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Neuester Testbericht: ... Von da an geht die Party richtig los .. .. Der Film °°°°°°°°°° Der Originaltitel von Tankgirl ist Tank Girl;-). Der Film ist FSK 16.... mehr
Schrill, punkig, bunt, laut, vulgär, entschärft . .. .
Tank Girl

Name des Mitglieds: Irri
Produkt:
Tank Girl
Datum: 09.05.01, geändert am 09.05.01 (984 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Alles,
Nachteile: Nichts, Oder ?
Bei keiner Filmmeinung, die ich bisher geschrieben habe, wurde mir so bewußt, wie subjektiv eine solche sein kann, wie bei dieser. Ich sehe jetzt schon die Heerscharen von Dooyooranern, die Tage auf der Suche nach diesem Film verbracht haben, ihn sich aufgrund meiner 5 Sterne angesehen haben und jetzt keine meiner Filmmeinungen mehr ernst nehmen.
Mein Verstand brüllt also, ignoriere deine Vorliebe für diesen Film und schreib lieber wieder über was populäres. Aber keine Bange .. .. diese Stimme wird übertönt von dem Siegesgebrüll der Gegenstimme, die mich auffordert, Euch nicht dumm sterben zu lassen, in der Hoffnung, dass der Film dem Einen oder Anderen genauso gut gefällt wie mir g*.
Sollten hier noch mehr Meinungen zum Film auftauchen, werden die Bewertungen sicher von 1 bis 5 Sterne gehen. Dazwischen wird wenig sein .. ..
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Einmal den Entschluss gefasst, sich das Tankgirl anzusehen, werdet ihr als erstes feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Der Film ist zwar noch nicht so alt (1995), war aber in Deutschland nie wirklich ein Kassenmagnet. So wurde er z.B. in meiner Videothek schon vor 3 Jahren wieder aus dem Programm genommen um Platz zu schaffen. Glücklicherweise erscheint er ca. Juni 2001 auf DVD und liegt bereits in meinem Warenkorb zur sofortigen Auslieferung nach Erscheinen. Diesen Umstand habe ich der Tatsache zu verdanken, dass Tankgirl in England beliebt und populär ist und das hat mit seinem Ursprung zu tun.
Das Comic
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Grundlage für den Film ist ein englisches Undergroud-Kult-Comic des englischen Underground-Magazins ‚Deadline‘. Erschaffen wurde sie von den beiden Kunststudenten Jamie Hewlett (Zeichnungen) und Alan Martin (Texte). Die beiden erschufen die Figur des Panzerfahrenden Randalegirlies, als Gegengewicht zu den unzähligen starken, unbesiegbaren
, männlichen Comichelden, die immer zur Stelle sind und niemals geschnappt werden, etwas falsch machen oder zu spät kommen.
Schon im Comic staunten die Leser nicht schlecht über Ansammlungen ordinärer, vulgärer und kaum gesellschaftsfähiger Dialoge. Das Tankgirl ist ein kiffendes, f*****, partyfeierndes, fluchendes Punkgirlie, das sich einen Känguruhmann als Liebhaber hält und in einem Panzer durch Australien kutschiert. Tankgirl kümmert sich nicht die Bohne um politsch-religiös-gesellschaftlich-moralische Konventionen und genau so halten es auch die Macher des Comics. Das Tankgirl ist anders und deswegen lieben es die Engländer - naja, nicht alle Engländer, aber viele davon. Da interessiert es auch niemanden, dass sich nicht einmal ein kleiner Fetzen Realismus finden läßt.
Die Handlung
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Das Jahr 2033. Vor 11 Jahren fiel ein Komet auf die Erde und zerstörte einen Großteil an Leben. Seit dem Tag hat es nicht mehr geregnet. Wasser bedeutet Macht und die hat ‚Water and Power‘ unter der Leitung des Fieslings Kesslee.
Die Welt ist eine Wüste und in der versucht eine Handvoll Freaks, sich ihre Unabhängigkeit zu bewahren, indem sie Wasser klauen und Partys feiern. Eine davon ist Rebecca. Doch eines schönen, sonnigen (schließlich ist das hier ein Endzeit-Wüsten-Film, hehe) Tages, greifen die Truppen von Water and Power das beschauliche, voll gequalmt Häuschen im gelben (weil grün ist hier schon lange nichts mehr) an, erschießen alle Bewohner und nehmen Rebecca gefangen. Fortan ist es Kesslee’s größte Herausforderung, ihren Willen zu brechen. Doch das gelingt ihm nicht (denn Comichelden kennen keinen Schmerz) und so will er sie wenigstens auf eine Selbstmord-Mission schicken – in das Lager der Ripper. Die Ripper sind die größten Gegener der ‚Water and Power‘, da sie deren Betrieb durch gezielte Aktionen stören. Niemand hat sie bisher zu Gesicht bekommen.
Doch noch bevor die Mission so richtig be
ginnt, greifen die Ripper an und erschießen die Truppen. Rebecca kann fliehen und entkommt mit einem Panzer. Von hier an heißt sie Tankgirl. Mit von der Partie ist auch ihre neue Freundin Jetgirl, die – ratet mal – einen Jet fliegt. Gemeinsam suchen sie die Ripper, um sie um Hilfe zu bitten, denn Kesslee führt böses im Schilde und hat noch lange nicht aufgegeben.
Sie finden die Ripper und stellen fest, dass es sich nicht um die blutrünstigen Monster handelt, für die sie jeder hält (weil sie noch nie jemand gesehen hat, müssens schließlich Monster sein, gell), sondern um Genmanipulierte Menschen in der Gestalt von Känguruhs, ein militärisches Experiment.
Von da an geht die Party richtig los .. ..
Der Film
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Der Originaltitel von Tankgirl ist Tank Girl;-). Der Film ist FSK 16. Das läßt ahnen, dass das Comic nicht in seiner krassen Form übernommen wurde. Um ein gewisses Maß an Popularität erreichen zu können, wurde der Film in allen Bereichen entschärft. Angefangen bei der Ausdrucksweise und Wortwahl der Beteiligten, über das Erfinden einer bis dahin fehlenden, durchgehenden Handlung, bis hin zur Beseitigung von unerklärlichen Zusammenhängen, unlogischen Widersprüchen und bis zur Eliminierung übertrieben chaotischer Personen.
Jetzt kann man sich streiten, ob diese Änderungen den Film besser oder schlechter als das Comic machten. Ich denke allerdings, dass ein klein bißchen Handlung für einen Film schon wichtiger ist, als für ein Comic und dass die Figur des Tankgirl im Film immer noch carismatisch genug erscheint, auch ohne in jedem 2. Wort einen Beepton der Zensur heraus zu fordern.
Das Team
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Als Darsteller wurden keine Hollywood-Größen gewählt. Alle sind zwar hier und da mal in einem anderen Film zu sehen, aber ein Star ist eigentlich keiner von ihnen.
Da hätten wir z.B. Lore Petty als Tankgirl. Sie wurde in den USA geboren und spielte in ‚Free Willy‘ und ‚G
efährliche Brandung‘. Als Tankgirl brilliert sie durch ihre flapsige Darbietung einer unerzogenen, jungen Frau, die nicht nur ihre Sprache, sondern auch ihren Körper und ihre Gesichtszüge nicht immer im Griff hat. Man nimmt ihr die ungehobelte Art, die Dinge auf sich zukommen zu lassen ab und glaubt jeden Fluch, der über ihre Lippen kommt, ohne an seiner Ernsthaftigkeit zu zweifeln.
Das genaue Gegenstück dazu ist die Engländerin Naomi Watts, die auch in ‚Die Kinder des Zorn‘ zu sehen war. Sie spielt perfekt das intelligente, beherrschte Jetgirl. Auch sie wirkt sehr überzeugend, verkörpert sie doch den Part des ängstlichen, planenden Menschen, der erst in seinen Aufgaben zu wachsen scheint.
Nicht zu vergessen, den Engländer Malcolm McDowell ‚(Uhrwerk Orange‘, ‚Star Trek 7: Treffen der Generationen‘ ), der den skrupellosen Kesslee spielt, den Chef der Firma ‚Water and Power‘ und damit nicht nur die böseste, sondern auch die mächtigste Figur des Films.
Nicht unerwähnt bleiben soll noch Ice-T, über dessen Leistung ich mich aber ausschweigen möchte, da mir nicht ganz klar ist, ob es seine Leistung ist, oder nicht doch die des Maskenbildners, der sein Gesicht und seinen Körper erschuf. Der Rapper, der z.B. auch in ‚Vernetzt‘ mitspielte, spielt nämlich einen der Känguru-Mann-Mutanten.
Regie führte Rachel Talalay, die vorher für 2 Filme des Nightmare-Zyklus ihren die Regie führte.
Besonders erwähnenswert ist noch der Komponist Graeme Revell ,gebürtiger Australier. Da, wo die Produzenten auf unbekannte Gesichter setzten, legten sie um so mehr Wert auf einen bekannten, überaus erfolgreichen Komponisten, der Geräusche mit Musik verbindet und daraus eine Klangkulisse ohne Gleichen schafft. Unter anderem schrieb er auch die Musik zu ‚From Dusk Till Dawn‘, ‚Der Fürst der Finsternis‘ und ‚Titan A. E‘.
Von der kultigen Filmmusik gibt es auch
einen Soundtrack, der niemand geringerer als die Witwe von Nirvana"-Sänger Kurt Cobain produziert hat. Darauf kann man z.B. Größen wie Ice-T, Portishead, L7 und Björk hören.
Die Aufmachung
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Der Vorspann kommt erstmal als so eine Art laufendes Comic daher. Das ist ein bißchen gewöhnungs bedürftig, aber schließlich gucken wir den Film ja nicht wegen seines Vorspanns.
Ohne Vorwarnung beginnt das eigentliche Filmvergnügen mit einer gesprochenen Einleitung des Tankgirls, während wir sie durch die Wüste reiten sehen. Die Wahl der Syncron-Stimme finde ich übrigens auch sehr gut, wenn da nicht das Lachen wäre. Dieses Lachen wirkt dermaßen deplaziert, dass es fast jede Form von Comic-Übertreibung noch übertreibt (ist aber noch nicht schlimm genug für einen Sternchenabzug*g*).
Die Bilder schwanken zwischen Wüstenöde und Hightechpalast. Dreckige, zerlumpte Bewohner, zerfallener Schuppen, verqualmte Zimmer und markige Sprüche im Gegensatz zu hochglanz poliertem Glas und Stahl, Mitarbeitern mit sauberen Fingernägeln und Bösewichtern mit guten Manieren, aber ohne Skupel.
Eine schöne Abgrenzung zwischen politisch korrekter Sauberkeit und autonomen Lumpen.
Großen Wert legen die Macher des Films darauf, den Zuschauer immer wieder an den Ursprung des Comics zu erinnern. In unregelmäßigen Abständen werden die Bilder von kurzen Comic-Sequenzen unterbrochen. Eine ganz witzige Idee, obwohl ich mir nicht so ganz sicher bin, ob die Macher damit nicht einfach immer wieder sagen wollen :“Ey, das ist ein Comic, der darf das!“
Die Dialoge sind frech, zeitweise ein bißchen ordinär und nicht immer ganz jugendfrei. Allerdings wird das im Film nicht übertrieben und verliert so ein bißchen das Schrille. Das wird aber durch die Kostüme und die Masken der Känguruhs wieder aufgeholt.
Alles in Allem ist die Aufmachung der Kulissen und Darsteller schrill, grell und kultig. Eine Augenweide, wenn man drauf steht.
Meine Meinung
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Ein Film ganz für Irre Lichter ;-). Alles ist ein bißchen zu bunt, ein bißchen zu laut, ein bißchen zu schräg und viel zu verrückt.
Der Film hat einfach alles, was eine gute Comicverfilmung braucht. Und bekanntermaßen liebe ich Comicverfilmungen.
Tankgirl ist einfach fast perfekt, denn der Film überzieht alles, was dazu gehört bis zur Schmerzgrenze, und läßt alles weg, was nicht sein muß, so dass es fast schon weh tut. So interessiert es fast gar nicht, wie die Handlung endet. Denn wie es bei Comics nun mal so ist, ist der Weg das Ziel und ein Ende gibt es nur, weil’s ja jetzt ein Film ist. Wenn ich euch also hier verrate, dass es am Ende des Films regnet, so hab ich zwar den Schluss verraten, aber das wird euch nicht den kleinsten Spaß am Film nehmen.
Ach, ich habe ja noch gar nicht die Känguruhs erwähnt. Ein großes Lob gebührt den Maskenbildnern. Obwohl Mischung aus Mensch und Tier, sind ihre Gesichter so einzigartig unterschiedlich, dass sie sich ohne Probleme unterscheiden lassen und Charakterzüge und Gemütsveränderungen zeigen. In der harten Welt des Endzeit-Chaos spielen sie Anfangs die ‚Bösen‘ und sind dennoch die niedlichen, lieben, netten Kumpels, die jeder von uns gerne als Nachbarn haben würde.
Für alle, die sich ständig die Frage stellen „Was will uns der Autor damit sagen?“:
Die Macht hat wie üblich das Böse und die Guten sind in der Unterzahl und versuchen sich dagegen zu wehren. Da es eine amerikanische Produktion ist, haben die guten natürlich auch einen gewissen Erfolg und werden zu Helden. Das muss aber an Sinn und Interpretation reichen, denn darauf legt niemand, der den Film gut findet wirklich Wert.
Tankgirl soll einfach nur Spaß machen. Und diesen Anspruch erfüllt der Film voll und ganz.
Euer Irres Licht, das nach dem Film immer noch eine Spur irrer ist .. ..
PS.: Für verschwendete Abende, abgelaufene
Sohlen, verärgerte Lebenspartner, enttäuschte Zuschauer und sonstige irreparable Schäden übernimmt das Licht keinerlei Haftung.
Fazit:
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22.05.02
klasse bewertung und ein klasse film. ich schau ihn mir gerade an und freu mich wie bolle.