Nachteile: Wertvolles Papier wurde verschwendet.
Hätte ich an der Fleischtheke gestanden, hätte die nette (und wahrscheinlich leicht übergewichtige Dame mit dem blassrosa Teint eines frisch geborenen Ferkels) gefragt: "Darf es ein bisschen mehr sein?
Aber leider war ich nicht in der Fleischerei, sondern in der Galeria Kaufhof an der Kosmetikkasse und so fragte die Verkäuferin (groß, schlank und sonnengebräunt - und das im Oktober!) mich, ob ich eine kostenlose Leseprobe des Herrenmagazins "GQ" wünsche.
Hätte ich doch "Nein!" gesagt.
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Die vorliegende Ausgabe - November 2009 - des Hochglanzmagazins umfasst 266 Seiten. Und dennoch habe ich es geschafft, die Zeitschrift in weniger als einer halben Stunde durchzulesen. Unglaublich weil:
Ich schlage das Heft auf. Werbung, Werbung (z. B. D&G, Boss, Prada ...), oh schon auf Seite 21 beginnt das (von Werbung unterbrochene) Inhaltsverzeichnis. Seite 28 Editorial, Seite 34 Impressum und schon geht's auf Seite 40 los:
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Seite 42, Contributors 2:
Leseprobe:
"Evelin Sand, Riesenstylistin "Den passenden Anzug für Comedian Volker Michalowski (Rechts) zu finden war ein ganz besonderer Spaß. Wie das richtige Outfit ein Erscheinungsbild revolutionieren kann: Hier sieht man`s."
Was der Leser des Berichtes ja nicht sieht, muss ich beschreiben. Auf dem Foto sind nur 2 Personen, die Stylistin und der Comedian. Von daher ist der Hinweis (Rechts) für mich entweder ein Indiz, dass sich die GQ-Redaktion bewusst ist, dass ihre Leserschaft zu den "bildungsfernen Schichten" (das ist Neudeutsch und bedeutet soviel wie Dummköpfe, Deppen oder grenzdebile Schrottplatzbewohner, die sich auch noch filmen lassen) gehört oder ist es gar versteckte Comedy, die ich nur nicht verstehe?
Wahrscheinlich, denn auch die "Riesenstylistin" ist ja so ein Brüller. Die Dame steht also links neben Comedian Volker Michalowski (Wir wissen ja nun, der Mann steht rechts -OH OH oder ist dieses rechts gar nicht geographisch gemeint, sondern spielt auf die politische Gesinnung des Mannes an? Verdammt, habe ich die Botschaft nicht verstanden?).
Der Herr muss erklärt werden: Herr Michalowski ist "Zack" (Sat 1), ein ganz kleiner - körperlängenbezogen gemeint - Mann, während die Stylistin ihn in der Länge überragt. Deswegen auch "Riesenstylistin". Danke GQ, ihr habt mir schon jetzt gezeigt, was ich von eurem Blättchen erwarten darf, und das bereits auf Seite 2 (oder in GQ-Dimensionen auf Seite 42).
Weiterlesen oder eher Blättern, den jetzt kommt wieder Werbung (Lacoste, Chopard ...)
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Seite 47 -58. Die TV-Tipps oder in GQ-Deutsch "Scout Favoriten 1 bis 7"
Extrem oberflächlich, aber unter Beachtung der von mir vermuteten Zielgruppe gerade noch akzeptabel. Beispiel gefällig? Gern. Einer von 5 Textbeiträgen auf Seite 48:
"DO.23.30 ARD
Bühne frei für den edlen Irrsinn: "Krömer - die Internationale Show"
Das Neuköllner Alleinunterhaltergenie Kurt Krömer moderiert, talkt, zeigt Einspieler - größte Vorsicht, bitte. Ist Kurt Krömer etwa der chaotischste deutsche Talkmaster - oder der einzige Komiker, der auf einer Showtreppe gut aussieht? Anwort: Könn`Se sich selbst aussuchen, wa."
Das war's dann auch schon von der GQ - Hintergrundinformationen, investigativer Journalismus? Null, nada, niente, no, njet. Und in diesem Stil geht's weiter. Schnell weiter, nur weiter, denn es liegen ja noch über 200 Seiten vor mir.
Die wie ich allerdings dann doch feststellen muss, vorwiegend aus Werbung bestehen.
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Seite 168. GQ-Männer des Jahres 2009
Nun wird's glaub ich interessant. Hoffe ich, denn mein Verstand ist beim Blättern bzw. Lesen schon fast auf das Niveau der Zeitschrift geschrumpft. Aber zuvor 14 Seiten Werbung und 2 Seiten Abo-Werbung.
Ich blättere um auf Seite 186 und erblicke, nein ich erschrecke (mehr als bei SAW I bis IV, denn da wusste ich ja, das mich das blanke Grauen erwartet) denn es erscheint Marco Schreyl, von der GQ als Stargastgeber bezeichnet, und grinst mich schief an.
Der Typ, der in Bohlens "Talentschmiede" DSDS seinen Körper an minderjährigen Mädchen drückt. Nein, der minderjährige Mädchen an sich drückt. Ja, in Ordnung, hin und wieder sind die Mädchen auch volljährig oder sie sind gar keine Mädchen, sondern minderjährige Jungen, die in Ausnahmefällen dann auch schon wieder volljährig sind. Bleibt aber im Prinzip das Gleiche. Nur die persönliche Motivation mag anders sein - in den Schreylschen Schädel möchte ich mal zu gerne hineingucken. Oder lieber nicht.
Selbstbewusst ist er aber, gibt er in GQ doch stolz zu Protokoll, er fühle sich bei DSDS als Herbergsvater. Nun ist mein ansonsten doch recht wacher Geist endgültig auf GQ-Niveau angelangt und ich lese grenzdebil vor mich hin, was Herr Schreyl denn so auf dem Bild anhat: "Smoking mit Schalkragen, BOSS BLACK. Smokinghemd, VAN LAACK. Seidenfliege, DOLCE & GABBANA". Soll wohl Artikel sein, ist aber WERBUNG. Schööön, dadumm, dadumm. Seite 195. Schon vorbei, hat doch gar nicht wehgetan.
Ich bin endgültig aus dem Reich der Denkenden entschlummert, nehme die Worte der 3 oder 4 ernsthaften Reportagen über Robert Mördoch und rOby willie AMMS, sorry Rupert Murdoch und Robbie Williams nur noch als kleine schwarze, lustig auf dem Papier herumhüpfende Figürchen wahr und bemerke, das mein Badewasser kalt geworden ist.
Ich steige aus der Wanne, das scharfe Abtrocknen tut mir gut, ich öffne das Fenster und die kalte Oktoberluft lässt mich wieder zu Verstand kommen und ich ziehe folgendes Fazit.
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Die mit großem Abstand dümmlichste und überflüssigste Zeitschrift, die mir bekannt ist, nennt sich "GQ" und kostet unverschämte 5 Euro. Ein Jammer um das schöne Papier. Ein Jammer um die Bäume, die für diesen Schund ihr Leben lassen mussten. Rettet die Wälder.
Warum muss man mindestens einen Punkt vergeben? Ist die Null nicht auch eine schöne Zahl?
Ich freue mich auf eure Kommentare.
Fazit: Hat den Müll ordnungsgemäß entsorgt.
Weitere Testberichte: im Bereich Zeitschrift


29.11.09
Diese Zeitschrift gehört dann wohl in die Kategorie: Dinge, die die Welt nicht braucht! Wie gut, dass ich diese Zeitschrift gar nicht kenne. Muss ich mich auch nicht drüber ärgern. ;-)