Beagle
Fressüchtig und schwer erziehbar - Beagle Tiere

Neuester Testbericht: ... seien und dies trifft auch zu. mein Hund hat Mühe, sein Gewicht zu halten. Der Beagle hat Schlappohren, die ungefähr 15cm lang sind. Seine... mehr

Fressüchtig und schwer erziehbar
Beagle

+misterymagiclady

Autor-Name: misterymagiclady

Produkt:

Beagle

Datum: 30.12.00, geändert am 09.01.05 (21829 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: süß

Nachteile: schwer erziehbar, fresssüchtig

Hatte nicht jeder von uns mal den Kinderwunsch einen eigenen Hund zu besitzen. Einen mit dem man spazieren gehen kann, mit dem man spielen kann, Komandos beibringen kann und einer, der bei einem im Bett mitschläft? Ich jedenfalls hatte auch diesen Wunsch und vor drei Jahren wurde dieser mir und meiner kleinen Schwester erfüllt. Wir entschlossen uns dazu einen Beagle zu kaufen, dieser sah nicht nur süß aus, sondern benötigte auch keine intensive Pflege und seine Körpergröße entsprach auch unseren Vorstellungen.

Charakter:
Der Beagle ist ein wirklich fröhlicher Hund, dies merkt man ihm immer wieder an. Am Liebsten hält er sich draußen, in der freien Natur auf, denn seine Bestimmung ist es, zu jagen. Er ist eben ein Jagdhund und seine Lieblingsjagdopfer sind Hasen. Wenn er einmal eine Spur aufgenommen hat, ist es schwer, den Beagle zu bändigen. Der Beagle ist unerschrocken, äußert lebhaft, mit Zähigkeit und Zielstrebigkeit. Zu seinem Charakter gehört auch, dass der Beagle aufgeweckt, ausgeglichen und intelligent ist.

Allgemeines Erscheinungsbild:
Der Bealge ist robuster und kompakter Hund. Er vermittelt anderen Menschen den Eindruch von Qualiät und irgendwie auch von Adel.. Er hat einen edlen Körper. Sein Oberkopf ist ein wenig gewölbt, mäßig breit. Die Nasenlöcher des Beagles sind gut geöffnet. Stirnfalten besitzen nur noch die kleinen Welpen.

Augen:
Die meisten Beagle haben dunkelbraune oder haselnussbraune Augen. Sie sind ziemlich groß, liegen aber nicht tief und treten auch nicht hervor. Ihr Blick ist liebenswert und sanft. Wenn ein Bealge ganz schwarze Augen hat, wird dies nicht gerade sehr gerne gesehen, da dies nicht gerade Rassentypisch für einen freundlichen Beagle ist. Die Augenform ist rund - oval. Sein treuer und liebendwerter Blick bringt einem immer zum schmelzen und man kann schlecht "nein" sagen.

Gebiss:
Das Gebiss des Beagles ist sehr kräftig. Sein Scherengebiss ist regelmäßig und vo
llständig. Im grunde kommt es sehr selten vor, dass Gebissfehlbildungen bei Beageln auftreten.

Hals:
Der Hals ist ausreichend lang, um den Hund mühelos das Arbeiten mit tiefer Nase auf der Spur zu ermöglichen. Sein Hals ist gebogen, mit etwas Kehlhaut.

Pfoten:
Die Pfoten sind fest, gut geschlossen, gut aufgeknöchelt, mit kräftigen Ballen. Die Nägel sind kurz. Die Sohlenballen sind sehr gut gepolstert. Wenn die Nägel gekürzt werden müssen, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Hund nicht viel Bewegung bekommen hat.

Rute:
Seine Rute ist stark, von mittlerer Länge, Hoch angesetzt und wird fröhlich getragen. Sie ist nicht über den Rücken gerollt. Außerdem ist die Rute gut behartrt, besonders an der Unterseite. Die Aufgabe der Rute ist es, Steuerruder und Signal zugleich zu sein. Falls der Beagle mal im Schnee oder im hohen Gras nicht mehr sichtbar sein sollte, wird einem die Rutenspitze immer auffallen. Wie der Hund seine Rute trägt, hängt von dem Gesamtbild des Hundes ab. Richtig ist, dass wenn die Rute wie eine Säbelrute aussieht. Das heißt, sie muss leicht gebogen sein, ihre Spitze muss in der Lotrechten über der Rutenwurzel getragen werden. Natürlich wird die Rute nicht immer nach oben gehalten. Dabei kommt es besonders auf die Stimmung des Hundes an. Die Rute sollte nicht geknickt, gerollt oder abgeschnitten werden, da dies dem Tier gegenüber nicht gerecht wäre.

Bewegung:
Der Rücken des Beagles ist gerade und ohne Anzeichen von Rollen. Er geht gerade ohne die Läufe hoch zu heben. Da unser Beagle eine Laufhundrasse ist, ist die Bewegung neben Erscheinungbild, Wesen und jagdlicher Veranlagung eine der vier Grundfesten des Rassetyps. Wenn die Hinterhand mehr Schub erzeugen kann, ist die Bewegung am wirksamsten. Kein Hund sollte mit den Hinterläufen eng gehen .

Haarkleid:
Seine Haare sind kurz, dicht und wetterbeständig. Das Beagle Haar ist hart in der Oberschicht, aber sein Haarkleid darunter, i
st äußerst dich und weich. Dies ist extra so gelegt, da dies zur Wärmedämmung dient. Beagles, die vorwiegend im freien liegen, zeigen dies sehr deutlich. Der Haarwechsel findet immer im Frühjahr und im Herbst statt. Leider ist es so, dass unser Hund haart und somit mal überall Hundehaare wieder findet.

Farbe:
Seine Rutenspitze ist weiß. Dies dient natürlich als Signalflagge. Die Farben des Beagle sind neben seinem Wesen und der Familienfreundlichkeit die Hauptattraktion. Gerade die Farben des Beagle machen ihn zu einem unverwechselbaren Einzelstück. Sein Faben sind weiß, schwarz und braun. Farben sind individuell verschieden. Es gibt Hunde, die bestehen aus drei Farben und eben auch welche die bestehen nur aus zwei Farben. Neugeborene Beagle Welpen haben erst nur schwarze Flecken auf weißem Grund. Nach und nach, färbt sich dann das Braun hinzu.

Größe:
Ein Beagle ist meist zwischen 33 und 40 Zentimetern groß. Somit hat er eine wirklich akzeptable Größe.

Gewicht:
Ein erwachsener Beagle sollte zwischen zehn und achtzehn Kilogramm wiegen. Aber das Gewicht muss sich eben auch an die Größe des Hundes anpassen.

Stimme:
Vergleichen wird die Beagle Stimme einmal mit der Stimme anderen Hunderassen, ist die Stimme des Beagles überbemessen. Die Tonart ist gewaltig, tief, oft auch glockenähnlich. Der Beagle bellt sehr gerne , besonders wenn nahrhafte Belohnung droht. Als Wachund wird er alles melden, aber er wird sich auch über jeden Eindringling freuen und ihn freudig begrüßen.

Das Wesen:
Sein Wesen ist liebenswert und aufgeweckt. Er zeigt keine Anzeichen davon, dass er angriffslustig ist oder ängstlich. Eben weil er ein angenehmer und lieber Zeitgenosse ist, wird dies oft ausgenutzt. So kommt es vor, dass ein Beagle in einem Forschungslabor als ein "Versuchskaninchen" gehandelt wird. Wenn der Beagle einen Streich macht, führt er dies stets freundlich aus und erhofft sich auch eine freundliche
Reaktion. Wenn ein Beagle müde und faul ist, liegt es meist daran, dass er an Übergewicht leidet oder er lebt in einer reizarmen Umgebung. Wichtig ist vor allem, dass der Beagle viel auslauf hat. Wir besitzen zwei eigene Häuser und ein recht großes Grundstück, daher hat unser Hund viel Freiraum und Spielraum, dies ist sehr wichtig und sollte auch immer vorhanden sein. Leider ist es bei unserem Hund so, dass wir ihn nicht frei rum laufen lassen können. Er ist stets an der Leine. Natürlich würden wir unserem Hund "Sam" mehr Freiraum gönnen, aber sein Jagdinstikt ist sehr ausgeprägt und wenn wir ihn frei lassen würden, wäre die Chance sehr, sehr groß, dass er weg laufen würde. Wir haben ihm daher eine sehr lange Leine gekauft. Mit der er auf unserem Grundstück bis zu 30 Meter laufen kann. Auch einen Zwinger hat er. In dem kann er rein, wenn es sehr warm ist und er gerne nach draußen möchte. Ein Beagle, der aber vorwiegend, im Zwinger gehalten wird, kann seine Eigenschaften gar nicht richtig entfalten und wird auch seelisch verkümmern. Immer wenn Besuch kommt, freut sich ein Beagle lauthals darüber. Beagles, die einem Tier oder einem Menschen gegenüber bissig richten, gelten auch als Rassenuntypisch. Bis ins hohe Alter ist der Beagle stets freundlich und ist auch Zärtlichkeiten gegenüber nicht abgeneigt. Zuviel Zuwendung ist aber auch falsch, da in der Mensch - Hund Beziehung auch Disziplin vorhanden sein muss. Beagles ordnen sich nahtlos in die Familie ein und haben auch ein feines Gespür für Machtverhältnisse.

Gut beobachten kann man dies, dass wenn sich die Familienmitglieder streiten, er sich zurückzieht und erst zum Vorschein kommt, wenn die Luft wieder sauber ist. Ein Beagle ist sehr dickköpfig. Er macht ungerne Dinge, die man von ihm verlangt. Man muss ihm früh Kommandos beibringen. Dazu zählen zum Beispiel: "Platz", "Sitz", "In den Korb", "Bei Fuss", "Komm"... Früh muss dem Hund gezeigt werden
, wer das Sagen hat. Ein Beagle ist stetslernwillig, eben auch sehr dickköpfig. Kommandos befolgt er nicht immer sofort, meist aber wenn man ein Leckerli als Belohnung für ihn hat. Der Beagle lernt schnell un leicht. Eben weil der Beagle sehr neugierig ist, will er immer wissen, was als nächstes kommt und was er noch nicht entdeckt hat. Ein gut entwickelter Beagle, ist wirklich ein Kraftpaket.

Wichtig ist wirklich, dass der Beagle viel Auslauf hat. Der zweistündige Spaziergang jeden Tag ist damit Pflicht. Er spielt gerne mit anderen Hunden, aber seine Artgenossen die anderen Beagles sind ihm immer noch am liebsten. Beagles stellen jede menge Unsinn an. Unser Hund hat sich früher aller hand Dinge geleistet. Viermal hat der das Telefonkabel kaputt gebissen. Und unseren Wohnzimmerschrank angeknabbert. Immer wenn man einem Beagle etwas zu fressen gibt, kann man gar nicht so schnell hingucken, dann ist es auch schon wieder weg. Denn das Motto eines Beagles lautet: "Wenn ich es nicht fress, dann frisst es bestimmt ein anderer." Er schlingt regelrecht das Essen hinunter. Eine anderen Eigenschaft des Hundes ist es, dass er immer Hunger hat. Unser Hund ißt am Liebsten Leberwurst. Der Beagle ist sehr mutig, aber auf keinen Fall angriffslustig.

Pflege:
Zur Pflege eines Beagles gehört es auch, dass sein Fell täglich mit einer kurzen Naturborste gebürstet wird. Die Zähne pflegen sich durch abwechslungsreiche Nahrung. Aber unser Hund lässt sich auch ab und zu mal gerne die Zähne putzen. Auch gebadet werden muss der Hund. Dazu sollte man ein spezielles Hundeshampoo verwenden. Nach dem Bad, wird der Hund noch mal richtig abgetrocken.

Zubehör:
Als wir unseren kleinen "Sam" bekommen haben, hatten wir ihm auch ein Körpchen gekauft. Dies hatte er aber nicht sehr oft genutzt, denn der Platz auf einem Sessel mit einer Decke gefiel ihm viel besser. Dort war er nämlich mitten im Kreis der Familie und saß auch etwas höher und hatte
den Überblick. Nun ist es so, dass der Sessel wirklich seiner ist und sich kaum ein anderer darauf setzt. Empfehlenswert ist, wenn er vielleicht ein wenig was zum spielen hat. Unser Hund mag sehr gerne ein spezielles Hundetauseil. Denn tauziehen zwischen mir und ihm macht ihm richtig Spass. Und ein Hundeknochen an dem er lange zu beißen hat, ist auch nicht schlecht. Unser "Sam" bekommt immer einen Ochsenziehmen, der ihm wirklich vorzüglich schmeckt. Auch ein kleiner Ball, in den er hinein beißen kann, ist keine schlechte Idee zum spielen.

Persönliches Erlebniss:
Wie ich schon geschrieben habe, sind Hunde sehr verfressen. Meine Mutter stand in der Küche und machte Rolladen. Sie hatte aus 4 Rolladen schon den 8 Zentimeter langen Spieß herausgezogen, nur bei einer noch nicht. Plötzlich klingelte die Tür und Mama öffnete. Als sie in die Küche zurück kam, sah sie nur noch, wie der Hund eine Rollade verspeiste. Und es konnte ja auch nicht anders sein, es war natürlich die mit dem Spieß. Mama redete dem Hund zu und hoffe, dass er den Spieß nicht schlucken würde, aber "Sam" hatte solche Angst, dass Mama ihm die Rollade wegnehmen würde und somit gleich die ganze Rollade samt Spieß hinunter geschluckt. Dies passierte alles auf einem Sonntag. Wir riefen beim Tierarzt an und dieser führte noch am selben Tag eine Notoperation durch. Wenn er dies nicht gemacht hätte und Sam nicht den Bauch aufgeschnitten hätte, wäre er qualvoll gestorben. Denn der Spieß hätte von innen seine Innereien zerstochen. Zum Glück war nichts weiteres passiert und wir konnten Sam wieder mitnehmen. Billig war die OP nicht, die hat 750 DM gekostet. Aber ein Beagle ist auch nicht gerade billig. Sam war es uns eben wert. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie gefressig ein Beagle ist.

Ich möchte noch mal darauf hin weisen, dass die Erziehung wirklich wichtig ist. Unser Hund ist nicht ganz sooo gut erzogen *rotanläuft*. Mein Vater und meine kleine Schwester geben ihm
gerne etwas vom Tisch und auch sonst hat er viele Freiheiten. Er darf im Ehebett schlafen und auch in dem Bett meiner Schwester. Nur bei mir ist das anders. Ich habe es nicht gerne, wenn der Hund in meinem Zimmer ist, eben weil er sehr haarig ist. Daher spiele ich lieber im Wohnzimmer mit ihm.

Gerade zu Weihnachten wurden viele Tiere, auch Hunde, verschenkt. Dies lehne ich wirklich strikt ab. Man sollte sich wirklich überlegen, ob man es dem Hund auch recht machen kann und auch auf seine Bedürfnisse eingehen kann. Viele sind sich nicht darüber bewußt, dass ein Hund schon viel Arbeit macht. Ständig rausgehen, spielen, streicheln usw. Manche haben ein ganz falschen Bild davon und wünschen sind nur einen Hund, weil es "inn" ist und weil sie angeben möchte. Man muss aber wissen, dass so ein Hund auch alt wird. Vielleicht begleitet er einen 15 Jahre oder länger. Man sollte sich ausführlich über die Hunderasse informieren. Vielleicht möchte sich der ein oder andere von euch, einen Hund kaufen und ich konnte ihm hiermit den Beagle nahebringen und euch über diese Rasse reichlich informieren. Ich würde mich auch über Kommentare von euch freuen. Vielleicht habt ihr ja auch schon mal lustige Geschichten mit eurem Hund erlebt und teilt sie mir mit.

Die Liebe, die man dem Hund entgegenbringt, bekommt man auf andere liebenswerte und treue Weise zurück!

Tschüssi mit Bussi, eure Annika alias die Lady

Fazit: