Der Herr der Ringe - Das dritte Zeitalter (Xbox)
Der Herr der Ringe - Das dritte Zeitalter (Xbox) - Der Herr der Ringe - Das dritte Zeitalter (Xbox) Xbox Spiele

Erhältlich in: 2 Shops

Produkttyp: Electronic Arts Xbox-Spiele

Neuester Testbericht: ... des Bösen . Sie bilden ein Team von tapferen Kämpfern und ziehen durch Mittelerde . Im Laufe des Spiel treffen die beiden auf im... mehr

Der Herr der Ringe - Das dritte Zeitalter (Xbox)
Der Herr der Ringe - Das dritte Zeitalter (Xbox)

bthunder

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Produkt:

Der Herr der Ringe - Das dritte Zeitalter (Xbox)

Datum: 18.06.10

Bewertung:

Vorteile: ordentliche Spielzeit, Filmszenen aus dem Kinoepos,

Nachteile: auf Dauer zu wenig Abwechslung,

Hallo zusammen,

Electronic Arts gibt in \"Das dritte Zeitalter\" die Möglichkeit alle drei Filme in einem einzigen Spiel vereint Revue passieren zu lassen. Die Story dreht sich diesmal nicht um die bekannten Helden der Saga, sondern um völlig neue Charaktere, welche bisher weder in Büchern, noch in den Filmen einen Auftritt hatten. Man schlüpft in die Rolle des Gondorianers Berethor, der von oberster Stelle einen Auftrag zur Suche nach Boromir bekam. Auf seinen Wegen durch Bruchtal trifft er auf fünf weitere neue Charaktere, die ihn auf seinem Weg begleiten. Zweitweise kreuzen sich sogar die Wege mit denen der legendären Gefährten von Gandalf und Frodo. Es kommt sogar zu gemeinsamen Kämpfen. Fans des Films werden während der gesamten Spielzeit mit über 100 Filmschnipseln aus den Kinofilmen bei Laune gehalten. Anfangs gibt es alle paar Meter eine neue Filmszene, allerdings muss man diese nie sofort ansehen, sondern kann sie im übersichtlichen Menü auch später aufrufen. Im Spiel muss man unter anderem die Hallen Morias durchqueren, Rohans Ebenen durchreiten, Helms Klamm beschützen und bis nach Mordor vorstoßen.

Im Gegensatz zu den bisher von EA veröffentlichten Herr der Ringe-Spielen, die hauptsächlich ein schön inszeniertes Massengemetzel auf dem Bildschirm veranstalteten, hat man diesmal ein waschechtes Rollenspiel im Stil von Final Fantasy entwickelt. Wie schon in Final Fantasy X bewegt man sich in einer 3rd Person Ansicht über fest vorgegebene Pfade auf einer Oberwelt und orientiert sich an einer handlichen Minimap am Bildschirmrand. Es finden sich keine richtigen Städte auf der Oberwelt, was ausgeprägte Gespräche mit NPC\'s, Nebenquests oder gar den Handel mit Gegenständen gänzlich ausschließt. Sollte man es einmal nicht schaffen, eine Aufgabe eines Kapitels zu erledigen, kann man zu den zahlreich verteilten Speicherpunkten jederzeit zurück. Zwar wird das Wandern durch die Oberwelt zeitweise mit kurzen Echtzeit-Sequenzen der Protagonisten oder Filmschnipseln geschönt, so richtig fesselnd und tiefgängig wird die Lauferei durch Mittelerde allerdings nicht.

Mindestens genauso viel Zeit wie auf der Oberwelt verbringt man in wunderschönen, rundenbasierten Kämpfen - dem eigentlichen Herzstück des Spiels. Das Kampfsystem gleicht dem japanischer Rollenspiele, doch glücklicherweise hat man hier genügend Bedenkzeit für Entscheidungen, da die Feinde warten. Man hat die klassische Wahl zwischen einem Standardangriff oder den mächtigeren Spezialangriffen, die allerdings Aktionspunkte verbrauchen. Einige Charaktere beherrschen verschiedene Arten der Magie, die auch mit Aktionspunkten bezahlt werden müssen. Natürlich dürfen Heiltränke und andere Gegenstände aus dem Inventar im Kampf benutzt werden, außerdem kann per Knopfdruck ein aktiver Charakter ausgetauscht werden. Jeder Recken, aber auch jeder Gegner ist besonders empfindlich oder auch besonders standhaft gegenüber bestimmter Angriffe, per handlichem Untersuchen-Befehl legt man sich aber sehr schnell eine passende Strategie zurrecht. Im Laufe der Zeit erweitern sich Fähigkeiten und die Arten der Gegner wechseln in vertretbaren Abständen, allerdings hat man sich nach ca. 10 Stunden einmal überkämpft.

Ganz besonders im Laufe des ersten Drittels steigen die Charaktere nach fast jedem Kampf im Level auf, was natürlich auch einen Besuch im Menüsystem nötig macht, um die erhaltenen Attributspunkte zu verteilen. Die können wie gehabt auf Attribute wie Stärke, Intelligenz oder Gewandtheit verteilt werden und erhöhen somit Schadens-, Verteidigungs- oder Lebenspunkte. Natürlich finden sich in den Schatzkisten oder bei getöteten Monstern auch jede Menge Waffen und Rüstungsgegenstände. Da man an nahezu jeder Ecke und nach fast jedem Kampf etwas im Menü zu erledigen hat, wird man früher oder später genug davon haben. Nicht dass es stören würde mit so vielen Erfahrungspunkten und Gegenständen überhäuft zu werden, aber der Spielfluss leidet darunter doch ein wenig.

Da man sehr schnell in hohe Levelregionen aufsteigt und ständig besser ausgerüstet wird, ist das Spiel nicht sonderlich schwer ausgefallen. Hin und wieder trifft man zwar auf ein paar hartnäckige Gegner, so richtig schwer wird das Spiel aber nie. Dies liegt vor allem auch daran, dass Helden bei jedem Levelaufstieg vollständig geheilt werden und auch an den heilenden Speicherpunkte in kurzen Abständen. Für Genreneulinge ist dies natürlich eine feine Sache, denn \"Das dritte Zeitalter\" wird somit zu einer entspannten und nicht sonderlich fordernden Reise nach Mittelerde, was nach den bockschweren Beat\'em\'ups zum Thema eine wirklich willkommene Abwechslung darstellt. Die Spieldauer ist mit ca. 25-30 Stunden sehr ordentlich ausgefallen. Zusätzlich findet sich im Optionsmenü der nicht sonderlich aufregende \"Dark Mode\", ein Spielmodus, bei dem man auf der Seite Saurons kämpfen darf.

Auch wenn die Oberwelt nicht immer mit den schönsten Texturen und grafischen Spielereien um sich wirft, so überzeugt die Optik dafür während der Kämpfe auf ganzer Linie. Jeder Spezialangriff und jeder Zauberspruch birgt neue Grafikschmankerl und spätestens wenn man auf den ersten Endgegner - den Balrog - trifft, sitzt man mit offenem Mund vor dem Fernseher. Das riesige Biest zaubert selbst auf der PS2 ein derart schönes Feuerwerk auf den Bildschirm, das man sich schnell für die manchmal recht triste Umgebungsgrafik entschädigt fühlt. Aber auch die Animationen der Helden und deren Widersacher sind astrein gelungen und lassen viel Liebe zum Detail erkennen. Die zauberhafte Filmmusik untermalt das Geschehen während des gesamten Abenteuers. Die deutsche Lokalisierung überzeugt dabei mit den original Filmstimmen und neuen, aber nicht minder talentierten Sprechern.

\"Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter\" ist ein gefundenes Fressen für echte Filmfans. Dieses Spiel darf als \"Rollenspiel light\" bezeichnet werden, denn echte Fans von Final Fantasy & Co. werden hier früher oder später den nötigen Tiefgang missen. Was aber nicht gleich heißt, dass es ein schlechtes Rollenspiel wäre, es sind nämlich alle wichtigen Spielelemente enthalten: Ein rundenbasiertes Kampfsystem samt hervorragender Grafikeffekte, zahlreiche Fähigkeiten und Möglichkeiten zur Charakterentwicklung und sogar eine ordentliche Spielzeit von ca. 25-30 Stunden wird geboten. Auch wenn die Faszination an den Kämpfen nach einiger Zeit nachlässt, so sorgt dieser Titel für langfristige Unterhaltung und selbst erfahrene Rollenspieler können dank der schön umgesetzten Filmlizenz einen Blick wagen. Für das erste Rollenspiel aus dem Hause Electronic Arts ist \"Das dritte Zeitalter\" wirklich gut gelungen.

Danke fürs Lesen

Fazit: Für das erste Rollenspiel aus dem Hause Electronic Arts ist \"Das dritte Zeitalter\" wirklich gut

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: