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?Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden...?
Der Herr der Ringe - Die Gefährten

Name des Mitglieds: squarerigger
Produkt:
Der Herr der Ringe - Die Gefährten
Datum: 03.01.02, geändert am 03.01.02 (76 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: -
Nachteile: -
DREI RINGE DEN ELBENKÖNIGEN HOCH IM LICHT!
SIEBEN DEN ZWERGEN IN IHREN HALLEN AUS STEIN!
DEN MENSCHEN, EWIG DEM TODE VERFALLEN, NEUN!
EIN RING SIE ZU KNECHTEN, SIE ALLE ZU FINDEN,
INS DUNKEL ZU ZIEH?N UND EWIG ZU BINDEN,
IM LANDE MORDOR, WO DIE SCHATTEN DROH?N!
Seit 19. Dezember 2001 ist er nun also weltweit in den Kinos zu sehen, der wohl seit Jahrzehnten weltweit am meisten erwartete Film, die Verfilmung des wohl bekanntesten Fantasy-Romans aller Zeiten, von J.R.R. Tolkiens ?Der Herr der Ringe?.
Da ich bekennender Tolkien-Fan bin, muß ich natürlich meinen Senf dazu abgeben. Eins vorneweg: Ich werde in dieser Meinung nicht den Inhalt des Films zusammenfassen, denn ich bin der Meinung, daß man den Film oder natürlich noch besser das Buch kennen sollte. Den ?Herrn der Ringe? nicht zu kennen, ist sozusagen eine Bildungslücke.
Schon in den 60er-Jahres des 20. Jahrhunderts wurden die Film-Rechte am ?Herrn der Ringe? an die Warner Bros. Studios verkauft. In den 80ern wurde ein auf dem 1. Band basierender Zeichentrickfilm fabriziert, der jedoch einfach nur schlecht war und dementsprechend auch floppte. Dann, in der 2. Hälfte der 90er, traute sich der neuseeländische Regisseur Peter Jackson, Tolkiens Meisterwerk zu verfilmen. In den New Line Cinema Studios, einer der kleineren Produktionsgesellschaften des großen AOL-Time Warner-Konzerns, fand er Partner, die ihm diesen Gewaltakt zutrauten.
Ich muß zugeben, daß ich, als ich von Jacksons Plänen zum ersten Mal hörte, mehr als skeptisch war. Warum das? Nun, wer Tolkiens Bücher kennt, der weiß, daß auch die Phantasie der Leser sehr stark gefordert ist. Die wirkliche Magie der Bücher spielt sich im Kopf der Leser ab. Ein Film, der die Bücher visualisiert, kann nun durchaus die Phantasie der Leser zerstören, denn plötzlich hat man Bilder vor Augen ? Bilder, die nicht unbedingt mit denen in der eigenen Phantasie übereinstimmen müssen. Und wenn die Phantasie der Leser zerstör
t würde, dann wäre dies sehr, sehr schade.
Aber ich muß zugeben, daß diese Zerstörung meiner eigenen Phantasien nicht eingetreten ist. Am 23.12.2001 war ich im Kino, um mir den Film anzuschauen. Und ich muß zugeben, daß Jackson es mit seinen Schauspielern geschafft hat, die komplexe Handlung des Buches fast genauso darzustellen, wie ich sie mir auch in meiner Phantasie vorgestellt habe.
Jackson hält sich insgesamt sehr, sehr eng an die Roman-Vorlage, zumindest was die Haupt-Handlungsstränge betrifft. Diverse Neben-Handlungsstränge, die für die weitere Abfolge des Filmes nicht zwingend erforderlich sind, werden allerdings vernachlässigt bzw. unterschlagen. Dies ist zwar sicherlich damit begründbar, daß der Film ansonsten viel zu lang geraten wäre, ist in meinen Augen aber dennoch schade. Am auffälligsten ist wohl das Fehlen der Szenen im verzauberten Wald, wo die Hobbits Probleme mit der Zauberweide kriegen und dann von Tom Bombadil gerettet werden.
Das Fehlen solcher Szenen wird aber durch die hervorragende Darstellung des Haupt-Handlungsstranges mehr als wett gemacht. Ja, ich kann feststellen, daß die Handlung wirklich so vermittelt wird, wie sie auch im Buch rüberkommt. Die Schauspieler wirken mehr als überzeugend. Besonders hervorheben möchte ich hier Ian McKellan als Gandalf, Sean Bean als Boromir und John Rhys-Davis als Gimli.
Eigentlich gibt es nur zwei Punkte, die ich kritisieren kann:
Zum einen handelt es sich hier um die Rolle der Arwen, gespielt von Liv Tyler. Ihre Rolle geht deutlich über die im Buch hinaus. Der Grund, warum sich Peter Jackson hier wohl ausnahmsweise nicht an die Vorlage hielt, dürfte wohl der Druck der Produktionsfirma gewesen sein ? ein Film, der ein Kassenschlager werden soll, braucht nun mal eine wichtige, weibliche Rolle. Insofern kann Liv Tyler hier wohl als Quoten-Frau angesehen werden (die Frauen mögen mir diese Formulierung verzeihen).
Wesentlich wichtiger finde ich jedoch, da
ß die Rolle des Saruman verändert wurde. In einer Szene bietet er mittels des Pallantír Sauron förmlich seine Dienste an. Dies entspricht nun ganz und gar nicht der Vorlage. Ja, auch im Buch spielt Saruman Sauron in die Hände, jedoch tut er dies meines Erachtens mit einer gewissen Unwissenheit, d.h. er meint, daß er sein eigenes Spiel spielt und erkennt dabei nicht, daß er in Wahrheit die ganze Zeit Saurons Spiel spielt.
Von diesen Kritikpunkten abgesehen kann ich den Film jedoch uneingeschränkt empfehlen.
Fazit:
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