Crucial m4 256 GB
Günstiger Einstieg in die Formel 1 der Festplatten - Crucial m4 256 GB Solid State Disk

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Produkttyp: Crucial Solid State Disk

Neuester Testbericht: ... lassen sich hier finden. Eine sehr nützliche Seite, die mir bei der Montage meiner Crucial M4 sehr hilfreich war. Nach erfolgter Montage... mehr

Günstiger Einstieg in die Formel 1 der Festplatten
Crucial m4 256 GB

Bananenholz

Name des Mitglieds: Bananenholz

Produkt:

Crucial m4 256 GB

Datum: 21.06.12

Bewertung:

Vorteile: Für SSDs sehr günstig, schnelle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, SATA III

Nachteile: Allgemein sind SSDs noch deutlich teurer als herkömmliche Festplatten

Vor knapp einem Jahr entschloss ich mich auch endlich auf den inzwischen immer populärer werdenden SSD-Zug aufzuspringen. SSDs bieten gegenüber den herkömmlichen Festplatten viele Vorteile. Durch ihre Flash-Technologie sind sie stromsparender und erzeugen deutlich weniger Wärme. Darüber hinaus sind sie deutlich leichter als ihre schwergewichtigen Konkurrenten mit ihren schweren Magnetscheiben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Festplatten kommen SSDs nicht nur ohne die rotierenden Datenträgerscheiben aus, sie benötigen darüber hinaus auch keinen Schreib- oder Lesekopf. Dadurch sind sie deutlich robuster und sind im Betrieb quasi lautlos. Die vielen Vorteile der SSDs stehen einem aktuell noch recht hohen Anschaffungspreis gegenüber, worauf ich im Fazit noch einmal genauer eingehen werde.

Ich habe mich bewusst für die Firma Crucial und gegen ein Markenprodukt aus dem Hause Intel oder Samsung entschieden. Das größte Argument war sicherlich der Preis. Die Crucial Festplatten sind deutlich günstiger, erweisen sich in der Praxis jedoch trotzdem als sehr zuverlässig. Ich habe für meine Festplatte vor einem Jahr etwa 260Euro bezahlt, während vergleichbare Intelprodukte fast 100Euro mehr gekostet hätten. Crucial hat auf dem SSD-Markt in den letzten Jahren viele Erfahrungen sammeln können, sodass ich trotz des niedrigen Preisniveaus großes Vertrauen in die Zuverlässigkeit dieses Produkts habe.


== Technisches ==

Ich habe die Crucial M4 in der 256 Gb Version erworben, allerdings gibt es darüber hinaus auch noch Versionen mit 64 Gb, 128 Gb und 512 Gb. Als Anschlussstandard unterstützt die Crucial M4 den SATA III Standard mit einer Übertragungsrate von bis zu 6 Gbit/s. Natürlich ist die Festplatte auch abwärtskompatibel. Das heißt man kann sie auch in Computern verwenden, die nur den SATA II Standard unterstützen.

Die Crucial M4 ist eine 2,5 Zoll Festplatte, das heißt sie kann aufgrund ihrer kompakten Bauweise ohne Probleme in Notebooks eingesetzt werden. Für ultradünne Notebooks gibt es darüber hinaus eine Version, die nur eine Höhe von 7 mm aufweist. Die Standardversion hat hingegen eine Höhe von 9 Millimetern. Die flache Version ist mit einer Unterlegscheibe auch auf 9 mm Höhe umbaubar, ohne dass die Garantie verloren geht. Da sie nur unwesentlich teurer ist, würde ich die 7 mm hohe Festplatte empfehlen, da sie deutlich zukunftssicherer ist.
Das Gehäuse der Crucial M4 besteht hauptsächlich aus Metall, nur am SATA-Port sind selbstverständlich einige Plastikteile verbaut. Es wirkt hochwertig verarbeitet und ich macht einen sehr widerstandsfähigen Eindruck.


== Installation & Inbetriebnahme ==

Die Montage ist natürlich für jeden Computer individuell. Ich nutze die Crucial M4 wie bereits erwähnt in einem MacBook Pro. Die Montage war hierbei sehr simpel, insgesamt musste ich nur zwölf Schrauben lösen und ein Kabel abmontieren, dann war die Arbeit eigentlich schon erledigt. Für Nutzer, die die Crucial M4 in Apple-Rechnern installieren wollen möchte ich an dieser Stelle die Seite www.ifixit.com empfehlen. Auf iFixIt finden sich zahlreiche Anleitungen zur Installation, zum Austausch und zur Reparatur verschiedenster Komponenten in zahlreichen verschiedenen Geräten. Dies bezieht sich hauptsächlich auf Produkte aus dem Hause Apple, aber auch Anleitungen für Geräte anderer Hersteller lassen sich hier finden. Eine sehr nützliche Seite, die mir bei der Montage meiner Crucial M4 sehr hilfreich war.

Nach erfolgter Montage lässt sich der Computer wie gewohnt einschalten. Natürlich ist die Festplatte nun aber erstmal leer, das heißt man muss sein jeweiliges Betriebssystem erstmal installieren, bevor man den PC wieder wie gewohnt nutzen kann. Dies ist von System zu System unterschiedlich. Die Installation von OSX Lion lief bei mir in eine unglaublichen Geschwindigkeit ab. Der Fortschrittsbalken kam gar nicht hinterher und die Zeitangabe von 30 Minuten raste fast im Sekundentakt der null entgegen. Schon an dieser Stelle war ich von der Geschwindigkeit der Festplatte mehr als positiv überrascht und hatte große Erwartungen an die Performance unter normalen Betriebssystem-Bedingungen.


== Performance ==

Und meine Hoffnungen wurden auch nicht enttäuscht. Der erste, subjektive Eindruck war überwältigend. Mein MacBook rennt seit dem ersten Bootvorgang, wie es noch niemals zuvor gerannt ist. Die Geschwindigkeitsverbesserung ist wirklich gravierend. Das MacBook fährt innerhalb von 20 Sekunden aus dem ausgeschalteten Zustand hoch und Programme starten umgehend.

In anderen Rezensionen wird die Kombination der Crucial M4 und OSX manchmal als nicht so perfekt bewertet. So kommt es bei manchen Anwendern wohl zu dem Spinning-Beach-Ball-Problem, das heißt OSX bleibt für mehrere Sekunden nicht ansprechbar, erholt sich dann aber ohne Systemabsturz. Ich persönlich hatte dieses Problem noch nie, habe meine Festplatte aber auch gleich am ersten Tag auf die aktuellste Firmware-Version aktualisiert. Vermutlich sind derartige Probleme nämlich auf eine veraltete Software zurückzuführen. Die aktuellste Firmwareversion lässt sich auf folgender Seite direkt bei Crucial finden: http://www.crucial.com/support/firmware.aspx. Die Installation ist sehr simpel und vollautomatisch. Ein oft hervorgebrachter Kritikpunkt, dass das Update nur über CD möglich ist, wurde inzwischen auch beseitigt. Man kann das Boot-File inzwischen auch auf einen USB-Stick aufspielen und darüber das Update vornehmen. Auch wenn ich bisher keine Probleme dabei hatte empfehle ich trotzdem in jedem Fall vorsichtshalber vorher ein Backup machen und bei Laptops während des Vorgangs immer das Netzteil anzuschließen. Ich gehe davon aus, dass die von machen Usern berichteten Fehler auf eine verbugte Firmware zurückzuführen sind und die Probleme damit aus der Welt geschafft wurden.

Natürlich wollte ich mich aber nicht nur auf meinen subjektiven Eindruck verlassen. Aus diesem Grund führte ich auch ein paar Benchmarks durch, hierfür nutzte ich das Programm XBench, das kostenlos auf der Seite des Entwicklers geladen werden kann: http://xbench.com/
Die Übertragungsgeschwindigkeit der Festplatte ist natürlich von der durch das Motherboard unterstützten maximalen Übertragungsrate abhängig. Bei meinem etwa drei Jahre alten MacBook Pro ist leider hier der Flaschenhals, da nur SATA II und nicht das neuere, von der Festplatte ebenfalls unterstützte SATA III verfügbar ist. Durch die Abwärtskompatibilität der Crucial M4 kann ich sie natürlich trotzdem an meinem MacBook betreiben, habe aber deutlich geringere Übertragungswerte als theoretisch erreichbar wären. SATA II schafft in der Theorie bis zu 300 Mb/s, SATA III sogar bis zu 600 Mb/s. Dies sind allerdings rein theoretische Werte, in der Praxis liegen diese natürlich deutlich darunter. Ich konnte mit meiner Crucial M4 unter XBench Lesegeschwindigkeiten (sequential) von 254 Mb/s und Schreibgeschwindigkeiten von 186 Mb/s erreichen. Im Vergleich hierzu kann meine alte Western Digital Scorpio Black mit 7200 Umdrehungen pro Minute wirklich einpacken. Hier konnte ich beim Lesen nur 87 Mb/s und bei Schreibvorgängen gerade einmal 69 Mb/s erreichen. Meine noch ältere, ursprünglich im MacBook Pro eingebaute Festplatte mit 5400 Umdrehungen pro Minute schaffte gar nur 53 Mb/s bzw. 48 Mb/s.

Sollte ihr selbst einen Benchmark durchführt haben und eure Werte deutlich unter den zu erwartenden Ergebnissen liegen, dann sollte der erste Blick direkt wieder in Richtung Firmware gehen. Diese sollte natürlich möglichst aktuell sein. Habt ihr eine Firmwareversion von FW 0009, so liegt hier wohl das Schlüssel zu mehr Leistung. Es gibt User, die von einer Performancesteigerung von bis zu 35% berichten! Ein weiterer Grund also seine Firmware zu pflegen und auf dem aktuellsten stand zu halten.

Selbst unter Volllast bleibt die Crucial M4 natürlich leise, aber in erster Linie auch sehr kühl. Früher konnte ich wenn ich meine Hand auf die rechte untere Ecke meines MacBooks gelegt habe die Festplatte vibrieren spüren und auch die Abwärme war deutlich zu bemerken. Dies is heute ganz anders. Der Bereich ist im Vergleich zum Rest der Notebook-Oberfläche erstaunlich kühl und auch die Vibrationen sind verschwunden.

Für Anwender, die die Crucial M4 in einem MacBook oder sonstigen Laptops oder PCs mit OSX als Betriebssystem verwenden, wird die Tatsache interessant sein, dass Apple mit der aktuellen Version Lion für Festplatten von Drittherstellern keine TRIM-Unterstützung anbietet! TRIM ist ein Befehl, der freie Speichereinheiten auf SSD-Datenträgern markiert und somit zur erneuten Beschreibung freigibt. Ist TRIM nicht aktiviert, so verkürzt sich zum einen die Lebensdauer des Geräts, zum anderen muss aber auch mit verzögerten Zugriffszeiten gerechnet werden. Es gibt allerdings eine Möglichkeit diese Funktion trotz fehlender Unterstützung seitens Apple zu nutzen. Hierfür bietet sich das Drittanbieter-Tool "Trim Enabler" an, das auf folgender Seite kostenlos heruntergeladen werden kann: http://www.groths.org/?page_id=322


== Fazit ==

Der Preis der Crucial M4 256 Gb liegt aktuell bei ca. 200Euro. Umgerechnet ergibt dies einen Betrag von 0,78Euro pro Gb. Im Vergleich zu anderen SSDs ist dies ein sehr guter Wert. Allerdings kosten aktuelle herkömmliche Festplatten im Vergleich deutlich weniger, so liegt der Preis pro Gb bei dieser Technologie nur bei etwa 0,05Euro. Das heißt eine SSD kostet aktuell in der Anschaffung weiterhin etwa das 15-fache. Diesem extrem viel höheren Preis stehen allerdings sehr viele Vorteile gegenüber, die ich im Text bereits aufgezählt habe: SSDs sind leiser, stromsparender, entwickeln weniger Wärme, sind robuster und in erster Linie deutlich schneller. Im Vergleich zu normalen Festplatten verbrauchen SSDs nur etwa die Hälfte des Strom, im Idle-Modus sogar nur ein zehntel. Dabei sind die Zugriffszeiten mit SATA II etwa drei mal schneller als mit einer 7200 rpm Festplatte und mit Sata III sogar bis zu sechs mal schneller.

Wer sich über die Anschaffung einer SSD Gedanken macht, sollte sich zunächst einmal in Erinnerung rufen welch Software er in der Regel benutzt. Man muss sich auch klar machen in welchen Bereichen eine SSD die Nutzung überhaupt beschleunigt oder wann andere Komponenten den "Flaschenhals" darstellen. Eine SSD bringt immer dann einen deutlichen Vorteil, wenn größere Dateien von der Festplatte gelesen werden sollen. Dies ist bei Anwendern, die Hauptsächlich im Internet surfen oder Office-Programme nutzen eher selten der Fall. Sie werden eine Beschleunigung des Systems nur beim Hochfahren und Starten von Programmen bemerken. Auch für Gamer ist der Vorteil nicht übermäßig groß. Ist der Computer mit genügend Arbeitsspeicher ausgestattet, so werden alle Texturen in den RAM geladen und die Zugriffe auf die Festplatte sind eher selten. Beschleunigt werden Spiele nur beim Ladevorgang, die Spielperformance selbst wird nur leicht besser sein. Von einer SSD profitieren also in erster Linie professionellere Anwender, wie Designer, Fotografen oder Nutzer von Videoschnittprogrammen. Hier müssen ständig große Dateien von der Festplatte geladen werden und somit werden diese Benutzer eine enorme Leistungssteigerung bemerken.
Ich habe die Leistung von SSDs vor allem bei der Benutzung von Aperture bemerkt. Meine Fotobibliothek umfasst aktuell etwa 4000 Bilder, wovon sehr viele im RAW-Format und in Originalauflösung vorliegen. Das heißt eine Datei hat hierbei gerne mal eine Größe von bis zu 20 Megabyte. Wenn nun ein Projekt mit 20-30 Bildern geöffnet werden soll, so gerät eine herkömmliche Festplatte schnell an ihre Grenzen und man hat bei der Nutzung einiges an Geduld aufzubringen. Nicht so bei SSDs. Hier wird das gesamte Projekt innerhalb von wenigen Sekunden geladen und man hat kaum mit Verzögerungen zu kämpfen.

Unterm Strich kann man festhalten: wer eine SSD braucht und die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten auch ausnutzen kann, der ist mit der Crucial M4 sehr gut beraten. Sie ist nicht nur preisgünstig, sondern auch sehr zuverlässig und leistungsstark. Ich kann sie aus diesem Grund uneingeschränkt weiterempfehlen.

Fazit: Günstiger Einstieg in die Formel 1 der Festplatten