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Neuester Testbericht: ... 1 drehte. Als die ins Kino kam war man dann leider wenig angetan. Alles war dümmlich aufgemotzt und eher für Jugendliche gemacht. Kein W... mehr
Die Macht ist wieder mit ihm...
Star Wars - Episode II - Angriff der Klonkrieger

Name des Mitglieds: squarerigger
Produkt:
Star Wars - Episode II - Angriff der Klonkrieger
Datum: 18.05.02, geändert am 18.05.02 (79 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Ein echte Star Wars-Film
Nachteile: ---
Was wurde nach Star Wars - Episode One über George Lucas hergezogen: Der Film hätte nix mehr mit der Original-Star Wars-Trilogie zu tun, war noch ein harmloser Vorwurf. Härtere Stimmen wurden laut, die besagten, daß die Macht ihn verlassen hätte. Um so spannender wurde Episode Two, "Angriff der Klonkrieger", erwartet. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Die Macht ist wieder mit ihm, der Film paßt voll und ganz zur Originaltrilogie.
10 Jahre sind seit den Ereignissen aus Episode One vergangen. Aus dem Kind Anakin Skywalker ist ein junger Erwachsener (gespielt von Haiden Christensen) geworden, der von seinem Mentor Obi Wan Kenobi (Ewan Mc Gregor) zum Jedi ausgebildet wird. Padmé Amidala, die frühere Königin von Naboo, dient jetzt ihrem Heimatplaneten als Senatorin im Senat auf Coruscant, unterstützt durch das nervende Plappermaul Jarjar Binks, welches glücklicherweise nicht mehr so oft wie in Teil 1 auftaucht.
Es sind unruhige Zeiten - immer mehr Systeme spalten sich vom Imperium ab. Auf Padmé Amidala werden Mordanschläge verübt. Kanzler Palpatine will eine imperiale Armee ins Leben rufen, um die Separatisten zum Bleiben im Imperium zu überzeugen. Und auf einem abgelegenen Planeten wird eine riesige Klon-Armee produziert. Viel mehr möchte ich über die Handlung nicht verraten, sonst wäre zuviel Spannung vorweggenommen.
Wesentlicher Bestandteil von Episode Two ist die Liebesgeschichte zwischen Padmé Amidala und Anakin Skywalker. Nach langem Zögern finden die beiden zueinander (was auch dringend notwendig ist, denn in Episode Three müssen ja Luke und Leia gezeugt werden *g*). Bei seiner Padmé ist der junge Jedi glücklich, bei anderen Gelegenheiten fällt er eher durch Arroganz, aber auch durch Wut und Haß auf. Erfahrene Star Wars-Fans wissen: diese Charaktereigenschaften führen zur Dunklen Seite der Macht. Und es läßt sich bei Anakin schon manche Charaktereigenschaft des späteren Darth Vader erkennen, etwa dann, wenn er auf Tatooine einen
kompletten Stamm der Sandleute massakriert. Besonders in meiner Erinnerung haften blieb eine Szene auf Tatooine, wo er mit Padmé in der glühenden Sonne steht und sein Schatten schon sehr an Darth Vader erinnert. Große Ereignisse werfen also im wahrsten Sinne des Wortes ihre Schatten voraus.
Aber der Film ist mehr als eine Liebesgeschichte. Auch die packenden Kampfszenen, welche die Original-Trilogie mit ausmachten, sind zu finden. Es gibt eine sensationelle Verfolgungsjagd zwischen den Raumschiffen von Jango Fett, dem "Vater" von Boba Fett, sowie Obi Wan Kenobi. In einer Art Reminiszenz an "Gladiator" sollen Anakin, Padmé und Obi Wan auf Anordnung des bösen Count Dooku in einem gigantischen Amphitheater hingerichtet werden. Des weiteren findet man phänomenale Kampfszenen, als eine ganze Jedi-Armee unter Führung von Mace Windu (Samuel L. Jackson) gegen die Kampfdroiden Dookus antritt. Und es gibt einen phänomenalen Höhepunkt in Form eines Kampfes zwischen dem bösen Count Dooku und dem guten Joda; bevor es zu diesem Duell kommt, verliert Anakin übrigens eine Hand - eine Parallele zur Original-Trilogie, wo Luke ebenfalls eine verliert?
Überhaupt findet man sehr viele kleine Verweise auf die späteren Folgen. Wir erfahren z.B. Details über die Kindheit des Kopfgeldjägers Boba Fett, welcher in "Das Imperium schlägt zurück" Han Solo an Jabba the Hut ausliefert. Und wir lernen Anakins Stiefbruder Owen mitsamt seiner Freundin Beru kennen - wir erinnern uns: bei diesen beiden wird später Luke Skywalker aufwachsen. Vor allem aber erfahren wir neue Details über die gigantische Verschwörung von Kanzler Palpatine, welcher, wie sicher jeder Fan weiß, später zum bösartigen Imperator werden wird.
Etwas verwirrend ist der Auftritt der Klonkrieger - diese Krieger, später als Imperiale Sturmtruppen bekannt, kämpfen hier scheinbar auf der Seite der Guten. Wenn man bedenkt, daß sie in den späteren Folgen das Werkzeug des Bösen sind
, dann muß man als echter Fan schon mal schlucken, um das zu akzeptieren.
Insgesamt ist Episode Two ein packender, spannender Film, der im Gegensatz zu Episode One an die besondere Ausstrahlung der Episodes Four, Five und Six rankommt. Kurz gesagt: es ist ein echter Star Wars-Film. Gekonnt zieht George Lucas alle Effekte seiner Effektfirma ILM; besonders erwähnenswert sind hier die bereits erwähnte Verfolgungsjagd zwischen Jango Fett und Obi Wan Kenobi, das Duell zwischen Joda und Dooku, vor allem aber die Massenszenen der Klonkrieger, beispielsweise bei ihrer Verladung in die Raumschiffe - hier scheint sich Lucas fast schon an den Propagandafilmen einer Leni Riefenstahl orientiert zu haben. Diese Szenen wirken richtiggehend bedrohlich.
Ich kann diesen Film wirklich uneingeschränkt weiterempfehlen. Viel Spaß dabei. Möge die Macht mit Euch sein!
Fazit:
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