Die üblichen Verdächtigen
Gibt es einen genialeren Thriller? - Die üblichen Verdächtigen Video Film

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Neuester Testbericht: ... wurden. Wie aber verbringen diese Ganoven am besten ihre Zeit ? Sie planen gemeinschaftlich weitere Verbechen, es entwickelt sich ger... mehr

Gibt es einen genialeren Thriller?
Die üblichen Verdächtigen

squarerigger

Name des Mitglieds: squarerigger

Produkt:

Die üblichen Verdächtigen

Datum: 16.07.01, geändert am 16.07.01 (113 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Der genialste Thriller aller Zeiten

Nachteile: ---

Da am Wochenende hier im Südwesten der Republik total mieses Wetter war, hatte ich endlich mal wieder Zeit, mich mit einem leckeren Weizenbier, knusprigen Chio-Chips und einen gutem Video zu vergnügen. Meine Wahl fiel - zum Ich-weiß-nicht-wievielten-Mal auf "Die üblichen Verdächtigen".

Dieser Film ist in meinen Augen der genialste Thriller überhaupt, so daß ich die Titel-Frage "Gibt es einen genialeren Thriller" eindeutig mit "NEIN" beantworten kann. Erzählt wird die Geschichte einer rätselhaften Gewalttat: Unbekannte haben auf ein im Hafen liegendes Schiff ein Attentat verübt; das Schiff flog in die Luft und allebis auf einen an Bord Befindlichen kamen ums Leben. Auch bei den Attentätern scheint es nur einen einzigen Überlebenden gegeben zu haben: den Kleinkriminellen und Krüppel Verbal Kint (Kevin Spacey in seiner wohl besten Rolle überhaupt). Im Verhör berichter Kint dem ermittelnden Polizisten, Agent Kujan, davon, wie sich fünf Verbrecher, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, zusammengefunden haben, um diesen Coup durchzuziehen. Diese fünf "Üblichen Verdächtigen" werden gespielt von Stephen Baldwin, Gabriel Byrne, Benicio del Toro, Kevin Pollack und eben Kevin Spacey - und jeder der fünf spielt seine Rolle so gut, daß man glaubt, sie alle hätten hier ihr Meisterstück abgeben müssen.

Doch wie gelang es, diese fünf Verbrecher, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können, dazu zu bringen, gemeinsam diese Tat zu verüben? Was sind die Hintergründe? Worum ging es bei der Tat? Letztlich kristallisiert sich eine alles entscheidende Frage heraus: WER steckt hinter dem Anschlag auf das Schiff?

Das einzige überlebende Besatzungsmitglied, offensichtlich ein ungarischer Verbrecher, hat im Krankenhaus voller Angst nur einen einzigen Namen genannt: Keyser Soze! Aber wer ist dieser geheimnisvolle Keyser Soze? Auch Verbal Kint erwähnt diesen Namen in seinem Verhör. Gegenüber Agend Kujan erzählt er
die Geschichte dieses Mannes. Es ist die Geschichte des Bösen schlechthin. Keyser Soze scheint in Gangsterkreisen ein Schreckgespenst zu sein - der Oberste aller Gangster - der Oberböse - der größte Schlächter von Allen - derjenige, der hinter allen Verbrechen weltweit steckt und der die Fäden zieht - kurz gesagt: Keyser Soze scheint der Leibhaftige selbst zu sein. Nur weiß außerhalb der kriminellen Kreise niemand von seiner Existenz. Wie heißt es im Film so schön: Der größte Trick des Teufels war, die Welt glauben zu lassen, daß er nicht existiert.

Doch was hat dieser mysteriöse Keyser Soze, an den Agent Kujan einfach nicht glauben will, mit dem Anschlag auf das Schiff zu tun? Kujan verdächtigt eigentlich jemand ganz anderen als Drahtzieher: seinen schlimmsten Feind, den Verbrecher und Ex-Bullen Dean Keaton (gespielt von Gabriel Byrne). Er scheint beim Anschlag ums Leben gekommen zu sein. Aber ist dem wirklich so? Ist er am Ende vielleicht gar selbst Keyser Soze?

Fragen über Fragen...

... doch eine Antwort werde ich hier und jetzt nicht geben. Schon als der Film in die Kinos kam, schrieb ein Autor der Zeitschrift "Cinema", daß man wohl denjenigen erschießen sollte, der einem das Ende des Films verrät. Ich sehe das genauso. Nur soviel: Das Ende wird sehr, sehr überraschend sein!

Hat man den Film einmal gesehen, ist dieses Aha-Erlebnis zum Schluß natürlich weg. Dennoch lohnt es sich, den Film immer wieder mal anzuschauen. Man entdeckt immer wieder neue Details, die bereits während des Films auf das mögliche Ende hindeuten...

In meinen Augen gibt es keinen genialeren Thriller. Hier hätte sich sogar der Altmeister des Thriller-Genres, Alfred Hitchcock himself, noch eine Scheibe abschneiden können, wenn er den Film noch erlebt hätte. Ich kann den Film daher nur uneingeschränkt weiterempfehlen.

Fazit: