Time Bandits
Fantasy á la Monty-Python - Time Bandits Video Film

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Neuester Testbericht: ... Wesen hat reichlich gestümpert bei seiner Schöpfung, aber es hatte ja auch nur 7 Tage Zeit. Mit Time Bandits hat Gilliam in alter Monty-... mehr

Fantasy á la Monty-Python
Time Bandits

Tokamak

Name des Mitglieds: Tokamak

Produkt:

Time Bandits

Datum: 16.08.00, geändert am 16.08.00 (37 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: sehr detailverliebt und phantasievoll inszeniert

Nachteile: schwarzhumorig - wenn man das nicht mag...

Mit Terry Gilliam verbindet man gewöhnlich '12 Monkeys', 'Brazil' oder auch die britische Komikertruppe 'Monty Python', der er als einziger Amerikaner angehörte. Völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist dagegen dieser Streifen von 1981, denn auch dieses Frühwerk bietet schon das, was seine späteren Werke auszeichnet, als da wären phantasievolle Bauten, exzentrische Charaktere und der typisch britische Humor.

Kevin (Craig Warnock), ein kleiner Junge wird eines Nachts von einer Truppe merkwürdiger Zwerge, die aus seinem Kleiderschrank kommen, überrascht. Noch überraschter ist er allerdings, als sie ihn ins 19. Jahrhundert mitnehmen, in die Zeit der napoleonischen Kriege. Die Gnome, so stellt sich heraus, sind abtrünnige Gärtner des Allmächtigen (!), aber nicht nur das: sie haben IHM eine geheimnisvolle Karte gestohlen, die es ihnen ermöglicht quer durch Zeit und Raum zu reisen. Zu einem ziemlich materialistischen Zweck allerdings - sie wollen sich möglichst einträglich bereichern. Und dazu haben sie auch bald Gelegenheit, Napoleon Bonaparte ist ihr erstes Opfer... und so geht es wild weiter durch die Epochen, mancher Mythos wird erschüttert (göttlich: John Cleese als tuntiger Robin Hood!), auch König Agamemnon (Sean Connery) verliert diverse Schätze. Und so könnte das alles sehr einträglich sein, dummerweise aber ist ihnen ständig ER auf den Fersen - schließlich will ER seine Karte zurück und dem unkontrollierten Treiben seiner ehemaligen Floristen ein Ende bereiten. Aber ER ist nicht der einzige, der finstere Gegenpart (gespielt von David Warner) ist ebenfalls hinter der Karte her. Dieses böse Genie möchte mit Hilfe der Karte Kontrolle über die ganze Welt erlangen (was sonst!).
Die Flucht führt sie schließlich auf die Titanic, wo der Anführer der Zwergentruppe, Randall (David Rappaport) ihm sein eigentliches Ziel erläutert: Er will in das Zentrum von Raum und Zeit, ein mythischer Ort, an dem alle Wünsche wahr werden. Dazu
müssen sie durch das Land der Mythen und Märchen. Der Untergang ihres Schiffes führt sie praktischerweise genau dorthin: wieder auf ein Schiff, diesmal auf das eines gesundheitlich leicht angeschlagenen Menschenfressers und seiner Frau. Es gelingt ihnen jedoch, die beiden zu überwältigen und schließlich auch in jene Zone zu gelangen, die auf der Karte als Zentrum des Universums eingezeichnet ist. Eine riesige, finstere Burg erhebt sich aus der Ebene und nicht ohne Bedenken begibt man sich hinein. Und wirklich: eine Art Showmaster verspricht das Blaue vom Himmel herunter und alle fallen darauf herein und finden sich ihrer wertvollen Karte beraubt in einem im Nichts hängenden Käfig wieder. Der Showmaster war natürlich niemand anders als das namenlose Böse...
Aber die Time Bandits wären nicht die Time Bandits, könnten sie sich nicht auch aus dieser Falle befreien und - mehr noch - Hilfe im Kampf gegen das Böse aus allen Epochen herbeirufen! Aber auch das wäre wohl vergebens, tauchte nicht plötzlich ER auf...

"Time Bandits" ist laut FSK ab sechs Jahren freigegeben, ich glaube aber nicht, daß Kinder in diesem Alter dem Film schon gewachsen sind, zumal auch das Ende, daß ich hier nicht vorwegnehmen möchte, alles andere als ein Happy-End ist. Alle anderen dürften sich gut unterhalten fühlen, besonders dann, wenn sie ein Faible für das Phantastische haben und gleichzeitig den typischen Monty-Python-Humor mögen!
Produziert wurde "Time Bandits" übrigens vom Ex-Beatle George Harrison, die Filmmusik stammt teilweise auch von ihm.

Fazit: