
Neuester Testbericht: ... eigentlich nur am Rande, periphär sozusagen. Wie auch in Sachen Kirchensteuer, möchte ich hier kurz einen kleinen Exkurs in die jünger... mehr
Sektsteuer: Danke, Willi
Sekt- und Schaumweinsteuer

Name des Mitglieds: dorfeunuch
Produkt:
Sekt- und Schaumweinsteuer
Datum: 24.07.00, geändert am 24.07.00 (140 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Betrifft nur Sekt- und Schaumweintrinker
Nachteile: Macht eher ärmer als reicher
Ja, meine Lieben, was mancher nicht weiß, ist die Tatsache, daß in Deutschland eine Sekt- und Schaumweinsteuer erhoben wird. Da ich einen nervösen Magen habe und von dem Blubberzeug fürchterliches Sodbrennen (für Bayern: bärigen Sodbrand) bekomme, betrifft mich die Sache eigentlich nur am Rande, periphär sozusagen. Wie auch in Sachen Kirchensteuer, möchte ich hier kurz einen kleinen Exkurs in die jüngere deutsche Geschichte wagen: Unser Kaiser Wilhelm II. hatte da ein Problem: Er wollte das Deutsche Kaiserreich zur Weltseemacht erheben, sozusagen nach britischem Vorbild à la Lord Nelson. Nur war er schon etwas moderner eingestellt, so daß er die Herrschaft auf den 7 Weltmeeren über eine schlagkräftige U-Boot-Flotte (damals noch mit zusammengenieteten Rümpfen, au weia...) erlangen wollte. Was fehlte, war das Geld. Da zur damaligen Zeit das Wort "Parteispendenaffäre" gänzlich unbekannt war, der Kaiser auch sowieso keiner politischen Partei angehörte (professionelle Historiker mögen mich verbessern), mußte der nötige Zaster woanders beschafft werden. Unser Kaiser Wilhelm überlegte nicht lang und ersann eine neue Form der Besteuerung: die Sekt- und Schaumweinsteuer. Das mit der U-Boot-Flotte war ein ziemlicher Reinfall, dafür ist die Steuer bis heute geblieben. Merkwürdig, was? Da fällt mir gerade ein: Wie lange gibt es schon den Solidaritätszuschlag? ;-)
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Steuer / Einkommen


