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Neuester Testbericht: ... Features für ca. 10 Euro zu bekommen. ~~ Die Filmdaten ~~ Deutscher Titel Frequency Originaltitel Frequency Produktionsland USA Ori... mehr
Absolut beeindruckend dieser Film
Frequency

Name des Mitglieds: Marc2201
Produkt:
Frequency
Datum: 29.05.01, geändert am 29.05.01 (8 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: spannend
Nachteile: nix
Wer von uns hat noch nie in seinem Leben einen geliebten Menschen an den Tod verloren? Wer von uns wünscht sich nicht, wenigstens noch einmal mit diesem geliebten Wesen sprechen zu können, vielleicht nur um Abschied zu nehmen, vielleicht um dieser Person zu sagen, wieviel man für sie empfindet, aber vielleicht auch um auf irgendeine Weise verhindern zu können, das man diese Person überhaupt verliert...
Ich selbst würde viel dafür geben, wenn ich noch einmal mit meinem Opa reden könnte, ihm mitteilen könnte, wie sehr ich ihn geliebt habe und wie sehr er mir fehlt. Auch ein Freund von mir weilt nicht mehr unter uns und ich müßte lügen, wenn ich behaupten wollte, das wenn ich die Möglichkeit hätte ihn zu warnen, ich ihn nicht davon abhalten würde, an diesem Tag damals auf sein Motorrad zu steigen.
Ich denke so wie mir, geht es sicher einigen Menschen und mit genau dieser Idee spielt "Frequency" auf perfekte Weise.
Der New Yorker Detective John Sullivan (Jim Caviezel), arbeitet bei der Mordkommission und schwankt in seiner Verfassung gerade ein wenig zwischen Depressionen und Melancholie, denn die Vergangenheit scheint ihn einfach nicht loszulassen, weder beruflich, noch privat. Beruflich, weil vor kurzem ein Opfer eines Serienkillers gefunden wurde, der vor 30 Jahren New York terrorisiert hat und privat, weil in 2 Tagen der 30. Todestag seines Vaters bevorsteht.
John's Vater Frank (Dennis Quaid) war Feuerwehrmann und kam bei einem spektakulären Rettungseinsatz ums Leben, als John noch ein Kind war. Einer Laune folgend setzt John sich am Abend vor das alte Sprechfunkgerät seines Vaters, ohne vorher zu ahnen, das ein riesiges durch Sonnenexplosionen entstandenes elektrisches Feld das eigentlich Unmögliche möglich macht: Der Mann, mit dem John an diesem Abend über Funk plaudert ist niemand anderes als sein Vater im Jahre 1969, zwei Tage vor seinem tragischen Tod.
Zunächst halten John und Frank dies
alles für den kranken Scherz eines Freundes, doch dann begreift John, das er es wirklich mit Frank Sullivan zu tun hat und er warnt seinen Vater bei dem Einsatz in 2 Tagen nicht seinem Instinkt zu trauen, sondern den anderen Fluchtweg zu nehmen. Frank glaubt zunächst kein Wort, von dem was ihm der Mann am an anderen Funkgerät erzählt, doch nachdem John ihm haargenau den Verlauf des nächsten Spiels seines Lieblings-Baseball-Teams erzählt hat und sich dieses auch tatsächlich bewahrheitet, beginnt Frank zu glauben.
Frank Sullivan überlebt den Einsatz bei dem er eigentlich sein Leben hätte verlieren sollen, ohne einen Kratzer. Doch ein solches Eingreifen in die Geschichte, hat natürlich auch Folgen für die Gegenwart und so muß John mit Erschrecken feststellen, das der "Nightingale Killer" der in den Jahren von 1969 bis 1970 drei Frauen getötet hatte, mittlerweile 10 Frauen auf dem Kerbholz hat und eine davon ist seine Mutter Julia Sullivan (Elizabeth Mitchell).
Nun wird aus Vater (in der Vergangenheit) und Sohn (in der Zukunft) ein Team, um den Killer zu stoppen, der nie gefaßt wurde, und das Leben von Julia zu retten. Durch die Akten über die Morde, weiß John, wo und wann der Killer in der Vergangenheit als nächstes zuschlagen wird und Frank setzt alles daran diese Morde zu verhindern und somit das Leben seiner Frau zu retten. Ein Wettlauf mit der Zeit und dem Schicksal beginnt...
Ein besonderer Reiz des Films besteht sicher auch darin, das nur Vater und Sohn die jeweiligen Veränderungen bemerken, für alle anderen ist es wie immer, sie haben keine Erinnerung daran, das es eigentlich anders sein sollte. Somit bleiben Frank und John Geheimnisträger und Einzelkämpfer, denn wenn sie jemandem von dem erzählen würden, was sich zugetragen hat, würde ihnen höchstwahrscheinlich die Einweisung in eine geschlossene Anstalt drohen, also sind sie völlig auf sich allein angewiesen.
"Frequency" ist ein spannender,
mystischer Thriller, der einem selten die Gelegenheit gibt, Atem zu holen, zu sehr fiebert man mit den Protagonisten mit, ob es ihnen gelingen wird, die Gegenwart zu verändern, den Tod von Julia zu verhindern und den Killer zu fassen. Es ist der dritte Film von Regiesseur Gregory Hoblit, den man nach "Zwielicht" und "Dämon" schon beinahe einen Genreveteranen nennen darf, und Hoblit verknüpft auf perfekte Weise zwei uralte menschliche Sehnsüchte miteinander: mit geliebten, aber verstorbenen Menschen kommunizieren und das Schicksal manipulieren zu können. Es gelingt Hoblit ebenso eine beklemmende Atmosphäre der Spannung zu schaffen, die uns immer wieder packt, wie auch ein nachvollziehbares Verlustgefühl.
Mit Jim Caviezel - der schon in "Der schmale Grat" das charismatische, menschliche Zentrum der Handlung war - und Dennis Quaid wurden zwei hervorragende Schauspieler gefunden, die in ihren Rollen überzeugen und gleichzeitig so sympathisch rüberkommen, das man gar nicht anders kann, als sich mit ihnen zu freuen, zu leiden, zu bangen und zu hoffen.
Also viel Spaß bei diesem Film, den ich wieder einmal nur jedem empfehlen kann.
Fazit:
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