Barska Atlantic 10x25 WP
Eines meiner Lieblingsguckrohre - Barska Atlantic 10x25 WP Spektiv

Produkttyp: Barska Spektive

Neuester Testbericht: ... bei der Vergrößerung machen. Ich gucke jedoch keiner mit dem Fernglas hinterher und vor mir läuft kaum eine weg!? Unser Barska Atlan... mehr

Eines meiner Lieblingsguckrohre
Barska Atlantic 10x25 WP

oldroamer

Name des Mitglieds: oldroamer

Produkt:

Barska Atlantic 10x25 WP

Datum: 29.02.12, geändert am 01.03.12 (199 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: äußerst praktisch und recht preiswert

Nachteile: zum Angeben zu unauffällig

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Hallo, erst einmal!

Optische Instrumente sind für mich seit eh und je hoch interessant und so finde ich auch ab und zu etwas, wo ich denke, dass ich es unbedingt noch gebrauchen könnte. Im Gegensatz zum weit verbreiteten Elektroniktick ist der Optiktick nicht ganz so dramatisch, da optische Instrumente, wenn sie auch wirklich absolut keine Elektronik enthalten, nicht so schnell veralten sondern ganz im Gegenteil eher mit der Zeit noch an Wert gewinnen können.

Heute möchte ich so ein kleines Wunderding vorstellen. Es ist das Barska Atlantic 10x25 WP.

Natürlich kann man für weniger als 50 Euro, die ich bei

Internetional worX GmbH
Dieselstr. 5
85748 Garching bei München
Tel.: +49-(0)89/13010030
Fax: +49-(0)89/13010031
E-Mail: service at internetional.com
Web: www.internetional.com

dafür bezahlt habe nicht wirklich Wunderdinge erwarten, denn echte Spitzenoptik ist leider extrem teuer. Aber das Teil ist wirklich gut.

Bestellt habe ich unter: http://www.optical-systems.com

Es war nicht mein erster Kauf bei dieser Firma. Früher hatte ich aber auf dem Marktplatz bei Amazon zugeschlagen. Mein Vertrauen ist inzwischen gewachsen und da die Direktbestellungen oft billiger sind, bin ich zutraulicher geworden. Die Bestellung und die Lieferung liefen superschnell. Auch dooyoo hat sich zu dem Shop verlinkt. Offensichtlich kennt man sich?!

Barska selbst ist eine amerikanische Firma. Die Produktregistrierung soll man an

Barska
1721 Wright Avenue
La Verne, CA91750 - 5841

senden. Das ist weit im Westen der USA (Kalifornien, Großraum von Los Angeles). Entsprechend hochtechnologisch ist das Portfolio der Firma angesiedelt (siehe www.barska.com). Es ist keine altehrwürdige Optikfirma. Man ist eher im Bereich der Sicherheitstechnik zu Hause. Unser einfaches Glas ist zugegeben, wie in dieser Preislage allgemein üblich, "Made in China".


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Warum nun so ein Teil?!

Es sollte ein kleines, aber leistungsfähiges Fernrohr oder eher ein Monokular oder Spektiv sein. Jedenfalls wollte ich nur einäugig gucken. Das erspart Gewicht und Platz bei Wanderungen oder beim Klettern.

Das einäugige Hindurchgucken erfordert allerdings ein klein wenig Übung und man kann nicht räumlich sehen. Man darf das Glas halt nur nicht verkanten und muss immer schön den Kopf mit der Blickrichtung drehen. Dass würde man mit einem Binokular automatisch richtig machen, weil es sonst blaue Flecke oder gar Beulen gäbe. Wem es auf den Platz und das Gewicht nicht so genau ankommt, für den hat dooyoo das entsprechende Binokular netterweise (vielleicht nicht ganz selbstlos) gleich noch mit gelistet. Dieser Link führt zurzeit zu einem Schnäppchenpreis für unter 80 Euro. So schnell kann dooyoo gar nicht seine Preise ändern (senken), wie sie sich ändern (fallen).

Aber Ferngläser mit denen man wirklich gut räumlich sehen kann erfordern eher einen großen Augenabstand, den man nur mit Hilfe sogenannter Porro - Prismen (nach Ignazio Porro 1801 - 1875 benannt) erreichen könnte. Solche Feldstecher sind aber richtig schwere Klötzer am Bein und besser etwas für Jäger und deren Latein.

Jägerlatein ist nicht unsere Welt!? Unser Glas Barska Atlantic 10x25 WP, egal ob Mono- oder Binokular, ist klein und handlich. Das Gewicht steigt allerdings von 155 Gramm beim Monokular auf satte 418 Gramm beim Binokular.

Die Außenabmessungen des Monokulars sind 100 Millimeter Länge und knapp 40 Millimeter Durchmesser. Das Binokular lässt sich bei gleicher Länge irgendwie pfiffig aber kompliziert zusammenklappen. Trotzdem bleibt es weit mehr als doppelt so groß und schwer.

Bliebe nun für den aufmerksamen Leser nur noch die Frage, warum ich, wenn ich ein kleines und leichtes Fernglas benötige, nicht mit meinem 50 Millimeter tiefen und nur 140 Gramm schweren Opernglas losziehe?! Tja Größe ist halt nicht alles im Leben!?


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Optische Parameter:

Die 10x25 im Namen bedeuten 10-fache VERGRÖSSERUNG und einen OBJEKTIVDURCHMESSER von 25 Millimetern. Das ist später noch zu vertiefen.

10-fache Vergrößerung gilt als gerade noch beherrschbar beim Freihändigsehen. Pessimisten sehen gar schon die 8-fache Vergrößerung als Grenze an.

10x25 Gläser gibt es von vielen Herstellern. Ich habe, nachdem ich mich auf diese Parameter festgelegt hatte, die Produkte nach einem möglichst großen Sehfeld durchforstet. Meist wird das Sehfeld in einer Entfernung von 1000 Metern in der Spezifikation angegeben.

Als Faustregel gilt, dass ein Fernglas mit einem Sehfeld von über 120 m unter der Bezeichnung "Großfeld" und von über 140 Metern unter der Bezeichnung "Weitwinkel" läuft. Derartige Weitwinkel-Ferngläser wären besonders für sich schnell bewegende Objekte (Pferderennen) gedacht.

Bei einem derart großen Sehfeld müsste man allerdings Zugeständnisse bei der Vergrößerung machen. Ich gucke jedoch keiner mit dem Fernglas hinterher und vor mir läuft kaum eine weg!?

Unser Barska Atlantic 10x25 WP schien mir mit seinen 101 Meter SEHFELD optimal.

Das Sehfeld ist allerdings kein Kriterium, um die Qualität eines Fernglases hier zu diskutieren. Es ist zunächst nur ein rein praktischer Aspekt.

Der notwendige Kompromiss für das immer noch recht große Sehfeld ist zum Beispiel, dass mit unserem Barska nicht auf den NAHSEHBEREICH fokussiert werden kann. Man sieht mit dem Barska Atlantic erst ab mindestens 8 Meter Objektabstand scharf.

Barska bietet als Ausgleich zum Beispiel das "Barska Trend 10x25" mit einem Sehfeld von nur 96 Metern aber einem Nahsehbereich schon ab 5 Metern an. Wer es noch näher braucht, der käme vielleicht mit dem Barska Blueline 8-25x25 zurecht. Er könnte dann schon ab 35 Zentimetern scharf sehen, würde freilich je nach Vergrößerung über maximal 35 bzw. 66 Meter Sehweite verfügen.

Andere Hersteller haben ein deutlich eingeschränktes Angebot in diesem Marktsegment. Freilich muss man mit den Angaben beim Sehfeld höllisch aufpassen. Hier wird gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen.

Ein sauber definiertes, scharf abgegrenztes Sehfeld kann es nur geben, wenn sich die Feldblende exakt in der bildseitigen Brennebene vom Objektiv und gleichzeitig in der objektseitigen Brennebene vom Okular befindet.

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Das funktioniert nur, weil unser Fernglas eigentlich ein KEPLERSCHES FERNROHR ist und dessen Eigenschaften sind halt:

Die Baulänge wird im Wesentlichen durch die Summe der Brennweiten von Objektiv und Okular bestimmt.

Die Vergrößerung ergibt sich aus dem Verhältnis der Brennweiten von Objektivlinse und Okular.

In der bildseitigen Brennebene des Objektivs entsteht ein Zwischenbild.

Das Bild ist höhen- und seitenvertauscht.
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Dumm wäre es nur, wenn das Bild wirklich höhen- und seitenvertauscht wäre!? Nun da kann ich beruhigen, unser Fernglas verfügt über sogenannte DACHKANTPRISMEN, die das Bild wieder richtig herum stellen.

Dachkantprismen sind der Knackpunkt an so einem Glas, sie müssen mit einer Winkelgenauigkeit von besser als Viertausendstel Grad exakt geschliffen werden. Sonst sieht man Doppelbilder wie der Suffkopf von nebenan.

Eine Dachkante entsteht nämlich durch Falten einer reflektierenden Prismenfläche, so dass ein 90 Grad Winkelspiegel entsteht. Durch zweimalige Reflexion an senkrecht zueinander stehenden Flächen werden die Höhen- und Seitenrücktauschung erreicht.

Die optische Achse bleibt trotzdem in der Flucht. Das wäre bei den schon erwähnten Porro - Prismen ganz anders. Diese führen nämlich zu einem Versatz oder zumindest zu einem Knick in der optischen Achse. Sie könnten dagegen die Baulänge deutlich verkürzen.

Unser Glas ist jedenfalls okay! Das Sehfeld ist klar abgegrenzt. Man sieht keine Doppelbilder und wenn man von etwa 25 Zentimetern Entfernung (sogenannte deutliche Sehweite) durch das Glas schaut, so sieht man keine Randfacetten, welche ebenfalls auf schludrige Verarbeitung hindeuten würden.

Bei diesem Durchblick erkennt man auch die Ausrittspupille mit einem Durchmesser von 2.5 Millimetern, der sich aus dem Quotienten vom Objektivdurchmesser (25 Millimeter) und der Vergrößerung (10x) ergibt.

2.5 Millimeter Durchmesser für die AUSTRITTSPUPILLE macht insbesondere Sinn weil unsere Augenpupille beim Tagsehen etwa 2 Millimeter groß ist.


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Daher kommt also meine Wahl für so ein Glas mit den Parametern 10x25!! Es ist optimal auf das Tagsehen bei hoher Vergrößerung und kleinen Abmessungen abgestimmt.

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Zwei 2.5 Millimeter große Austrittspupillen gleichzeitig mit einem Binokular auf zwei 2 Millimeter große Augenpupillen zu justieren erscheint mir freilich schier unmöglich. Deshalb macht für solch kitzlige Anforderungen ein Monokular besonders Sinn!

Oder anders ausgedrückt: Für unseren Balanceakt macht ein Binokular eigentlich keinen Sinn! Man sieht eh meist nur mit einem Auge optimal.

Nun kommt aber erst der eigentliche Pferdefuß!! Beim Nachtsehen beträgt der Durchmesser unserer Augenpupillen zirka 7 Millimeter. Das heißt, die Austrittspupille unseres Fernglases ist viel zu klein und die Fernrohrleistung bricht total ein!!

Für die Dämmerung braucht man also irgendetwas Größeres. Unsere Urgroßväter haben deshalb schon meist Feldstecher 7x50 benutzt. Mit diesen erreicht man die höchste Fernrohrleistung überhaupt!

So ein altes Erbstück 7x50 der Marke Zeiss habe ich selbstverständlich auch noch im Schrank.
Gern nehme ich aber bei Dämmerung mein Tasco World Class 12-36x50 über das ich bei dooyoo auch schon berichtet habe.

Nebulös Umschrieben werden solche Eigenschaften von Ferngläsern in der Spezifikation durch Angabe der Lichtstärke und der Dämmerungszahl.

Die (geometrische) Lichtstärke ist das Quadrat des Quotienten von Objektivdurchmesser und Vergrößerung oder anders ausgedrückt der Austrittspupillendurchmesser ins Quadrat. Unser Glas bringt es folglich auf eine GEOMETRISCHE LICHTSTÄRKE von 6.3.

Die Dämmerungszahl ist die Wurzel aus Objektivdurchmesser mal Vergrößerung und beträgt in diesem Fall hier 15.8.

Eigentlich müsste man hier noch nach der Transmission und vielen anderen Parametern fragen, um irgendetwas von der Fertigungsqualität zu erfahren. Nähere Auskünfte gibt es von Barska nur zu dem verwendeten Prismenmaterial namens BK-7. Dies bedeutet Bor Kronglas. Wir sind also in dieser Hinsicht mit einem guten Material im "grünen" Bereich unterwegs und nur eine geringe DISPERSION ohne das mit Farbfehlern verbundene Farbflimmern ist zu befürchten.

Wer es genau wissen wollte oder nachrechnen will, für den sei zum BK-7 gesagt: Deren Hauptbrechzahl sollte 1.51872 (bei der Quecksilberlinie mit 546.07 nm) sein. Die Hauptdispersion würde sich als Differenz der Brechzahlen bei der blauen Cd-Linie (479.99 nm) von 1.52283 und der roten Cd-Linie (643.85 nm) von 1.51472 ergeben. Und so könnte man noch eine Weile vor sich hin rechnen ohne zu wirklich relevanten Daten zu gelangen, da die Spezifikation hinsichtlich der Ausgangsdaten halt zu dürftig ist.

Der relativ kleine Objektivdurchmesser hat aber noch ein Ass im Ärmel! Die Schärfentiefe ist umgekehrt proportional zum Öffnungswinkel. Ein kleiner Objektivdurchmesser führt zu einer großen SCHÄRFENTIEFE. Das heißt, jenseits des eh unscharfen Nahsehbereiches muss man mit unserem Glas nicht mehr viel herumfummeln um zu fokussieren. Man kann sich aufs Gucken konzentrieren. Exakt FOKUSSIEREN könnte man freilich immer noch durch Drehen am Okularknopf.

Es gäbe für ganz extreme Anforderungen (Stoß, Schmutz, Militär) allerdings gleich konsequent auf Fixfokus abgestimmte Feldstecher im Angebot. Neben dem Öffnungswinkel spricht bei der Schärfentiefe nämlich die Vergrößerung noch ein Wörtchen mit.

In unserem Fall verhindert die doch recht hohe 10-fache Vergrößerung ein echtes Fixfokussystem.

In der Spezifikation wird noch ein großer Abstand der Austrittspupille vom Okular angegeben (größer 10 Millimeter). Dies wäre für den Brillenträger von großem Vorteil. Ich will es aber nicht so recht glauben. Einen kleinen Gummipuffer gibt es am Okular jedenfalls. Für sehr große Entfernungen liegt aber die AUSTRITTSLUKE eines Keplerschen Fernrohres eh im Unendlichen und da gäbe es für Brillenträger zumindest keine Probleme.

Im Gegensatz zum am Anfang erwähnten Opernglas (Galilei'sches Fernrohr) erreicht so ein Fernglas (Keplersches Fernrohr) also eine wesentlich höhere Vergrößerung und ein deutlich größeres Sehfeld mit gediegener Sehfeldabgrenzung. Über einen Vergleich der Lichtstärken könnte man streiten. Da fehlen auch belastbare Daten, weil man halt mit sehr viel Geld fast alles drehen könnte. Dies gilt insbesondere in der Optik (hinsichtlich der Transmission).


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Das Drumherum:

Was gibt es noch so Wesentliches vom Barska Atlantic 10x25 WP zu berichten?!

Natürlich, da ist doch noch ein "Atlantic" und ein "WP" im Namen versteckt! Diese beiden Zusätze treiben den Preis nämlich erst auf die knapp 50 Euro

Das Glas ist also ziemlich(?!) wasserdicht. Daraus ergibt sich auch für die Nichtwasserratte als Vorteil, dass das Glas bei extremen Temperaturschwankungen nicht von Innen anlaufen kann.

Allerdings wird es dadurch auch ein paar Millimeter dicker und ein paar Gramm schwerer. Es hat nun immerhin eine solide Gummihülle und ist stoßfester als in der Normalausführung!

In der Spezifikation verspricht man noch eine Tragetasche und einen Tragegurt. Nun gut, das ist ziemlich dick aufgetragen und entpuppt sich als ein Gürteltäschchen mit Handschlaufe. Aber mehr wollen wir ja auch gar nicht!

Beim Binokular mag das Zubehör üppiger ausfallen!?

Um sich bei Barska vor amerikanischen Juristenherden zu schützen ist die Liste der Warnungen selbstredend ellenlang (nicht in die Sonne schauen usw. usf.)! Es kleben sogar schon erste Schreckensmeldungen an der Verpackung.


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Zum Abschied:

Das Monokular Barska Atlantic 10x25 WP ist das ideale Zweit -, Dritt-, Viert-, Fünft- oder Wasweissichwasfernglas, weil es äußerst kompakt ist und sich optimal für geübte Gucker beim Tagsehen mit recht hoher Vergrößerung eignet. Aber Gucken kann man sehr schnell erlernen!

Die robuste Bauweise lässt ein langes Leben erahnen.

Fazit: nicht zögern, sehr guter Preis um es sich schenken zu lassen!