Ein Käfig voller Helden
Dumme Deutsche und clevere Alliierte - Ein Käfig voller Helden TV Sendung

Dumme Deutsche und clevere Alliierte
Ein Käfig voller Helden

Avoli

Name des Mitglieds: Avoli

Produkt:

Ein Käfig voller Helden

Datum: 27.05.10

Bewertung:

Vorteile: Lustige halbe Stunde

Nachteile: keine

Ein Käfig voller Helden ist eine Comedy - Serie aus den USA, produziert zwischen 1965-1970 und zwar mit einem Riesenerfolg. Es gibt 168 Folgen. Die Sehbeteiligung lag bei der Erstausstrahlung, soweit man das damals messen konnte, bei über 70 Prozent. Dies wurde in den siebziger Jahren durch die Anti-Kriegs-Serie MASH mit etwa 90 Prozent Sehbeteiligung noch übertroffen.

Die Serie schildert das Leben alliierter Soldaten in einem deutschen Kriegsgefangenenlager, dem Stalag 13, im 2. Weltkrieg.

Das populistische Bild des dicken, dummen Krauts wurde bis auf die Spitze getrieben, alle Anderen waren den Deutschen überlegen. Die Anführer waren Colonel Hogan (daher auch der Originaltitel "Hogan´s Heros"), ein amerikanischer Pilot und der deutsche Lager Kommandant Klink, der, wie es sich gehörte, ständig mit Monokel und Stöckchen unterwegs war.
Alliierte Charaktere:

Colonel Hogan:
Smarter, adretter Pilot, immer einen Spruch auf den Lippen. Ein Frauenheld wie er im Buche steht: Dunkle Haare, fesch zurückgekämmt, sportliche Figur (ich frage mich manchmal, ob er im wirklichen Leben schwul ist. Er macht auf mich so den Eindruck. Ich habe einen schwulen Bekannten (wenn ich Freund sage, könnte man das missverstehen, aber so ist es), der behauptet das auch immer). Er plant mit seinen Leute permanent Sabotageakte gegen die deutsche Wehrmacht, die auch immer gelingen.

Carter:
Zu meinem Erstaunen spielt auch ein dummer Amerikaner mit. Immer, wenn etwas schief geht, hat er etwas verbockt. Zum Glück für ihn ist er der einzige Sprengstoffexperte in dem Team. Und vom mächtigen Brummmmmmmms hat er wirklich Ahnung.

Lebeau:
Französischer Alliierter. Koch der Kompanie, nebenbei gesagt, ist er auch der Kleinste in der Truppe. Deshalb bekommt er auch nie eine Frau ab (außer in einer Folge), obwohl er der charmanteste ist, ist ja auch klar, als Franzose.

Deutsche Charaktere:

Kommandant Klink:
Der dümmste Deutsche, den es je gegeben hat (diese Aussage gilt wohl leider nur für diese Serie, wenn man sich z.B. Neonazis ansieht). Er ist nach etwa 583 Jahren in der Wehrmacht immer noch Oberst. Klink hat ein Verhältnis mit seiner Haushälterin, der ollen Kalinke, unterschlägt Geld aus der Lagerkasse und ist immer auf der Flucht vor der dicken Schwester seines fetten Generals, der Witwe Burghalter, die ihn heiraten will, dass dünne Männlein.

Schulz:
Die dicke Variante zu Klink, verfrässig und einfach nur blöd, aber ein Typ zum Knuddeln, hätte er in der deutschen Synchronisation nicht diesen fruchtbaren bayrischen Akzent.

General Burghalter:
Der General kommt jede 2. - 3. Folge vor, stattet Kurzbesuche ab, feiert Parties mit seinen Untergebenen im Lager (die Klink bezahlen darf). Er ist etwas intelligenter als Klink, schließlich ist er General und hat zwei typisch deutsche Eigenschaften: fett und verfressen.

Hogans Truppe verbringt mehr Zeit in den angelegten Fluchtunneln (diese sind durch die selbst angelegten Kellerräume zu erreichen) und außerhalb des Lagers, als im Kriegsgefangenenlager selber. Hätte es mehr Kriegsgefangenenlager wie dieses gegeben, wäre der Unsinn viel früher vorbei gewesen.
Fazit
Jede halbe Stunde, die eine Folge dauert, ist Spaß und Unterhaltung pur. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, jede Rolle ist mit dem perfekten Schauspieler dafür besetzt. Verbindet man die Schrecken des 2. Weltkrieges und der Gefangenenlager nicht mit dem Inhalt der Serie, sondern betrachtet nur die Komik als solche, ist "Ein Käfig voller Helden" mit eine der besten Comedys aller Zeiten und eine Empfehlen für jeden, der gerne lacht und Humor auch mal mit einer Spur Ironie verträgt.



Soweit ich weiss, wird die Serie z.Zt. nicht ausgestrahlt, aber alle Folgen gibt es auf DVD

Fazit: Witzig und charmant, was will man mehr