T-Mobile MDA III
Fast mehr PC als Handy oder Organizer - T-Mobile MDA III Smartphones

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Produkttyp: T-Mobile Smartphones

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Fast mehr PC als Handy oder Organizer
T-Mobile MDA III

petern

Name des Mitglieds: petern

Produkt:

T-Mobile MDA III

Datum: 17.01.05, geändert am 11.03.05 (2459 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Handlich, Kommunikativ

Nachteile: umständliches Verlassen des Netzes, (noch ?) zuwenig Zubehör

Kurze Info vorab:

Ich hatte schon einen Organizer, als es noch keine brauchbaren 'Smartphones' gab. Da sich bei den Adressen immer viel tut und der Kalender sowie spätestens nach einem Jahr ausgetauscht werden muß, war ich schon 'immer' ein Fan von Organizern. Das war bei mir damals ein Zaurus von Sharp (zunächst ZR5700, später ZR5800). Man mußte also immer zwei Geräte mit sich rumgeschleppen, nämlich Handy und Organizer.
Da war es schon ein großer Schritt nach vorne, als ich mit dem Nokia 9210 beide Geräte durch eines, leider recht großes, ablösen konnte. Nachdem ich mir nun aber meinen, mittlerweile in die Jahre gekommenen, Communicator aufgrund einer etwas ungeschickten Aktion nachhaltig zerstört hatte, brauchte ich nun einen aktuellen und würdigen Nachfolger.


Erste technische Infos:

Somit bin ich nun stolzer Besitzer eines MDA 3 von t-mobile. Selbstverständlich baut t-mobile die Dinger nicht selber. Das Teil wird in China von einer Firma Namens Daxian (http://www.daxiantelecom.com/) gebaut und dort unter dem Namen 'China Unicom CU928' verkauft. Da der MDA 2 von einer Firma in Taiwan gebaut wurde (HTC) ist der MDA 3 also nicht eine echte Weiterentwicklung eines Vorgängermodells, sondern ein komplett neues Gerät. Es darf wohl davon ausgegangen werden, daß auch O2 und Vodafon dieses Gerät in ihr Programm nehmen werden. Dies wird dann sicherlich auch unter einem anderen Namen geschehen. Ob dies dazu führt, dass die Geräte dann von der Zeitschrift Connect auch unterschiedlich bewertet werden, bleibt abzuwarten :-)

Hier die wichtigsten technischen Daten (gem. Handbuch):
Prozessor: IntelScale, 400 MHz
Betriebssystem: Windows 2003 SE Phone Edition
Display: 320x240 Pixel, 65.536 Farben
Kameraauflösung: 640x480 Pixel
Gewicht: 210 g
BxHxT: 72 x 125 x 19
Speicher: 128 MB Ram, 96 MB Rom
Erweiterung: ein Slot für eine SD bzw. MMC


Im Grunde ist das Gerät ein kleiner PC. Das Betriebssystem heißt Windows und wer Windows vom PC her kennt, sollte mit der Bedienung eigentlich recht schnell gut zurecht kommen. In dem Gerät ist auf der rechten Seite ein Stift, mit dem der Touchscreen gut bedient werden kann.

Wie hinlänglich bekannt sein dürfte ist der MDA 3 recht kommunikativ. Zur Aussenwelt kann er (neben dem mitgelieferten Kabel) über Infrarot, Bluetooth oder WLAN in Kontakt treten. Lustig fand ich z.B. auf der Buchmesse einen 'Infrarot-Hotspot'. Dort konnte ich mir ein Ausstellerverzeichnis auf den MDA 3 laden. Der MDA ist ausserdem 'quadbandfähig' (GSM 850/900/1800/1900) und kann vibrieren.

Im zugeklappten Zustand sieht man 13 Tasten euf der Vorderseite: Oben zwei Tasten zum Starten der Kontakte bzw. des Kalenders. Unter dem Touchscreen sind 4 Tasten für 'Startmenü', Messaging, Internet Explorer und 'ok'. Darunter, also ganz unten in der Mitte vier Tasten für Cursorsteuerung mit einer Bestätigungstaste in der Mitte. Links davon die grüne, bzw. rechts die rote Hörertaste zum Telefonieren.
Weiterhin sind an der linken Gehäuseseite noch zwei Tasten für Sprachaufzeichnungen und den Kameramodus.
Außer den untersten Tasten (also Telefon- und Cursorblock) kann man diesen Tasten aber auch andere Programme zuweisen. Die Taste für den Internetexplorer habe ich z.B. mit dem Dateiexplorer belegt.
Der Vollständigkeit halber sei dann noch der Ein-/Ausschalter auf der oberen Seite, und das Kameraobjektiv auf der Rückseite erwähnt.


Software:

Im Lieferumfang des Gerätes/Betriebssystemes sind, neben der Adress- und der Terminverwaltung, u.a. folgende Programme mit den Funktionen, wie man sie vom PC-Windows her schon kennt: Internet Explorer, Datei Explorer, Excel, Word, MediaPlayer für Film und Ton (mp3, mp4, wma, wmv). Statt der Maus benutzt man hier halt den Stift. Kurzes Drücken stellt dabei einen linken Mouseclick da, hält man den Stift kurz auf der Stelle, so erscheint -wie beim Rechtsklick- ein Kontextmenü. Wie es sich für Windows gehört sind auch ein paar Spiele dabei (Jawbreaker und Solitär). Weitere lassen sich problemlos im Internet finden. Ich habe mir gleich noch Boxworld, Mahjong und Minesweeper geladen und installiert :-)

Die weiteren Funktionen entsprechen im wesentlichen dem, was man von einem derart ausgestatteten Gerät erwarten darf:
Natürlich kann man Tonaufzeichungen ('Diktate'), Fotos oder kurze Filme aufnehmen. Natürlich kann man sich auch Musikdateien (mp3, oder besser wma) auf den MDA kopieren und später Musik hören. Leider hat der Klinkenstecker aber nicht das Format um meinen vorhandenen Kopfhörer reinzustecken. Es passt nur der mitgelieferte.

Bei der Kaufentscheidung war mir das Vorhandensein einer (hier ausziehbaren) Tastatur wichtig. Ich finde sogar, diese Tastatur funktioniert -in Anbetracht der Größe- auch erstaunlich gut. Dennoch habe ich festgestellt, dass ich überwiegend die 'virtuelle Tastatur' auf dem Touchscreen benutze und die richtige garnicht erst ausziehe. Ich finde, auf dem Touchscreen geht es halt noch besser.


Zubehör:

Zum Lieferumfang gehört auch eine Ladeschale, die über USB an den PC angeschlossen wird. Sowohl Installation der mitgelieferten Software wie auch die erste Synchronisation mit Outlook hat einwandfrei geklappt. Es war also erfreulich unproblematisch meine vorhandenen Daten auf den MDA zu bekommen. Ich persönlich bin zwar kein Freund von Outlook. Ich habe es halt mittlerweile akzeptiert, dass dies jedoch wohl so etwas wie ein Standard ist wenn es darum geht, Daten (also vor allem Adressen und Termine) zwischen PC und mobilen Geräten auszutauschen bzw. zu synchronisieren.

Sinnvoll ist auch der mitgelieferte Adapter der es ermöglicht, das Ladekabel direkt, also unter Umgehung der Ladeschale, anzuschließen. Da dieses Ladekabel bei mir nun aber schon fest eingebaut ist benötige ich ein zweites Ladekabel. Leider ist dieses, genauso wie ein Ersatzakku, derzeit noch nicht erhältlich.

Weiterhin gehört noch eine Tasche (mit Gürtelclip) zum Lieferumfang.

Natürlich ist der MDA derzeit noch etwas 'hochpreisig'. Dennoch fand ich den Lieferumfang erfreulich umfangreich, was ja leider -auch bei teuren Geräten- keineswegs selbstverständlich ist.


Erste Eindrücke:

Insgesamt finde ich das Gerät sehr gut und würde es auch wieder kaufen. Vieles funktioniert halt so wie erwartet und wird von mir deshalb jetzt hier nicht genauer beschrieben (Explorer, Word, Excel, PDF-Viewer, Powerpoint-Viewer, ...). Hier sind aber mal ein paar Punkte, die mir negativ aufgefallen sind:

- es gibt keine 'Profile', so wie ich sie beispielsweise von Nokia Handys kannte. Wenn das Gerät beispielsweise in einer Besprechnung mal leise sein soll, so müssen also Klingelton, Tastaturlautstärke und Programmlautstärke unabhöngig voneinander eingestellt werden.

- Beim Communicator konnte ich einzelne Adressen um weitere Felder erweitern. Z.B. hatte ich bei einigen Firmen für jeden mir wichtigen Ansprechpartner eine Feld für dessen Telefonnummer hinzugefügt. Dies scheint bei Outlook nicht vorgesehen zu sein und geht daher beim MDA leider auch nicht.

- Die Akkulaufzeit ist enttäuschend. Als das Gerät neu war mußte ich es jede 2. Nacht aufladen, mittlerweile hält der Akku auch drei tage. Mit dem alten Communicator kam ich da auf 4 Tage.

- Man kann das Gerät mal nicht eben einfach ausschalten, wenn man nicht mehr erreichbar sein möchte. Das Ausschalten bezieht sich nur auf das Display (und kann als Tastensperre dienen). Der Handyempfang bleibt, wie das grüne blinkende LED verrät, dabei jedoch aktiv. Beispielsweise hatte ich mir angewöhnt beim Einsteigen in das Auto das Handy auszuschalten. Um dieses Ergebnis beim MDA 3 zu erreichen ist es erforderlich auf dem Touchscreen das winzige Antennensymbol zu berühren und dann den Flugzeugmodus zu aktivieren.

- Grosse Probleme kann die Tastatursperre bereiten. Ein kurzer Druck an der richtigen Stelle genügt und schon ist das Gerät wieder voll eingeschaltet. Dank dieses Features hat sich das Gerät in meinem Urlaub einmal 'schnell entladen'. Zunächst 'nur' der Akku, und nach erfolgter Leerung des Akkus auch ALLE Daten. Somit war das stand ich plötzlich, weit weg von zuhause, ohne meine Adressen da :-(


Fazit: