Benq FP71G
Ein Flachbildschirm der sich selbst übertrifft - Benq FP71G TFT Monitor

Produkttyp: Benq TFT-Monitoren

Neuester Testbericht: ... 09001 - 23 67 33 (Vorsicht 1,24 Euro pro Minute Produkt Info: 0800 11 46 588 Auf der entsprechenden hompage könnt ihr Euch umfan... mehr

Ein Flachbildschirm der sich selbst übertrifft
Benq FP71G

Fl3r

Name des Mitglieds: Fl3r

Produkt:

Benq FP71G

Datum: 26.10.05, geändert am 26.10.05 (886 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Die Oberfläche, Das Gewicht....

Nachteile: Das knappe Beiheft.

Wenn einem nur wenig Raum zur Verfügung steht, muss man Platz sparen wo man nur kann. Ein großer persönlicher Schritt für mich war hier ein kompakter, formschöner Schreibtisch.
Leider ließ sich diese Kompaktheit schwer mit meinem Größenwahn vereinbaren, denn so praktisch ein übersichtlicher Tisch auch ist, so schwer hat er doch mit einem massigen Röhrenmonitor zu tragen, dessen Tiefe, die des Tisches fast überragt. Soll heißen, dass, wenn ich nicht zu weit von der Tastatur entfernt sitzen will, auch nicht weit genug vom Bildschirm weg sitzen kann, was tragische Augenschäden unabdingbar machen muss.

Umso erfreulicher, dass mein mediales Dahinsiechen auch meiner Umwelt nicht fern blieb und ich zu Weihnachten mit einem Wunderwerk der Technik ausgestattet wurde - ein Flachbildmonitor; Flatscreen wie wir Anglisten gerne sagen, LCD-Display wie wir Computergeeks auch ab und zu gerne behaupten, den Begriff TFT möchte ich erst gar nicht erwähnen.



---INHALTSÜBERSICHT---

-Ausgepackt - Was war enthalten?
-Angeschaut - Optische Eindrücke
-Aufgestellt - Kleine Probleme mit dem Sockel
-Angeschlossen - Kabelsalat adé!
-Angeschaltet - Erststart und Initialisierung
-Aufgelöst - Displayeigenschaften
-Ausgemacht - Was man sonst noch wissen will


---Ausgepackt---

Vom Geschenkpapier mal abgesehen, war der in ausreichend Styropor platzierte Monitor samt Zubehör sicher verpackt. Einen Berg runterkugeln sollte der Karton nicht, aber an "Dämmmaterial" wurde nicht gespart. Das aus dem Auspacken dennoch keine Odyssee aus tausenden Klebestreifen und gummierten Drähten wurde ist ein weiterer positiver Zeitsparender Aspekt.
Im Paket enthalten waren neben dem Monitor und einem Standfuß eine CD-ROM, eine Schnellstarthilfe, die Garantiekarte, ein Strom- sowie das Videokabel zum anschließen an den PC.

---Angeschaut---

Der Bildschirm hat eine Größe von 17 Zoll, was für mich eine perfekte Größe darstellt. Nicht zu klein, so dass man genügend Abstand halten kann, ohne die Augen zu sehr anzustrengen, aber auch nicht zu groß, dass einem schwindelig wird. Sicherlich ist das Geschmackssache und gerade Menschen, die den PC bevorzugt zum Spielen verwenden, werden zu einem 19-Zöller raten, aber mir reicht dieses Format völlig aus und ist auch, denk ich, das Standardformat.
Farblich gibt sich der Monitor modern im sehr angesagten Schwarz/Silber und passt damit perfekt zu meinem PC-Gehäuse, sowie zu Keyboard und Maus, die sich auch diesen Trendfarben verschrien haben. Das alte Mausgrau ist out und abgesehen von einigen unicoloren Designobjekten ist diese Farbkombi nicht nur momentan angesagt, sondern auch zeitlos und elegant. Das Silber beschränkt sich auf den vorderen Monitorrahmen, Sockel und der hintere Monitorteil sind schwarz. Zu Knopfleiste und weiteren Daten später mehr.

---Aufgestellt---

Kleinere Probleme gab es beim ersten Aufstellen. Nachdem der Sockel, wie auf dem Foto im spärlichen, aber 11-sprachigen Schnellstartfaltblatt eingestöpselt wurde, hab ich den Monitor hingestellt, nur um festzustellen, dass er nach vorne gekippt ist. Sicher kann man jetzt denken, dass so ein Fuß in gewissem Rahmen beweglich ist. Mit diesem Gedankengang an Bord versuchte ich den Monitor vorsichtig zu kippen und aufzurichten, was nicht klappte. Man will das Teil ja auch nicht direkt am Anfang überbrechen. Im Schnellstart sah das mittels eines einzigen Bildes recht simpel aus, einfach am Ständer anpacken und Halterung zurechtrücken. Nach einigen zaghaften Versuchen und der vermeintlichen Erkenntnis entweder etwas falsch zu machen oder einen verklemmten Monitor bekommen zu haben, packte mich der Mut, der Übermut. Ich legte den Monitor mit dem Gesicht nach unten vorsichtig auf den Boden (abgedeckt mit einem weichen Tuch) und benutzte nun etwas mehr Muckis in den Armen und siehe da, klack, klack, die Halterung war eingerastet und aufgerichtet. Wenn man schon mit so hoher Kraft ans Werk gehen muss, um das Gerät einzurasten, sollte man das im Beiheft auch ordentlich kennzeichnen. Kein Fehler des Monitors, eher der spärlichen Beschreibung. Aber im Ganzen ein Problem mit dem man im Endeeffekt, wenn man es denn gelöst hat, durchaus Leben kann, aber das auch hätte vermieden werden können. Nach dem Einrasten hat der Monitor übrigens eine vertikale Ausrichtungsmöglichkeit von 20%, nach links und rechts lässt sich der Monitor nicht neigen, wo zu auch?

---Angeschlossen---

Wie eben erwähnt lagen dem Paket zwei lose Kabel bei, was somit bedeutet, dass sie nicht, wie bei anderen Monitoren schon mal üblich, in das Gerät fest verankert sind, was einen immensen Aufwand bei einem Kabelbruch hervorrufen würde. Hier kann aber bei Belieben Kabel tauschen und umstecken. Von hinten gesehen links unten wird das Stromkabel eingesteckt, hinten rechts das VGA-Kabel. Im Sockel befindet sich eine ausklappbare Plastiköse, durch die die beiden Kabel geführt werden können, damit sie hinter dem Bildschirm verschwinden und nicht auffallen und herunterhängen bzw. nicht verknoten. Eine simple, aber effektive Lösung gegen unschönen Kabelsalat.

---Angeschaltet---

Eingestöpselt an Strom und Grafikkarte ist der Monitor sofort betriebsbereit. Ein lila Startbildschirm, der in nach nur einer Sekunde (gefühlte circa-Angabe) laden den Bildschirm startklar macht, lässt Einen beim Erststart auf ein verzerrtes Etwas starren, an den Rändern schwarze Balken, falsche Ausrichtung, fehlerhafte Seitenverhältnisse. Spätestens zu diesem Zeitpunkt, muss man auf die Knopfleiste am unteren Bildschirmrand kommen. Sechs große, längliche Knöpfe, bei denen selbst der Grobmotoriker sich nicht vertippen kann sind mittels Gravur beschriftet. Somit können sich Symbole oder Schrift nicht abnutzen und unlesbar werden. Der rechte Knopf ist zum Ein- und Ausschalten mit einem kleinen Lämpchen versehen, das im vollen Betrieb grün, und im Standby-Modus orange leuchtet. Der Linke Knopf ist für die automatische Ausrichtung und die mittleren vier sind für das On Screen Display und somit für die manuelle Ausrichtung des Monitors.
Hier kommen wir zu einem weiteren Highlight des Monitors, was meinen alten Röhrenmonitoren noch älter aussehen lässt. Auch wenn ich schon seit fast einem halben Jahr mit dem Bildschirm arbeite, habe ich das OSD noch nie benötigt geschweige denn gesehen, da die automatische Ausrichtung perfekt funktioniert. Ein kleiner Knopfdruck genügt, das Bild wackelt ein bisschen hin und her, probiert verschiedene Auflösungen und Ausrichtungen aus und Sekunden später ist das Bild perfekt eingestellt. Kein einziges Problem hatte ich bis jetzt mit diesem System, egal bei welcher Bildschirmauflösung ich es auch ausprobiert habe.

---Aufgelöst---

Gerade in den Anfangszeiten der flachen Bildschirmgeneration hörte man Kritiken über Bewegungsverzögerungen, eingeschränkte Blickwinkel und ähnliches, was vor allem das Spielerherz bluten ließ. Für diesen Monitor kann ich behaupten, dass er auch solche Herzen verarzten kann. Viel spiele ich nicht, aber zumindest Rollercoaster Tycoon habe ich zu genüge ausprobiert. Wer das Spiel kennt, weiß, dass es dort schnell zur Sache gehen kann. Keine Verzögerung oder hakende Bewegung konnte ich hier feststellen (es sei denn sie kam von meinem stockenden PC), auch der Winkel aus dem man das Bild unverfälscht sehen kann ist hoch. Sogar im allerniedrigsten Winkel kann man das Bild komplett erkennen, natürlich muss man dann aber Farbverfälschungen im leichten Gelbbereich hinnehmen.
Einen kleinen Pixelfehler mein Produkt auch. Aber bis jetzt nur einen, den aber leider fast mittendrin, doch hab ich gehört, dass dies recht normal sei und bis zu einer bestimmten Anzahl vertretbar ist, bevor man den Monitor umtauschen darf. Wirklich störend ist das auch nicht.

---Ausgemacht---

Abschließend lassen sich einige Funktionen noch vermerken, die mir als Amateur in diesem Bereich aufgefallen sind; Der Standfuß ist sehr stabil und rutschfest; Der Monitor geht automatisch in den Standbye-Modus, wenn er kein Videosignal erhält (Standbye-Modus des PC oder ausgeschalteter PC), die beigefügte CD-ROM hab ich nicht gebraucht; Auch dünne Monitore verstauben; Der Sockel ist nicht höhenverstellbar; meine Webcam hat nun endlich einen festen Platz auf dem Monitor und rutscht nicht mehr runter; Den Strom bekommt der Monitor direkt aus der Steckdose und nicht über den PC; Meine Augen werden trotzdem immer schlechter; Der neu gewonnene Platz auf dem Schreibtisch wurde für Schmierzettel, Lautsprecher, Lineal, Stifte und was sonst noch rumliegt sinnvoll genutzt; Vesa-Wandhalterung möglich, aber nicht enthalten; Weil es ein Geschenk war, kann ich zum Preis nicht viel sagen; Daten für Datenfetischisten im Anschluss:

BenQ FP71G, 17"
Farbe: Schwarz/Silber
Maße gesamt (selbst nachgemessen, ohne Sockel): 315mm x 375mm x 65mm
Sichtbarer Bereich des Monitor: 270 x 340
Sockelgröße: 120 x 220

Folgende Angaben vom Hersteller:
Gewicht: 3,8kg
Kontrast: 500:1
Helligkeit: 260cd/m²
Reaktionsgeschwindigkeit: 12 (9+3) ms
Display-Farben: 16,2 Millionen
Max. Auflösung: 1280 x 1024
Stromverbrauch: 40W (1W im SB-Modus)

---Preis/Leistung---
Im Ciao-Preisvergleich gibt es Angebote von 179€ bis 279€, der Durchschnitt liegt aber bei ungefähr 200€, was ich definitiv für so ein Gerät ausgeben würde. Sehr gut verarbeitet, keine Ausfälle oder Macken bisher bekannt und abgesehen von kleineren Unstimmigkeiten perfekt in Technik, Bedienbarkeit und Design.

Das ist doch eine Krone wert oder :-)

MFG
Schaut euch mal meine anderen Berichte an.
http://mitglieder.dooyoo.de/member/Fl3r/Testberic hte/

© Fl3r
Bei Fehlern bitte sagen

Fazit: Es ist wirklich Wert diesen Bildschirm zukaufen.

Verarbeitung:    Verarbeitung
Zuverlässigkeit:    Zuverlässigkeit
Bedienkomfort:    Bedienkomfort
Bildqualität:    Bildqualität