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Ich lese Shakespeare..., bin ich jetzt schwul?
In & Out

Name des Mitglieds: Netti1982
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In & Out
Datum: 04.08.01, geändert am 04.08.01 (48 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Witz und Humor mit einem Spritzer Ernsthaftigkeit
Nachteile: ab 6 Jahren geeignet???
Gestern habe ich seit Langem mal wieder einen ruhigen Abend vor dem Fernseher veranstaltet, genauer gesagt, habe ich mir ein Video ausgeliehen, von dem ich jetzt berichten möchten.
Dabei geht es um den Film "In & Out" (1997), der wirklich sehr gut war. Doch bevor ich Euch hier mit meiner Meinung "quäle" ;-), erst mal der grobe Inhalt, für die, die den Film nicht im Kino gesehen haben:
Der Kleinstadtlehrer Howard Brackett führt ein durchschnittlich aufregendes Leben. Das ändert sich, als sein ehemaliger Schüler Cameron ihn bei der Oscar-Verleihung vor der versammelten TV-Welt als schwul outet. Emily, Howard zukünftige Frau ist geschockt. Howard wusste von dieser Vorliebe bis zum unfreiwilligen Outing selbst nichts. Doch die 3 Tage bis zur Hochzeit nutzt er, seine Neigungen ausgiebig kennenzulernen. Am Traualtar erwidert er folgerichtig auf Emilys "Ja, ich will" nur ein "Ich bin schwul." - für Emily brich eine Welt zusammen. Howard nähert sich dem Klatschreporter Peter Malloy und für Emily sieht es ganz schlecht aus. Schließlcih stellt sie sich die Frage "Sind denn wirklich alle Männer hier schwul?"
Mehr werde ich nicht verraten, aber ich kann Euch versprechen, in dem Film stecken noch vielerlei Überraschungen...
<<Meine Meinung:>>
Der 87-minütige Film spiegelt als den Prozess eines eher unfreiwilligen Outings wider. Dabei sind nicht nur lustige Szenen eingesetzt worden, sondern auch Szenen, die zum Nachdenken anregen sollen.
Mit einer gewissen Ernsthaftigkeit wurde das Thema "Homosexualität" dennoch in eine spielerische Art und Weise umgeformt. So outen sich zum Beispiel viele Charaktere im Film als schwul, von denen man es nicht erwartet hat. Natürlich soll es ein Protest gegen die Engstirnigkeit der Gesellschaft sein, die in dieser Komödie grandios dargestellt wird.
So zeigt der Film auch die Schwierigkeiten, mit denen Hom
osexuelle oder "Außenseiter" auch heute noch zu kämpfen haben. Da wären zum Einen die enttäuschten Eltern, die sich selbst die Schuld für die sexuellen Neigungen ihrer Kinder geben.
Oder eben das berufliche Umfeld: Lehrer Brackett soll sogar seinen Job aufgeben, da der Schuldirektor der Meinung ist, die Schüler könnten sich bei Howard "infizieren".
Zuletzt kann ich nur noch verraten: Am Ende wird geheiratet!!!
Fazit: Auf jeden Fall sehenswert!!!
Der Film ist ab 6 Jahren freigeben, was ich eigentlich nicht nachvollziehen kann, da ich nicht weiß, ob 6-jährige Kinder mit dem Begriff "schwul" überhaupt schon etwas anfangen können.
Die Hauptakteure Kevin Kline, Joan Cusack, Matt Dillon, Debbie Reynolds und Tom Selleck machen den Film lebendig und interessant und lassen ihren Charme, jeder für sich, spielen.
Produzent war Scott Rudin, das Drehbuch kam von Paul Rudnick und Regie führte Frank OZ.
Schönen Videoabend wünsche ich Euch!
Fazit:
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