Alan Wake (Xbox360)
Fear of the Dark - Alan Wake (Xbox360) Xbox 360 Spiele

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: Microsoft Xbox-360-Spiele

Neuester Testbericht: ... die beiden kurz in ein Diner absteigen ( wo Alan direkt von einem grossen Fan erkannt wird) und dann später die Schlüssel holen für das... mehr

Fear of the Dark
Alan Wake (Xbox360)

scoopexx

Name des Mitglieds: scoopexx

Produkt:

Alan Wake (Xbox360)

Datum: 27.06.10, geändert am 27.06.10 (58 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Grafik top, Sound top, sehr detailliert ausgearbeitet, mit vielen Deails

Nachteile: etwas wenig gruselig

Alan Wake ist ein Horror-Spiel für die Xbox 360, das die Geschichte des titelgebenden Autors Alan Wake erzählt. Wegen einer Schreibblockade, die ihn davon abhält weiter erfolgreiche Bücher zu produzieren, fährt er mit seiner Frau Alice aufs Land in das malerische Städtchen Bright Falls, das mitten im Nirgendwo der USA, umgeben von Wäldern und Bergen, liegt. Als das Ehepaar in einem Imbiss den Schlüssel zu dem gemieteten Haus abholen will, fangen die mysteriösen Geschehnisse langsam an, sich zu entfalten. Der Eigentümer des Hauses ist nicht dort auffindbar und vor dem hinteren Bereich des Imbiss steht eine alte Frau, die einen Kauderwelsch über die Gefahren brabbelt, die angeblich in der Dunkelheit lauern würden. Kurz darauf findet Wake eine alte Frau, die ihm die Schlüssel in die Hand drückt und macht, dass er wieder weg von den in seinen Augen eigentümlichen Einwohnern von Bright Falls und zurück zu seinem Auto, in dem seine Frau wartet, kommt.

Das Haus, das die beiden beziehen, ist in einem kleinen See gelegen, von dem aus nur ein Steg ans Festland führt. Eigentlich genau richtig, um die Schreibblockade von Wake zu beheben, aber es kommt schnell zum Streit zwischen den beiden, als Alice ihm sagt, dass sie sich diesen Ort für ihren Urlaub ausgesucht hat, weil es hier eine Klinik gibt, in der Künstler psychologisch betreut werden. Als Alan in Rage das Haus verlässt, hört er seine Frau im Inneren des Hauses schreien. Als er zurückeilt, findet er sie nicht mehr vor und da es keinen anderen Weg von der kleinen Insel gibt, vermutet er, dass sie ins Wasser gestürzt ist. Er springt hinterher und die folgenden Ereignisse sind sehr verworren und werden durch Wake nur verschwommen wahrgenommen.


Gameplay:

Als Wake irgendwo in der Wildnis wieder zu sich kommt, startet der Spieler auch ins Spiel. Das nun folgende Geschehen ist von Licht und Dunkelheit dominiert. Nur im Licht ist Wake noch sicher, die Dunkelheit hat sich viele der Einwohner von Bright Falls genommen und setzt sie nun gegen Wake ein. Als Spieler muss man nun sichere Lichtquellen suchen und mit der Taschenlampe, die man eigentlich immer mit dabei hat, versuchen, sich Freiräume gegenüber den Gegnern, zu schaffen. Diese werden The Taken genannt und können erst dann effektiv angegriffen werden, wenn sie durch Licht geschwächt wurden. Dem Spieler stehen dann verschiedenste Waffen zur Verfügung, die eben typisch für eine amerikanische Kleinstadt sind. Revolver, Shotguns und Gewehre sowie - besonders effektiv - Flareguns. Auch Flashbangs und Magnesiumfackeln lassen sich hin und wieder finden und schaffen für kurze Momente das für Wake so wichtige Licht. Zudem lassen sich noch stationäre Lichquellen anschalten, wie beispielsweise große Scheinwerfer oder kleinere Spotlights, die durch eigenständige Generatoren betrieben werden, die man zunächst einmal anschmeißen muss.

Zwischen den Actioneinlagen wird die Story immer weiter gesponnen. Wake wird immer tiefer in die Geschehnisse um Bright Falls hineinverwickelt, mit denen er eng verknüpft zu sein scheint. Die Bevölkerung steht dabei teils auf seiner Seite, weswegen man hin- und wieder auch einen Partner an die Seite gestellt bekommt, der ihm schusskräftig aushilft. Zudem taucht nach kurzer Zeit auch sein Agent in der Stadt auf, der sich allerdings immer wieder als ziemlicher Angsthase herausstellt. Zur Wehr setzen muss man sich - egal ob allein oder mit anderen virtuellen Partnern - gegen die oben schon genannten Taken, aber auch Krähen scheinen auf der Seite der Dunkelheit zu stehen und greifen immer wieder an. Zudem gibt es sogenannte Poltergeistobjekte, die sich wie von Geisterhand bewegen und auf Wake zustürzen.


Grafik:

Die Grafik ist wohl ganz klar das Aushängeschild von Alan Wake. Insbesondere das Zusammenspiel von Licht und Schatten ist sehr gut gelungen. Die Umgebungsgrafik ist zudem extrem detailliert. Im Wald bewegt sich jeder einzelne Ast im Wind und wenn die Dunkelheit mal wieder zuschlägt, weht ein dunkler Sturm durch die Wälder um Bright Falls, was ebenso sehr stimmungsvoll umgesetzt wurde. Auch die Häuser sehen von innen sehr gut aus. Man hat sich bei der Gestaltung nie mit dem Nötigsten zufriedengegeben, sondern hat sehr viel mit Details gearbeitet und viele gute Ideen mit einfließen lassen. Um den Horrorfaktor ein bisschen anzukurbeln sieht man in der Ferne, wenn Gefahr im Verzug ist, z.B. riesige Bäume wie von Geisterhand umgestoßen werden oder es fällt nicht weit entfernt ein Container ohne ersichtlichen Grund vom Himmel und kracht geräuschvoll auf den Boden.


Sound:

Auch hier gibt es rein gar nichts zu meckern. Auf der DVD sind sowohl deutsche als auch englische Sprachausgabe und zumindest die englischen Synchronsprecher machen einen sehr guten Job, den man für ein Videospiel absolut nicht kritisieren kann. Auch musikalisch wurde alles perfekt in Szene gesetzt. Egal was aus den Lautsprechern dröhnt - es passt zu dem, was auf dem Bildschirm zu sehen ist.


Fazit:

Alan Wake ist ein Spitzenspiel, keine Frage. Leider war es bei mir so, dass ich ein bisschen auf das Spiel hingefiebert habe und meine Erwartungen nach etlichen Jahren Entwicklungszeit sehr hoch waren, weshalb es auch ein klein wenig Kritik gibt. So ist Alan Wake für ein Horrorspiel recht ungruselig, es ist eher Weichspül-Horror, wie in einem Wolfgang Hohlbein Horror-Roman. Wirklich schockiert, wie bei einem Silent Hill, wird man nicht. Für mich hat es sich nicht einmal gelohnt, das Spiel mit Kopfhörer zu spielen, um "näher dran" zu sein. Für die einen mag das ganz recht sein, für die anderen ein bisschen langweilig. Zudem ist die Spielmechanik mit dem ständigen Durch-den-Wald-Laufen, abgewechselt mit der Weiterentwicklung der Story, recht leicht durchschaubar. Etwas mehr Abwechslung wäre schon noch wünschenswert gewesen.
Das sind allerdings alles Dinge, die nicht wirklich schwer ins Gewicht fallen, weil das Spiel in allen anderen Belängen absolut perfektioniert wurde und dem Spieler wirklich ein Menge bietet. Ich kann also jedem nur zum Kauf raten, der etwas mit Spielen dieses Genres anfangen kann.

Fazit: 5 Sterne

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: