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Neuester Testbericht: ... toben heftige Stürme an der amerikanische Ostküste. Doch ?ein echter Schwertfischer? kennt da nichts und schnell hat er seine ? anfan... mehr
Der Sturm - Mittelmäßige Verfilmung eines sehr guten Buches
Der Sturm - The Perfect Storm

Name des Mitglieds: squarerigger
Produkt:
Der Sturm - The Perfect Storm
Datum: 19.07.00, geändert am 19.07.00 (57 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Beeindruckene Special Effects
Nachteile: Im Vergleich zum Roman sehr oberflächlich
"Der Sturm", nach dem gleichnamigen Roman von Sebastian Junger (siehe hierzu auch meine Buchbesprechung) gedreht, erzählt die Geschichte vom Untergang des Fischerbootes "Andrea Gail" aus Gloucester, Massachusets, während eines der schlimmsten Stürme seit Menschengedenken im Herbst 1991.
Regisseur Wolfgang Petersen adaptiert den Roman sehr frei und fügt einige Szenen ein, die dort so nicht erwähnt sind: eine sich anbahnende Liebesbeziehung zwischen Kapitän Billy Tyne und einer Kollegin oder ein Unglück, bei dem ein Besatzungsmitglied der "Andrea Gail" über Bord geht.
Der eigentliche Star des Films ist kein Schauspieler, sonder der Sturm selbst. Die Computeranimationen, in denen der Kampf der "Andrea Gail" und anderer Schiffe gegen den Sturm gezeigt werden, sind wirklich beeindruckend.
Aber diese Computeranimationen allein machen noch keinen wirklich guten Film aus. Die Schilderung des harten Fischerlebens und der privaten Krisen der Besatzungsmitglieder der "Andrea Gail", welche Junger im Roman beschreibt, kommen leider viel zu kurz. Man hat das Gefühl, als ob man bei allen Figuren nur an der Oberfläche kratzen würde.
Stattdessen wälzt Petersen den typisch amerikanischen Heldenmythos lang und breit aus. Noch im Angesicht des Todes lassen Kapitän Billy und Fischer Bobby heldenhaftes Geschwätz von sich - wie ihr Tod wirklich war, läßt sich nicht feststellen (ihre Leichen wurden nie gefunden), aber ich glaube nicht, daß sie sich mit einem kernigen Spruch auf den Lippen ihrem Schicksal ergeben haben. Ich vermute eher, daß sie bis zuletzt versucht haben, um ihr Leben zu kämpfen, denn das wäre eine menschliche Reaktion.
Gegen Schluß hin driftet der Film - wie so oft in Hollywood - auch deutlich ins Kitschige ab.
Beim Verlassen des Kinos bekam ich von einigen Besuchern Kommentare wie "Boah ey, cooler Film" oder "Geile Wellen" mit. Diese Reaktion fand i
ch nicht sehr passend. In diesem Film wird vom Tod von sechs Menschen erzählt - aber es ist keine Fiktion, sondern Realität. Billy Tyne, Bobby Shatford, Bugsy Moran, Alfred Pierre, Dale Murphy und David Sullivan sind im Herbst 1991 tatsächlich verstorben, irgendwo auf dem Nordatlantik, zwischen Flamish Cap und Sable Island, irgendwo bei den Great Banks, Ein bißchen mehr Respekt wäre hier angebracht...
Fazit: Ein reales Drama wird hier von Petersen als typisches Popcorn-Kino erzählt. Da wäre mehr drin gewesen...
Fazit:
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