E.T. - Der Außerirdische
Nach Hause telefonieren - E.T. - Der Außerirdische Video Film

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Nach Hause telefonieren
E.T. - Der Außerirdische

HiRD1

Name des Mitglieds: HiRD1

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E.T. - Der Außerirdische

Datum: 15.05.02, geändert am 15.05.02 (2577 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: klasse

Nachteile: --


Oh mein Gott, 20 Jahre ist das schon her. Tatsächlich, vor 20 Jahren führten mich meine Eltern ins Kino um einen Film zu sehen, der zum Klassiker wurde. Als Knirps im Alter von 12 Jahren, gemeinsam mit eben meinen Eltern, sowie meinem damals 10jährigen Bruder schauten wir uns den Film ?E.T. der Außerirdische? an.
Ich weiß noch, wie sehr mich der Film berührte, konnte mich aber nicht mehr an Details erinnern.

Zum 20jährigen Jubiläum kam ET im März diesen Jahres wieder auf die Kinoleinwand, und zwar in einer überarbeiteten Fassung. Regisseur Steven Spielberg schickte seinen größten Erfolg, aufgepeppt durch neue Spezialeffekte und einige zusätzliche Szenen erneut ins Rennen um die Zuschauergunst.
Mittlerweile bin ich Vater von 2 Kindern, die zwar jünger sind, als mein Bruder und ich zur damaligen Zeit. Doch sie wollten den Streifen unbedingt sehen und weckten damit mein Interesse.
Na dann ging es halt ins Kino und es war wieder ein bewegendes Erlebnis.
Dazu gleich mehr.

Die Story
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Der Film startet mit einer Nachtszene, die überaus spannend und irgendwie gruselig inszeniert wurde. Ein riesiges Raumschiff, das wie ein überdimensionierter Kreisel wirkt, steht auf einer Waldlichtung.
Gespenstisch wabert Nebel durch die Szenerie und bunte Lichter sorgen für diffuse Stimmung. Man sieht kleine Gestalten durch das Unterholz umherstöbern, aber nie richtig im Bild. Komische Töne geben die merkwürdigen Wesen von sich und man sieht ab und zu lange knorpelige Finger. Plötzlich leuchtet das Herz eines Wesens, das im Einstieg des Raumschiffs steht, glühend rot ? offenbar ein Signal zum Sammeln, der Start scheint kurz bevor zu stehen.
Alle Gestalten verschwinden im Inneren des Raumschiffs ? bis auf eine...
Das Raumschiff startet ohne sie, das Wesen hat sich zu sehr ablenken lassen und das Aufbruchsignal verpasst.

Szenenwechsel:
Mehrere Pick-Up Fahrzeuge kommen in den Wald. Es handelt sich um Einsat
zkräfte einer Behörde, die offenbar Wind von der Landung bekommen hat und auf die Suche geht.

Das hinterbliebene Wesen wird gehetzt, kann sich aber vor seinen Verfolgern in Sicherheit bringen ? in den Garten eines Vorstadthauses von Los Angeles.

Szenenwechsel:
Nun kommt ein kleiner Junge ins Spiel ? Elliott.
Es ist ein aufgeweckter Junge, der unter der Trennung seiner Eltern leidet.
Er findet das wesen im Garten seines Elternhauses. Nach der ersten schreckhaften Begegnung für beide (das beidseitige Geschrei ist eine oft kopierte Szene) freunden sich die beiden an.

Elliott wird schnell klar, dass das schrumpelige Wesen kein Kobold oder irgendein Tier ist, sondern ein Außerirdischer. Er tauft ihn E.T., die Kurzfassung von Extra Terrestrial.
E.T. wird in Elliotts Zimmer untergebracht, ohne dass die Mutter etwas davon mit bekommt. Die beiden stehen in telepathischem Kontakt und in der Folge lernt E.T. schnell, sich in der fremden Umgebung zurecht zu finden.
Elliotts zauberhafte kleine Schwester Gertie schafft es gar, E.T. die ersten Worte zu entlocken.

Erschütternd ist der erste zusammenhängende Satz des Außerirdischen: ?E.T. ? nach Hause telefonieren!?
Schnell wird den Kindern klar, dass sie E.T. helfen müssen, wieder nach Hause zu kommen. In der Folge entwickelt sich eine turbulente Geschichte, bestimmt von der Freundschaft der Kinder und des Außerirdischen, sowie der Jagd der Behörde nach E.T. ...

Die Schauspieler
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Elliott ? Henry Thomas
Gertie ? Drew Barrymore
Dee Wallace Stone
Peter Coyote

Vom Jungen Henry Thomas, der den Elliott spielt, hat man hinterher nichts mehr gesehen und gehört. Und das, obwohl ihm eine so schöne Darstellung gelungen ist.
Absolut zauberhaft ist die junge etwa 4 jährige Drew Barrymore, alias Gertie. Zuckersüß mit ihren Zöpfchen erinnert sie mich an meine Tochter, die gerade 4 Jahre alt ist. Gertie ist aufgeweckt und vorl
aut, klasse.
Die Darstellerin Drew Barrymore ist wohl jedermann bekannt, hat sie doch eine bewegte Vergangenheit in den letzten 20 Jahren hinter sich gebracht und ist mittlerweile eine anerkannte Schauspielerin. Ihr blieb somit das weit verbreitete Schicksal der Kinderstars erspart, mit zunehmendem Alter in der Versenkung zu verschwinden.

Laufzeit: ca. 120 Minuten

Meine Eindrücke
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Wie eingangs erwähnt, ist dieser Streifen ein Film, der zu Tränen rührt.
Das Schicksal des hässlichen und schrumpeligen Außerirdischen, der umso liebenswerter ist, lässt niemanden kalt, der diesen Film sieht.
Gerade die Verbindung zu den Kindern, insbesondere zu Elliott ist Herz zerreissend, wenn dramatische Wendungen in der Story des Films eintreten. Ich musste den einen oder Kloß im Hals wegdrücken und mit feuchten Augen leben.
Ich bin mir nicht sicher, wie meine Kinder den Film mitgefühlt haben.
Sie schienen das Gesehene gelassener hinzunehmen.
Doch in Gesprächen hinterher wurde deutlich, wie sie der Film gefesselt hat. E.T. ist mit Sicherheit ein bleibender Begriff.

Zur neuen Fassung:
Steven Spielberg ließ die ursprüngliche Stimmung neu aufleben. Die Tricktechnik wurde den neuen Möglichkeiten angepasst. Die bekannte Szene mit den fliegenden BMX-Rädern zum Beispiel sieht jetzt wirklich echt aus. Die diffuse Beleuchtung des Raumschiffs ist ebenfalls dem heutigen Stand der Tricktechnik angepasst.
Das man Autos, die bald das Zeug zum Oldtimer haben sieht, ist überhaupt kein Problem, im Gegenteil - es hat einen ganz besonderen Charme und führt einem die damalige Zeit wieder vor Augen.

E.T. ist ein toller Film, den man gesehen haben muß. In der neuen Fassung wirkt er frisch, wie neu gedreht ? angucken!



© HiRolfD
15.05.02


Fazit: