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Neuester Testbericht: ... verliert er gegen Joe Frazier... Viele glauben, dass die Karriere von Muhammad Ali vorbei ist. Der Schlussteil, der aber noch bestimmt ü... mehr
Das Meisterwerk hätte besser sein können
Ali

Name des Mitglieds: www.phipp.net
Produkt:
Ali
Datum: 21.02.03, geändert am 21.02.03 (183 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: sehr gute Kulisse, gut verfilmt, gute Schauspieler
Nachteile: leider viele Mängel
Vorwort
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Eigentlich ein Pflichtfilm für mich, da ich mich doch etwas für den Boxsport interessiere und solche Dokumentationen über berühmte Leute doch immer recht interessant finde. Diesmal waren meine Erwartungen recht groß, war Will Smith, der Hauptdarsteller des Films doch für den Oscar nominiert. Zusätzlich war der Film in Amerika ein großer Erfolg, so dass es sich doch eigentlich um einen guten Film handeln sollte. Ich wurde nicht enttäuscht, doch gab es ein paar Dinge die mich störten. Aber alles der Reihe nach
Inhalt
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Erzählt wird die Geschichte von Cassius Clay dem wohl berühmtesten Boxer der Geschichte. Clay war der Sklavenname seiner Eltern und daher nannte er sich bald um in Muhammed Ali. Im Film kommt deutlich der Konflikt zwischen seiner Religion, seiner Herkunft und seiner Sturheit heraus, was ihm einige Probleme einbrachte. Teilweise hatte Ali sicher eine größere Klappe als er dann wirklich Mut hatte, doch ich glaube genau das macht ihn aus. Nun sieht man einfach sein Leben wie er mit seinen Problemen umgeht, wie er mit dem Rassismus klar kommt und wie er trotz der großen Probleme trotzdem am Boxsport festhält. Mehr will ich eigentlich nicht über den Inhalt sagen, da man entweder sein Leben kennt, oder sich den Inhalt einfach im Kino anschauen kann.
Schauspieler
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Eigentlich besteht der Film nur aus einem Schauspieler und zwar Will Smith, der, wie soll es auch anders sein, Muhammad Ali oder auch Cassius Clay genannt spielt. Ich muss ihm dabei wirklich ein großes Kompliment machen, denn in manchen Einstellungen hat alleine sein Aussehen mich sehr an den großen Ali erinnert. Zusätzlich fand ich seine Emotionen wirklich toll. Da gab es Szenen wo er erst große Sprüche klopft und im nächsten Moment sieht man schon eine kleine Verunsicherung in seinem Gesicht, was mit Sicherheit beabsichtigt war. Diese Szenen wirkten wirklich sehr eindrucksvoll auf mich.
Doch dann
gab es wieder Szenen, wo Will Smith aus meiner Sicht etwas zu kalt war. So ist er mir manchmal etwas zu passiv, vor allem wenn es um die Beziehung mit seiner Ehefrau geht, wo die Ehefrau ihre Gefühle rauslässt und man Ali eigentlich nur aus dem Haus gehen sieht. Irgendwie glaube ich nicht, dass es dabei geblieben ist. Ebenso wenig bei dem Problem als Soldat, was zwar ein wichtiges Thema war, wo jedoch von Seiten Alis zu wenig rüberkam. Weiters merkte ich auch keine großartigen Emotionen, als er von zehntausenden von Zuschauern in den Boxring steigt die alle schreien ?Bumaye Ali?, was so viel bedeutet wie ?Töte ihn Ali?. Dafür wurde in einigen Szenen vorher die Wirkung von außen gut dargestellt, als auch auf den Straßen Ali alle anfeuerten.
Doch zusammengefasst hat mich die Leistung von Will Smith in diesem Film mehr überzeugt als die negativen Punkte dafür sprechen und daher glaube ich, dass es keinen besseren Schauspieler für diese Rolle gegeben hätte, außer vielleicht Denzel Washington, wobei dieser zu alt gewesen wäre.
Zu den restlichen Schauspielern will ich eigentlich nur sagen, dass sie ihre Sache gut gemacht haben, jedoch eindeutig im Schatten von Will Smith stehen und eigentlich nie wirklich zur Geltung kommen.
Filmmusik
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Was wohl ein großer Pluspunkt dieses Films in meinen Augen ist, ist die gute Musikauswahl. Es fängt an mit einer rhythmischen Souleinlage gleich zu Beginn und zieht sich durch den ganzen Film mit Musik aus dem R&B Bereich, teilweise Hip Hop aber auch guter Jazz, so dass eigentlich immer etwas dabei war, dass mir gefallen hat. Alles ist immer sehr passend, nicht nur zu den Bildern die man sieht, sondern auch zur Zeit passend. Manchmal wird mit der Musik vielleicht übertrieben, so dauert das Anfangsintro sicher an die 3 Minuten, doch im ganzen Film kommt das nicht so stark herüber. Wer Interesse hat, sich den Soundtrack des Films zuzulegen, dem kann ich ihn auf jeden Fall empfehlen. Ich fand ihn ge
lungen.
Positives
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Was mir an diesem Film besonders gut gefallen hat, war die wahrheitsgetreue Verfilmung. Es hat den Anschein, als ob auf kein Detail vergessen wurde. So sieht man zum Beispiel, dass Muhammad Ali etliche Frauen hatte und nicht nur mit einer verheiratet war, sondern nebenbei noch einige andere hatte. Das Witzigste dabei ist eine Szene, als Ali völlig angeschlagen noch dem Nummerngirl zuzwinkert.
Etwas, was mir auch gefallen hat, war die Bildqualität. Es hat wirklich den Anschein, als ob es nicht in der heutigen Zeit spielt, sondern in den Zeiten wo der Film spielt. Die Bildqualität ist daher nicht allzu gut, aber trotzdem perfekt umgesetzt, die Kulisse sieht den 60er Jahren entsprechend aus und die Schauspieler sind ebenso gut gestylt. Dazu muss ich auch sagen, dass mir die Doubles der wahren Persönlichkeiten gut gewählt sind. Denn sehr leicht dürfte die Verfilmung eines Malcom X oder eines George Foreman nicht sein. Doch wenn man die Originale kennt, dann sieht man, dass wirklich eine große Ähnlichkeit zustande gekommen ist. Die Filmmusik habe ich ja bereits beim letzten Punkt sehr gelobt. Was ich aber noch zusätzlich toll fand waren die guten Einspielungen der Provokationen von Ali, die er immer gemacht hat. Der Film spiegelt großteils wirklich gut den wahren Ali von früher wieder.
Negatives
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Es gibt aber auch einiges bei diesem Film, was mich nicht so wirklich überzeugt hat. Anfangen möchte ich beim größten Problem des Films. Der ganze Film geht über knapp 3 Stunden in denen wirklich viel von Ali´s Geschichte erzählt wird. Doch dann endet der Film viel zu Früh in der Geschichte von Muhammad Ali. Dabei gibt es nach der letzten Szene noch einige wichtige Kämpfe und ich habe mir eigentlich auch das Leid und das weitere Leben von Ali erwartet. Schließlich hat der an Parkinson erkrankte ehemalige Boxer ziemlich viel erlebt. Vielleicht hat man dies bewusst für einen zweiten Teil aufbe
wahrt, doch meiner Meinung nach hätte man vom Inhalt her mehr aus dem Film machen können.
Ein weiterer Kritikpunkt von mir ist zwar vielleicht nicht ganz angebracht, doch will ich ihn trotzdem äußern. Und zwar kommt aus meiner Sicht der Rassismus etwas zu kurz, in einer Zeit wo mit Martin Luther King wohl die größte Drangperiode der Schwarzen in Amerika war. Teilweise wurde zwar vom Rassismus gesprochen, doch man merkte eigentlich nie, dass Ali darunter zu kämpfen hatte.
Etwas, dass mich doch auch ziemlich gestört hat, waren die schnellen Zeitsprünge. Anfangs wurde das Jahr 1964 eingeblendet, doch schon bald änderte sich die Zeit, ohne das es wirklich für den Zuschauer ersichtlich war. So merkte ich zum Beispiel einen 10 Jahre Sprung nicht, der sich wahrscheinlich langsam aufgebaut hatte, jedoch weder durch Altern von Ali noch durch Einblenden von Jahreszahlen erkenntlich wurde. Es wurde einfach gesagt, dass Ali jetzt 32 ist und da der Film mit Anfang 20 begonnen hat, konnte man es sich ausrechnen. Ich denke, hier hat man einen Fehler gemacht, denn verwirrend war es schon.
Fazit
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Ich hatte wahrscheinlich schon wieder zu große Erwartungen in diesen Film, doch nachdem der Film in Amerika so gut ankam und alleine das Thema sehenswert und lehrreich ist hatte ich mir doch viel versprochen. Leider wurde ich teilweise enttäuscht, da meiner Meinung nach einfach zu wenig gezeigt wurde. Die Filmlänge von knapp 3 Stunden zeigt bei weitem nicht das, was man zeigen hätte können und auch einige Details wurden leider ausgelassen. Jedoch hat mir der Film trotzdem sehr gut gefallen, da man wirklich einen guten Einblick in das Leben von Muhammad Ali bekommen hat und vor allem die Begeisterung für den Boxsport spüren hat können.
Ich kann den Film jedem empfehlen, der den Film sowieso sehen wollte und auch jenen Leuten, die gerne ins Kino gehen. Man sollte sich aber für entweder den Sportler oder den Boxsport interessieren, denn großteils hand
elt der Film davon. Ich gebe dem Film 3 von 5 Sternen, da er mir zwar ziemlich gut gefallen hat, jedoch wie gesagt einige Macken enthalten sind, was die schauspielerische Leistung nicht schmälern soll.Bei diesem Film sollte sich wirklich jeder selber eine Meinung bilden.
Liebe Grüße, Phipp © am 21. Februar 2003
Fazit:
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21.02.03
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