Sea Life Konstanz
"Nett" und "unterhaltsam" - Sea Life Konstanz Veranstaltungen national

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"Nett" und "unterhaltsam"
Sea Life Konstanz

juliaa2000

Name des Mitglieds: juliaa2000

Produkt:

Sea Life Konstanz

Datum: 02.01.12

Bewertung:

Vorteile: Unterhaltsam und interessant, aber nur für max. 2-3 Std.

Nachteile: Zu teuer | zu selten Vorführungen und Erklärungen

Sealife Konstanz

| Fakten
Hafenstraße 9
D-78462 Konstanz


| Grund unseres Besuchs
Wir hatten von einem Sportartikelvertrieb Rabattkarten für Sealife erhalten. Damit erhielt eine Person kostenlos Eintritt, wenn eine andere Person sie als Vollzahler begleitete. Sprich: wir würden in der Regel 50 Prozent Rabatt erhalten. Da wir mit unseren jeweiligen Elternteilen einen Sonntagsausflug planten, entschlossen wir uns, das Angenehme mit dem Praktischen zu verbinden und fuhren mit ihnen nach Konstanz ins Sealife.


| Anfahrt
Die Anfahrt mit dem Auto ist für uns etwas umständlich, da wir aus dem Allgäu kommen. Entweder quälen wir uns am Nordufer des Bodensees entlang, um dann die Fähre von Meersburg nach Konstanz zu nehmen. Das würde aber teure Fährkosten in Höhe von 18,30 EUR (Auto + 4 Erwachsene) pro Fahrt mit sich bringen. Oder wir fahren über die ebenfalls quälend langatmige Strecke durch Österreich und der Schweiz bis nach Konstanz. Wir entschieden uns dafür, den Bodensee (fast) zu umrunden. Auf der Hinfahrt nahmen wir den Weg über die Schweiz, auf dem Rückweg fuhren wir (inkl. Fähre) über Deutschland zurück.

Wer mit der Bahn fährt, kann direkt bis zum Bahnhof Konstanz fahren. Von dort aus muss man nur ungefähr 5-10 Minuten laufen, bis man am Gebäude des Sealife steht.


| Parkplätze
In der Nähe gibt es ein Einkaufszentrum namens "Lago", das über eine Tiefgarage verfügt. Hier soll man angeblich parken können. Wir haben uns von unserem Navi bis kurz vor das Gebäude des Sealife lotsen lassen, wo wir einen Parkplatz fanden. Dort parkten wir für 1.- EUR pro Stunde. Wir liefen dann ungefähr noch 200 m bis zum Eingang des Sealife.


| Öffnungszeiten
Sealife Konstanz ist täglich ab 10 Uhr geöffnet. Jedoch unterscheiden sich - je nach Jahreszeit - die Schließzeiten. Hier empfehle ich, auf der Homepage die aktuellen Daten abzurufen. Grob gesagt ist das Sealife im Winter bis 17 Uhr geöffnet und im Sommer bis 19 Uhr. Letzter Einlass ist eine Stunde vor Ende der Öffnungszeiten.


| Preise
Soviel ich weiß, gibt es in ganz Deutschland ein einheitliches Preissystem bei Sealife. Erwachsene (ab 15 Jahren) zahlen demnach 14,95 EUR/Pers., Kinder (3-14 Jahre) 10,95 EUR und Senioren zahlen 13.95 EUR/Pers. In unserem Fall hieß das, wir mussten den Eintritt von zwei Erwachsenen bezahlen und die beiden Senioren bekamen den Eintrittspreis von insgesamt 27,90 EUR erlassen. Den regulären Preis finde ich völlig überzogen. Hätten wir keine Rabattkarten gehabt, hätten wir das Sealife Konstanz niemals besucht.
Der Preis steht übrigens für eine Tageskarte. Man kann das Sealife also - rein theoretisch - zwischendrin verlassen und es am gleichen Tag ein weiteres Mal besuchen. Aber wer tut das schon?


| Meine Meinung
Wenn man an der Kasse steht und seinen Eintritt bezahlt, wird einem ein Informationskatalog zum Preis von 3,50 EUR angeboten. Diesen haben wir nicht gekauft, da der Eintritt schon sehr hoch ist und wir dieses zusätzliche Geld nicht auch noch ausgeben wollten. Außerdem wird man an der Kasse - ich vermute aus statistischen Gründen - nach der Postleitzahl seines Wohnortes gefragt. Wir hatten kein Problem damit, ehrlich zu antworten.

Dann geht es gleich hinter der Kasse schon in den ersten - recht dunklen - Gang. Meine Mutter wurde durch die plötzliche Dunkelheit sofort abgeschreckt. Da sie nicht mehr sehr trittsicher ist, hatte sie Angst, den Boden nicht mehr sehen zu können. Doch sie merkte schnell, dass der Fußboden sehr gut beleuchtet ist und sie problemlos durch die Gänge gehen konnte.
Da ging es mir schon schlechter. Da hinter uns eine lärmende Gruppe lief und die plötzliche Dunkelheit mich ebenfalls überraschte, bekam ich mit einem Schlag Raumangst. Ich musste mich zusammenreißen, um nicht gleich wieder umzudrehen. Nach ein paar Atemzügen ging es mir aber glücklicherweise besser.

Die ersten Räume beschäftigen sich mit der Fischwelt im Bodensee- und Alpenraum. Hier sieht man z.B. prächtige Störe, Forellen und Barsche. Ein Stück weiter wird eine natürliche Brandung nachgestellt und man sieht, wie die Fische mit den Wellen umgehen. In einem Becken gibt es Quallen zu sehen, die in einem kreisförmigen Strom zu schweben scheinen. Außerdem kann man Seepferdchen bei der Futteraufnahme beobachten. Besonders schön fand ich den Nachbau des Rotterdamer Hafens, der wirklich hübsch gestaltet ist. Das Becken selbst ist zwar nicht sehr groß und imponierte mir deshalb nicht besonders, aber die Fische darin waren allemal sehenswert. Am besten hat mir aber das Berührungsbecken gefallen, in denen Rochen ihre Bahnen zogen und ab und zu auftauchten und ihr Maul in die Luft streckten. Leider kamen wir zu einer Zeit an dem Becken vorbei, zu der keine Vorführung stattfand. Deshalb durften wir die Tiere nicht berühren. Das fand ich schon sehr schade, denn ich hätte gerne mal ausprobiert, ob die Rochen wirklich so glitschig sind, wie sie aussehen. In der Nähe befand sich das Aufzuchtbecken der Jungtiere, das ich auch sehr interessant fand. An einem Becken stand eine Mitarbeiterin, die den Unterschied zwischen den verschiedenen Hai-Geburten erklärte.
Den Bereich, in dem sich die Pinguine befanden, fand ich nicht besonders interessant. Das liegt aber vor allem daran, weil wir auf Teneriffa im Loro Park waren, der das größte Pinguinarium der Welt besitzt. Und dagegen kommt das winzige Sealife-Pinguinarium in Konstanz natürlich nicht an.
Auch der Aquarium-Tunnel riss mich nicht vom Hocker, weil ich es schon mal im Sealife Scheveningen gesehen hatte und auch schon in Seaworld in Florida war. Unsere Elternteile waren aber ganz begeistert davon, weil sie so etwas noch nicht gesehen hatten. Sie fanden es toll, dass sie die Fischwelt einmal von unten beobachten konnten. Da sie aber beide nicht mehr gut zu Fuß sind, hätten sie sich eine Sitzgelegenheit gewünscht. Ich vermute aber, dass so etwas aufgrund von Sicherheitsvorschriften nicht machbar ist.

Mir ist aufgefallen, dass die dicken Glasscheiben der Becken ein sehr verzerrtes und vergrößertes Bild der Fische wiedergibt. Die Tiere sahen durch die Scheiben teilweise riesig aus und wenn man sie über die Wasseroberfläche betrachtete, waren sie bei weitem nicht so groß. Ich nehme an, die dicken Scheiben wirken wie ein Vergrößerungsglas und die Wasseroberfläche bewirkt genau das Gegenteil: sie verkleinert. Im Kopf muss man sich die Tiere nun also "ausmitteln" und wird dann ein ungefähres Größenverständnis aufbringen können. Am besten konnte man das am Rochenbecken ausprobieren, wo die Tiere manchmal ihre Köpfe aus dem Wasser streckten. Dann sah man die Originalgröße der Fische ganz deutlich.

Im Sealife Konstanz finden zu bestimmten Zeiten diverse Vorführungen statt. So kann man z.B. zu bestimmten Zeiten am Streichelbecken Rochen streicheln oder in einem anderen Bereich bei der Fütterung der Fische oder der Pinguine zuschauen. Leider finden diese Vorführungen viel zu selten statt. Außerdem haben wir immer das Pech, zu einer Zeit an Ort und Stelle zu sein, in der die Tiere nicht gefüttert werden. Zwar hatten wir uns im Fall "Sealife" vorab informiert, wann wo welche "Shows" stattfinden würden, aber zeitlich passte es wieder einmal leider nicht.

In jeder Abteilung finden Kinder diverse Frage-Antwort-Stationen, an denen sie ihr Wissen testen können. Die Kinder, die wir dabei beobachten konnten, hatten ihren Heidenspaß dabei.

Nach knapp zwei Stunden hatten wir den ganzen Parcours sehr gemütlich hinter uns gebracht und schlenderten noch ein wenig durch das angrenzende Souvenirgeschäft, durch das wir automatisch geschleust wurden. Wir konnten aber der Versuchung widerstehen, hier etwas zu kaufen. Die Preise waren zwar - für Sealife-Verhältnisse - in Ordnung, aber die angebotenen Waren orientierten sich doch mehr an den Interessen der kleinen Besucher.

Vom Souvenirgeschäft aus kann man über eine Treppe (oder Lift) direkt zum Selbstbedienungsrestaurant gelangen, das mit seiner einfachen Speisenkarte und der spartanischen Einrichtung vor allem für Kindergeburtstage geeignet ist. Hier können sich die kleinen Schreihälse nach Herzenslust austoben.
Neben dem Selbstbedienungsrestaurant befinden sich auch die Toiletten, die während unseres Besuchs sehr sauber waren.


| Fazit
Das Angebot des Sealife Konstanz möchte ich als "nett" und "ganz unterhaltsam" bezeichnen. Es riss mich aber nicht vom Hocker. Ein Zoo-Besuch ist sicherlich tagfüllender. Allerdings empfinde ich den Preis von 14,95 EUR als viel zu hoch. Absolut überteuert! Ich finde, dass 8.- bis 10.- EUR angebracht gewesen wären - mehr nicht. Hätten wir keine Rabattgutscheine gehabt, hätten wir es sicherlich nicht angeschaut.

In diesem Sinne... Gedanken sind frei... eure Dotti

Fazit: Dann lieber Zoo