LG L1953T
Sparko hats nun doch getan. - LG L1953T TFT Monitor

Produkttyp: LG Electronics TFT-Monitoren

Neuester Testbericht: ... und Treibern für digitalen Anschluss. Ausserdem ein Stromkabel und ein analoges Anschlusskabel. Das eingebaute Netzteil ist ein Mult... mehr

Sparko hats nun doch getan.
LG L1953T

LittleSparko

Name des Mitglieds: LittleSparko

Produkt:

LG L1953T

Datum: 05.12.10, geändert am 15.07.11 (221 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Preis, 19 Zoll, Qualität und Verarbeitung

Nachteile: nur 5 Grad nach vorn neigbar, lange Warmlaufphase

Sparko hats getan. Sparko hat sich einen TFT zugelegt. Obwohl Sparko Röhrenverfechter schlechthin ist. Welch ein SInneswandel!
Folgende Gründe hat das Ganze: Ich sitze so ziemlich den ganzen Tag vor der Kiste. Jetzt, in der dunklen Jahreszeit allerdings, tun einem da bald die Augen weh, wenn man nicht beizeiten für Hintergrundbeleuchtung im Raum sorgt. Und je früher man eine Lampe anmachen muss, desto mehr Strom verbraucht man nunmal.
Des weiteren steht mein PC Tisch mitten im Raum und die 17 Zoll Röhre steht gewaltig hinten über. Nachdem ich mich nun drei Nächte in Folge an diesem Ding gerammelt habe, hats mir gereicht.
Und nicht zuletzt verbraucht ein TFT ja auch weniger Strom als eine Röhre.

****Wie ich dazu kam****
Kennt ihr diesen 3D Aquarium Bildschirmschoner? Bestimmt kennt ihr den. Der läuft in unseren Technikmärkten immer, da wo alle TFT nebeneinander stehen. Ich lud ihn mir runter und schaute ihn mir auf meiner Röhre an. Anschliessend verglich ich die TFT Bildschirme im Laden und ein LG Display erschien mir dabei das beste Bild zu liefern.

Eigentlich suchte ich einen 17 Zoll TFT. Aber warum soll ich 179 für einen Noname-17er ausgeben, wenn ich für 199 einen 19er von LG haben kann?
Zuerst war ich im MediMax, da stand der LG1953S für 199,99 rum. Sowie der L1953TR für 229,99.
Der Unterschied: der L1953S hat ausschliesslich einen analogen Anschluss und 5ms Reaktionszeit.
Der L1953TR hat auch einen digitalen, das DVI Kabel anbei und 2ms Reaktionszeit.

Im MediaMarkt fand ich dann aber den L1953T für 199 Euro. Dieser hat ebenfalls einen digitalen Anschluss, kein DVI Kabel anbei und 5ms Reaktionszeit.
Alle drei Displays unterscheiden sich ansonsten nicht in den restlichen Spezifikationen.
DVI Kabel kosten im Laden 30 Euro - bei ebay bekomme ich sie aber schon für rund 10 Euro inkl. Porto. Also kein Grund, 30 Euro mehr für das im Lieferumfang enthaltene auszugeben - mit analogem Kabel funktioniert er ja erstmal. Hinzukommt, dass ich keine 2ms benötige, 5ms reichen völlig aus für Internet, Office und bissl Video guggen etc. Gut, dafür hätten es auch 10ms getan - aber die Standards haben sich extrem verändert ;)
Angesackt und mitgenommen!

****LG Flatron L1953T****
TFT 19 Zoll Display (48,26cm)
Bildschirmformat 5:4
60-75Hz
Helligkeit 300 cd/m2
Max Auflösung 1280x1024
Aktive Bildfläche 376 mm x 301 mm
Gewicht 3,6kg (LG Website sagt 6,7 - stimmt nicht, ich hab ihn gewogen ;))
Farbe: silber-schwarz
Reaktionszeit 5ms
Kontrast dynamisch 2000:1 (entspricht 700:1 real)
16,7 Mio Farben
Blickwinkel 170° horizontal/vertikal
Horizontaler Frequenzbereich 30 - 83 kHz
Vertikaler Frequenzbereich 56 - 75 Hz
Pixelfrequenz 135 MHz
Anschlüsse 15pin analog, 24pin DVI
Stromverbrauch: ~33-39Watt, Standby/aus: unter 1Watt
Ergonomische Standards TCO03, DIN-ISO 13406-2
Prüfzeichen TÜV-GS, CE, UL, CSA, SEMKO, FCC-B, VCCI-2, C-TICK, EPA Energy Star

Wer noch weitere technische Daten wünscht, kann sich unter de.lge.com informieren
Komischerweise steht auf meinem Display und auch Karton 5000:1 dynamischer Kontrast
Bilder von LG L1953T

* LG L1953T Bild 117767676 tb
* LG L1953T Bild 117767695 tb
* LG L1953T Bild 117767737 tb
* LG L1953T Bild 117767801 tb
*

LG L1953T Bild 117767676 tb
Karton
drauf - in der Beschreibung auf der Herstellerseite aber 2000:1. Was nun stimmt? Nix genaues weiss man nicht ;)


****Auspacken, anschliessen****
Im Kartönchen finden wir neben dem eigentlichen Display einen zweiteiligen Standfuss, eine Kurzanleitung (englisch und irgendwas polnisch oder tschechisches oder so), ein Garantieheftchen und eine CD mit Handbüchern und Treibern für digitalen Anschluss.
Ausserdem ein Stromkabel und ein analoges Anschlusskabel.
Das eingebaute Netzteil ist ein Multinormnetzteil und ließe sich in den USA mit 110V Spannung genauso betreiben wie in Deutschland mit 230V Netzspannung.

Der runde Standfuss bekommt eine rechteckige Verbindung, die in den hinteren Teil des Monitors eingeklickt wird. Geht einfach zusammenzubauen mit zwei Handgriffen und Kollege Bildschirm steht. Er kann nun gekippt werden, 20 Grad nach hinten und 5 Grad nach vorn.
Der Monitor ist allerdings auch für Wandhalterung und Schwenkarmvorrichtungen vorbereitet.
Computer ausschalten, alten Monitor demontieren, neuen TFT anschliessen, PC hochfahren und.....ärgern.

Das erste Modell hatte natürlich prompt mitten im Blickfeld ein quietschrotes Subpixel. Args!
Da ich aber keine Lust hatte, die 17kg Röhre wieder auf den Tisch zu wuchten, liess ich den TFT erstmal dran und tauschte ihn dann am nächsten Tag im MediaMarkt um. Ging schnell und einfach und es fragte auch keiner nach den Pixeln oder kontrollierte das Gerät.
Der TFT hat PIxelklasse 2 - 2 kaputte Pixel wären also zulässig. Da meiner aber mitten im Bild sass und nicht tot war sondern rot leuchtete, gilt dies wahrscheinlich bei LG Displays problemlos als Mangel und ich konnte gleich einen neuen mitnehmen.

Dieser hatte dann auch alle Pixel lebendig und gesund dort, wo sie hingehören :)
****Funktion, Aussehen, Einstellen****

Optisch find ich den LG richtig gut. Die Front ist silbern, der Rand relativ schmal, Standfuß und rückseite adrett in schwarz.
Die Größe von 40,20x40,75x18cm mitsamt Standfuß verliert sich nahezu auf meinem Schreibtisch.
Ich hätte für den Preis auch einen Philips haben können, der einen riesig breiten Rand von 4-5cm gehabt hätte oder einen Fujitsu, dessen Frontoberfläche an den Rändern wie Naturstein aussah und einfach hässlich war.....
An der Front hat er unten rechts eine blaue BetriebsLED. Rechts sind Symbole für die Steuerung des OnScreenDisplays erkennbar. Die Tasten hierfür sitzen hinter dem Display, seitlich am eingebauten Netzteil. Dort finden wir dann unten auch die Anschlüsse.
Die Tasten sind zwar aus meiner Sitzposition heraus blöd zu erreichen und da man sie beim Bedienen nicht sieht, arg gewöhnungsbedürftig, aber dafür geht für die Tasten kein Platz an der Front drauf und das Display hat dadurch eine schöne schlanke Figur.

Da sass ich nun, 1024x768-17-Zoll-Röhren-Fanatiker und starrte auf dieses für mich völlig furchtbar erscheinende Bild.
Zuerst änderte ich die Auflösung auf das Maximum, alles andere sah einfach voll doof aus. Blöderweise hab ich jetzt irre viel Platz aufm Bildschirm und weiss gar nicht, was ich so recht damit anfangen soll *lach*.
Dann widmete ich mich den Monitoreinstellungen. Dieses grelle irgendwas geht ja mal bitte gar nicht.

Wir haben eine Menü Taste (Symbol Buch), zwei Steuertasten hoch und runter, eine "Enter" Taste (Symbol Enterpfeil wie auf der Tastatur) und die Powertaste.
Ich ging also ins Menü. Mit der Entertaste kann ich in Untermenüs gelangen und durchschalten, mit den Pfeiltasten ändere ich die Werte.
Ich kann Helligkeit, Kontrast, Gammawert, RGB-Werte, Farbtemperatur ändern, Takt, Taktrate und Schärfe einstellen, die Sprache ändern (DE, EN, Japanisch, Koreanisch, Schwedisch, Spanisch und Franz wars glaube noch) einstellen und natürlich das Bild wie gehabt horizontal und vertikal verschieben oder verzerren.
Röhrenverwöhnt und Bildbearbeitungsfanatiker wollte ich natürlich so nah wie möglich an die Röhre rankommen - auch wenn das ziemlich schwer ist.
Ich drehte die Helligkeit auf 0 runter, den Kontrast auf 50 - schon wesentlich angenehmer.
Zum Schluss reduzierte ich den Gammawert auf null, denn die Farben wirkten völlig überdreht und quietschig. Ausserdem stellte ich die Schärfe noch einen Tick hoch - und helfe damit meinen ziemlich schlechten Augen noch etwas auf die Sprünge.
Mit dieser Einstellung bin ich soweit erstmal zufrieden. Leute, die schon immer TFT benutzen, würden das wahrscheinlich Welten zu dunkel finden.

Aus möbeltechnischen Gründen muss ich leicht von unten auf das Display schauen. Hier macht sich leider negativ bemerkbar, dass sich der Monitor nach vorn nur um 5 Grad kippen läßt (also merklich gar nicht). Ich könnte ihn auf die eigentliche Arbeitsplatte des Tisches stellen für die optimale Höhe, aber dann hätte ich ihn etwa 20cm vor der Nase - da hätts dann wohl auchn 14 Zoll getan ;)
Ohne Standfuss wäre die Höhe ideal - aber ohne steht er ja leider nicht.....
Zum Schluss rief ich das Einstellmenü meiner Geforce auf und konnte eine leichte Farbkalibrierung vornehmen.
Dank meiner Nvidia Geforce 7300GS (auch wenns ne kleine ist), kann ich problemlos beide Monitore am Rechner betreiben.
Hierzu benötige ich dann allerdings das DVI Kabel, womit ich den TFT anschliesse und an den analogen Anschluss kann ich dann die Röhre hängen. Dies werde ich auch tun, um den TFT möglichst gut auf meine Röhre abstimmen zu können oder wenn es um eine große Menge an Bildbearbeitung geht, direkt die Röhre nutzen zu können. Auch wenn es nervig ist, die 17kg nach Bedarf durch die Gegend zu wuchten.

Das Bild des Displays ist äusserst angenehm. Leider aber braucht er über eine Stunde, um sich warmzulaufen und einzupendeln. Kurz nach dem Einschalten hab ich so meine Probleme, hellgraue Schriften oder Schaltflächen auf weissen Untergrund auszumachen - zb. die Schrift im eigenen Ciao Profil in den Tabellen.
Erst nach einer wirklich guten Stunde ist auch das wesentlich deutlicher zu lesen.
Die Farben wirken ansonsten sehr natürlich - auch weil ich ihn ja entsprechend eingestellt habe - und nicht so kaugummibunt, wie es bei TFTs lange Zeit der Fall war oder an der Tagesordnung ist. Dies hatte mich bisher davon abgehalten, einen zu kaufen.
Trotzdem ist es eine deutliche Umgewöhnung. Abstufungen sind jetz feiner und deutlicher zu erkennen und pastell Töne erscheinen dem menschlichen Auge ganz anders. Auch ist natürlich die Tatsache, dass ein TFT nicht in der Lage ist, tiefschwarz darzustellen, durchaus gewöhnungsbedürftig.
(Dies ist so, weil das Flüssigkristalldisplay von hinten angeleuchtet wird und dort, wo schwarz dargestellt werden soll, die Beleuchtung nicht ausgeht, sondern weiterhin besteht. Ein CRT würde bei schwarz einfach an der Stelle kein Signal übertragen und daher ist dort schwarz dann auch schwarz.)

Ein wirklicher Vorteil sind natürlich die sehr gut erkennbaren Grauabstufungen und dass Weiss jetzt auch Weiss ist. Die Helligkeit eines TFT und seine heutzutage sehr guten Kontrasteigenschaften sind hier natürlich Trumpf.
Da ich nicht spiele, kann ich den TFT dahingehend nicht testen. Ich schau nur Videos an - und die gefallen mir sehr gut. Obwohl die TV Aufzeichnungen von CSI Miami auf dem 19er zwangsweise in 400% angezeigt werden, ist das Bild sehr ordentlich (allerdings sind es die OriginalTVAufzeichnungen aus USA in HDTV - schon was anderes als deutsches KabelTV). Auch bei schnellen Kameraschwenks sind keine unsauberen Bilder oder sonstige Auffälligkeiten zu erkennen. Zwar sind die 5ms für mich garantiert overdressed, aber damit kann ich wohl leben!

Ein Vorteil bei der Bildbearbeitung ist die sehr gute Schärfe und die Größe des Displays. Der Nachteil leider, dass die Farben eines TFT nunmal doch nicht 100% der Realität entsprechen. Aber ich glaube, daran kann ich mich nun doch gewöhnen.
Schließt man den Kollegen mit einem DVI Kabel an (was ich mir mittlerweile gekauft habe), so spart man sich alle Einstellungen, das Menü für Farben, Kontraste etc. ist nicht mehr verfügbar - das Bild ist quasi automatisch excellent und wirkt so natülich, wie ein TFT es maximal darstellen kann - kommt doch sehr gut an Röhre und Realität heran - ich bin damit hochzufrieden.

****Verarbeitung****
Die Verarbeitung ist bestens. Das Display sitzt gerade im Rahmen (bei meinem Bruder im Schneider TFT sitzt es schief), der Monitor ist leicht und trotzdem sehr stabil - ebenso der Fuss, die Tasten lassen sich gut betätigen, ohne dabei zu leicht zu reagieren und auch ein minimaler Druck auf das Panel, zb. beim Putzen, läßt nicht sofort den Flüssigkeitseffekt auftreten, da müsste man schon ordentlich mehr drücken.
Okay, der erste hatte ein Pixelfehler - da LG aber drei Jahre Garantie gibt, kann ich damit leben.
Allerdings zeigen Testberichte, dass Pixelfehler bei LG Displays erkennbar selten auftreten und daher bin ich sehr guter Dinge, dass auch in der Zukunft hier nicht wirklich ein kaputtes Pixel auftaucht.

****Pflege****
Die Plastikbestandteile wie Gehäuse und Fuss kann man leicht feucht abwischen. Das Display selbst kann man sehr gut mit einem Microfasertuch putzen, dazu muss man nicht sehr doll drücken und es wird hübsch sauber. Da dies hier kein Hochglanzdisplay ist (wer hat den Hochglanzquatsch erfunden? Ich will in einen Monitor guggen, nicht in ein Spiegelbild....), sind auch Fingerabdrücke nicht so schnell auf dem Display, wenn man mal drauftippt. Daher muss man ihn nicht sehr oft putzen, ich hatte nur welche durch den Aufbau darauf hinterlassen :)

****FAZIT****
Sparko hats nun doch getan und bereut es bisher nicht. Liegt aber auch daran, dass für den Fall der Fälle die gute alte Röhre Gewehr bei Fuß steht und seit 3 Jahren unermüdlich ihren Dienst tut.
Herrlich ist natürlich das Arbeiten in Dämmerlicht dank der Flimmerfreiheit und der angenehmen eigenen Leuchtkraft des Displays.

Ich bin froh, dass mich mein Bauchgefühl nicht getrügt hat. Der LG fiel mir in der Reihe der TFT beim Bildvergleich direkt auf und sein Bild fand ich am besten. Es wirkte am natürlichsten, klarsten und saubersten, was ich nun wirlich auch bestätigen kann.
Die mitgelieferte Kurzanleitung zum Aufbau ist ein schlechter Witz von LG, da sie nicht in Deutsch beliegt. Das komplette Handbuch gibts auf CD anbei oder bei LG zum Runterladen. Dieses ist dann auch gut ausführlich und sehr brauchbar, aber ein Heft zum Nachschlagen wäre mir deutlich lieber.

Der LG Flatron L1953T bietet in meinen Augen ein Top Preis/Leistungsverhältnis. Farben, Helligkeit, Kontraste und Reaktionszeit in Kombination mit einem 170 Grad Bildwinkel (die meisten bieten hier nur 160 Grad) und schön großen 19 Zoll für angenehme 199 Euro bescheren dem TFT volle 5 Sterne und eine deutliche Kaufempfehlung!
Das einzige, was ich jetzt vermisse, sind die gut 2-3 Grad Raumtemperatur, die meine Röhre immer zuverlässig verbreitet hat. *Bibber*

Nicht mehr in die Röhre guckend: KingSparko / LittleSparko 2007

Fazit: das Fazit guckt jetzt nicht mehr in die Röhre

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Bildqualität: