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Neuester Testbericht: ... steht ihm der Sinne nur noch nach einem: Rache. Als grüner Kobold verkleidet tötet er sie während eines Festes auf der Straße und... mehr
Auf große Kraft folgt große Verantwortung
Spider-Man

Name des Mitglieds: Barracuda
Produkt:
Spider-Man
Datum: 06.06.02, geändert am 06.06.02 (861 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: optimale Mischung, tolle Besetzung
Nachteile: überflüssige und langatmige Szenen
Comic-Vorlage
Leider bin ich nicht im Besitz des ersten Comics, in dem Peter Parker seinen ersten Auftritt als Spider-Man hatte. Stan Lee, der Geschäftsführer des Comic-Imperiums Marvel und Erfinder von Spider-Man, veröffentlichte im Jahr 1962 die erste Geschichte des Spinnenhelden in der letzten Ausgabe des "Amazing Fantasy" Comics. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt vorhersehen, welchen Erfolg diese Geschichte haben würde. Spider-Man wurde so begeistert aufgenommen, daß nur ein Jahr später die Serie "Amazing Spider-Man" veröffentlicht wurde, die im ersten Teil die 1962 erschienene Geschichte beinhaltete.
Seitdem wurde Spider-Man zu einem der bekanntesten Comic-Superhelden aller Zeiten. Annähernd jeder Mensch auf diesem Planeten kann mit dem Begriff Spiderman eine Person in Verbindung bringen, die ein blau-rotes Kostüm trägt und über Superkräfte verfügt. Bis heute wurden unzählige Comics des Spinnenhelden, die mit Unterbrec
hungen in verschiedenen Serien bei Marvel aufgelegt wurden und werden, verkauft.
Die "Amazing Fantasy" Ausgabe, in der Spider-Man seinen ersten Auftritt hatte, hat derzeit einen geschätzten Wert von 25.000 Dollar. Das 1963 erschienene erste Heft der "Amazing Spider-Man"-Serie ist immerhin 18.000 Dollar wert.
Inhalt
Nachdem Peter Parker (Tobey Maguire) schon früh zum Waisen wurde, wuchs er bei seinem Onkel Ben (Cliff Robertson) und seiner Tante May (Rosemary Harris) auf. Er arbeitet bei einer New Yorker Zeitung als Fotograf und finanziert damit sein Studentenleben. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt jedoch der schönen Mary Jane Watson (Kirsten Dunst), doch seine Annäherungsversuche waren bisher von wenig Erfolg gekrönt.
Bei der Teilnahme an einer wissenschaftlichen Veranstaltung im Rahmen seines Studienprogramms wird Peter von einer Spinne gebissen, die ihm durch ihre genetischen Veränderungen außerordentliche Kräfte verleiht. Durch seinen Spinnensinn ist er plötzlich in der Lage Geräusche und Veränderungen in seiner Umgebung mehrfach verstärkt wahrzunehmen. Außerdem stellt er fest, daß er sich wie eine Spinne bewegen und ohne weiteres eine steile Wand hinauf klettern kann. Natürlich möchte Peter seine neu erlangten Kräfte möglichst effektiv einsetzen. Er tritt bei einem Ringkampf an, bei dem er in verdächtig schneller Zeit und mit Hilfe seiner Kräfte einen vermeintlich überlegenen Gegner bezwingen kann. Der Veranstalter des Ringkampfs weigert sich jedoch das Preisgeld auszuzahlen. Als er einen Einbrecher im Büro des Veranstalters stellen könnte, lässt er ihn wegen seines Ärgers über das nicht gezahlte Preisgeld laufen. Ein falscher Entschluß, denn nur kurze Zeit später wird sein Onkel Ben ebenfalls Opfer des selben Einbrechers und kommt bei dem Überfall ums Leben.
Auch nachdem er den Einbrecher und Mörder seines Onkels zur Strecke gebracht hat, wird Peter von seinen Schuldgefüh
len geplagt. Er macht sich immer wieder Vorwürfe, daß er nicht schon früher seine Kräfte eingesetzt hat. Er fasst den Entschluss, seine Kräfte nur noch für den Kampf gegen das Verbrechen einzusetzen und ist immer öfter als Spider-Man über den Dächern von New York zu finden. Die Worte seines Onkels Ben bleiben ihm dabei stets in Erinnerung: Auf große Kraft folgt große Verantwortung.
Peter ist allerdings nicht die einzige Person, die durch einen Zufall zu übermenschlichen Kräften kommt. Der Vater seines besten Freundes Harry Osborn (James Franco) erfährt durch eine chemische Explosion bei einem Selbstversuch Veränderungen, die insbesondere seine Körperkraft erhöhen. Er will diese Fähigkeiten allerdings nicht für das Wohl der Menschheit nutzen, denn er verfällt in einen Größenwahn. Norman Osborn (Willem Dafoe) wird als grüner Kobold zum größten Gegner des Spinnenhelden. Der Kampf zwischen Gut und Böse beginnt ...
Darsteller
Peter Parker wird von Tobey Maguire gespielt. Der 26-jährige wurde durch seine Auftritte in "Pleasentville" und "Gottes Werk und Teufels Beitrag" bekannt, doch die Rolle des Spider-Man dürfte ihm endgültig zum Durchbruch verhelfen.
Als grüner Kobold konnte Willem Dafoe verpflichtet werden, der bereits zweimal für den Oscar nominiert war. Er gehört zu den alten Hasen im Filmgeschäft. Begonnen hat seine Karriere mit "Platoon". Die erfolgreichsten Filme, an denen er mitgewirkt hat, waren "Der englische Patient" und "Geboren am 4.Juli".
Kirsten Dunst dürfte den meisten durch ihre Rolle in "Jumanji" bekannt sein. Aus dem kleinen Mädchen, daß in den Sog des verhängnisvollen Spiels gezogen wurde, ist mittlerweile eine attraktive Frau geworden, die in unterschiedlichsten Filmen mitwirkte. Besonders die männlichen Kinobesucher dürften sich an ihrer Rolle der Mary Jane erfreuen.
Tobey Maguire (Peter Parker/Spider-Man)
Kirsten Dunst (Mary Jane)
Willem Dafoe (Norman Osborne/Grüner Kobold)
James Franco (Harry Osborn)
Rosemary Harris (Tante May)
Cliff Robertson (Onkel Ben)
J.K. Simmons (J. Jonah Jameson)
Produktion
Am 06.Januar 2001 begannen in den Vereinigten Staaten die Dreharbeiten zur lang erwarteten Verfilmung des netzschwingenden Superhelden aus New York.
Als Regisseur ist Sam Raimi für die Kino-Verfilmung von Spider-Man verantwortlich. Mit Filmen wie "The Gift" und "Evil Dead" konnte er bisher auf sich aufmerksam machen. Raimi erhielt den Job, weil er den Produzenten klar machen konnte, welche Rolle Spider-Man in seinem Leben spielt. Er war schon immer ein großer Fan des akrobatischen Superhelden und erhielt von seinen Eltern im Alter von 12 Jahren ein einmalig angefertigtes Gemälde seiner Ikone. Das Bild hängt noch heute über seinem Bett.
David Koepp schrieb das Drehbuch des Films, das sich sehr nah an den Marvel-Vorlagen orientiert hat. Das Drehbuch wurde allerdings auf Wunsch von Raimi nochmals überarbeitet, denn nach Meinung des Regisseurs war das Drehbuch zwar sehr gut, doch für ihn einfach nicht brillant genug.
Für die Spezial-Effekte war niemand anderes verantwortlich als John Dykstra, der für seine Arbeiten an der Star Wars-Saga bereits einen Oscar erhielt. Unterstützung erhielt er von Karen Goulekas und Sony Pictures Imageworks.
Regie: Sam Raimi
Drehbuch: David Koepp, Scott Rosenberg, Alvin Sargent
Produzenten: Ian Bryce, Laura Ziskin
Ausführender Produzent: Avi Arad
Visual Effects Supervisor: John Dykstra
Kamera: Don Burgess
Spezialeffekte: John Dykstra, Karen Goulekas
Musik: Danny Elfman
Produktionsdesign: Neil Spisak
Kostümdesign: James Acheson
Soundtrack
Beim Soundtrack zu Spider-Man wurde sehr darauf geachtet, für jeden Geschmack ein Stück bereit
zu halten. Die zur Zeit im Trend liegenden Punk und NuMetal Tendenzen sind auch auf diesem Soundtrack wiederzufinden und machen den größten Teil der Themen aus. Zwar bietet der Soundtrack einige Stücke, die durchaus erfolgreich sein könnten, doch die meisten Interpreten sind unbekannt und werden es wahrscheinlich auch nach diesem Sampler bleiben. Die CD ist beispielsweise bei amazon.de für ca. 15,00 Euro zu haben.
01. Theme From Spider Man
02. Chad Kroeger feat. Josey Scott - Hero
03. Sum 41 - What We're All About
04. Black Lab - Learn To Crawl
05. Bleu - Somebody Else
06. Alien Ant Farm - Bug Bytes
07. Default - Blind
08. Corey Taylor - Bother
09. Greenwheel - Shelter
10. The Strokes - When It Started
11. The Hives - Hate To Say I Told You So
12. Theory Of A Dead Man - Invisible Man
13. Pete Yorn - Undercover
14. Macy Gray - My Nutmeg Phantasy
15. Injected - I-IV-V
16. Jerry Cantrell - She Was My Girl
17. Danny Elfman - Main Titles
18. Danny Elfman - Farewell
19. Aerosmith - Theme From Spider Man
Besonderheiten
Es wird wahrscheinlich vielen nicht entgangen sein, daß der Film nach der Katastrophe am 11.September 2001 nochmals überarbeitet werden musste, denn ein Netz zwischen den beiden Türmen des World-Trade-Centers zu spannen, erschien den Machern des Films nach diesem Tag mehr als unpassend. So wurden einige Szenen komplett aus dem Film entfernt und andere umgeschrieben und neu gedreht, um die Story wieder in ihren normalen Verlauf zu bringen.
Während der Dreharbeiten wurden insgesamt vier der teuren Latex-Kostüme gestohlen, die Tobey Maguire für seine Rolle als Spider-Man zwingend benötigte. Nachdem jedoch eine Belohnung auf die Rückgabe der Kostüme ausgesetzt wurde, tauchten sie nur wenige Tage später wieder auf. Weder über die Diebe, noch über die Finder sind nähere Details bekannt.
; Meine Meinung
Dieser Film hat mich absolut begeistert ! Nahezu alles an diesem Film war perfekt, doch es gab auch einige wenige Schwachstellen. Dazu jedoch später mehr.
Fast jeder kennt die Geschichte von dem jungen Studenten, der durch einen Spinnenbiß zu Superkräften kommt. Entweder durch die ursprünglichen Comics, die Zeichentrick-Serie oder unterschiedliche andere Formen, in denen Spider-Man präsentiert wurde. Gerade deshalb werden viele Kinobesucher die Details der Story lieben. Die erste Hälfte des Films erzählt die Geschichte von der Entstehung des Spider-Man und seinem Weg zum Verteidiger des Guten. Der Zuschauer wird durch die vielen kleinen Details in keinster Weise gelangweilt. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn man erfreut sich daran, wie die Story, die man eigentlich bereits kennt, nochmals erzählt wird.
Tobey Maguire ist meiner Meinung nach prädestiniert für die Rolle des Peter Parker, denn er verkörpert mit seiner schlacksigen und unbekümmerten Art genau das Bild des schüchternen Studenten, der eigentlich nicht mehr will, als endlich das Herz seiner geliebten Mary Jane zu erobern. Von Kirsten Dunst war in diesem Film nicht viel zu erwarten. Sie musste lediglich gut aussehen und an den richtigen Stellen kreischen, doch auch diesen Teil übernimmt sie mit Bravour. Willem Dafoe glänzt in seiner Rolle als Norman Osborne und überbringt dem Zuschauer glaubhaft den Konflikt, den er während des Films durchlebt.
Besonders gespannt war ich darauf, wie die Spezial-Effekte den Film beeinflussen. Schon viele Filme wurden durch den übermässigen Einsatz von Computern verunstaltet. In diesem Streifen wurden jedoch das optimale Zusammenspiel von Story und Spezial-Effekten geschafft. Besonders beeindruckend sind natürlich die Szenen, in denen der Spinnenheld zwischen den Wolkenkratzern New Yorks seine Netze spannt und sich in rasender Geschwindigkeit fortbewegt. Auch die Kämpfe zwischen Spider-Man und dem grünen Kobo
ld sind detailverliebt und realistisch dargestellt, obwohl sie in wenigen Momenten an die oft eingesetzten Effekte aus Matrix erinnern.
Schon die ersten Sekunden des Films haben mir eine kleine Gänsehaut verpasst, denn die musikalische Untermalung ging mir sprichwörtlich unter die Haut. Genau in den richtigen Momenten setzte in jeder Szene des Films die Musik punktgenau ein und riß den Zuschauer noch tiefer in die Geschehnisse.
Die Schwachstellen des Films beschränke ich auf die wenigen Szenen, die meiner Meinung nach einfach überflüssig waren. Sie dienten weder der Story, noch erhöhten sie in irgendeiner Form die Spannung. In meinen Augen unterbrachen sie eher die Geschehnisse und zogen den Streifen insgesamt etwas zu lang. Weniger wäre an dieser Stelle sicherlich mehr gewesen.
Insgesamt vergebe ich für diesen Film fast die Bestnote. Im Vergleich zu anderen Verfilmungen dieser Art gehört Spider-Man zu den Herausragensten. Auch die kleinen Schwachstellen, die der Film meiner Meinung nach hat, mindern in keiner Weise die Zufriedenheit, die sich bei mir nach dem Kinobesuch einstellte. Ich empfehle diesen Film nicht nur eingefleischten Comic-Fans, sondern auch jedem Zuschauer, der eine spannende Story und zugleich tolle Spezial-Effekte sehen möchte.
© Barracuda
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Video Film


10.07.02
Ziemlich viel mühe steckt da drin :) die ersten Spiderman Hefte ( die ersten 11 Jahrgänge in 10 Schubbern ) kannst du übrigens beim Comik händler Kaufen. ALlerdings ist Peter Parker und Konsorten im Film wie im Comik am anfang schüller und nicht student :)