

Produkttyp: Acer TFT-Monitoren
Neuester Testbericht: ... es Probleme mit diesem Gerät geben sollte. Zur Not kann man sich aber auch an den Acer Support wenden. Gegen einen Preis von 559 € kann... mehr
Scharfer Darstellungskünstler mit kleinen Macken
Acer AL732

Name des Mitglieds: V-Mann
Produkt:
Acer AL732
Datum: 09.04.03, geändert am 10.04.03 (1675 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Bildqualität, Design
Nachteile: Leichte Streifenbildung, Grottenschlechte Anleitung, Mechanik
Zuerst: Ich besitze den AL732 ? muss deswegen aber dennoch nicht in Lobeshymnen ausbrechen. ;)
Kurz: 17 Zoll TFT-Display (entspricht vom sichtbaren Bereich etwa einem 19 Zoll-Röhrenmonitor), 1280 x 1024 Bildpunkte, DVI-, S-Video- und Analoganschlüsse, Reaktionszeit 16 ms (Herstellerangabe), Aluminiumgehäuse, vier Kurzhub-Bedientasten an der Vorderseite, ein An- / Aus-Taster (blau LED-beleuchtet), zwei eingebaute Lautsprecher. Ein DVI-Anschlusskabel fehlt ? aus mir unerfindlichen Gründen.
Lieferumfang:
Display, Standfuß, Netzteil, geschirmtes Analog-Anschlusskabel, Audio- und Video-Kabel, mehrere Netzkabel ? passend für den Anschluss an Steckdosen verschiedener Länder, beschissene (das schreibe ich nicht ohne Grund) Bedienungsanleitung.
Montage:
Schnell und einfach ? eine einzige Schraube ist einzudrehen, um das Display mit dem Standfuß zu verbinden; das geht sehr leicht und problemlos von Hand.
Design:
Das Gerät sieht einfach nur schick aus, ist sehr flach, aber relativ schwer. Zwei Leisesprecher (anders kann man die einfach kaum nennen) sind diskret ins Gehäuse integriert, ein An- / Aus-Taster ? der gleichzeitig als Betriebsanzeige dient ? blinkt gelb, wenn der Monitor im Standbymodus ist und leuchtet blau, wenn der Monitor ein Signal empfängt. ? Für manche Leute ist sowas ja ein Kaufgrund...
Das Display lässt sich lediglich etwas nach vorn und hinten neigen, seitliche Verstellmöglichkeiten gibt es nicht ? hier muss das Gerät dann komplett mitsamt Fuß gedreht werden. Eine Vertikaldrehung des Displays (90 Grad nach links oder rechts) ist nicht möglich.
Zu den ?Leisesprechern?: Klingen absolut bescheiden, haben natürlich nicht den mindesten Bass. Für ein Windows-übliches ?Dinggg?-Tonsignal reicht?s. (Für mehr aber auch nicht.)
Bild:
Kristallklar mit sehr leichter Tendenz zur horizontalen Streifenbildung, brillante Darstellung bei hoher Farbtreue, auch bei Sonnenli
cht weit ausreichender Helligkeits- und Kontrast-Regelbereich, kein Verschwimmen, keine Darstellungsunruhe, KEINE Pixelfehler ? sonst hätte ich mein AL732 nach dem Testen beim Kauf auch nicht genommen, denn JEDER auch noch so kleine sichtbare Pixelfehler geht einem bei bei jeder Benutzung eines TFT-Displays gewaltig auf die Nerven).
Bei Auflösungen unter 1280 x 1024 Bildpunkten ist das Bild TFT-üblich verschwommen, aber noch erträglich.
Die Darstellung ist dermaßen scharf, dass man beim Betrachten von z. B. JPGs zunächst an einen Darstellungsfehler glaubt, bis man bemerkt, dass die Grafik tatsächlich etwas ?körnig? ist und dies kein Darstellungsfehler des Displays ist. Und ich habe schon vorher einen TFT-Monitor benutzt...
Betrieb: Der AL732 stellt sich automatisch und flott auf Auflösung und Bildwiederholfrequenz ein ? und das macht er recht gut. In absoluten Ausnahmefällen kann man etwas nachregulieren, um zum Beispiel den Pixeltakt anzugleichen ? dies ist aber wirklich nur in absoluten Ausnahmefällen erforderlich. Dazu reicht ein Druck auf die Auto-Taste an der Vorderseite des Gerätes.
Bedienung:
Mäßig.
Ein durchgestyltes Bildschirmmenü hilft bei den üblichen Einstellungsarbeiten (Helligkeit, Kontrast, Farbtemperatur, Pixeltakt, Bildlage, etc.) ? allerdings ist die Bedienung durch die wenigen Bedienelemente ziemlich umständlich. Seltsamerweise bewirkt ein Druck auf die Taste, die mit einem Pfeil nach links markiert ist, dass der Rollbalken im Menü nach UNTEN wandert, nicht nach oben, wie es (zumindest für mich) logisch wäre.
Insgesamt ist die Bedienung etwas nervig ? ?dank? der wenigen Bedienelemente. Hier ist auf jeden Fall noch Raum für einige Verbesserungen...
Verarbeitung:
Schwer und stabil, keine Grate, keine überstehenden Kanten, sauber verarbeitet.
Die Neigemechanik des Displays ist leider auch nach Wochen noch schwergängig; man hat fast Angst, das Display beim Neigen durc
hzubr
echen.
Anleitung:
Das Letzte.
Wirklich.
Sowohl englischer als auch deutscher Teil der Anleitung lassen mehr als deutlich erkennen, dass die Übersetzer nicht die mindeste Ahnung vom Thema hatten. ?Clock? (Pixeltakt) wird z. B. mit ?Uhr? übersetzt, die restlichen Fachausdrücke sind ebenfalls vollkommen daneben, Rechtschreibfehler sind keine Ausnahme, sondern die Regel. Mitten im deutschen Text finden sich ein paar italienische Sätze. (Mit den Fehlern der Anleitung könnte ich eine ganze Seite füllen...)
Die Anleitung ist keine Anleitung, sondern eine Aufzählung der Bedienmöglichkeiten und -elemente mit komplett falscher, teilweise zum Herumkugeln komischer Beschreibung. Mehr nicht.
Was mir gefällt:
Bildqualität (extrem scharfes, aber nicht stechendes Bild), guter Auto-Abgleich, großer Helligkeits- und Kontrast-Regelbereich, Design.
Was mich stört: Leichte Streifenbildung, keine Schwenkmöglichkeit, keine 90 °-Verstellmöglichkeit, recht schwergängiges Neigen des Displays, fiese ?Leisesprecher?, grottenschlechte und falsche Anleitung, kein DVI-Kabel mitgeliefert.
Preis: 550 Euro.
Fazit: Gutes TFT-Display mit einigen, aber weniger ins Gewicht fallenden Macken.
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Kleine Ergänzung Nummer eins (danke, Trillian28): Bei Spielen oder Filmen bleibt die gefürchtete "Schlierenbildung" aus - das Bild ist sauber wie bei einem modernen Röhrenmonitor, was wohl an der relativ hohen Bildaufbaugeschwindigkeit von 16 Millisekunden liegt.
Kleine Ergänzung Nummer zwei (danke, Acer): Ein Anruf bei Acer (sehr positiv: Gebührenfreie 0800-Nummer) bewirkte, dass ich jetzt doch zu meinem DVI-Kabel komme: Acer schickt mir das Ding kostenlos zu, da es, laut Aussage des freundlichen Herrn bei Acer mit der angenehmen Stimme, normalerweise zum Lieferumfang gehört.
Na, wenn das 'mal nicht nett ist... :o)
Fazit:
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09.04.03
Hast du den Display zufällig auch mit Spielen und Filmen getestet? Will mir auch einen neuen kaufen und mich interessiert besonders ob es bei schnelleren Bildabläufen zu Schlierenbildun gen kommt. Liebe Grüße Trillian