Cambridge Audio Azur 640A
Klanglich einfach fantastisch - Cambridge Audio Azur 640A Verstärker

Produkttyp: Cambridge Audio Verstärker

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Klanglich einfach fantastisch
Cambridge Audio Azur 640A

hallohier

Name des Mitglieds: hallohier

Produkt:

Cambridge Audio Azur 640A

Datum: 27.10.05

Bewertung:

Vorteile: hervorragender Klang, schöne Optik und Verarbeitung

Nachteile: schlecht über Fernbedienung regelbarer Lautstärkeregler

Systemaufbau
Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich eigentlich mit Hifikomponenten liebäugle, die eher der Kategorie "Klassiker" zuzordnen sind - so finden sich in meiner gegenwärtigen Kette außer dem Cambridge 640A und einem Paar Nubox 360 Lautsprecher ein alter Denon-Plattenspieler DP-47F und eine Revox B77 Bandmaschine. Als CD-Player dient ein etwas schlechteres Akaigerät, nämlich der CD-1100. Zudem ist noch ein PC mit einer Audiotrak-Soundkarte angeschlossen.

Technische Daten und Ausstattung
Doch nun zum 640A selbst: Ich habe die optional erhältliche PhonoMM-Platine nachgerüstet, durch die einer der sechs Hochpegeleingänge in einen Phonoeingang umgewandelt wird. Der Einbau gestaltet sich unkompliziert, jedoch ist zum Öffnen des Gehäuses ein sehr kleiner Torxschraubenzieher notwendig, den wohl nicht jeder zu Hause herumliegen hat. Zudem vefügt der Cambridge-Verstärker über einen Vorverstärkerausgang. Erwähnung sollte auch noch die intelligente Beschriftung der Eingänge finden: Diese ist nämlich doppelt vorhanden und einmal davon "auf dem Kopf", so dass man auch bei im Rack versenkten Verstärker dazu in der Lage ist, den korrekten Anschluss zu finden.
Zu den vier Lautsprecheranschlüssen ist zu sagen, dass sie zwar durchaus ihren Zweck erfüllen, aber durchaus etwas massiver hätten ausfallen können. Dennoch lassen sie sich gut festschrauben, auch wenn etwas dickeres Kabel Verwendung finden soll.
An sonstiger Ausstattung wäre noch die Klangregelung zu nennen, zu der ich aber nicht viel sagen kann, da ich eigentlich immer im Source Direct Modus höre. Zudem gehört auch noch eine Fernbedienung zum Lieferumfang. Diese sieht zwar mit ihrer matten Aluminumoberfläche schick aus, doch leider hat sie zwei Nachteile: Zum Einem ist die Reichweite recht eingeschränkt, vor allem wenn man sich nicht direkt vor sondern seitlich versetzt zum Verstärker befindet. Zum Anderen reagiert der Lautstärkeregler auf Signale von der Fernbedienung nicht sehr feinfühlig. Das bedeutet, dass man die Lautstärke über die Fernbedienung zwar theoretisch regeln kann, aber praktisch von dieser Möglichkeit nie Gebrauch macht.

Klang
Der Cambridge 640A ist der erste Verstärker, der mir von Anfang an so viel Freude bereitet hat und mit dem ich immer noch zufrieden bin. Wenngleich meine Nubox 360 dem Verstärker aufgrund ihres ausgewogenen Impendanzverlaufs und der relativ guten Phasenlinearität nicht sehr viel abverlangen, so muss ich doch feststellen, dass sich der Cambridge bisher am Besten mit meiner Systemkonfiguration verträgt. Was vor allem auffällt, ist die gute "Kontrolle" der Lautsprecher, der Bass erscheint nie schlaff oder unkonturiert, sondern eben stets so, als ob der Verstärker niemals damit zu kämpfen hat, die Hoheit über die Lautsprecher zu behalten. Das macht er sogar besser als eine Vor-Endstufenkombination von Rotel, die ich früher einmal besessen habe. Was ich ebenfalls lobenswert finde, ist die Fähigkeit des Cambridge auch sehr hohe Lautstärken ohne überbetonte Höhen wiedergeben zu können. Mit diesem Verstärker ist es möglich, auch anspruchsvolle Klassikaufnahmen wie z.B. Bruckners 7. ermüdungsfrei bei hoher Lautstärke zu hören. Doch auch bei Popmusik und Jazz kann mich der 640A überzeugen. Vor allem bei neuerer elektronischer Musik wie z.B. Schneider TM brilliert der Cambridge. Der Rauschabstand von 92dB ist über jeden Zweifel erhaben und nahe an dem, was zumindest die CD an Dynamikumfang bietet.

Schwächen
Als Schwächen wäre zum Einem die oben erwähnte Fernbedienung zu nennen. Zudem nervt bei Umschalten der Eingänge trotz Relaisschaltung ein leises Knacken. Auch benötigt der 640A recht lange, bis er betriebsbereit ist, wenn man ihn komplett vom Netz getrennt hat. Dies kann manch einer wünschen, um sich den Standby-Verbrauch zu sparen, da der Cambridge nur über einen Softschalter verfügt.

Fazit: Ein klanglich überragendes Gerät mit nur leichten Schwächen bei der Bedienung über Infrarot.

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Klangqualität: