Sharkoon AL4
Ein super Kompromiss aus Preis und Leistung... - Sharkoon AL4 PC Gehäuse

Produkttyp: Sharkoon PC-Gehäuse

Neuester Testbericht: ... stabiler und langlebiger aussieht und sich auch so anfühlt. Aber wie gesagt, Sorgen machen muss man sich absolut keine. +++MEIN FAZIT+++... mehr

Ein super Kompromiss aus Preis und Leistung...
Sharkoon AL4

constantnation

Name des Mitglieds: constantnation

Produkt:

Sharkoon AL4

Datum: 30.10.11

Bewertung:

Vorteile: Optik, gute Architektur, viele 5,25" Slots, Preis/Leistung sehr gut

Nachteile: könnte mehr Lüfterpunkte haben, Außenbleche könnten etwas stärker sein...

Sharkoon AL4


+++KAUFGRUND+++

Ich habe mir vor einiger Zeit ein Computergehäuse für einen Computer in der Firma meines Vaters gekauft. Da ich bei der Arbeit hin und wieder so oder so im Internet unterwegs bin, habe ich das übernommen, ein möglichst günstiges und geeignetes Gehäuse zu finden.

Fündig geworden bin ich dann beim Sharkoon AL4 Gehäuse, welches gerade mal 44,90Euro gekostet hat.

Der Grund für den Gehäusewechsel war, dass 4 optische Laufwerke Platz haben sollten, da der alte Tower nur 2 Slots hatte, und doch recht klein war. Da der Sharkoon AL4 Midi Tower eben genau 4 Slots hat, war er somit auch wegen des günstigen Preises die optimale Lösung.

Die Farbe die wir gewählt haben war "Titan". Es hätte auch noch Silber gegeben, aber mein Vater sagte, dass er lieber das dunklere haben möchte. Gesagt, getan.


+++OPTIK UND VERARBEITUNG+++

Die Optik des Gehäuses ist wirklich sehr gut gelungen. Es ist ein relativ Cleanes, Straightes Gehäuse, das keine besonderen Spielereien hat, die Form ist ein normale Quader, ohne irgendwelche besonderen Kurven oder Applikationen, was schon sehr gut ist, da man ja eigentlich nichts besonderes am Gehäuse braucht, was nur zur Optik dient, wenn man ihn beruflich benutzt.

Vorne ist eine kleine Plexiglasscheibe, hinter die ein 120mm Lüfter kommen soll, der allerdings nicht im Lieferumfang enthalten ist. Das ist unter anderem auch ein Grund für den niedrigen Preis, da nur der Frontlüfter vorhanden ist. Dieser ist aber sogar mit LED beleuchtet.

Im inneren sind ordentliche bleche Verarbeitet und die Festplattenslots sind nicht normale, die durchgehend die Platte einfassen und umschließen, sondern nur ganz vorne und ganz hinten die 3,5" Festplatte halten. Das ist von Vorteil, da so die Festplatte eigentlich Free-Air positioniert ist, und somit die Zirkulation gleich ne Ecke besser ist. Desweiteren ist das auch noch gut, da aus Platzgründen vor die Festplatten ja noch der Lüfter passen sollte, und das ganze somit ja etwas weiter hinten positioniert sein muss.

Die Verarbeitung generell kann eigentlich nicht mit meinem LianLi Gehäuse mithalten, da die ganzen Bleche und auch das Gehäuse von der Materialstärke des Aluminiums einfach eine Spur dünner sind, und somit nicht ganz so stabil. Allerdings ist es jetzt auch nicht so, dass es sich um absolute Billigbleche handelt und es müll ist. Denn wenn man das möchte, findet man auch um 20Euro solche Gehäuse.

+++WAS BIETET DAS GEHÄUSE?+++

Hier erst einmal die Spezifikationen für alle Freunde der Technik:

Formfaktor Midi Tower
Max. Mainboard-Größe ATX/MicroATX
Unterstützte Mainboards ATX, microATX
Anzahl interner Einbauschächte 3
Anzahl von vorne zugänglicher Einbauschächte 5
Breite 19.2 cm
Tiefe 48 cm
Höhe 43 cm
Gewicht 3.4 kg
Farbe Titan
Kühlsystem Vorderseite : 120 mm Lüfter x 1 / Einlass / blaue LED ¦ Rückseite : 80 mm Lüfterhalterung x 2 / Auslass
Systemgehäuse-Merkmale Schraubenlose Laufwerksschächte, aus Aluminium
Erweiterungseinschübe 4 (gesamt)/ 4 (frei) x von vorne zugänglich - 13.3 cm x 1/2H ( 5.25" x 1/2H ) ¦ 1 (gesamt)/ 1 (frei) x von vorne zugänglich - 8.9 cm x 1/3H ( 3.5" x 1/3H ) ¦ 3 (gesamt)/ 3 (frei) x intern - 8.9 cm x 1/3H ( 3.5" x 1/3H )
Erweiterungssteckplatz/-steckplätze 7 Erweiterungsanschluss
Schnittstellen 2 x Hi-Speed USB - USB Typ A, 4-polig ¦ 1 x Mikrofon - Eingang - Mini-Phone 3,5 mm ¦ 1 x Headset - Ausgabe - Mini-Phone Stereo 3.5 mm
Stromversorgungsgerät Ohne Netzteil

Man sieht da also schon, dass das Gehäuse einiges zu bieten hat. Die internen Einbauschächte sind mit 3 Slots vertreten. Das bedeutet dass bis zu 3 Festplatten im Computer eingebaut werden können. Desweiteren sind ganze 4 5,25" Slots für BluRay Laufwerke, CD Laufwerke, DVD Laufwerke oder eben Brenner vorhanden, was wir ja eben auch wollten. Darunter findet sich noch ein 3,5" Slot, für die altgedienten Floppy Drives, die man aber heutzutage absolut nicht mehr benötigt, sofern man mit dem Betriebssystem nicht mehr im 20. Jahrhundert lebt. Optional bieten sich heutzutage Multikonnektive Panels für den Floppy Slot an.

Das Kühlsystem, auf das dieses Gehäuse ausgelegt ist, ist natürlich bei diesem Preis eine Luftkühlung. Es sind einige Lüfter einbaubar. Vorne ein 120mm Lüfter, mit blauer LED Beleuchtung, der schon fertig montiert ankommt. Desweiteren hat das Gehäuse hinten noch 2 Plätze für 80mm Lüfter, die unter dem Mainboard angebracht sind, sprich, sie sind eher unten am Gehäuse, sodass ein geradeliniger Luftstrom vom Frontlüfter zu den potentiellen zwei Auslasslüftern in der Rückwand entstehen kann.

Das Gehäuse ist natürlich auch nicht von gestern, weswegen unter dem Floppy Slot und über dem Lüftungssichtfenster einige Konnektivitäten vorhanden sind. So sind dort 2x USB 2.0 Anschlüsse, sowie auch ein Set Soundkartenanschlüsse, mit 1x Mikrofon, Mini Klinke für Kopfhörer oder Lautsprecher sowie auch einem Headset Output, den man prinzipiell aber gleich verwenden kann wie den Klinken Line-Out.

Das Mainboard das innen platziert werden kann ist ein ATX Board, oder ein Micro ATX Board, es ist eine Platte eingearbeitet, mit Dämpfern und vorgebohrten, gewindeten Löchern für beide Bauarten, die man dann eben so einbauen kann, dass sie dann nach hinten weg auch ihre Anschlüsse bündig anbieten können. Das ist jetzt nichts besonderes, denn das hat jedes Gehäuse zu bieten, da die Mainboard Formen ja komplett genormt sind.

Somit ist ganz klar zu erkennen, dass dieses Gehäuse, was die Einbaumöglichkeiten angeht doch schon sehr gut ist. Was ich jedoch noch zu bemängeln hätte ist, dass in der Seite keine Lüfter eingebaut werden können, oder oben. Das gibt es ja mittlerweile zur Genüge. Und von Haus aus 3 Lüfter, das kann natürlich locker reichen, jedoch finde ich dass Lüfter, die Seitwärts Luft hinausziehen, positioniert im Bereich des CPU Lüfters, doch eine sinnvolle Sache wären, da so eben die CPU, die in der Regel unter Vollast am meisten Temperatur entwickelt, so zusätzlich entlastet werden kann. Aber wie gesagt, beunruhigend ist es dennoch nicht, denn vorne ein 120mm Lüfter, und hinten 2x 80mm Lüfter, das ist auch ein ordentlicher Luftstrom, wenn man als Hecklüfter ordentliche Dinger kauft.


+++EINBAU UND BETRIEB+++

Der Einbau in das Gehäuse stellt sich nicht sonderlich schwer dar, wenn man es schon einige male gemacht hat und sich etwas auskennt. Das Mainboard (es handelt sich um ein Asus Board) ließ sich einfach einbauen, und passte sehr gut auf die Vibrationsdämpfer, die auch als Erdung dienen sollen, damit kein Strom auf dem Gehäuse liegt und es zu Statischer Ladung, und eventuellen Kurzschlüssen kommt. Die 4 optischen Laufwerke waren auch kein Problem, da die Slots eben gewissenhaft gemacht sind und man da auch passgenau alles anschrauben konnte.

Bei den Festplatten ist der Einbau jedoch anders, als es die meisten gewohnt sind. Normalerweise werden Festplatten von hinten in den Slot geschoben und dann können sie festgeschraubt werden. Hier ist es jedoch so, dass der Slot eigentlich keiner ist, sondern es sich nur um Haltepunkte handelt. Vorne einer, und hinten, schon fast am Mainboard, ist auch ein kleiner Rahmen. Die Festplatte wird zuerst nach hintein eingeschoben und dann eben geradegestellt, und vorne in den Rahmen gegeben. Dann festgeschraubt. In der Mitte befindet sich kein Slot und auch keine Umschließung der Festplatte. Sicherlich super für die Luftzirkulation. Es könnte nur etwas ungewohnt für die meisten sein, da diese Festplatten-Installationsart nicht überall verwendet wird. Mittlerweile muss ich aber schon sagen, dass diese Rahmen statt den HDD Slots durchaus gut sind. Natürlich, wie auch schon gesagt, ist es aus Platzgründen auch nötig, da vor den Platten ja noch ein 120mm Lüfter etwas Platz haben soll. Und so sind die Festplatten perfekt eingebaut, und lassen zur Vorderwand der Gehäuses noch etwas Platz, damit der Lüfter den Luftstrom auch ordentlich entwickeln kann. Also das passt doch wunderbar.


Wenn dann Grafikkarte, RAM, Netzteil, Zusatzlüfter, und etwaige nötige Karten (Soundkarten, spezielle Portkarten für Firewire, eSATA, oder eine zweite Grafikkarte usw) installiert sind und auch alles angeschlossen ist, steht das Gehäuse schon sehr gut da. Das einzige was ich hier jedoch noch bemängeln könnte und auch möchte ist, dass die Stärke der Wände nicht so gut ist. Das bedeutet einfach dass es in gewisser Weise etwas luftig daherkommt. Allerdings nicht so, dass es unter Belastung anfängt zu vibrieren, wenn die optischen Laufwerke oder Festplatten voll zu drehen beginnen. Also eigentlich doch noch ein annehmbarer Kompromiss aus Preis und Materialstärke. Allerdings wird es dafür einen Stern abzug geben, da beispielsweise mein LianLi Gehäuse (welches auch preislich doppelt so teuer war), einfach ne ganze Ecke stabiler und langlebiger aussieht und sich auch so anfühlt. Aber wie gesagt, Sorgen machen muss man sich absolut keine.


+++MEIN FAZIT+++

Das Sharkoon AL4 Gehäuse ist ein sehr gutes Gehäuse, mit intelligenter Innenarchitektur und nur etwas luftigen Außenwänden. Ansonsten ist alles in bester Ordnung. Ordentliche 4 Laufwerkslots, Platz für genug Hardware, sodass man da auch fast schon einen High-End PC einbauen könnte. Und das ganze für unter 50Euro, ist meiner Meinung nach schon eine gute Sache.

Ich finde es ist ein Gehäuse das man durchaus weiterempfehlen kann. 5 Sterne verdient es jedoch nicht. 4/5 Sterne, aber wie schon gesagt, dennoch eine klare Kaufempfehlung:

SEHR EMPFEHLENSWERT!!!

Fazit: siehe Bericht...

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Installation:    
Design: