Need for Speed: Rivals (Xbox360)
Cop vs. Raser - Need for Speed: Rivals (Xbox360) Xbox 360 Spiele

Produkttyp: Electronic Arts Xbox-360-Spiele

Neuester Testbericht: ... Tempo und eine angemessene Reaktionsgabe wird euch vor den Streifenwagen schützen, die sich schnell zu Gruppen formatieren. Seid ihr aus de... mehr

Cop vs. Raser
Need for Speed: Rivals (Xbox360)

Zuckerbrot

Name des Mitglieds: Zuckerbrot

Produkt:

Need for Speed: Rivals (Xbox360)

Datum: 16.01.14, geändert am 18.12.15 (65 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Grafik, Sound, Abwechslung, Steuerung, Online und Multiplayer

Nachteile: Need for Speed Zeile wirken langsam ein wenig träge

Need for Speed ist zurück und das, obwohl zum letzten Teil nicht wirklich viel Zeit vergangen ist. Jährlich präsentiert EA einen neuen Ableger des Renn-Spektakels und versucht dabei neue spielerische Elemente zu bieten, die einen Kauf rechtfertigen. Natürlich ist das Prinzip unverändert, versucht aber trotzdem mit Rivals neue Maßstäbe zu setzen. Doch inwieweit lohnt sich der Kauf, wenn man schon dutzende NFS Teile daheim hat? Und es ist die knappe 50 Euro wert, wenn man in die alte Generation investiert?


Gameplay:


Schon mit der ersten Sequenz wird euch klar, dass etwas anders ist. Eurer erste Entscheidung fällt sodann, als ihr euch für die Seite der Cops oder der Raser entscheiden soll. Je nachdem was ihr wählt, bekommt ihr ein Fahrzeug gestellt und werdet mit den Grundlagen vertraut gemacht. Nach wenigen Ausbrüchen eurer Fahrzeuges, geht die Steuerung schnell in euch über. Weitere Grundlagen werden von einer netten Frauenstimme dargelegt und gehen in leichte Forderungen über. Doch auch wenn ihr beispielsweise bei den Cops einsteigt, wird euch die Seite der Raser nicht fern bleiben.

Sind die Grundlagen bewältigt, geht das eigentliche Abenteuer mit dem ersten Kapitel los. Dabei dürft ihr eine Auswahl an verschiedenen Tätigkeiten wählen, aus denen sich geforderte Ziele wandeln. Diese ordnen sich immer ähnlich an. Zum Beispiel wird gefordert, einen bestimmten Medaillen-Rank als Raser beim Zeitfahren zu erwirken, sowie eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Auch den Cops zu entkommen, oder sie gar von Hinten zu rammen, kann als Ziel festgesetzt sein, was uns auch gleich zum nächsten Thema übergehen lässt. Denn wie es aus den Need for Speed Teilen bekannt ist, sind wilde Verfolgungsjagden an der Tagesordnung. Erwischt euch die Polizei, gehen die Sirenen an und euer oberste Priorität ist das Entkommen. Nur ein gleichbleibendes Tempo und eine angemessene Reaktionsgabe wird euch vor den Streifenwagen schützen, die sich schnell zu Gruppen formatieren. Seid ihr aus dem Gefahrenbereich entkommen, erscheint am unteren Rand ein Balken, der mit zunehmender Fülle, euch in sichere Gefilde aufnimmt.

Natürlich ist es leicht die Cops zu durchschauen, denn ihr kennt auch deren Seite, da sie ebenso als spielerische Einheiten zur Verfügung stehen. Streift euch ein Raser, oder kommt euch entgegen, solltet ihr in der Rolle der Polizei, schnell die Verfolgung aufnehmen. Selbst wenn ihr nur am Straßenrand steht, wird es nicht lange dauern, bis sich die Gelegenheit einer wilden Verfolgungsjagd ergibt. Sofern ihr den Verdächtigen rammt, oder in seiner Nähe die Sirene zum erhellen bringt, fängt das Abenteuer an. Mit mehreren Manövern könnt ihr den Raser stoppen. Schafft ihr es, ihn mehrere Sekunden zum absoluten Stillstand zu bringen, ist der Sieg euer. Geht es nur auf die harte Tour, bringt vermehrtes Rammen und ein einhergehender Unfall den Sieg über den Häftling in Spe. Dabei spielt ihr auch nicht immer die tragende Rollen, denn weitere Streifenwagen werden zur Unterstützung angefordert und geben dank künstlicher Intelligenz eine gute Figur ab.

Bei den ganzen Verfolgungen, Kopf an Kopf Rennen und Zeitfahren, werdet ihr selten von einer Delle verschont bleiben. Um so schlimmer der Schaden, desto mehr färbt sich der Bildschirmrand schwarz ein. Dies kann gerade als Gejagter sehr von Nachteil sein, denn erleidet ihr einen Totalschaden, gilt dies gleichzeitig als Verhaftung durch die Polizei. Da aber das Gebiet von Rivales alles andere als klein ist, wurde die Möglichkeit bedacht, das Auto zu reparieren. Erspäht ihr eine Tankstelle, solltet ihr an den Zapfsäulen vorbeifahren, um die Schäden am Wagen wieder zu beseitigen und weiter eure Aufgaben zu vervollständigen.

Verliert ihr während der Suche nach Tankstellen die Übersicht, hilft das Startmenü weiter. Ihr sind alle wichtigen Punkte gekennzeichnet, die sich sogar markieren lassen. Auf der kleinen Karte, am unteren linken Bildschirmrand, wird die Strecke nun farblich markiert. Als besonders praktisch erweist es sich, wenn ihr wieder zur Hauptzentrale oder Versteck zurückkehren sollt, um hier eure erwirkten Preise abzuholen.

Selbstverständlich warten neue Wagen auf euch, die original Lizenzierungen vorweisen. Ob Audi, Mercedes oder Dodge, jeder wird sein Schmuckstück finden. Hinzu kommt, dass ihr mit zunehmenden Verlauf und gesammelten Punkten, eure Fahrzeuge optimieren könnt, um der gegnerischen Seite weiter im Vorteil zu sein. Und was natürlich offline bestens funktioniert, kann online nicht auch nicht falsch sein. Natürlich macht es immer einen Unterschied, gegen richtige Gegner anzutreten. Dafür bietet Need for Speed einen permanenten Online-Modus, der euch fünf weitere Mitspieler schenkt, mit denen ihr euch messen könnt. Gelingt es euch, in der riesigen Spielwelt einen Kontrahenten ausfindig zu machen, ist die richtige Mischung aus Gas, Bremsmanöver und Turboeinsatz, der Weg zum Sieg.


Technik:


Die gigantische Spielwelt bietet einiges für das Auge. Ob Berglandschaften, kleine Städte oder pralle Felder, nichts wird vergessen und in schönster Optik auf den Bildschirm gezaubert. Mit einem Tag/Nacht-System werden selbst zu wiederholende Strecken nie langweilig und bieten zunehmende Spannung bei wilden Rasereien. Ebenso viel Lob darf ich den lizenzierten Wagen aussprechen, die wundervoll ausgestaltet sind und einer Next-Generation in nichts nachstehen. Um alles ins Auge fassen zu können, gibt es zu der Thirt-Person-Perspektive auch noch die Ego-Ansicht, der keiner Textur entgehen kann.

Doch ist eigentlich gar nicht die grafische Darbietung der Schwerpunkt EA's Need for Speed, sondern die tolle Akustik. Erwartungsvoll starte ich die ersten Touren und werde mit tollem Motorensound begrüßt. Nebenbei gibt es dutzende Funksprüche zu hören, die alle in deutscher Sprache gefasst wurden und sich angenehm vom Ohr begleiten lassen. Damit aber noch lange nicht genug, da die eigentliche musikalische Untermalung noch nicht beschrieben wurde. Wieder gibt es flotte Sounds, die jede Fahrt optimal aufwerten. Darunter finden sich aber nicht nur unbekannte Stücke, sondern sogar aufgemöbelte Charthits. Doch obwohl ich die Musik sehr angetan bin, finde ich die Unterbrechung der Stücke nervraubend. Startet eine Verfolgungsjagd, wird die Akustik aggressiver und das angefangene Stück Musik sofort beendet. Wer nach Beendigung der Verfolgung abermals dasselbe Lied hören mag, kann über das Steuerkreuz, jenes direkt anwählen.

Schon haben wir den perfekten Übergang zur Steuerung. Diese ist wirklich genau integriert worden und passt sich den individuellen Fahrzeugen an. Ob ein Wagen ein besseres Handling hat, oder einfach nur Tempo vorweist, werdet ihr schnell feststellen. Auf steinigen Wegen werden die Vibrationen des Controllers grandios übernommen, sodass wahres Rennfeeling aufkommt. Bricht ein Wagen aus, könnt ihr mit gegensteuern die Lage wieder normalisieren. Mehr gibt es eigentlich auch nicht zu sagen, denn wie sich Rennspiele steuern lassen müssen, weiß EA schon lange.


Fazit:


Die unzähligen Kritiker von Need for Speed Rivals verstehe ich nicht. Das Spiel bietet alles, was ich von einem derartigen Gerne verlange. Eine tolle Optik, grandioser Sound und die individuelle Steuerung sind da nur einige Faktoren, die den Titel nennenswert machen. Die Online-Funktion und eine riesige Spielwelt sollte man auch keineswegs verachten. Zudem bietet Rivales die Möglichkeit, sind in die Rolle der Cops zu versetzen und Jagd auf Raser zu machen. Ich möchte nicht nach Kritikpunkten suchen, wo keine sind, ich möchte dieses Spiel einfach nur genießen, denn das hat es am meisten verdient.

Fazit: geniales Renn-Vergnügen

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: