Vandal Hearts: Flames of Judgement (Xbox360)
Veraltetes Gameplay - Vandal Hearts: Flames of Judgement (Xbox360) Xbox 360 Spiele

Veraltetes Gameplay
Vandal Hearts: Flames of Judgement (Xbox360)

scoopexx

Name des Mitglieds: scoopexx

Produkt:

Vandal Hearts: Flames of Judgement (Xbox360)

Datum: 17.05.10

Bewertung:

Vorteile: endlich wieder ein neues Rundenstrategiespiel

Nachteile: Auflevelsystem unmotivierend, Grafik altbacken, Sound durchschnittlich

Vandal Hearts: Flames of Judgement ist im Prinzip aufgewärmte Videospielkost, denn es gab bereits vor langer Zeit Spiele mit dem Vandal Hearts Logo auf der mittlerweile angestaubten Playstation 1. Auch bei diesem neuen Ableger der Serie, den man für 15Euro auf dem Xbox-Live-Marktplatz herunterladen kann, handelt es sich wieder um ein reinrassiges rundenbasiertes Strategiespiel. Das heißt, dass man die Kontrolle über eine Gruppe von Spielfiguren / Charakteren bekommt, sie ohne Zeitlimit auf dem virtuellen Spielfeld im Rahmen ihrer Möglichkeiten hin und herbewegen kann und nach Abschluss dieser eigenen Runde der nächste dran ist und das gleiche mit seinen Figuren tut. Prinzipiell also wie Schach, nur dass sich in jeder Runde alle Figuren einmal bewegen dürfen.

Die Gruppe, die man das Spiel über begleitet, besteht aus sechs Personen unterschiedlicher Herkunft. Anfangs wird man in einem kurzen Introlevel in das Spiel und die Story eingeführt. Der sich in der Ausbildung befindliche Ritter Tobias wird plötzlich Zeuge eines Angriffs auf sein Dorf. Augenscheinlich wurde der Angriff von Urdaniern, den Bewohnern des Nachbarlandes, durchgeführt, weil die Aggressoren aus Urdanien stammende Waffen benutzten. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass dies alles nur ein geschickter Schachzug eines hohen Generals aus den eigenen Reihen war, der einen Krieg hinaufbeschwören will und damit seine ganz eigenen Ziele verfolgt. Die Gruppe um Tobias muss nun dafür sorgen, dass ein Krieg um jeden Preis verhindert wird. Dies ist das Ziel, das man das Spiel über verfolgt.

Gameplay:

Das Spiel ist in mehrere Level unterteilt. Auf einer Weltkarte kann man dabei die Reiseroute der Gruppe verfolgen. In den einzelnen Spielabschnitten stellt man sich immer verschiedenen Gegnern mit verschiedenen Stärken, die einem natürlich alle nicht besonders freundlich gesonnen sind. Das Ziel ist jedoch nicht immer, alle Gegner zu besiegen, sondern hin und wieder auch, einen bestimmten Punkt auf der Karte zu erreichen oder eine bestimmte Figur zu schützen. Verloren hat man, wenn man das Ziel nicht mehr erreichen kann, sei es nun, weil alle Gruppenmitglieder das Zeitliche gesegnet haben oder auch aus anderen Gründen.

Zur Wehr setzen kann man sich entweder mit Nahkampfwaffen, wie Schwertern, Äxten oder Hämmern, Fernkampfwaffen oder mit Magie. Je nachdem welche dieser Möglichkeiten man nutzt, werden die Fähigkeiten des Charakters in diesem Bereich sukzessive gesteigert. Dieses nicht stufenweise Auflevelsystem ist ein bisschen ungewohnt und auch nicht ganz ohne Nachteile, denn man benutzt natürlich die Eigenschaften, die beim Charakter von Anfang an am Stärksten sind und steigert diese demnach auch nur. Die Charakterentwicklung ist also eine ziemlich einseitige Sache, ohne viel Gestaltungsspielraum.

Grafik:

Die optische Seite von Vandal Hearts ist ziemlich schlicht gehalten. Viel mehr als überarbeitete Playstation-1-Grafik sollte man nicht erwarten, aber es ist eben auch nur ein Spiel zum Herunterladen. Aber auch das Charakterdesign ist meiner Meinung nach ziemlich misslungen. Die Leute in dem Game haben alle viel zu riesige Köpfe und sehen mit ihren Design eher putzig aus, als dass man sie ernst nehmen könnte. Alles in allem hat mich die Grafik also nicht besonders begeistert, sie als schlecht zu bezeichnen, wäre allerdings übertrieben, da hier und da schon bmerkbar wird, dass man sich Mühe gegeben hat.

Sound:

Die akustische Seite spielt bei Vandal Hearts nicht unbedingt die übergeordnete Rolle. Sprachausgabe gibt es kaum, alle Dialoge sind lediglich in Textform in das Spiel eingefügt worden, schön ist hier allerdings, dass auch die englischen Texte in der deutschen Vesion mit vorliegen. Je nachdem, was man im Dashboard eingestellt hat, kann man das Game somit auf Deutsch oder Englisch spielen. Musik gibt es kaum und die Soundeffekte sind ziemlich mager gehalten.

Fazit:

Vandal Hearts ist kein schlechtes Spiel, es macht zu Anfang noch genug Spaß, um am Ball zu bleiben, ohne dabei wirklich zu überragen. Später wird das sich ständig wiederholende Gameplay und die absolut nicht mehr zeitgemäße Grafik einfach zu eintönig. Überhaupt leidet das Spiel darunter, nicht mehr zeitgemäß zu sein. Das Gameplay ist zu monoton, die strategischen Möglichkeiten sind zu gering, das Auflevelsystem ist unmotivierend und irgendwie ist alles nur ein aufgewärmter Einheitsbrei. Ich möchte das Spiel hier nicht schlechtreden, weil es durchaus nicht wirklich schlecht ist, aber so wie es erschienen ist, hätte man es lieber auf der Playstation 1 oder der Playstation 2 umgesetzt. Für die heutige Zeit ist es einfach zu wenig, was einem geboten wird. Heutzutage ist ein Spiel wie Vandal Hearts: Flames of Judgement leider nur noch gehobener Durchschnitt - und auch das nur in Anbetracht dessen, dass es sich lediglich um ein herunterladbares Spiel für 15Euro handelt.
Hinzu kommt, dass der Schwierigkeitsgrad nicht wirklich motivierend ist. Wenn man wirklich jedes Level inklusive den versteckten Arealen absolviert, dann wird man nie wirklich Probleme haben, die Gegner beim ersten Versuch zu besiegen. Wenn man beim Endgegner angeommen ist und dieses dann mittlerweile zur langweiligen Misere verkommenen Spiel endlich zum Ende bringen will, muss man feststellen, dass der letzte Kampf im Spiel so schwer gestaltet wurde, dass man gar keine Lust hat, ihn zu beenden. Warum die Entwickler das Balancing im Spiel so miserabel gestaltet haben, werden wohl nur sie wissen. Alles in Allem kann ich also nur raten, von einem Kauf dieses Spiels abzusehen und das Geld lieber anderweitig zu investieren.

Fazit: 3 Sterne

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: