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Neuester Testbericht: ... aus, er hatte ein Ziel vor Augen das er unbedingt schaffen wollte, also ging er es an! Am Anfang musste er sich den Respekt der anderen ... mehr
Lieblingsfilm der US Navy
Men Of Honor

Name des Mitglieds: KTB
Produkt:
Men Of Honor
Datum: 04.05.01, geändert am 05.05.01 (71 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Keine
Nachteile: Keine
Premiere sei Dank! Ein kostenloser Kinoabend flatterte da in meinen Briefkaste, in Form von 2 Freikarten für die Preview des Films „Men of Honor“. Noch schnell einen Freund angerufen, zwecks Begleitung, und schon konnte der Kinoabend beginnen. Am Kinoeingang noch schnell eine orangefarbene Premiere Mütze, sowie ein Los (leider nichts gewonnen) in die Hand gedrückt bekommen, und schon saßen wir gemütlich in den Sesseln und harrten der Dinge die da kommen sollten.
Der Film:
Sonoma, Kentucky 1943
Carl Brashear ( CUBA GOODING, Jr. ) hilft seinem Vater bei der Feldarbeit, anstatt in die Schule zu gehen. Der träumt von einem besseren Leben für seinen Sohn als das eines ungelernten Landarbeiters. Als die Navy den Teenager anwirbt, ermahnt ihn der Vater, ja immer sein Bestes zu geben und nicht gescheitert nach Hause zurückzukehren. Daran hält sich Carl auch dann, als die erträumte Militärkarriere erst mal in der Kombüse eines Schlachtschiffs endet, wo er den Grill putzen muss. Als er in einer Pause den weißen Kameraden beim Schwimmen zusieht, springt er ihnen ins Wasser hinterher. Ein Affront in den Augen der Weißen, und der diensthabende Offizier befiehlt ihm, sofort zurück an Bord zu kommen. Als Carl sich weigert, nimmt ein erfahrener Schwimmer die Verfolgung auf, hat im anschließenden Wettschwimmen jedoch keine Chance. Der eigenmächtige Ausflug endet für Carl vorübergehend im Bordgefängnis, aber immerhin wird sein Talent entdeckt. Kurz darauf hat der Master Chief Billy Sunday ( Robert de Niro) bei einer eigenmächtig Rettungsaktion einen Unfall. Seine Lungen sind irreparabel geschädigt, und jeder weitere Tauchgang würde für ihn mit einer tödlichen Embolie enden. Die anschließende Versetzung als Ausbilder an die Bayonne Marinetauchschule in New Jersey kommt für den stolzen Sunday einer Degradierung gleich.
Zwei Jahre und 100 Briefe an die Marineleitung später, landet auch Carl Brashear 1948 im Ausbildungscamp von Bayonne. Dort trifft e
r schon am Eingang auf Sunday, der ihn wieder loswerden will, bevor Carl die Zusatzausbildung zum Tiefseetaucher überhaupt angetreten hat. Schon die Belegung der Betten im Schlafsaal wird zum Akt offener Diskriminierung. Alle Kameraden verlassen den Raum. Nur der rotblonde Stotterer Snowhill ( MICHAEL RAPAPORT) bleibt und wird am nächsten Tag mit einem brutalen Trick von Sunday aus dem Team geworfen. Beim ersten Test, dem blinden Zusammenschrauben einer komplizierten Rohrverbindung, zeigt Carl sein praktisches Talent. Aber seine mangelnde Schulbildung droht ihm zum Verhängnis zu werden, denn umfassendes mathematisches und physikalisches Wissen sind für einen Taucher lebenswichtig.
Um seine Klausurnoten zu verbessern, nimmt er Nachhilfe bei der angehenden Medizinerin Jo (Aunjanue Ellis). Die aufkeimende Romanze zwischen der gebildeten Schönen und dem ehrgeizigen Soldaten wird von einem Unfall überschattet. Als das Übungswrack von Bayonne instabil wird, sitzt einer der beiden Taucher eines Teams fest und sein Partner ergreift feige die Flucht. Carl ist es, der den Mann rettet, doch den Orden für die Heldentat erhält ein anderer - denn Carl hat die falsche Hautfarbe für einen Helden. Eines Abends kommt es in einer Soldatenkneipe zur Konfrontation zwischen Carl Brashear und Billy Sunday. Als Sunday seine laszive Ehefrau Gwen ( Charlize Theron) mit Carl an der Theke trifft, brennt seine Eifersucht mit ihm durch. Doch statt einer Prügelei veranstalten die beiden eine gefährliche Wette: Sieger ist, wer länger in einem gefluteten Taucherhelm aushält. Gewinnt Carl, darf Snowhill zurück ins Team, hat der Ausbilder den längeren Atem, quittiert Carl den Dienst. Der körperlich fittere Carl gewinnt zwar, aber der Sieg bringt ihm den Zorn von Jo ein, die sein stures und riskantes Verhalten ablehnt. Trotzdem endet der Abend mit einem Heiratsantrag.
Am Tag der Abschlussprüfung gibt der Campleiter Pappy ( Hal Holbrook) Sunday die Anweisung, Carl durchfallen zu las
sen. Billy Sunday besitzt immerhin den Anstand, Carl zu warnen, aber trotzdem tritt Marinesoldat Brashear am nächsten Morgen zum praktischen Examen an. Die Prüfungsaufgabe besteht aus einer Montage unter Wasser, bei der Werkzeuge und Utensilien nachträglich ins Wasser gelassen werden. Gemäß Pappys Befehl landet Carls Werkzeugsack aufgeschlitzt im Wasser und während die ersten Kameraden nach weniger als zwei Stunden wieder an Land sind, sucht Carl zähneklappernd nachts im eiskalten Meer noch immer sein verstreutes Equipment. Schließlich gibt Pappy den direkten Befehl, ihn unter Wasser sterben zu lassen, aber diesmal widersetzt sich Sunday. Nach neun Stunden und einunddreißig Minuten hat Carl Brashear die Prüfung erfolgreich abgelegt und kommt wieder an die Oberfläche. Am nächsten Morgen hat Sunday Bayonne verlassen.
Mit bestandener Prüfung geht es für Carl Brashears Karriere bergauf, während Sunday auf ein berufliches Desaster zusteuert. Als sich andere Soldaten über ihn und seine wesentlich jüngere Frau lustig machen, rastet er aus. Die anschließende Prügelei endet mit seiner Degradierung. Währenddessen absolviert Carl immer anspruchsvollere Einsätze. Bei der Bergung einer Wasserstoffbombe vor der Küste Spaniens entgeht er nur knapp den Schiffsschrauben eines sowjetischen U- Boots. Wieder an Deck, passiert tatsächlich ein tragischer Unfall: Ein gerissenes Drahtseil zerschmettert Carls linken Unterschenkel, und seine Pensionierung scheint unvermeidlich. Aber Carl will nicht in Pension und lässt sich den zertrümmerten Unterschenkel amputieren, um mit einer Prothese besser trainieren zu können. Gegen den Willen von Lt. Hanks ( David Conrad) setzt Carl eine Anhörung durch, in der seine Tauglichkeit geprüft werden soll. Als Hanks anordnet, dass sich Carl während des Hearings einer fast nicht zu bewältigenden Prüfung unterziehen muss, ist es Sunday, der seinem Zögling im entscheidenden Moment beisteht. 1968 kehrt Carl Brashear in den aktiven Dienst zurück. 1970
erwirbt er seinen Master Diver und ist noch neun Jahre im aktiven Dienst, bevor er sich zur Ruhe setzt.
Robert de Niro, am 17.08.1943 in New York City geboren, spielt die Rolle des Ausbilders Billy Sunday mit gewohnter Klasse. Ich kenne kaum einen Schauspieler der so grimmig in die Gegend schauen kann, wie de Niro. Dieses Talent stellt er auch in Men Of Honor unter Beweis.
Sein Debüt auf der Kinoleinwand gab er 1964 in Brian De Palmas "The Wedding Party". Danach folgten eine Unzahl von Filmen, die ihn zu einem der ganz großen Schauspieler Hollywoods machten. Darunter unter anderem 1975 „Der Pate – 2“, für den er den Oscar erhielt. Weiter Top Filme waren: 1976 Taxi Driver, 1979 Die durch die Hölle gehen, 1984 Es war einmal in Amerika, 1991 Zeit des Erwachens, 1991 Backdraft, 1992 Kap der Angst,
1995 Mary Shelley's Frankenstein, 1997 Sleepers, 1998 Ronin, 2000 Meine Braut, ihr Vater und ich, 2001 15 Minuten Ruhm.
Cuba Gooding jr. wurde am 2. Januar 1968 in New York geboren. Erste Bühnenerfahrung sammelte er als Breakdancer zu Lionel Ritchies Show im "Olympics". Seine erste Kinorolle hatte er als "Junge, dem die Haare geschnitten werden" in John Landis' "Der Prinz aus Zamunda" (1988) mit Eddie Murphy. Nach weiteren Winzig-Rollen kam Cuba Goodings Durchbruch 1991 mit dem Ghetto-Drama "Boyz n the Hood - Die Jungs im Viertel" von John Singleton. In Rob Reiners Militärgerichtsdrama "Eine Frage der Ehre" (1992) hatte er dann seinen ersten Auftritt neben Tom Cruise.
Neben Dustin Hoffman spielte Cuba Gooding jr. in Wolfgang Petersens "Outbreak - Lautlose Killer" (1995). Nun kam die Zeit von Goodings großen Rollen. In der Sportkomödie "Jerry Maguire - Spiel des Lebens" (1996) von Cameron Crowe spielte er den Profi-Sportler, der als einziger zu dem unter Beschuss geratenen Tom Cruise hält. Dafür wurde er mit einem Oscar als bester Nebe
ndarsteller ausgezeichnet.
Ein weiterer beachtlicher Schauspielerfilm war "Besser geht's nicht" (1997), in dem Gooding an der Seite von Jack Nicholson und Helen Hunt auftrat, doch diesmal bekamen die Preise die anderen. Cuba Gooding jr. wird es verkraften können, denn längst hat er sich den Ruf als stets zuverlässiger Darsteller erarbeitet.
In der Rolle des Carl Brashear in Men of Honor, kann Gooding erneut sein Schauspielerisches können unter beweis stellen.
Damit wären die beiden Hauptdarsteller vorgestellt, die anderen Rollen sind eher zu vernachlässigen, da sich der Film sehr stark auf diese beiden Personen konzentriert. Eine Schauspielerin möchte ich euch aber doch noch vorstellen, Charlize Theron.
Charlize Theron wurde am 7. August 1975 in Benoni, Südafrika geboren, und gilt als eine der hoffnungsvollsten Nachwuchsschauspielerinnen in Hollywood.
Ihre Showkarriere begann Charlize Theron als Ballett-Tänzerin. Man sah sie im "Schwanensee" und dem "Nußknacker", die beiden Tschaikowsky-Schlachtrosse. In Südafrika waren ihre Entfaltungsmöglichkeiten begrenzt, also versuchte sie es in Europa und Amerika. Aber sie zog sich eine Knieverletzung zu, und der Traum vom Ballett war ausgeträumt.
So blieb ihr immerhin noch die Möglichkeit, als Model zu arbeiten. Schon mit 14 hatte Charlize Theron erste Erfahrungen in dem Job gesammelt. Ihre Mutter ermunterte sie schließlich, nach Los Angeles zu gehen und es mit einer Filmkarriere zu versuchen. Sie nahm Schauspielunterricht, und zwei Jahre später erschien sie auf der Bildfläche, zum einen in Tom Hanks' Regiedebüt, dem Musikfilm "That Thing You Do", zum anderen in "Zwei Tage L. A." von John Herzfeld.
Neben Keanu Reeves und Al Pacino stand sie in der weiblichen Hauptrolle für Taylor Hackfords Horror-Parabel "Im Auftrag des Teufels" (1997) vor der Kamera. Hier ist sie die durch und durch nette Ehefrau ei
nes Paradeanwalts, der zunehmend unter teuflischen Einfluß gerät.
1998 sah man Charlize Theron in der Woody-Allen-Komödie "Celebrity" mit Leonardo DiCaprio, 1999 mit Johnny Depp in "The Astronaut's Wife", an der Seite von Toby Maguire in Lasse Hallströms gefeierten Drama "Gottes Werk und Teufels Beitrag" und in dem King-Kong-Film "Mein großer Freund Joe" von Ron Underwood. Hier war sie die Partnerin von Bill Paxton. 2000 folgte John Fankenheimers Thriller "Wild Christmas" mit Ben Affleck, Robert Redfords Regiearbeit "Die Legende von Bagger Vance" mit Will Smith und Matt Damon sowie 2001 der Actionthriller "15 Minuten Ruhm".
In Men of Honor spielt sie, in einer kleinen Nebenrolle, die Ehefrau von de Niro.
Fazit:
Men of Honor ist ein durch und durch patriotischer Film, wie ihn die Amis wahrscheinlich lieben. Das Militär wird mal wieder absolut glorifiziert. Dabei geht der eigentlich recht anspruchsvolle rassistische Hintergrund ziemlich unter. Der Film wird mit Sicherheit der Lieblingsfilm der US Navy sein, und ich bin schon darauf gespannt, welchen Helden die AirForce und die US Marines ausgraben werden.
Wer einen Film sucht, nach dem Motto: Gehirn ausschalten und sich unterhalten lassen, ist hier mit Sicherheit gut bedient. Allerdings hatte ich die ganze Zeit das Gefühl: Das habe ich doch schon mal gesehen!! Der Film wirkt auf mich wie eine Mischung aus„Ein Offizier und Gentleman“ und „Top Gun“. Bei beiden Filmen hat man meiner Meinung nach ziemlich massiv geklaut.
Die Schauspieler, allen voran de Niro, bieten eine überzeugende Leistung, schaffen es aber auch nicht, den Film zu Retten.
Alles in allem, ein Film den man nicht unbedingt gesehen haben muss.
Fazit:
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