Bluefish
HOMEPAGE-DESIGNER AUFGEPASST - Bluefish Web Design

Neuester Testbericht: ... bluefish den Quellcode mit verschiedenen Farben, damit man leichter den Überblick behält. Bluefish unterstützt projekte, die man anlege... mehr

HOMEPAGE-DESIGNER AUFGEPASST
Bluefish

MOFFt

Name des Mitglieds: MOFFt

Produkt:

Bluefish

Datum: 01.04.03, geändert am 01.04.03 (1067 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: freier, kompakter und schneller homepage-Editor für Linux, gute Unterstützung im Aufbau von html-Code, Syntax-Highlightening, deutsch uvm.

Nachteile: kein wysiwyg-Editor, vereinzelte Abstürze, html-Kenntnisse erforderlich

Gibt es unter Linux nur vereinzelte WYSIWYG-Editoren (mir sind überhaupt nur zwei bekannt), gibt es auf der anderen Seite doch eine Reihe freier HTML-Editoren, von denen ich Dir meinen derzeitigen Favoriten vorstellen möchte ... Bluefish!



=ALLGEMEINES===

Wie man es von GNU GPL Lizenz gewohnt ist, gibt es Bluefish für Linux frei verfügbar und sollte meines Wissens nach auch bei jeder aktuellen Distribution (Debian, SuSE, Mandrake, ...) dabei sein.
Ich habe hier bluefish 0.7 laufen, die aktuellste ist derzeit 0.9 und man kann sich bluefish auch direkt von http://bluefish.openoffice.nl herunterladen.
Modemuser dürften jetzt erfreut sein, wenn ich sage dass hier das komprimierte debian-Paket gerade mal 660 kB gross ist. Entpackt brauch bluefish auch nur 2,4 MB, was im Vergleich zu anderen Editoren ein Klacks ist.



=INSTALLATION/ANWENDUNG===

Die Installation hab ich per Debian Paket (.deb) durchgeführt, ein apt-get install bluefish reicht und schon ist das tool korrekt installiert. Auch bei den anderen Distributionen sollte es per Paketmanager kein Problem sein bluefish zu installieren.
Sofort nach dem Start ploppt ein kleines Fenster mit dem blauen Fisch auf und in Sekundenschnelle ist das Programm auch schon verfügbar.
Die aktuellste Version ist wie bereits oben beschrieben 0.9 ich sah bisher jedoch keine Notwendigkeit auf diese upzudaten und blieb so beim Woody Originalpaket.
Bluefish liegt hier in deutscher Sprache vor und so findet man sich im Menü wirklich schnell zurecht. Hat man erst ein paar allgemeine Optionen/Einstellungen durchgeführt, wie das grafische Aussehen des Programms, Schriften, Fenster, Styles, Verhalten usw. gehts auch schon los mit der ersten html-Seite.

Für all jene, die am Homepagesektor neu sind ... bluefish ist kein WYSIWYG-Editor. wysiwyg-Editoren sind zb. Dreamweaver oder Frontpage, bei denen man die Seiten in der Darstellung aufbaut, wie sie der Enduser (Su
rfer) sieht und den html-Code im Hintergrund schreibt das Programm selbst mit.
Klarerweise für Anfänger eine grosse Hilfe, doch je tiefer man in HTML-Code und Co hineinsteigt und je mehr homepages man programmiert, desto früher wird man feststellen das wysiwyg-Editoren im Hintergrund massenweise sinnloses oder teils falsche Einträge schreiben. Als Beispiel habe ich eine solche homepage komplett mit bluefish im Quellcode überarbeitet und konnte so nicht nur einen sauberen Quellcode erstellen, sondern Seiten bis zu 25 Prozent verkleinern, was sich natürlich merkbar auf die Ladegeschwindigkeit der Seite niedergeschlagen hat.
Klarerweise muss man mit dieser Methode aber Ahnung haben von html-Code selbst, da man die Seite ja auch nur in dieser Ansicht programmiert.
Sehr ans Herz legen kann ich Dir an dieser Stelle wie immer SelfHTML von www.teamone.de (frei zum Download)

Und das bringt uns auch gleich zum Nutzen von bluefish. Gibt es sicherlich einige unter Euch, die ihre homepages mit einem reinen Texteditor (alla vi) gestalten, hab ich doch gerne etwas Unterstützung wie zb. ein Tabellen-Grundgerüst oder einen Assistenten für eine Aufzählungsliste. Und genau das gibt einem bluefish ...
Neue Seite - Schnellstart - Titel eingeben und schon hat man ein grobes Grundgerüst (html, head, body, title) seiner ersten html-Seite.
Zusätzlich gestaltet bluefish den Quellcode mit verschiedenen Farben, damit man leichter den Überblick behält.

Bluefish unterstützt projekte, die man anlegen kann, damit man schnell zu der jeweiligen Seite gelangt. Neben einer oberen Leiste mit den wichtigsten Icons gibt es eine weitere Falter-Leiste, wo man per Mausklick Unterstützung zu Schriftarten, Tabellen, CSS, Java, Allgemeines, ... erhält. Sämtliche Funktionen sind natürlich auch per Menü abrufbar.
Es gibt auch eine interne Vorschau der programmierten Seite, die jedoch meist etwas fehlerhaft dargestellt wird. Ich empfehle hier aber sowieso einen (oder bess
er mehrere) Browser im Hintergrund, der die aktuelle Seite geladen hat und man nach einer Änderung nur mehr aktualisiert.



=EINDRUCK===

Die oben angesprochene fehlerhafte Vorschau liegt sicher daran, dass bluefish noch stark in der Entwicklung steckt (was auch an der Version 0.x zu erkennen ist). Daher kommt wahrscheinlich auch der zweite kleine Wehrmutstropfen, dass bluefish manchmal unerwartet abstürzt (wenn auch selten) - zwischenzeitliches Speichern kann also nicht schaden.
Ansonsten kann ich bluefish eigentlich nur empfehlen, vorausgesetzt natürlich man (will) sich mit dem Quellcode selbst beschäftigen.
Das meiner Meinung nach absolut positive an bluefish ist, dass er absolut nichts eigenständig umschreibt am Quellcode, dennoch eine sehr gute Stütze ist für homepage-Programmierer, die so wie ich manchmal eine Seite erstellen und nicht immer alle Befehle/Tags parat haben. In Verbindung mit SelfHTML und bluefish konnte ich so die, meiner Meinung nach bisher qualitativste Homepage verfassen, die ich je ins Netz gestellt habe (9 insgesamt) ... mit zentraler CSS-Datei ändere ich nun das komplette Layout (Farben, Schriften, Rahmen, Tabellen, ...) mit nur einzelnen Einträgen/Korrekturen und der Quellcode ist sauber, schlank ... genau so wie ich ihn mir vorgestellt habe.
Selbst unter Mozilla Composer (der meines Wissens nach der einzige freie, annähernd wysiwyg-Editor unter Linux ist) sind mir einige ungewollte Einträge im Quellcode, ja sogar einzelne Fehler aufgefallen.
Quanta ist in Sachen sauberer html-Code meiner Meinung auch ein heisser Tipp, doch fielen mir immer wieder einzelne bugs auf die mich dann auf bluefish brachten.



=ZUSAMMENFASSUNG===

Bluefish ist ein freier HTML-Editor für Linux, mit dem man sauberen, kompakten Quellcode schreiben kann. Setzt die Verwendung von bluefish sicherlich einiges an html-Kenntnissen voraus, unterstützt einen bluefish doch enorm beim Einfügen und setzen von G
rundgerüsten der einzelnen html-Teile / Tags.

Bis auf die vereinzelten und wenigen Abstürze, die bluefish auf Grund des Entwicklungsstadiums verziehen sind, kann ich sonst nichts nachteiliges sagen und kann diesen Editor so jedem html-begeisterten Programmierer wärmstens weiterempfehlen.


sauberen html-Quellcode wünsch ich dir ... heute schon geMOFFt?



Fazit: