Ungeküsst
....und am Ende kommt der Kuss - Ungeküsst Video Film

Neuester Testbericht: ... (gespielt von David Arquette), der sich ebenfalls wieder in die Schule einschreibt um Karriere als Baseball-Spieler zu machen, hilft ihr... mehr

....und am Ende kommt der Kuss
Ungeküsst

halcion

Name des Mitglieds: halcion

Produkt:

Ungeküsst

Datum: 23.10.02, geändert am 23.10.02 (178 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: sehr gute Besetzung, beinhaltet mehrere Filmgenres, realitätsnah, direkt aus dem Leben gegriffen

Nachteile: soweit ich beurteilen kann, keine

Ungeküsst ist die Story der schüchternen, von Selbstzweifeln gequälten und ordnungsbesessen Josie Gellar. Sie arbeitet als Lektorin bei der Chicagoer „Sun Times“ und kann zwar auf eine recht erfolgreiche, jedoch nicht besonders glückliche Vergangenheit zurückblicken.

Endlich erhält sie den lang ersehnten Auftrag als Enthüllungsreporterin. Sie soll an ihrer alten High School herausfinden, auf was die „Kids“ heutzutage so stehen. Am liebsten will ihr Chef natürlich eine skandalöse Sex-Story auf der Titelseite haben, aber dazu kommt es nicht...
Kaum ist die Freude über den Auftrag verflogen, beginnt Josie (übrigens von Drew Barrimore gespielt) sich an ihre eigene High School Zeit zu erinnern.

Von allen immer nur „Ekel-Josie“ genannt, wurde ihr ihre Schulzeit zur Hölle gemacht. Alle hackten nur auf ihr rum (in einer der Rückblenden, konnte man sie sehen, und ich muss sagen, sie trug den Namen Ekel-Josie zurecht ;-)) Der Name, der von ihrem eigenen Bruder Rob (gespielt von David Arquette) erfunden wurde verfolgte sie leider auch noch die Zeit nach der Schule. Vor allem ein Ereignis ist ihr immer im Gedächtnis geblieben; der Schulstar der längst vergangenen Zeit, wollte angeblich mit ihr auf den Abschlussball gehen. Doch es kommt alles anders, als Josie außer sich vor Freude und mit einem ätzend rosanen kleidähnlichen Oberteil aus dem Haus springt, fährt die Limousine vor und der „Star“ bewirft sie mit Eiern.

Auch dieses Mal klappt nicht alles ganz am Anfang. Die tollpatschige Josie, die sofort mit ihrem weißen Federschal, passend zu den absolut schrägen Klamotten, am Wagen hängen bleibt kommt nicht auf Anhieb klar; irgendwie logisch, da sie nicht mehr 17, sondern schon beträchtlich älter ist. Leider wissen das ihre neuen MitschülerInnen nicht.
Sie quatscht alle, die ihr begegnen mit einem peinlichen „Hi“ an und erntet als Erwiderung nur verächtliche Blicke.
Gleich zur er
sten Unterrichtsstunde kommt sie zu spät und muss zur Strafe 10 Minuten lang einen riesigen Sombrero tragen. Als sie sich dann vorstellen will, tritt der aktuelle Star der High School ein: Billy. Sofort verplappert sie sich und gibt als Herkunftsort „B..Billy...ähhh...Bali, ja, Bali“ an.

Niemand freundet sich mit ihr an, ganz zum Entsetzen ihres Chefs, da auch er seinen Job verliert, sollte sie keinen Aufhänger ausfindig machen. Nur die Schulstreberin ist einfach menschlich und wechselt ein paar Worte mit ihr, aus denen dann hinterher eine Freundschaft entspringt.
Die beiden haben einfach nur Spaß und so tritt die kluge Josie auch dem Matheclub der Schule bei.
Außerdem verknallt sie sich Hals über Kopf in ihren neuen Lehrer (Rolle wurde von Michael Vartan übernommen). Dieser sieht verhältnismäßig gut aus – und ist leider schon vergeben...

Da die Aussicht auf eine gute Story für die Zeitung immer mehr schwindet, lässt Josies Chef sie mit einer Kamera versehen, in der Hoffnung selbst eine Grundlage für den Enthüllungsartikel im hektischen Gewühl der High School aufzutreiben.

Am Abend geht sie dann in eine Bar, in der sich viele ihrer Schule herumtreiben. Versehentlich isst sie ein Stück Kuchen, in dem Drogen waren, und so legt sie einen affigen Tanz auf die Bühne.
Da sie keinen Alkohol trinken wollte, kriegt sie einen Stempel mit der Schrift „Looser“ auf die Hand, der sich durch einen unglücklichen Zufall, am nächsten Morgen mittig auf ihrer Stirn befindet.
Anfangs merkt sie nichts und wundert sich über all die Schüler, die sie hänseln und mit „Looser“ ansprechen. Erst auf Toilette bemerkt sie es und bricht zusammen. Sie heult sich die Augen aus und unerfreulicherweise meldet sich anschließend auch ihr Essen vom Vortag...

Josies Bruder Rob, der nie die High School abgeschlossen hat, versucht auch erneut sein Glück, in der Hoffnung in das Baseball-Team der Schule aufgenommen
zu werden. Nachdem er merkt, dass Josies Karriere an der Schule genauso verläuft wie damals, beschließt er kurzerhand ihr zu helfen.
Er erzählt überall Lügengeschichten über sie rum, um sie cool wirken zu lassen. Da er schon immer beliebt war, fällt es ihm nicht schwer schnell in die „High Society“ der Schule aufgenommen zu werden, um auf diese Weise noch besser Geschichten verbreiten zu können.


Schwups...Josie ist beliebt. Sie hängt nur noch mit ihren neugewonnenen Freundinnen ab, ist auch in der Star-Clique. Leider stößt sie damit ihre „alte“ Freundin ziemlich vor den Kopf.
Ansonsten läuft alles perfekt, der derzeitige Star der Schule verknallt sich sogar in sie.
Auch bei Rob läuft alles gut. Er ist auch ein Star, nicht nur in der Schule, sondern auch im Baseball-Team. Er darf sogar beim Endspiel der Baseball-Saison mitspielen.

So, das reicht. Mehr will ich an dieser Stelle nicht mitteilen, sonst braucht ihr den Film nicht mehr zu gucken und diese Meinung wäre für niemanden hilfreich!
Da dieser Film allerdings wieder einer dieser Teenie-Filme ist, lässt ein Happy-End auf sich schließen.

Mein Urteil:

Ein wirklich gelungener Film. Die Rollen sind gut besetzt, vor allem Drew Barrimore stellt die Verwandlung vom eher hässlichen und vielseits gehänselten Schulmädchen zur schüchternen und unselbstbewussten Frau und von dieser zur wieder jung gewordenen, selbstbewussten, hübschen, beliebten Frau. Da dies eher stufenweise und mit einigen kleinen Rückschlägen geschieht ist der Film keinesfalls realitätsfern. Ganz im Gegenteil, es wurde eine Situation aufgegriffen, die es an fast jeder amerikanischen (und wahrscheinlich auch deutschen) Schule gibt und immer geben wird.
Auch sind viele Gags eingebaut, sodass man den Film hauptsächlich zu den Komödien zählen kann.
Zum Happy-End hin, wird es allerdings romantisch und über die vielen Szenen, der unglücklichen und traurigen Josie (unter and
erem die vielen Rückblenden) können sicher auch nur wenige lachen.
Anzumerken wäre sicherlich noch, dass den Maskenbildnern Drews Verwandlung zum hässlichen, lächerlichen und zahnspangetragenden Schulmädchen sehr gut gelungen ist.
Einziger Nachteil: Den Film kann man sich nicht zwei Mal angucken. Das wird aber sicher kein Problem sein, außer man wird gezwungen...;-)

Ansonsten hoffe ich, dass diese Meinung euch weiterhelfen konnte.
Gruß, halcion

© halcion
23.10.02

Fazit:

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