Polar FT2
Vor Herzrasen wird gewarnt - Polar FT2 Sportuhr

Erhältlich in: 8 Shops

Produkttyp: Polar Sportuhr

Neuester Testbericht: ... seinen ersten vorsichtigen Jogging-Versuchen nie die 120er-Marke. Auf einer seiner üblichen Strecken muss er aber einen ziemlich steilen Be... mehr

Vor Herzrasen wird gewarnt
Polar FT2

kerry3

Name des Mitglieds: kerry3

Produkt:

Polar FT2

Datum: 28.06.12, geändert am 06.01.13 (328 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Exakte Herzfrequenzmessung, einfache Bedienung, Alarmton bei Zielüberschreitung...

Nachteile: Senderbatterie nicht wechselbar

Liebe Freunde und Leser,

wie wichtig Sport und Bewegung für die Gesundheit ist, brauchen wir nicht diskutieren. Fitness ist ein immerwährendes Thema in unserer heutigen Gesellschaft. In den letzten Jahren ist mir aufgefallen, dass immer mehr Fitnesstrainer und Ärzte die Verwendung von sogenannten Pulsuhren empfehlen, die die Herzfrequenz überwachen, dem Sportler zeigen, wann er am effektivsten trainiert und teilweise schon kleinen Computern ähneln. Doch braucht man so eine Uhr tatsächlich unbedingt?

Während ich nach meinen Jugendjahren als Leistungssportlerin merklich nachgelassen habe, was ein regelmäßiges Training welcher Art auch immer betrifft, ist mein Mann seit seiner Kindheit ein begeisterter Sportler, der es nicht erträgt, wenn er mal einen Tag nicht zum Laufen kommt. Nach dem Ende seiner "Fußballerkarriere" spiele er bei den Alten Herren weiter, seit Jahren geht er mit einer Männertruppe einmal im Jahr auf eine viertägige Radtour und fährt auch sonst viel Rad. In der Mittagspause relaxt er nicht nur, sondern joggt auch eine Runde und abends hängt er hier auch immer wieder mal eine weitere Runde dran. "So ein Mann kann eine Pulsuhr gebrauchen", dachte ich mir und schenkte ihm eine von Tchibo vor ein paar Jahren zum Geburtstag. Typisches Fehlgeschenk, denn er verwendete diese nie. Er brauchte so eine Uhr also nicht unbedingt... bis vor ein paar Wochen, als sich das gravierend änderte.



SPORT IST (MANCHMAL FAST) MORD
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Im März dieses Jahres ging es meinem Mann, der gar nie krank ist, auf einmal nicht mehr so gut. Er hustete immer mehr, konnte nachts kaum schlafen, weil er im Liegen keine Luft bekam. Das wurde mir immer unheimlicher und ich schickte ihn zum Arzt. Dieser gab im zunächst mal Antibiotika, die aber nicht halfen. Bei einer weiteren Untersuchung stellte der Arzt fest, dass mit dem EKG etwas nicht ganz in Ordnung sei und schickte meinen Mann in das nächste Krankenhaus, wo er ein weiteres, ausführlicheres EKG machen lassen sollte.

Das Krankenhaus hatte freundlicherweise ein Bett frei und behielt ihn gleich da - beim EKG und einer Ultraschalluntersuchung wurde festgestellt, dass sein Herz nicht genug Blut durchpumpte und ein Verdacht auf verengte Arterien bestand. Tolle Nachricht, vor allem an einem Freitag, denn weitere Untersuchung für eine genaue Diagnose konnten erst am Montag darauf gemacht werden, wegen der Herzinfarktgefahr verbrachte mein Mann das Wochenende trotzdem bereits im Krankenhaus, immer mit dem Gedanken an eine eventuell drohende Herz-OP.

Zum Glück stellte sich aber heraus, dass es sich "nur" um einen verschleppten Virus und eine Herzmuskelentzündung handelte. Nicht ganz so gefährlich, aber eine langwierige Sache, die auch nach dem 14-tägigen KH-Aufenthalt noch nicht ganz ausgestanden ist. Mein Mann hatte im Februar wohl eine leichte Erkältung gehabt, dennoch aber bei eisigen Temperaturen nicht auf seine mittäglichen Joggingrunden verzichtet - Leichtsinn, dein Name ist "Mann".


"HEILIGER ANDONE
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,kreizbraver Ma, führ mi an des ... na" - Bayern oder Schwaben unter euch könnten diesen Spruch vielleicht noch von der Oma her kennen. Der Heilige Antonius ist der Schutzheilige zum Auffinden verlorener Sachen und mein Mann scheint mich manchmal für ihn zu halten. "Schatz, weißt du vielleicht, wo meine Pulsuhr ist?" Nee, woher soll ich wissen, wohin dieses ungeliebte Ding von ihm verschoben wurde. Hintergrund für die Suchaktion war die Tatsache, dass mein Mann laut Arzt nicht nur Sport machen darf, sondern sogar soll, dabei aber niemals einen Puls über 120 erreichen sollte. Nun kann man das ja schlecht abschätzen und auf einmal war die Pulsuhr doch gefragt. Da sie unauffindbar blieb, bekam ich den Auftrag, eine neue zu besorgen. "Nicht teuer, kein Schnickschnack, nur zum Pulsmessen und gut!" - so die Anweisungen.

Da ich von Polar als Hersteller solcher Uhren schon Gutes gehört hatte, schaute ich bei Amazon nach und erstand dort für 50 Euro den



POLAR TRAININGSCOMPUTER FT2 BLACK
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Die FT2 sieht eigentlich genauso aus wie eine ganz normale digitale Armbanduhr mit Kautschukarmband, man befestigt sie auch wie eine solche am Handgelenk. Da sie über eine Uhrenfunktion verfügt, kann man sie eigentlich auch außerhalb des Sports tragen und als Uhr verwenden. Mein Mann benutzt sie dennoch rein als Herzfrequenzmesser beim Sport, weil er Armbanduhren mit analogem Zifferblatt bevorzugt.

Die Funktionen der Pulsuhr sind wie gewünscht ganz simpel: eine extragroße Anzeige mit Displaybeleuchtung stellt die EKG-genaue aktuelle und durchschnittliche Herzfrequenz und die Trainingszeit dar. Zudem kann man manuell die Zielzone mit Alarm einstellen.

Alle Einstellungen nimmt man mittels des einzigen Knopfs vorne vor. Ich möchte hier nicht die genaue Vorgehensweise im Detail aufführen, die Bedienungsanleitung ist klar verständlich geschrieben und mit der FT2 richtig umzugehen ist kein Hexenwerk. Mein Mann, der mit technischen Dingen nicht allzu viel am Hut hat, stellte schnell und problemlos den Wert 120 als Obergrenze ein.

Neben dem Trainingscomputer am Handgelenk benötigt man zur Herzfrequenzmessung noch den Sender für die Brust, der mit einem Gurt befestigt wird. Diesen muss man nicht zusätzlich kaufen, sondern er ist im Lieferumfang enthalten (POLAR T31 Sender codiert). Die Elektroden des Senders muss man vor dem Anbringen des Brustgurts leicht anfeuchten, damit eine korrekte Übertragung gewährleistet ist.

Ich selber habe es ja nicht ausprobiert, aber der beste Gatte von allen meint, das Tragen dieses Gurtes sei nicht unbequem oder unangenehm. Er ist eher schlank, der Gurt passt ihm einwandfrei und rutscht nicht. Doch auch für kräftiger gebaute Menschen, solange es sich nicht um eine Tonne handelt, reicht der Gurt locker aus. Das Display sei - so mein Sportler - gut ablesbar und was ihm besonders gefällt ist die Tatsache, dass man während des Laufens keine Knöpfchen drücken muss, wenn man mal bestimmte Anzeigen abrufen möchte: man hält nur die Uhr kurz an den Sender und kann so zum Beispiel die Trainingszeit abrufen. Diese Funktion nennt sich "Heart-Touch-Funktion - Bedienung ohne Knopfbetätigung".


BEI MEINEM GATTEN PIEPT ES
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Da mein Mann ja doch ziemlich durchtrainiert ist, überstieg die Herzfrequenz bei seinen ersten vorsichtigen Jogging-Versuchen nie die 120er-Marke. Auf einer seiner üblichen Strecken muss er aber einen ziemlich steilen Berg hinauf und da schlug die FT2 tatsächlich Alarm, die Herzfrequenz von 120 wurde überschritten. Der Wachhund hat gut aufgepasst *g*

Irgendwann traute sich mein Fußballer auch mal wieder ins AH-Training, natürlich mit der Polar FT2 abgesichert... und kam etwas frustriert wieder zurück. Während gleichmäßiges Laufen den Puls kaum nach oben treibt, piepte es bei den abrupten Bewegungen, Anläufen und Stopps eines Fußballspiels ständig. Auf diese Sportart wird er leider bis zur vollständigen Ausheilung und dem OK des Arztes noch verzichten müssen.

Noch frustrierter war mein Mann dann ein paar Tage darauf. Von mir zur Gartenarbeit verdonnert, hackte, sägte, grub er einige Stunden und war anschließend groggy und total verschwitzt. Natürlich hatte er auch hier die Pulsuhr im Gebrauch, die kein einziges Mal eine Herzfrequenz über 120 meldete. "Spaß beim Fußball ist verboten, aber schaffen darf ich," grummelte er.

Tja, leider bietet die FT2 keine gute Ausrede, wenn ich mal wieder Gartenarbeit für meinen armen Mann habe - gezeigt hat sich aber, dass sie einwandfrei und korrekt funktioniert und somit ihren Zweck bestens erfüllt.


DAS HERZ MACHT BUMBUDIBUMM...
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Und die Polar FT2 misst, wie stark. Genau so sollte es für meinen Mann sein und das reicht ihm auch absolut aus. Er könnte sogar noch einzelne Trainingseinheiten abspeichern und dann vergleichen, aber das ist ihm schon wieder viel zu technisch und umständlich. Ich selber, sollte ich mir jemals eine Pulsuhr kaufen (ich liebäugle mit dem Gedanken), würde eher zu einer großen Schwester der FT2 greifen, da ich Spielereien wie Kalorienverbrauch oder Schrittzähler dabei haben möchte - ich bin halt etwas verspielt ;-) Wenn man es aber ganz rational sieht, dann sind die Funktionen der FT2 absolut ausreichen für ein effektives Training. In der Bedienungsanleitung wird auch gut erklärt, was es mit den Herzfrequenz-Intensitäten auf sich hat, in welchem Bereich ein Anfänger oder Fortgeschrittener trainieren sollte und was für ein gesundes Training zu beachten ist.

Sollte ich ebenfalls mal eine Polar Pulsuhr besitzen, kommen mein Mann und ich uns trotzdem nicht in die Quere: Sender und Empfänger sind codiert, so dass keine Störungen zwischen den einzelnen Geräten auftreten können.

Eine Sache, die uns bis jetzt allerdings nicht betrifft, stört mich aber ein wenig. Die Batterien des Trainingscomputers und des Senders halten nach Angaben des Herstellers ca. 2 Jahre. Während man an der Uhr die Batterie auswechseln kann (oder auswechseln lässt, um die Wasserbeständigkeit bis 30 Meter zu garantieren), geht das bei dem Sender nicht, da braucht man dann einen neuen, der immerhin um die 25 Euro kostet. Bei den teureren Modellen von Polar lässt sich auch hier die Batterie wechseln, nach 2 Jahren hat sich die Mehrausgabe damit praktisch amortisiert.

Dennoch möchte ich die Polar FT2 für Trainingseinsteiger und Rehasportler empfehlen und ziehe nur für diesen einen kleinen Mangel einen Stern ab.

Liebe Grüße
Eure Kerry

Fazit: Ein einfaches Gerät, das sehr gut seinen Dienst tut.