Fila World Tour Tennis (Xbox)
Stupider Reaktionstest - Fila World Tour Tennis (Xbox) Xbox Spiele

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: THQ Xbox-Spiele

Neuester Testbericht: ... recht über den Bildschirm. Das ist einfach schwach und kann den Entwicklern von THQ doch nicht wirklich gefallen haben, demzufolge es mi... mehr

Stupider Reaktionstest
Fila World Tour Tennis (Xbox)

Yasmina24

Name des Mitglieds: Yasmina24

Produkt:

Fila World Tour Tennis (Xbox)

Datum: 02.10.06

Bewertung:

Vorteile: Sehr umfangreicher, abwechslungsreicher und hochmotivierender Karrieremodus, Vierspielerspaß

Nachteile: Mieses Spielgefühl, übertriebenes Spieltempo, stupides Dauerklicken, lächerliche Animationen

Speziell Besitzer/innen einer Microsoft X-Box können sich über die Anzahl an vorhandenen Tennis-Titeln wahrlich nicht beklagen. Neben „Top Spin“ und „Virtua Tennis“ fällt mir spontan aber kein sonderlich beeindruckender Titel ein, der bislang erschienen ist, es dominieren eindeutig die mittelmäßigen Versionen. „FILA World Tour Tennis“ stellte einen weiteren (sicherlich gut gemeinten) Versuch dar, daran etwas zu ändern, doch dieses Ziel wurde leider verfehlt. Es gibt zwar den ein oder anderen interessanten Punkt, der in der Tat anfänglich Lust auf mehr macht, doch schon sehr schnell (viel zu schnell) wird überaus deutlich, dass hier etwas nicht ganz stimmen kann. Schön ist sicherlich, dass wir uns mit bis zu vier Spielern gleichzeitig rasante Mehrspielerschlachten liefern dürfen, doch leider entpuppt sich das Ganze als wenig langzeitmotivierend. Bevor ich jetzt im Einzelnen auf die Vorzüge und Nachteile dieses Tennisspiels eingehe, möchte ich daher vorab eine zumindest kleine Warnung aussprechen: wer von Euch nicht unbedingt total vernarrt in jegliche Art an Tennisspielen ist, der/die sollte schleunigst die Finger von diesem Spiel lassen. Der Spielinhalt weist insbesondere durch den interessanten Karrieremodus verlockende Elemente auf, doch die Patzer im Gameplay sorgen dafür, dass ich „FILA World Tour Tennis“ leider als unterdurchschnittliches Tennisspiel bezeichnen muss.

Wieder einmal ist es ein sogenannter „großer Name“, hinter dem schrecklich wenig steht. Allerdings wurde hier vom Hersteller THQ kein Geld für die Originallizenz im Hinblick auf Charaktere und Schauplätze ausgegeben, sondern einfach „nur“ für den Namen FILA. Ob dies wirklich für ausreichende Käuferzahlen gesorgt hat, darf bezweifelt werden, ich hoffe jedenfalls, dass dem nicht so war. Die Spielmodi an sich bieten nichts besonderes, allerdings kann auf dem Gebiet des Tennissports da eigentlich auch nichts wahnsinnig bahnbrechend Neues erwartet werden. Im „Quick Game“ können wir sofort loslegen und uns alleine oder zu mehreren den Ball in einem Freundschaftsmatch um die Ohren dreschen und im „Arcademodus“ machen wir uns etwas intensiver mit den Tücken des Spiels und vor allem (dazu später noch mehr!) der Steuerung vertraut. Der Mittelpunkt ist bei „FILA World Tour Tennis“ aber ganz eindeutig der Karrieremodus, der außerordentlich umfangreich geraten ist, also genau so, wie ich es mir grundsätzlich eigentlich wünsche. In diesem „Challengemodus“ basteln wir uns zunächst unsere Spielfigur zusammen und machen uns auf eine Welttour, die sich gewaschen hat. Schließlich beginnen wir als „No-Name“ und kämpfen uns Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat in der Weltrangliste langsam aber sicher nach vorne. Ganz entscheidend sind dabei die Preisgelder, die es zu verdienen gibt, je nachdem wie weit wir in einem Turnier kommen, gibt es einen natürlich entsprechend hohen Geldbetrag. Sehr gelungen ist hierbei die Tatsache, dass wir unsere Fähigkeiten in speziellen Trainingseinheiten (Mini-Spielen) ausbauen und somit auf Dauer (hoffentlich) perfektionieren können, der Haken ist jedoch dabei, dass dieses nicht umsonst ist. Jede einzelne Einheit kostet Geld, genau so wie im Übrigen jedes Turnier, für das wir regelmäßig ein Startgeld entrichten müssen. Sind wir in den ersten Turnieren erfolgreich, ist es uns (dann erst!) möglich, an größeren (höher dotierten) Wettbewerben teilzunehmen, um später dann auch noch mit einem Doppelpartner unserer Wahl an den Start zu gehen. Schließlich können wir im weiteren Verlauf des Spiels unser Outfit ändern, auch das ist sicherlich zu begrüßen. Für Motivation ist somit zweifelsohne gesorgt, zumal die Karriere vom Prinzip her sowohl spannend als auch umfangreich ist. Doch leider werden diese sehr guten Ansätze durch das miese Gameplay zunichte gemacht.

Ich muss es leider so deutlich sagen, die Matches an sich verlaufen..... schlecht. Das Spieltempo ist einfach viel zu hoch, Zeit zum Reagieren bleibt somit kaum. Ja eigentlich gar nicht. Reaktionsschnell den Ball noch so gerade eben zu erwischen ist das Maß aller Dinge, Zeit für ein gutes Stellungsspiel bleibt einfach so gut wie nie. Der Anspruch geht somit ruckzuck flöten, die Ballwechsel degenerieren zu einem stumpfsinnigen hektischen Geklicke, mitreißende Spielszenen sind daher absolute Mangelware. Darüber hinaus nerven schlechte Animationen, die Athleten/innen zucken mehr schlecht als recht über den Bildschirm. Das ist einfach schwach und kann den Entwicklern von THQ doch nicht wirklich gefallen haben, demzufolge es mir ein Rätsel ist, „FILA World Tour Tennis“ derart unfertig auf den Markt zu bringen. Kein Spielgefühl, kein Flair, , kein Anspruch, keine Taktik, keine realistische Atmosphäre: das alles ist sehr bedauerlich und drückt den Spielspaß immens.

Hinzu kommt noch, dass die Optik nur mit Mühe und Not noch als durchschnittlich bewertet werden kann, schließlich spielen wir hier ein Tennisspiel auf der X-Box und nicht etwa auf der alten Sony Playstation. Ich jedenfalls war ziemlich enttäuscht von der steril wirkenden Atmosphäre, den schon erwähnten schwachen Animationen der Spielfiguren, zumal die Figuren etwas zu klein, schmal und überhaupt unscheinbar rüberkommen. Schließlich sind auch die Kameraperspektiven nicht derart rasant, als dass diese zu einer mitreißenden Atmosphäre beitragen könnten. In akustischer Hinsicht ist es völlig in Ordnung, wenn sich die Hintergrundmelodien zurückhalten, hier interessieren doch im Grunde einzig und allein die Außengeräusche auf dem Platz und zwar vor, während und nach den Ballwechseln. Hier wird leicht und locker durchschnittliches Niveau erreicht, deutlich mehr aber wiederum auch nicht. Doch störend fiel mir in diesem Punkt zumindest gar nichts auf, doch das gesamte Spielgeschehen wird doch zu arg von den schwachen Animationen und dem schlechten Spielgefühl während der Ballwechsel überschattet, als dass dies noch von Bedeutung gewesen wäre.

Das X-Box-Spiel „FILA World Tour Tennis“ bietet einen hochinteressanten Karrieremodus, der Spaß, Spannung und vor allem Langzeitmotivation verspricht. Auch die Tatsache, dass wir uns zu viert die gelbe (oder grüne) Filzkugel um die Ohren schlagen können, macht grundsätzlich Lust auf mehr. Leider endet das Ganze dann doch in einem mittelschweren Fiasko und zwar derart schlimm, dass ich Euch dieses anfänglich vielversprechende Tennisspiel einfach nicht mehr ans Herz legen kann. Nein, beim besten Willen nicht: das völlig verkorkste Spielgefühl während der variationsarmen Ballwechsel, der fehlende Anspruch, das viel zu hohe Spieltempo und das insgesamt hektische Geschehen auf dem Court machen alles kaputt, was anfangs so gut begann. Wollte ich es zunächst angesichts des doch so umfangreichen und grundsätzlich hochmotivierenden Karrieremodus einfach nicht wahrhaben, so musste ich spätestens in der dritten Stunde einsehen, dass dieses Spiel doch sehr schnell in der Versenkung verschwinden muss. Schade. Sehr schade sogar.

Fazit: Große Hit-Chance leichtfertig verschenkt.

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: