Project Gotham Racing (Xbox)
Geschwindigkeit allein reicht hier nicht aus - Project Gotham Racing (Xbox) Xbox Spiele

Neuester Testbericht: ... absolvieren. Blitzrennen: Normales rennen gegen Computergesteuerte Wagen. Arkade Rennen: Hier verdient man sich durch normale Straßenrenn... mehr

Geschwindigkeit allein reicht hier nicht aus
Project Gotham Racing (Xbox)

+lannopez

Autor-Name: lannopez

Produkt:

Project Gotham Racing (Xbox)

Datum: 06.11.08

Bewertung:

Vorteile: großer umfang, geniales Gameplay, fordernd

Nachteile: veraltete Grafik, Kantenflimmern, Anfänger haben es sehr schwer

Einer der ersten Titel für die X-Box war Project Gotham Racing, den Bizzare Creations entwickelten. Inzwischen gibt es einen Nachfolger und ein dritter Teil wird für die X-Box360 erscheinen. PGR war definitiv einer der interessantesten Titel zum Start der X-Box. Zwar gab es durchaus Konkurrenz, aber kein Rennspiel bot ein solch interessantes Gameplay wie PGR, denn es handelt sich bei dem Spiel nicht um ein gewöhnliches 08-15-Modell, sondern um ein sehr herausforderndes und spielerisch geniales Spiel. Denn es zählten nicht in erster Linie die Siege, sondern der Fahrstil. Was? Der Fahrstil? Wie kann man den denn bewerten? Das ist doch eine ganz subjektive Sache, ob jemand einen guten Fahrstil hat oder nicht. Nicht ganz, möchte ich hier entgegenhalten, denn in Project Gotham Racing werden verschiedene Dinge berücksichtigt, aus denen der Fahrstil dann errechnet wird. Deswegen kann man durchaus von einer objektiven Messung ausgehen. Ich weiß natürlich nicht wie sich das genau zusammensetzt, schließlich war ich an der Produktion des Spiels nicht beteiligt. Aber hier seien einige wichtige Punkte erwähnt: Berücksichtigt werden Drifts, Sprünge, Fahren auf 2 Rädern u.s.w.. Fährt man gegen eine Mauer verliert man die Punkte, die man in den letzten Sekunden gesammelt hat, was sehr, sehr ärgerlich sein kann.Fährt man dagegen Fehlerlos und macht in schneller Abfolge Punkte, so gibt es Kombos. Durch die Kombination der Punkte, wird bei höheren Beträgen von Punkten durch Multiplikationen u.s.w. der Kontostand weiter nach oben getrieben, was speziell Profis sehr viel Freude bereitet, weil sie diejenigen sind, die von dieser Gameplayeigenschaften profitieren. Anfänger werden aber das eine oder andere mal verzweifelt in den Controller beißen, weswegen sich die Anschaffung von Controllern mit Schokogeschmack endlich einmal lohnen würde. Das Spiel kann gerade gegen Ende hin frustrierend schwer werden, wo dann sicher auch Profis ins Schwitzen kommen. Bis man die Herausforderungen alle bestanden hat, wird sicher einige Zeit vergehen, bis man wirklich gute Ergebnisse erreicht hat, vergeht dann noch mehr Zeit.

Gute Ergebnisse sind aber wichtig, will man neue Autos freischalten. Anfangs kann man Autos noch relativ leicht freischalten, später wird das verdammt schwer, da man für die richtig heißen Karren eine ziemlich hohe Gesamtpunktanzahl benötigt. Wer sich also auf ein lässiges Spiel mit heißen Karren freut, der wird ein wenig enttäuscht werden, denn die kriegen so schnell nur echte Profis zu Gesicht, Anfänger fahren weiterhin Ford statt Ferrari. Immerhin kann sich der Umfang des Spiels echt sehen lassen, denn das Spiel bietet über 200 Strecken in 4 Metropolen, die da wären: New York, Tokyo, London und San Francisco. Alles wohlklingende Namen, nicht? Dabei finden die Rennen auf abgesperrten Strecken statt. Wer hätte das gedacht? Die Städte sind durchaus ordentlich gestaltet, gerade Tokyo glänzt durch viele Neonwerbeflächen und Lichter im wahrsten Sinne des Wortes. Die anderen Städte mag man aus heutiger Sicht wohl kaum noch als optisch spektakulär bezeichnen, immerhin sind viele bekannte Örtlichkeiten, wie z.B. der Timesquare in New York oder die Hafengegend in San Francisco gut nachgebildet. Wie man es besser macht, zeigten die Entwickler von Bizzare Creations im Nachfolger der überraschenderweise Project Gotham Racing 2 heißt, im Übrigen eines der grafisch besten Spiele. Es gibt einige durchaus gelungene Grafikeffekte, speziell das Enviornment-Mapping, also die Spiegeleffekte auf den Autos, können voll überzeugen. Auch der Regeneffekt, der nasse, reflektierende Straßen bietet, gefällt und erinnert ziemlich an die Need for Speed Underground-Teile. Weiter bietet das Spiel noch nette Lichteffekte, die durchaus gefallen können. Auch Nebel kann die Engine darstellen, was im Prinzip keine sensationelle Leistung ist, denn vollkommen realistisch erscheint er nicht und Nebel sieht von Natur aus schon einfach nicht besonders spektakulär aus.

Der Sound ist ebenfalls eine feine Sache, es gibt je nach Stadt verschiedene Radiosender, die sowohl Musik von der Gamedisk als auch von der Festplatte abspielen. So kann man sich seinen eigenen Soundtrack zusammenstellen, damit man nicht gezwungen ist, die Musik zu hören, die im Spiel vorkommt. Dazu aber ein Tipp von mir: Es mag zwar banal erscheinen, aber auch wenn ein Spiel einen Custom Soundtrack unterstützt, sollte man sich zuerst mal durch den Soundtrack, des Spiels hören, da man so das eine oder andere wirklich gute Lied verpasst. Ich bin zum Beispiel habe bei Project Gotham Racing immer nur meinen eigenen Mist gehört, den ich so oder so schon auswendig kannte, anstatt mal etwas aus dem Spiel zu hören, so dass ich über den Soundtrack nun gar nichts sagen kann. Schade, oder?
Die Motorensounds sind absolut in Ordnung, aber so richtig vom Hocker hauen können sie nicht, denn das hat man in anderen Rennspielen schlicht schon zu oft gehört. Soundtechnisch können die Renner absolut nichts neues bieten, was aber inzwischen fast jedes Rennspiel betrifft.
Kommen wir noch auf die Modusauswahl zusprechen, denn die kann man durchaus als gelungen bezeichnen. Zum einen gibt es das Blitzrennen, bei dem man gegen 5 andere Gegner fährt. Ziel ist es, mindestens den 3.Rang zu belegen, besser ist es den 1.Rang zu erreichen. Dann gibt es die Arcaderennen, bei denen es mehr als in den anderen Modi um Stil geht, ihr fahrt nämlich um Hütchen herum auf Zeit und solltet dabei eine möglichst hohe Punktzahl erreichen. Dann gibt es noch den Kudoswettbewerb, der eine Reihe von Herausforderungen darstellt, deren Schwerpunkte man teils selbst festlegen kann. Ferner gibt es den Multiplayer, der wohl keiner Erklärung bedarf, es sei nur gesagt, dass man diesen zu viert spielen kann. Modimäßig ist also alles in Butter. Insgesamt kann ich dem anspruchsvollen, erfahrenen Spiel das Spiel nur ans Herz legen, zwar mag die optische Verpackung nicht gerade grandios sein, dafür stimmen die inneren Werte umso mehr. Wer mehr Wert auf Optik legt, holt sich den teils zu leichten Nachfolger.

Fazit: Gelungener Fahrspaß, der genau das richtige Spiel für erfahrene Rennfahrer darstellt.

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: