

Neuester Testbericht: ... zwischen 10 und 22°C liegen, alles darüber verursacht Stress und führt früher oder später zum Tod der Tiere. Für Axolotl ist ein pH-Wer... mehr
Das Urzeitwesen
Axolotl

Name des Mitglieds: Axolotl09
Produkt:
Axolotl
Datum: 31.10.09
Bewertung:
Vorteile: Alles
Nachteile: -
Hallo miteinander,
nun möchte auch ich einen Bericht über meinen liebsten Aquarienbewohner, mein Axolotl verfassen.
Hier erstmal die Punkte im Überblick, auf die ich in diesem Bericht eingehen möchte:
1) Was ist das, ein Axolotl ?
2) Die Haltung
3) Die Zucht
4) Vergesellschaftung
5) Mein Axolotl "Axel"
1) Was ist das, ein Axolotl ?
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Wenn wir schon darüber reden, müssen wir natürlich erstmal klarstellen, womit wir es überhaupt hier zu tun haben.
Der wissenschaftliche Name lautet: Ambystoma mexicanum, das Axolotl gehört zur Klasse der Lurche und genauer zur Familie der Querzahnmolche. Mehr möchte ich hier gar nicht darüber verlieren, wer wirklich mehr über die genaue Abstammung erfahren will, der kann einen Blick in den ersten dooyoo-Axolotl-Bericht werfen, dort ist das schon sehr schön erläutert worden.
Nur noch so viel, der Name Axolotl stammt aus der Aztekensprache und setzt sich zusammen aus Atl (=Wasser) und Xolotl (=Gott des Blitzes, Todes und Unheils).
Das Axolotl ist amphibischer Natur und kommt in "freier Wildbahn" nur im Xochimilco See (Mexiko) vor. Es verbringt sein komplettes Leben im Dauerlarvenzustand (wissenschaftliche Bezeichnung: Neotenie) und wird bis zu 30 cm groß. Die Axolotl sind wirklich sehr reizvolle und schöne Geschöpfe, welche sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Besonders auffällig an diesen Tieren sind die roten Kiemenäste an ihrem Kopf, die kugelrunden Stecknadelaugen und das extrem breite Maul, welches sich über den gesamten Kopf erstreckt. Nicht zu vergessen die vier kleinen Beinchen, mit denen es froh und munter auf dem Bodengrund umherwandert. Es besitzt zudem eine nicht vollständig entwickelte Lunge, um Luft zu holen muss es trotzdem regelmäßig an die Wasseroberfläche schwimmen. Wenn man zum ersten Mal ein Axolotl betrachtet, denkt man, man hat ein urzeitliches Geschöpf vor Augen oder ein Wesen aus einer fremden Galaxy. Was durchaus auch zutrifft, denn es gibt Amphibien bereits seit schätzungsweise 350 Millionen Jahren. Direkt von vorne betrachtet sehen übrigens gerade junge Axolotl aus wie ein niedlicher Smilie. :)
Axolotl sind übrigens nachtaktive Lauerjäger, d. h. das sie sich langsam an ihre Beute heranpirschen und anschließend bewegungslos verharren und ihre Beute beobachten. Sobald sie in Reichweite ist, stoßen sie sich blitzschnell vom Boden ab und schnappen zu. Wenn sie wollen können diese so ruhig wirkenden Tierchen wahnsinnig schnell sein.
Nach ca. eins, zwei Jahren sind Axolotl geschlechtsreif und kann in Gefangenschaft sogar bis zu 25 Jahre alt werden (normal sind aber eher 16 Jahre).
Ganz besonders an diesen Tieren ist ihre Fähigkeit sämtliche Körperteile und sogar ihre inneren Organe komplett zu erneuern (erinnert ein wenig an Regenwürmer *schmunzel*).
Erstmalig wurde das Axolotl 1805 von Alexander von Humboldt von einer Forschungsreise aus Mexiko mitgebracht.
Axolotl Arten bzw. Farbvarianten:
- Der Wildtyp: bräunlich mit dunkelroten Kiemenästen
- Melanoid: dunkel grau (braun bis schwarz) mit dunklen Kiemenästen
- Weißlinge: weiß mit roten Kiemenästen
- Albinos: glänzende rötliche Augen, helle Kiemen
(Goldalbinos: gelblich mit hellen Augen)
2) Die Haltung
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Axolotl verbringen ihr gesamtes Leben im Wasser, aus diesem Grund wird für die Haltung ein Aquarium benötigt.
Hier sind sie pfegeleicht und unproblematisch zu halten.
Aber was gibt es bei der Haltung zu beachten?
Axolotl mögen kaltes Wasser, deshalb sollte die Wassertemperatur zwischen 12 und 23 °C liegen. Im Sommer stellt dies zuweilen eine Schwierigkeit dar. Durch Teilwasserwechsel, spezielle Kühlungsventilatoren oder Kälteakkus kann man dem entgegen wirken.
Für Axolotl ist ein pH-Wert zwischen 6,5 und 8 empfehlenswert. Die Wasserhärte sollte bei mindestens 6° d.H. liegen. Da Axolotl bei der Nahrungsaufnahme stets auch ein bisschen Bodengrund mit aufnehmen, sollte man bei der Wahl dessen sehr achtsam vorgehen. Er sollte möglichst aus kleinen, nicht spitzen Material bestehen, mit Sand und Kies kann man eigentlich nichts falsch machen. Ebenso ist es auch unproblematisch größere Steine, die nicht verschluckt werden können einzusetzen.
Das Becken:
Ab einer Beckenlänge von 80 cm können Axolotl gehalten werden. Da Axolotl nachtaktiv sind und es dunkel und schattig mögen, sollte man ihnen auch Versteckmöglichkeiten einrichten. Generell ist nämlich eine Beleuchtung schon allein wegen der Pflanzen ratsam. Pflanzen kann man alles, was keine höhere Temperatur als das Axolotl benötigt, z. B. Wasserpest oder Hornkraut. Ebenso ist für ein Axolotlaquarium eine Filteranlage ratsam, da so große Tierchen schon eine Menge Fäkalien produzieren.
Was fressen Axolotl ?
Die Tiere sollten alle 4 Tage gefüttert werden, hierzu kommen je nach größe des Tieres verschiedene Dinge in Betracht.
Jungtiere füttert man mit Artemia (Krebstierchen), sobald sie größer werden gehen auch Mückenlarven und ab ca. 15 cm nehmen sie auch gerne Schnecken, Regenwürmer, Insekten, Garnelen und natürlich Fischchen, wie z. B. Guppys...
Natürlich gibt es auch aufbereitetes Futter für Axolotl zu kaufen, wie z. B. extra aufbereitete Pellets. Damit habe ich aber selbst keine Erfahrungen gemacht.
3) Die Zucht
Paarung:
Während der Paarungszeit kann man eine zunehmende Unruhe beobachten. Die männlichen Artgenossen laufen nervös umher auf der Suche nach einem willigen Weibchen. Ihre Paarungsbereitschaft wird besonders gut durch die stark durchbluteten Kiemen und eine geschwollene Kloake deutlich. Die Weibchen hingegen sind nicht ganz so hektisch, heben dafür regelmäßig den Schwanz, um ihre Bereitschaft auszudrücken. Hervorgerufen wird die Paarungszeit übrigens im Aquarium durch Veränderung der Beleuchtungszeit und Erhöhung der Wassertemperatur.
Sobald nun das Männchen ein williges Weibchen gefunden hat, sondert es eine Art Spermien ab, welche anschließend von der Kloake des Weibchens aufgenommen werden. Einige Tage später kann man nun bereits eine Vielzahl von Eiern im Aquarium bewundern. Nach ca. 14 Tagen schlüpfen schließlich die winzigen Axolotl aus ihren Eiern.
Aufzucht:
Halten sollte man die Winzlinge am besten in seperaten, kleinen Becken, da sie sonst schnell als Zwischenmahlzeit enden können.
Gefüttert werden die kleinen Jungtierchen vorzugsweise mit Artemia (Krebstierchen) und wenn sie dann größer werden gerne auch mit Mückenlarven.
4) Vergesellschaftung
Die Vergesellschaftung ist bei Axolotl immer ein sehr heikles Thema. Am Besten hält man Axolotl in Artenbecken, d. h. unter sich. Dabei sollte man aber darauf achten, dass die Axolotl in etwa gleich groß sind, sonst kann es schnell zu Verletzungen bei Rangeleien kommen.
Wer nun aber unbedingt Fische zu seinem Axolotl setzen möchte, der sollte folgendes beherzigen:
- keine Barsche, denn diese sind Jäger und würden früher oder später das weiche Fleisch des Axolotl anknabbern
- keine Schmerlen, auch diese fressen am Axolotl laut Erfahrungsberichten
- keine Welse, denn jede Art von Wels hat irgendwo versteckte Stacheln, welche sie beim Verschlucktwerden ausfahren können, was wieder zur Erstickung beider Tiere führen würde
Was bleibt da noch übrig?
Nicht viel, aber mit Guppys kann man eigentlich nichts falsch machen, ebenso sind Goldapfelschnecken eine sehr interessante, harmlose Alternative. Auch Mollys, Kardinalfische, Schwertträger sollten funktionieren.
Denkt aber immer daran, diese Fische sind für das Axolotl Futter und werden früher oder später von ihm verspeist. So schade es auch ist, man kann die Axolotl leider nur mit Arten zusammen halten, die von ihm gefressen werden können. Fressen oder gefressen werden, das ist hier die Devise.
5) Mein Axolotl "Axel"
Mein wundertolles Axelchen wohnt bei mir in einem 112 Literbecken zusammen mit ein paar Guppybabys und einigen Schnecken. Allerdings werde ich ihm in Kürze einen Artgenossen dazusetzen, was sich aber aufgrund der bereits erwähnten Schwierigkeiten mit Größenunterschieden als nicht besonders leicht zu bewerkstelligen herausgestellt hat.
Axel hat einen mörderisch gesunden Apetitt, in seiner Anfangszeit hat er mir quasi meinen gesamten Guppybestand weggefressen. Jeden Tag einen.. Mit meinen Goldapfelschnecken versteht er sich aber scheinbar ganz gut, die rührt er nicht an, wahrscheinlich ist es ihm zu mühsam sie aus ihren Häusern herauszusaugen..
Ich finde es immer wieder spannend meinen Axel auf Wanderschaft zu beobachten, wenn er sich durch das Aquarium schleicht oder blitzschnell ein Wendemanöver einlegt. Besondersgern kampiert er unter dem Filter oder in seiner steinigen Höhle. Gefüttert wird er von mir hauptsächlich mit Mückenlarven oder auch Schnecken, ansonsten hat er natürlich genügend Frischfisch bekommen. Wobei ich nie gedacht hätte, dass er so gefräßig sein kann.
Mein Axel ist übrigens ein Weißling mit schwarzen Knopfäuglein. Wenn alles klappt, dann bekommt er kommende Woche Gesellschaft von einem Wildling, mal sehen wie meine Freundin den dann tauft.
Fazit: Axolotl sind wunderbare, spannende Tiere, welche zwar etwas verfressen sind, aber dafür auch wahnsinnig liebenswert.
Fazit: siehe Text
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12.11.09
Die kann man auch selbst halten? Wie toll, vielleicht überleg ich mir eine Anschaffung ^^ Ein leeres Aquarium haben wir schon. KV! lg