Antec Aria EC
Der macht es mir auf dem Tisch - nicht drunter ... - Antec Aria EC PC Gehäuse

Produkttyp: Antec PC-Gehäuse

Neuester Testbericht: ... bzw. Updatemöglichkeiten erhalten wollen, sicher eine Überlegung Wert. Für ca. 90 € erhält man ein gut verarbeitetes und schickes PC- G... mehr

Der macht es mir auf dem Tisch - nicht drunter ...
Antec Aria EC

Steinbock2000

Name des Mitglieds: Steinbock2000

Produkt:

Antec Aria EC

Datum: 25.03.07

Bewertung:

Vorteile: sehr leise und kompakt

Nachteile: begrenzte Erweiterungsmöglichkeiten

... dieser "PC-Würfel" des Typs "ARIA" des Herstellers Antec. Seit nunmehr 18 Monaten nutze ich diesen Mini-PC, nachdem bei mir ohnehin eine PC- Aufrüstung anstand und ich von meinem Tower unter dem Tisch, aus Platz- und Bequemlichkeitsgründen, einfach weg wollte. Nach langer Recherche im Internet nach etwas Kleinem dabei aber doch Flexiblem, landete ich schließlich bei diesem Hersteller, der neben anderen schönen PC-Gehäusen im mittleren Preissegment, auch diesen PC- Cube anbietet.

Der Aufbau:

Das Gehäuse besteht im Inneren aus Stahlblech. Im Gehäuse enthalten, ein ultrakompaktes 300W- ATX-Netzteil, welches von Antec selbst gefertigt wird. Ein Standard- ATX- Netzteil ist hier also nicht einsetzbar.
Die Seitenteile und der Deckel sind aus Aluminium mit innen angebrachter Dämmung gefertigt. Das Frontpanel aus schwarz glänzendem Kunststoff wird links und rechts von zwei im dezenten Blau beleuchteten, transparenten Kunststoffsäulen begrenzt. Es beinhaltet neben der DVD-Laufwerksklappe und dem Netz- bzw. Resettaster den ins Gehäuse integrierten 8in1- Cardreader für alle gängigen Speicherkartenformate, sowie zwei USB-, einen FireWire- und zwei Audioanschlüsse.
Erstaunlich für mich und sehr praktisch: Am ganzen Gehäuse befindet sich nur eine Rändelschraube, die den Deckel fixiert. Alle anderen Teile werden nur gesteckt bzw. gerastet, wie auch der Laufwerkskäfig, in dem bzw, an dem die maximal vier möglichen Laufwerke montiert werden können. Das Ganze ist stabil und sehr solide gefertigt. Scharfe Kanten gibt es bei diesem Hersteller ebenfalls nicht.

Die Technik::

Es ist schon erstaunlich, wie man es auf 27cm Breite, 20cm Höhe und 32cm Tiefe schaffen kann, alles unterzubringen, was man in einem PC braucht. Natürlich sind da Kompromisse nötig - und die gibt es auch hier. Das fängt bei der Auswahl der Motherboards an., denn hier ist der Formfaktor Micro- ATX Pflicht. Auch die Zahl der einzubauenden Laufwerke ist begrenzt. Vorgesehen sind ein externes 5,25 Zoll Laufwerk und maximal drei interne 3,5 Zoll Laufwerke. Damit ist klar:: Ein Diskettenlaufwerk geht hier nicht einzubauen - angesichts des aussterbenden Charakters dieser Laufwerksart aber zu verschmerzen. Und natürlich kann es angesichts der räumlichen Enge auch zu Platzkonflikten kommen, wenn z..B. die Powergrafikkarte mit extra grossem Kühlkörper sich in den seitlich vorgesehenen 3,5 Zoll- Laufwerksschacht Nummer drei hinein drängt... aber für solche Ausstattungen wählt man dann doch eher einen anderen Gehäusetyp aus...
Etwas aufpassen muss man auch bei der Auswahl des CPU- Lüfters. Angesichts der heute am Markt verfügbaren Konstrukte kann es leicht passieren, dass man die zulässige lichte Höhe überschreitet, wenn man zu sehr vom Standardformat abweicht. Also gilt auch hier: Drum prüfe, was sich ewig mit der CPU verbindet...
Ansonsten werden die Beschränkungen hardwareseitig eigentlich nur durch die selbst zu wählende Ausstattung des Motherboards gesetzt. Hier sehe ich auch den signifikanten Vorteil im Vergleich zu einem Barebone, denn da hat man selbst beim Motherboard, da in der Regel herstellerseitig spezialgefertigt und fest eingebaut, keinerlei Option.
Das ins ARIA- Gehäuse eingebaute 300W- ATX12V- Netzteil reicht selbst für die etwas stärkeren Fraktionen von CPU und Grafikkarte aus. Auch die Stromversorgung zeitgemäßer SATA- Laufwerke ist sichergestellt. Und die vorhandenen Frontanschlüsse stellen die notwendige Flexibilität bei der Zuführung externer Peripherie her.

Meine Erfahrungen:

Der Einbau meiner Hardware (Motherboard, Grafikkarte, DVD-Laufwerk, IDE-Festplatte) verlief ohne Probleme. Selbst das deutsche Handbuch mit einer guten Gehäusebeschreibung benötigte ich nur kurz (liegt aber sicher auch daran, dass ich schon ein paar Erfahrungen habe). Hilfreich ist auf jeden Fall auch die sehr durchdachte Konstruktion des Gehäuses insgesamt. Da erklärt sich dem geübten PC- Hardwareschrauber vieles von allein. Wenn man sich einmal an die räumliche Enge gewöhnt hat, kommt man selbst mit grossen Händen und vergleichsweise wenig motorischem Geschick wie ich... gut zurecht.
Zwischenzeitlich habe ich diese Woche das nächste Hardwareupdate in diesem Gehäuse durchgeführt. Und das ging so: Oberer Deckel ab, Seitenteile ausgerastet, Laufwerksschacht ausgeklappt, CPU gewechselt, Laufwerksschacht zurück, Seitenteile eingerastet, Deckel drauf - fertig. Und wie ihr lesen könnt, schreibe ich schon wieder...
Auch mit neuer CPU ist der Netzteillüfter angenehm leise geblieben. .. und vorn leuchtet mein kleiner Würfel immer noch so schön blau..:-)

Fazit

Für PC-Anwender mit Hardwareerfahrungen, die Platzprobleme haben, dabei sich aber ein Mindestmaß an Flexibilität bezüglich der Erweiterungs- bzw. Updatemöglichkeiten erhalten wollen, sicher eine Überlegung Wert. Für ca. 90 € erhält man ein gut verarbeitetes und schickes PC- Gehäuse unterhalb des Formfaktors eines Mini- Towers mit gleichzeitig besseren Aufrüstoptionen als bei einem Barebone. Und der Cardreader ist auch schon drin....

Fazit: Eine echte Platzspar- PC Option ...

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Installation:    
Design: