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Soviel zum Qualitäts-Fahrrad !! -eine längere Bikemax-Story - Bikemaxx Sportkaufhaus

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Soviel zum Qualitäts-Fahrrad !! -eine längere Bikemax-Story
Bikemaxx

Herbert+Lange

Autor-Name: Herbert Lange

Produkt:

Bikemaxx

Datum: 03.04.12

Bewertung:

Vorteile: Überwältigende Auswahl

Nachteile: überteuerter Service, lange, wenig kompetente Entscheidung

AUSGANGSLAGE
Im Herbst 2005 kaufte ich für meine Ehefrau und mich jeweils ein neues Fahrrad.
Wir sind "Gelegenheits-Radler" 1-2x pro Woche oder 3x am Wochenende für eine Tour ins Schwimmbad.
Bis heute 04/2012 haben bei Räder sicher nicht mehr als 500 -600 km gefahren. Dies überwiegen auf Radweg oder Straße, ganz selten Waldweg der guten Kategorie. Wenn die Räder nicht benutzt werden stehen Sie absolut trocken in einem Gartenhaus auf dem orginalen Ständer des Rades.

DIE RÄDER
Damenrad Univega 208 Centro Euro650,- + Zub. (so zeigt es die Kaufquittung) 28"/50er Rahmen, 1,5 Reifenstärke Shimano 7Gang Nabenschaltung mit integrierter Nabenbremse, Vorderrad ebenfalls Nabenbremse, jeweils auf Alu-Felgen. Gefederte Vordergabel, stabiler Gepäckträger. Früher nannten wir dies ein Sportrad, heute sind das wohl "Treckingräder". Das Rad sollte "nahezu nichtrostbar" sein.

Herrenrad "Raleigh" Richmond TDV Euro950,- + Zub. 28" 7 50er Rahmen / 1,3/8 Reifen, Kettenschaltung ca. 18-21Gänge (hab sie noch nie gezählt), ebenfalls Federgabel, Brooks-Ledersattel, Alu-Felgen, Gepäckträger. Ansonsten wohl etwa in der o.g. Klasse als "schlankes Treckingrad".

DIE SERVICESTORY
Beim Kauf wurden beide Räder "fertiggemacht". Bereits nach kurzer Zeit (05) musste die Schaltung beim Damenrad neu justiert werden, weil die Gänge beim Treten dauernd "durchbrachen". Widerwillig nahm man das Rad nochmals zur Einstellung an. Danach lief es wohl soweit zufriedenstellend. Mein Frau sagte jedenfalls nichts Gegenteiliges. Jährlich vor der "Einwinterung habe ich die Räder nochmals gereinigt und gefettet und gleiches zum Frühling wiederholt, Luft aufgepumpt wenn was fehlte und los ging es.

Diesen Frühlung hatte das Damenrad vorn und hinten einen Platten. Also hin zu Bikemax und 2 Schläuche gekauft. Zuhause angekommen habe ich beide Räder abmontiert. Durch die Nabenbremse vorn und die Nabenschaltung hinten schon etwas aufwendiger als sonst. Vorsichtig die Mäntel von den Alufelgen demontiert und die Schläuche gewechselt (absolute noname-Thailand-Ware -stand drauf - optischer Eindruck wie mit Uhu von Hand geklebt). Der Hinterradschlach hatte ein vom Mantel abgelöstes Ventil. Wahrscheinlich aus Altersgründen. Soweit so gut.

Beim Zusammenbau bin ich dann am Hinterrad am korrekten Einbau bzw. Justieren der Schaltung gescheitert, habe alles zusammengebaut und zum Händler gebracht bei dem ich kaufte. Außerdem habe ich gebeten, die Vorderbremse etwas straffer auszulegen, da sich der Griff nach meinem Geschmack zu weit betätigen ließ.

Während der Reperaturannahme überzeugte mich der Werkstattmitarbeiter davon, beide Räder einer kompletten Frühjahrsinspektion zu unterziehen. Komplette Überprüfung und Einstellung, Licht, Fett, etc.
Pro Rad 40,xx Euro.
Dies alles sollte nach 2 Tagen erledigt sein. Am 2. Tag erhielt ich einen Anruf von Bikemax, dass das Herrenrad fertig sei. Beim Damenrad hätte man aber "zufällig" beim Einstellen der Vorderbremse eine defekte Federgabel entdeckt. Die "Dichtbolzen" hatten sich auf beiden Seiten gelöst und man sehe keine Chance, diese wieder in der Gabel zu justieren. Damit ware die ersten 40,-Euro schon mal "verdient."

"Die DÄMPFER-GABEL"
Eine neue Gabel müsse her, sei aber schwierig, da für dieses Modell nur wenig Gabeln überhaupt am Markt seien. Man müsse prüfen und melde sich wieder.
Zwei Tage später Info Gabel gefunden 115,- Euro + Werkstatt (40-60 Euro). Meine Rückfrage nach Kulanz wegen Materialfehler, wenige 100km Lauf auf ebenen Straßen, keine Geländetracking und doch beide Räde bei diesem Händler erworben, wurde mit Chefrücksprache, nach einigen Tagen "wg. Arbeit noch nicht geschafft" dann letztlich nach über einer Woche mit "Chef hat gesagt 7 Jahre" abgelehnt.

Was nützen mir gekaufte Räder mit 15-30 Jahren Rahmengarantie, wenn die Gabel, der Sattelschaft und die Padalhalterungen, dann nicht dazu gehören und auf meine Nachfrage als "Niro" verkauft (diverse Imbusschrauben und die Koni-Schraube des Lenkerschaftes rosten total) die Aussage kommt auch "Niro rostet". Mit der Inspektion kommt das Damenrad nun auf ca. Euro 250,- + bei einem ehemaligen Neupreis von Euro 650,-. Dies bedeutet einem KM-Preis von >Euro 1,10-1,30) oder mit den Reparaturkosten eingerechnet ca. 1,50 Euro/km. Natürlich ist das "meine" Milchmädchenrechnung.

HINWEIS
Lt. Aussage Bikemax seien beide Räder vom gleichen Hersteller. Fast nicht zu glauben, da die Komponenten in der Qualität nicht unterschiedlicher sein könnten. Das Univega halte ich für schrottig.

OUINTESSENZ
Kauf des nahezu baugleichen (mit den gleichen Schalt- und Bremssystemen ausgestätteten Aldi-Fahrrades neu für 250,- Euro; Verkauf des derzeitigen Fahrades gebraucht für 100,- Euro.
Sollte das Ding 3-4 Jahre ohne Schwierigkeiten halten, hätte es ca. ,40-,50 Cent/km gekostet.
Ach und der Service kommt dann noch vor Ort.

Bikemax sieht uns nie wieder. Aber die haben ja wohl auch mehr die "Modebiker" im Blick und konnten eh kaum verstehen, dass man ein Fahrrad schon im 7ten Jahr fährt.

Fazit: Entweder Billigrad und vor-Ort-Service oder zum kompetenten Fahrrad-Einzelhändler