Tomcats
Zoten, Geld und Nüsse - Tomcats Video Film

Neuester Testbericht: ... über beide Ohren. Seine einzige Chance sein Kontrahent um den Wetteinsatz der Tomcats muß heiraten..... Also ein Plan muß her. Es gibt nur... mehr

Zoten, Geld und Nüsse
Tomcats

tom.112

Name des Mitglieds: tom.112

Produkt:

Tomcats

Datum: 14.07.01, geändert am 14.07.01 (20 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Zum Brüllen komisch, ohne Längen oder Durchhänger

Nachteile: für manchen vielleicht geschmacklos

Ich ging in "Tomcats", um mal wieder einen lustigen Film in der Machart von "American Pie" zu sehen. Allerdings ist mir schon nach einer guten halben Stunde das Lachen vergangen - weil ich einfach nicht mehr konnte!

Zur Handlung:
Der Film beginnt mit einer Rückblende. Eine siebenköpfige Junggesellenclique, die "Tomcats", verabschieden bei einer Hochzeit mit besonderem Höhepunkt einen Kameraden aus ihren Reihe. Die Übriggeblieben schließen eine Wette ab, in der es darum geht, wer von ihnen als letzter heiratet. Als Einsatz müssen jedes Jahr 200 Dollar eingezahlt werden und der Gewinner erhält alles.
Sieben Jahre später sind nur noch zwei aus der Runde übrig: Michael, gespielt von Jerry O`Connel ("Joes Apartement", "Sliders"), der sich als Comic-Zeichner über Wasser hält, und Kylie, dargestellt von Jake Busey ("Contact"). Der ist zu Geld gekommen und versucht zielstrebig, seinen Vorsatz, alle Frauen der Welt zu beglücken, zu erfüllen.
Nach der Hochzeit einer der Tomcats in Las Vegas verpatzt Michael eine Date und will sich im Casino mit einer fremdem Schönheit trösten. Dabei setzt er 50.000 Dollar in den Sand und hat nur einen Monat Zeit, um sie zurückzuzahlen und damit sein Leben zu retten.
Natürlich will er das Geld durch den Wettpott, der inzwischen auf eine halbe Million angestiegen ist, bekommen. Da ist nur das Problem, dass er Kyle dazu so schnell wie möglich zum heiraten bringen muss, der aber weit davon entfernt ist. Er bekommt heraus, dass der sich nur einmal in seinem leben ernsthaft verliebt hat: in Natalie, eine der Brautjungfern der ersten Hochzeit.
Michael macht Natalie, gespielt von Shannon Elizabeth (Nadja aus "American Pie"), tatsächlich ausfindig. Allerdings ist diese inzwischen Polizistin und verhaftet ihn bei der Jagd nach Freiern erst einmal wegen einer Geschichte mit Kindern und Hamstern. Da sie selbst noch eine Rechnung mit Kyle offen hat, wi
lligt sie ein, ihn über den Tisch zu ziehen.
Michael und Natalie spionieren Kyle aus und legen ihn tatsächlich herein. Dabei merkt Michael immer mehr, dass er sich in Natalie verliebt....
Mehr gibt es zu der Handlung nicht.

Der Humor ist in dem knapp 100-minütigen Film wesentlich zotiger und wohl auch mehr für Erwachsene als in "American Pie". Das erklärt, warum er auch erst ab 16 freigegeben ist.
Allerdings hat Drehbuchautor Gregory Poirier in seinem Regiedebüt geniale Gags eingebaut, die einem aus dem lachen gar nicht mehr herauskommen lassen. Zwar sind diese teilweise unter der Gürtellinie und fern jeden guten Geschmacks, aber der Film macht trotzdem unheimlich Spaß - natürlich nur so lange, wie man sich an dem nicht vorhanden Niveau nicht stört.
Gerade die Jagd nach einer "Nuss" im Krankenhaus hat mich schier umgebracht, weil ich vor lauter Lachen keine Luft mehr bekam. Aber auch kleinere Gags, wie die zwei Gangster, die jeden Tag von Michael eine Sicherheitsleistung wollen und dabei nach und nach seine Wohnung leer räumen sind toll. Der absolute Höhepunkt war aber die kleine unscheinbare Bibliothekarin mit ihrer Großmutter....
Einzig die Schießerei, die in den Film eingebaut wurde, fand ich etwas daneben, da ich es nun doch nicht so witzig finde, wenn Leute erschossen werden. Das hätte man sich sparen können.

Der Film erinnert an "American Pie", allerdings haben die beide Filme, mal von Shannon Elizabeth und einem Teil der Filmmusik abgesehen, nichts miteinander zu tun. Wer "American Pie" mochte und die Zeit bis zum Erscheinen des zweiten Teils im Herbst überbrücken möchte, ist mit "Tomcats" sicher gut bedient. Wer aber „seriösen" Humor möchte, sollte lieber nicht ins Kino gehen. Auf jeden Fall sollte man sich die Zeit nehmen und noch den Abspann, in dem einige misslungene Szenen gezeigt werden, ansehen.

Fazit: