

Neuester Testbericht: ... anderen Fall hat der Versender schon gesagt, daß er so etwas öfters hört über GLS - ich frage mich dann aber auch, warum er dann noch dam... mehr
Hoher Transportschaden ohne Ausgleich sowie gewaltbereiter Fahrer
GLS

Name des Mitglieds: emspoe
Produkt:
GLS
Datum: 16.12.05
Bewertung:
Vorteile: keine
Nachteile: Pakete verbeult, Inhalt kaputt, Fahrer mit schwerer Nötigung und Hausfriedensbruch
1. Erlebnis
Vor mehreren Jahren (ich glaube ca. 2001) habe ich im Internet einen Computer mit Zubehör und Monitor bestellt. Lieferung war mit GLS, damals noch German Parcel und versichert.
Eines Abends gegen 19:00 kam die Lieferung, drei wortkarge südländische Fahrer warfen im wörtlichen Sinne die drei Pakete in den Hausflur. Nichtsahnend unterschrieb ich den Empfang.
Als ich den Karton mit dem PC auspackte traf mich fast der Schlag: da waren Schweißnähte gerissen, Schrauben aus den Gewinden gerissen, von dem massiven Chenbro-Gehäuse waren Streben gebrochen und Steckkarten inkl. Speicherbausteine waren im dem BigTower-Gehäuse verteilt. Bei leichtem Druck auf den Tower von oben konnte man das Gehäuse komplett drehen und zwar in sich um seine vertikale Mittelachse!
Der Karton sah, wie alle angelieferten Kartons, sehr mitgenommen (abgeschmiert) aus, auf einen derartigen Schaden konnte man jedoch nicht schließen.
Am nächsten Tag habe ich sofort beim Händler reklamiert. Dieser verwies mich an GLS, es sei einwandfreie Ware verschickt worden. GLS verwies mich an den Händler, da ich die Ware ja mit Unterschrift angenommen hätte. Der Händler verwies mich abermals ... ach, ja das hatten wir schon.
Fazit: mehrere 100 DM Schaden auf dem ich sitzen geblieben bin.
Wem weist man jetzt versagen nach? Da ich davon ausgehe, daß der Händler keinen Computer zusammenschraubt und verschickt, der total zerstört ist, kann es nur GLS gewesen sein. Dafür spricht auch der Zustand der Kartons. Die anderen Kartons waren schadlos.
2. Erlebnis
Vor kurzem habe ich wieder Ware im Internet bestellt. Aus Unachtsamkeit habe ich übersehen, daß diese mit GLS verschickt wird. Der Fahrer kommt und will das Paket an der Haustür (er steht an der Türe draußen, ich im Haus) gegen Unterschrift abgeben. Ich bitte ihn, mir das Paket zu übergeben, da ich es äußerlich prüfen möchte. Ich bemerke, daß die Unterseite völlig durchweicht und durchnäßt war und frage ihn, wie das kommt und seit wann das Paket in der Nässe liegt.
Er zuckt nur mit den Schultern und will die Unterschrift.
Daraufhin gebe ich zu verstehen, daß ich das Paket öffnen und prüfen werde. Die Unterschrift werde ich leisten, wenn der Paketinhalt OK ist.
Gerade als ich meinen Schlüsselbund zücke um das Paketband aufzuritzen, springt der Fahrer auf mich zu, drückt von außen die Haustüre auf, schubst mich in den Hausflur und versucht, mir mit Gewalt das Paket zu entreisen. Er umklammert mich von am Rücken wie ein Catcher und versucht, das Paket zu erhalten. Dabei brüllt er ständig rum, daß er die Unterschrift bräuchte und ich das Paket hergeben soll. Ich flüchte mich weiter in den Hausflur/Treppenhaus, er hinter mir her.
Ich weiße ihn darauf hin, daß er die Unterschrift bekommen werde, wenn der Inhalt OK ist, ansonsten nicht, aber stattdessen das Paket zurück. Da wird er abermals handgreiflich und versucht wieder, mit Schubsen, Drücken und angedeuteten Schlägen das Paket zu erhaschen.
Das Gemenge hörte erst auf, als ich in Panik dem Fahrer gehörig eine (!) Backpfeife eingeschenkt habe (und nein, es hat nicht geblutet oder so).
Dann verließ er unter lauten Drohungen das Haus. Ich laufe ihm hinterher und verschließe die Einfahrtstüre. Nun bleibt er draußen stehen und schreit rum, daß er sich von mir die Unterschrift noch holen werde und daß ich es bereuen werde.
Ich gab ihm zu verstehen, daß ich das Paket prüfen werde, und er am nächsten Tag wieder kommen solle, wegen der Unterschrift, die ich leisten würde, wenn der Paketinhalt unversehrt ist.
Aber heute würde ich aufgrund des Vorfalles keine Unterschrift leisten, geschweige denn ihn ins Haus lassen.
Wieder in der Wohnung öffnete ich das Paket und es war OK. Dann rief ich bei GLS an, um mich zu beschweren.
Keine Entschuldigung, stattedessen solle ich doch bitte Verständnis für den Fahrer haben. Pakete ohne Unterschrift abzuliefern gilt GLS-intern als Diebstahl.
Aha, man muß als Kunde also nun auch noch Verständnis dafür haben, daß man von einem GLS-Fahrer schwer genötigt wird und dieser auch noch Hausfriedensbruch begeht.
Da war ich dann sprachlos.
Der Fahrer fuhr noch zwei Mal vor dem Haus vorbei und brüllte vor der Türe rum, ich solle die Unterschrift leisten. Als er beim 2. Mal nach 15 Minuten immer noch vor der Türe parkte, rief ich abermals bei GLS an, um den Fahrer aufzufordern, zu verschwinden, oder ich würde jetzt die Polizei rufen wegen schwerer Nötigung und Hausfriedensbruch.
Nach einigen Minuten fuhr der Fahrer ab.
Zur Leistung der Unterschrift war ich jetzt bereit, da der Inhalt des Pakets OK war. Nach knapp 1 Stunde kam der Chef des Fahrers vorbei, um meine Unterschrift einzuholen. GLS hat das Ausliefern der Pakete an Subunternehmer vergeben.
Ich habe mich noch mit dem Chef über den Vorfall unterhalten. Richtig wäre für den Fahrer gewesen, mich daraufhinzuweisen (ich wußte von dieser Möglichkeit nichts), daß es für eine solche Prüfung notwendig ist, die Unterschrift zu leisten, jedoch GLEICHZEITIG auch mit dem Fahrer danach den Inhalt zu begutachten. Sollte der Inhalt beschädigt sein, hätte der Fahrer Formulare bei sich, um einen eventuellen Schaden zu melden.
Anmerkung: Der Chef meinte auch, daß es bei GLS in Mainz Probleme mit (die genannten Nationalitäten führe ich jetzt hier nicht auf) Fahrern gäbe und regelrechte Schlägereien nicht ungewöhnlich seien.
3. Und noch ganz _wichtiger_ ein Hinweis
Die GLS Versandversicherung (und das war mir erst zum 2. Erlebnis bekannt) bezahlt Schäden nur dann, wenn der Paketinhalt UND die Verpackung beschädigt sind.
Im Klartext: Paketinhalt kaputt, Verpackung OK --> GLS zahlt den Schaden nicht.
Siehe bspw. Finanztest 1/2006, S. 6, Leserbrief "Beschädigtes Paket".
Was man von dieser Art Versicherung halten mag, soll sich jeder selbst ausdenken.
Ich bezeuge, daß diese Angaben (zwar fast unglaublich klingen) aber absolut wahr sind. Alle Angaben habe aus meiner subjektiven Erinnerung hier wiedergegeben.
Persönliches Fazit:
Von GLS lasse ich mir nichts mehr anliefern. Und sollte doch nochmal das Mißgeschick passieren, und Ware mit GLS angeliefert werden, mach' ich dem Fahrer gar nicht erst auf und das Paket geht zurück.
Fazit: NIE WIEDER GLS!
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