Der Herr der Ringe - Die zwei Türme
Der Krieg um Mittelerde beginnt... - Der Herr der Ringe - Die zwei Türme Video Film

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Neuester Testbericht: ... Gimli auf die Fährte der gen Isengart flüchtenden Orks, um die unglücklichen Hobbits Pippin und Merry aus deren Klauen zu befreien. Währen... mehr

Der Krieg um Mittelerde beginnt...
Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

squarerigger

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Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

Datum: 13.01.03, geändert am 13.01.03 (81 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Klasse Film, sehr nah an der Romanvorlage

Nachteile: Unglücklicke Inszenierug des Aufmarschs der Elben

Endlich komme ich dazu, meinen Bericht über den 2. von 3 Teilen der "Herr der Ringe"-Verfilmung zu schreiben. Nachdem in 2001 bereits "Die Gefährten" in die Kinos kam, startete Mitte Dezember 2002 "Die zwei Türme"; abgeschlossen wird die Trilogie im Dezember 2003 mit "Die Rückkehr des Königs".

Wir erinnern uns: am Ende des 1. Teils wurde die Gemeinschaft, die von Bruchtal aufgebrochen war, getrennt. Nachdem Gandalf bereits in den Minen von Moria beim Kampf gegen den Balrog (vermeintlich) gefallen war, starb Boromir im Kampf gegen die Orks. Merry und Pippin wurden von den Uruk'hai entführt, woraufhin Aragorn, Legolas und Gimli die Verfolgung aufnahmen, während Frodo und Sam ihren Kurs gen Mordor richteten.

Dies also ist die Ausgangssituation zu Beginn von "Die zwei Türme". Folglich laufen in dieser Folge drei Handlungsstränge parallel, auf die ich hier jeweils kurz eingehen möchte:

Pippin und Merry gelingt während eines Gefechts, bei dem die Uruk'hai, welche sie entführt hatten, von den Reitern von Rohan vernichtend geschlagen werden, die Flucht. Sie verstecken sich im Fangorn-Wald, wo sie auf den baumähnlichen Baumbart, einen Ent, stoßen. Sie versuchen, die Ents dazu zu bringen, im Krieg der Guten gegen die Bösen, welcher inzwischen offen begonnen hat, Partei zu beziehen. Wird es ihnen gelingen, die Ents nach Isengart zu führen, um dort Sarumans Wirken ein Ende zu bereiten?

Auch Aragorn, Legolas und Gimli treffen auf das Volk der Rohirmin, welches durch Saurons Uruk'hai-Streitmacht zutiefst bedroht ist. Unter den bösen Einflüsterungen des in Sarumans Dienst stehenden Beraters Grima Schlangenzunge weigert sich König Eomer lange, sein Volk zum entscheidenden Kampf gegen die Truppen aus Isengart zu führen. Erst spät, vielleicht viel zu spät, entschließt er sich, sich in der Bergfestung Helms Klamm zu verschanzen, und dort die große Schlacht zu führen. Wer wird gewinnen? r>
Frodo und Sam stellen auf ihrem Weg nach Mordor fest, daß sie verfolgt werden. Es ist Gollum, jenes seltsame, schizophrene Wesen, dem Frodos Onkel Bilbo vor Uhrzeiten den Einen Ring abgenommen hat. Gestützt auf die Macht des Ringes gelingt es Frodo, sich Gollum als Pfadfinder untertan zu machen, da dieser den Weg nach Mordor kennt. Doch das Schwarze Tor dorthin ist versperrt, so daß sie einen anderen, gefährlicheren Weg wählen müssen. Hierbei stoßen sie auf Faramir, Boromirs Bruder und Heerführer von Gondor, welcher ebenso wie sein Bruder den Ring für seine Zwecke einsetzen will. Erst nach dem 1. großen Angriff von Saurons Truppen (incl. der Nazgul, der nun nicht mehr auf Pferden, sondern auf gigantischen Fledermäusen reitenden Ringgeister) auf die Grenzstadt Osgiliath erkennt Faramir, daß der Ring vernichtet werden muß. Daraufhin läßt er Frodo, Sam und Gollum ziehen. Wird Gollum sein Wort halten?

Fragen über Fragen also - die Antworten dazu gibt es im Film, ich möchte sie hier jedoch nicht aussprechen, da es noch Leute geben soll, die den Film noch nicht gesehen haben. Vielmehr möchte ich noch eine weitere Frage in den Raum stellen: Wer ist der geheimnisvolle Weiße Zauberer, von dem immer wieder die Rede ist?

Auch im 2. Teil der "Herr der Ringe"-Verfilmung gelang es dem neuseeländischen Regisseur Peter Jackson, die Magie von Tolkiens Meisterwerk zu erhalten. Als treuer Tolkien-Leser fühlte ich mich in diesem Film rundum wohl, konnte - bis auf eine weiter unten beschriebene Ausnahme - keine großen Abweichungen zur Romanvorlage feststellen. Auch wenn immer mehr skurrile Lebewesen auftauchten, so schaffte Jackson es dennoch, sie so darzustellen, wie Tolkien sie in seinem Buch präsentierte. Dies gilt für die Ents, aber ganz speziell auch für Gollum. Diese eigentlich bemitleidenswerte Kreatur entstand vollkommen am Computer, dennoch wirkt sie absolut lebensecht, vor allem dann, wenn ihre Schizophrenie, der Kampf des guten Smeagoll geg
en den bösen Gollum, dargestellt wird. Beeindruckend sind auch die Schlachtszenen, sei es der Kampf der Rohirmin gegen die Uruk'hai oder der Angriff von Saurons Truppen auf Osgiliath; einsame Spitze ist jedoch die Darstellung der Schlacht um Helms Klamm.

Auch die schauspielerischen Leistungen sind mehr als erwähnenswert. Besonders hervorheben möchte ich hier zum einen Viggo Mortensen als Aragorn, zum anderen Brad Dourif als Grima Schlangenzunge.

Aufgrund der meisterlichen Leistung Peter Jacksons und der insgesamt doch sehr großen Nähe zur schriftlichen Vorlage kann man auch zu Teil 2 der "Herr der Ringe"-Trilogie nur gratulieren und diese weiterempfehlen. Nicht nur Hardcore-Tolkien-Fans werden diesen Film gut finden, sondern auch jene, die nur auf normale Kino-Unterhaltung wert legen; allerdings sollte man, um sich nicht allzu sehr verwirren zu lassen, unbedingt den 1. Teil kennen, wenn man nicht gerade in der Literaturvorlage sehr beschlagen ist.

Wie schon erwähnt, gibt es eine Abweichung von der Romanvorlage; wie schon in Teil 1 war man vermutlich der Meinung, daß in einen Film unbedingt eine Lovestory hineingehört. Aus diesem Grund wurde die Beziehung zwischen Aragorn und Arwen in Teil 1 aufgebauscht; auch in Teil 2 ist Arwen immer wieder zu sehen, wenn auch nur in den Träumen Aragorns. Hinzu kommt noch eine - allerdings recht einseitige - sich anbahnende Beziehung zwischen Eowyn, der Nichte König Eomers von Rohan, und Aragorn. Aber gut, diese Abweichung vom Buch sei Peter Jackson verziehen.

Alles in allem wäre ich jederzeit bereit, für diesen Film 5 von 5 möglichen dooyoo-Sternen zu vergeben...

... wenn da nicht eine Kleinigkeit wäre, die mir überhaupt nicht gefiel. Es mag sein, daß ich hier etwas überreagiere, dennoch fand ich den Auftritt der Elbenkrieger, welche unter Führung Haldirs als Verstärkung nach Helms Klamm kommen, mehr als daneben. Hier bewies Jackson leider kein glückliches Händchen. Bekann
tlich stehen Elben für das Edle, Schöne und Gute, auch wenn sie im Kampf mit ihren Bogen zu tödlichen Kampfmaschinen werden. Wenn man jedoch die Bilder betrachtet, in denen sie in ihren dunklen Gewändern im Gleichschritt in Helms Klamm einmarschieren, so erinnert dies leider sehr stark an Leni Riefenstahls Inszenierungen von SS-Aufmärschen. Eine solche filmische Umsetzung finde ich dann doch sehr daneben und ziehe deshalb in meiner Bewertung 1 dooyoo-Stern ab.

Fazit: