American Beauty
Erfolgreicher Ausbruch aus dem Alltag - American Beauty Video Film

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Erfolgreicher Ausbruch aus dem Alltag
American Beauty

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Autor-Name: "560462

Produkt:

American Beauty

Datum: 07.08.01, geändert am 07.08.01 (45 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Ironie und sarkasmus pur, geschickt gemachte Aufforderung zur Eigeninitiative, Mehrfach ausgezeichnet

Nachteile: nur noch wenige Gelegenheiten ihn im Kino zu sehen

Hallo,

anbei ein paar Anmerkungen zu American Beauty ein Film, der gerade wiede im Open Air Kino sein Comeback feiert.

Die Eckdaten:

Regie: Sam Mendes
Darsteller: Kevin Spacey, Annette Bening, Thora Birch, Wes Bentley
Buch: Alan Ball
Kamera: Conrad L. Hall
Musik: Thomas Newman, Pete Townshend
Web-Site:American Beauty
Kinostart: 20. Januar 2000


Inhalt:

Im Film geht es um Lester Burnham er ist 42 Jahre und lebt in einem hübschen Haus mit einem iydllischen Vorgarten. Er hat ein erfolgreiche Frau und eine mehr oder minder wohlgeratene Tochter. Schöner Schein der spießbürgerlichen Idylle, denn innerlich ist Lester bereits total abgestumpft. Die Ehe klappt nicht, Sex gibt's nicht, außer per Handarbeit unter der Dusche, die Tochter redet nicht mit ihm. Es scheint ein todlangweiliger Streifen zu werden. Doch als Lester sich in die lolitahafte Freundin seiner Tochter verguckt, gibt ihm das neuen Auftrieb: er kündigt, kauft sich einen Sportwagen, joggt, kifft, beginnt sein Leben rücksichtlos zu genießen. Er krampelt sein gesamtes Leben um, was letztlich nicht ohne Folgen für sein gesamtes umfeld wird und der eigentliche Film mit allen Verwicklungen beginnt..

Kritik:

Gleich mit seinem Kinodebüt ein solches Meisterwerk abzuliefern, das kommt wohl eher selten vor. Zwar verfügte der englische Regisseur Sam Mendes über jede Menge Erfahrung als versierter und gefeierter Theatermann (u.a. "Cabaret" und "The Blue Room" - seine Inszenierung mit der hüllenlosen Nicole Kidman war der Theaterhit der letzten Saison) - aber daß sein Kinoeinstand gleich derartig gelingen würde, damit hatte wohl letztlich nicht einmal sein Förderer Steven Spielberg gerechnet, der den Regisseur und die Produktion bei seinem Studio Dreamworks zusammenbrachte. Das Kernstück von Mendes herausragendem Film ist das zu Grunde liegende, perfekt austarierte Drehbuch von Alan Ball, einem routinierten
Fernsehdrehbuchschreiber mit Theaterbackground. "American Beauty" seziert den Alltag des amerikanischen Traums in den Vorstädten der USA, oder besser, das, was noch davon übrig geblieben ist. Das Ergebnis ist eine subversive und provozierende Gesellschaftsanalyse, die in Amerika viele Kritiker an "Die Reifeprüfung" erinnerte. Hier wie da ist es ein Film, der amüsant-witzig und deprimierend-melancholisch zugleich ist, mit seinen verstörenden Attacken auf die Hohlheit des verlogenen Mittelschichtdaseins, die Tabus und die scheinbare Herrschaft von Geld und Status. Was "American Beauty" so sehenswert macht, ist das ideale Zusammenspiel zwischen diesem Script, einer intelligenten, ausgefeilten Regie, von (allesamt Theatererfahrenen) Klasseschauspielern wie Kevin Spacey und Annette Bening, die ihren Rollen den unvergleichlichen Touch geben, der klugen weit-winkligen Kameraführung des Oscarprämierten ("Butch Cassindy und der Sundance Kid") Kameraveteranen Conrad Hall und der stimmigen Musik von Thomas Newman. Ein Film der bestimmt keine leicht Kost ist und manchen schwer im Magen liegen wird. Garantiert kein massentaugliches, easy zu konsumierendes Pop Corn Kino mit billigen Scherzen, sondern vielmehr eine filmische Abrechnung eines sozialen Status quo Stands. Irritierend und absolut unterhaltend zugleich.

Fazit:

Momentan läuft American Beauty wieder in vielen Open Air kinos in Deuschland und wer ihn bislang noch nicht gesehen hat, sollte sich den Film unbedingt anschauen, da er ein einsamer Stern am Himmel von Kinojahr 2000 war.

Fazit: