
Neuester Testbericht: ... "beste Freund" von House, in Erscheinung. Folgen-Aufbau: "House " folgt dem klassischen Aufbau eines 45-minütigen Proce... mehr
Patienten - igitt!
Dr. House

Name des Mitglieds: jimmy1138
Produkt:
Dr. House
Datum: 06.02.10, geändert am 17.09.11 (148 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Hugh Laurie, Schauspieler, Handlung
Nachteile: keine
Serien-Prämisse:
In "House" ist die Hauptperson der geniale Doktor Gregory House, der sich auf Fälle spezialisiert hat, wo eine Diagnose extrem schwer zu treffen ist. Was das Ganze kompliziert macht: House ist seit sein Bein verkrüppelt wurde (weshalb er hinkt) und er auf schmerzstillende Medikamente angewiesen ist, medikamentensüchtig und darüber hinaus überaus zynisch und mißtrauisch. Mit Patienten möchte er so wenig als möglich zu tun haben, denn seiner Meinung nach lügen die sowieso nur.
Unterstützt wird House von einem Team von (zumeist) drei Ärzten, die sich in weiterer Folge von ihm quälen lassen müssen. Darüber hinaus treten meist noch Dr. Lisa Cuddy, administrative Leiterin der Klinik, die die Eskapaden von House abfedern muß, und Dr. Wilson, der "beste Freund" von House, in Erscheinung.
Folgen-Aufbau:
"House" folgt dem klassischen Aufbau eines 45-minütigen Procedural, d.h. jenes Formats, das Krimis wie CSI bestimmt: EInführung des Falls, zwei bis drei falsche "Verdächtige" (im Fall von "House" sind es Krankheiten), Lösung etwa 5 Minuten vor Ende und dann ein Epilog.
Es gibt zwar eine Rahmenhandlung, die ist aber nicht so Essentiell wie etwa bei Serien wie "24", "Heroes" oder "Lost", d.h. man kann ein paar Folgen verpassen, ohne daß man komplett aufgeschmissen ist.
Kritik:
Procedural-Krimis - und im Wesentlichen ist "House" das, auch wenn die Serie in einem Spital spielt - gibt es ja im Soge von CSI ja zuhauf, Arztserien ebenfalls, was macht dann "House" zu so einem Renner?
Meiner Meinung nach würde das ganze Konzept ohne dem Charakter von House in absoluter Mittelmäßigkeit enden, doch die von Hugh Laurie genial verkörperte Hauptperson macht die Serie unwiderstehlich. Der zynisch, oft schlecht gelaunte Genie-Arzt, der seine Untergebenen mit immer neuen Psychospielchen quält, seine Chefin mit immer neuen Ausritten in den Wahnsinn treibt und die Geduld seines besten Freundes bis ins Extreme strapaziert, ist eben so gar nicht das, was man von Fernsehdoktoren gewohnt ist. Und Protagonisten, die eben nicht perfekt sind, - siehe Dexter, Vic Mackey in "The Shield", ...etc sind eben "in". Und am Ende ist auch "House" trotz seiner teils unausstehlichen Art nicht der absolute Widerling, sondern hat auch seine guten Seiten.
Abgesehen von der Hauptperson ist auch der übrige Cast vom Feinsten. So paßt die Chemie mit Cuddy und Wilson wunderbar, die subtile Entwicklung der Charaktere über die Serie ist meiner Meinung nach komplett gelungen. Und auch das (bzw in späterer Folge die) Teams von House sind durchwegs keine austauschbaren Pappkameraden sondern plastische Figuren. Hier ist auch das Kunststück gelungen, das Team auszutauschen und dabei nicht nur interessante Charaktere dazuzugewinnen, sondern auch die alten nicht zu verlieren und viel mehr auf die nächste Stufe zu heben.
Von der technischen Umsetzung spielt "House" auch in der ersten Liga, was die Fernsehbranche betrifft, das vorhersehbare Procedural- Schema hängt einem zwar schon etwas zum Hals hinaus, aber auch in der x-ten Staffel sind die Fälle noch einigermaßen spannend, auch wenn die meiner Meinung nach eher nebensächlich sind. Bei "House" stehen da eben doch noch die Charaktere im Vordergrund.
Fazit: Top-Serie um einen genialen Hugh Laurie.
Weitere Testberichte: im Bereich TV Sendung


09.02.10
Ich finde de auch kultig LG