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Neuester Testbericht: ... heben und ihm eine 18er-Einschränkung draufkleben, aber man sollte schon in einem mittleren Pubertätsalter sein, um ihn schauen zu könne... mehr
Der Film sollte eine deutliche Warnung sein...
Black Hawk Down

Name des Mitglieds: squarerigger
Produkt:
Black Hawk Down
Datum: 04.10.02, geändert am 06.10.02 (112 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: ---
Nachteile: ---
Am 10.10.2002 soll es nun endlich in deutschen Kinos anlaufen, Ridley Scotts neustes Opus 'Black Hawk Down'. Eigentlich sollte der 2001 gedrehte Film in Deutschland bereits im März 2002 anlaufen, aber nach dem Tod von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sah der Verleih davon ab. Ich hatte neulich im Rahmen einer Sneak Preview die Möglichkeit, mir diesen Film anzuschauen.
Vielleicht ist es gut so, daß dieser Film gerade jetzt in Deutschland anläuft. Auch wenn sich die Bundesregierung dagegen ausgesprochen hat, daß sich die Bundeswehr an einem Militärschlag gegen den Irak beteiligt, so gibt es dennoch in der politischen Landschaft unseres Landes genügend Politiker, die fordern, daß wir auch dabei unsere 'uneingeschränkte Solidarität' mit den USA und Großbritannien zeigen sollen.
Diese Politiker, die dies fordern, sollten sich unbedingt diesen Film anschauen; vielleicht würden sie sich dann noch mal überlegen, ob ihre Forderung wirklich sinnvoll ist. 'Black Hawk Down' zeigt nämlich den Krieg, wie er wirklich ist - ohne Heldentum, ohne Pathos, dafür mit vielen (sorry, ich kann es nicht anders sagen) elend krepierenden Soldaten. Und dieser Film ist leider keine Fiktion, sondern beruht auf einer wahren Begebenheit.
Im Jahr 1993 herrschte in Somalia Bürgerkrieg; UN-Soldaten sollten den Frieden sichern. Ohne ein UN-Mandat (man beachte die Parallelen zur derzeitigen Irak-Diskussion!) wurde von Seiten der US-Militärführung beschlossen, ein Kommandounternehmen durchzuführen, bei dem zwei hochrangige Funktionäre des Warlords Aidid festgenommen werden sollten. Was als kleiner, schneller Schlag geplant war, entwickelte sich zu einem Fiasko für die US-Army. An diesem Einsatz nahmen Elitesoldaten (Delta Forces und Rangers) teil, die mittels Hubschraubern und gepanzerter Humvees in das Aidid-Territorium einrückten. Dann kam es jedoch zum Desaster: mehrere Hubschrauber des Typs 'Black Hawk' werden abgeschossen, Bodentruppen wer
den von ihren Sammelpunkten und Fluchtrouten abgeschnitten, sind auf sich alleine gestellt im feindlichen Territorium unterwegs. Insgesamt fordert dieser Einsatz 18 Tote auf Seiten der US-Army; auf somalischer Seite sind circa 500 Tote zu beklagen.
Ein altes Sprichwort sagt: 'Bei einem Krieg gibt es keine Sieger - nur unterschiedlich stark betroffene Verlierer!'. Ich denke, daß dieses Sprichwort sehr gut auf diesen Film paßt. Ich wage zu behaupten, daß auch die Überlebenden dieses Desasters ihr Leben lang unter den traumatischen Ereignissen, die sie in Mogadischu erlebt haben, leiden werden.
'Black Hawk Down' ist ein brutaler Film - aber genau deswegen ist er in meinen Augen auch realistisch. Er zeigt, daß es eben nicht ruhm- und ehrenvoll ist, für's Vaterland zu sterben, sondern daß das Ende bei einem solchen Krieg eher ein erbärmliches Verrecken ist. Wer immer noch der Utopie nachhängt, daß man Gewalt durch Gegengewalt bekämpfen kann, der sollte sich diesen Film unbedingt anschauen.
Auch Mr. George W. Bush und Mr. Tony Blair kann ich nur empfehlen, sich diesen Film anzuschauen, ehe sie ihren Angriff auf den Irak beschließen, denn dort können sie nackt und ungeschminkt sehen, was sie ihren Soldaten, für die sie verantwortlich sind, zumuten werden. :-(
Fazit:
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