Sony Ericsson XPERIA Mini pro
Der Gegentrend zum Größenwahn - Sony Ericsson XPERIA Mini pro Smartphones

Produkttyp: Vodafone Smartphones

Neuester Testbericht: ... fällt eins auf. Es wird immer wieder auf die Schwachstelle: "Apps" hingewiesen. Ebenso die Tatsache, dass Smartphones mit Android... mehr

Der Gegentrend zum Größenwahn
Sony Ericsson XPERIA Mini pro

lemmel

Name des Mitglieds: lemmel

Produkt:

Sony Ericsson XPERIA Mini pro

Datum: 10.08.12, geändert am 12.02.13 (172 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Klein, Komfortable Tastatur, relativ gute Akkulaufzeit

Nachteile: Keine Micro-SDHC im Lieferumfang enthalten.

Die ersten Mobilfunkgeräte wurden auch als "Knochen" bezeichnet. Dieser Spitzname kam einfach von der Größe und Unhandlichkeit der Teile. Es war daher klar, dass in den Folgejahren es das Ziel war, die Mobilfunkgeräte immer kleiner, leichter und handlicher zu machen. Aber dann kamen die Smartphones...

...und die Geräte wuchsen und wuchsen. Inzwischen könnte man fast schon wieder von "Knochen" reden. Nur war die Haptik der alten "Knochen" noch besser als die unhandlichen modernen Riesenrechtecke.

Es gab auch noch einen zweiten Trend, der mit diesem ersten Trend eng verbunden ist. Am Anfang versuchte man den Stromverbrauch und die Akkus immer mehr zu verbessern, damit die Standby- und Sprechzeit besser wurde. Wie groß war doch das Geschrei als die ersten UMTS-fähigen Handies kamen und diese nicht so lange durchhielten! Doch seit den Smartphones ist auch diese "Tugend" eines Mobilfunkgeräts irgendwie vergessen. Ist doch egal, wie viel Leistung der Riesenbildschirm saugt! Dann trägt man halt noch einen zusätzlichen Ladeakku oder gleich ein kleines Kraftwerk mit sich herum.

Das Sony Ericsson mini pro bricht mit dem Trend bei den Smartphones. Vielmehr ist die Philosophie die Vorteile von traditionellen Mobilfunkgeräten und Smartphones zu vereinen. Mit dem mini pro kann man alles machen, was mit einem Smartphone möglich ist. Trotzdem bleibt es "Jackentaschentauglich". Auch die Akkulaufzeit ist verglichen mit anderen Smartphones gut, wenngleich sie bei weitem nicht an "normale" Mobilfunkgeräte heran reicht.

Natürlich sind damit auch gewisse Kompromisse verbunden. Ein 3 Zoll-Display (7,6 cm) ist natürlich nicht so komfortabel, wie der 5,3 Zoll-Bildschirm (13,5 cm) eines Samsung Galaxy Note. Aber man kann auf dem Bildschirm wirklich alles gut erkennen bzw. lesen und auch das Surfen im Internet und das Schreiben machen richtig Spaß. Dies hängt damit zusammen, dass man bei dem Gerät eine kleine Tastatur herausschieben kann. Und auf der kann man mit ein wenig Übung sehr gut tippen. Natürlich kann man auch Eingaben über den Bildschirm machen, aber oftmals ist wegen des kleinen Bildschirms die Eingabevariante über die Tastatur einfach schneller und komfortabler. Diese Kombination mit der Tastatur ist einfach genial.

Nur am Rande. Man kann mit dem Gerät auch telefonieren. Und das mit einer sehr guten Sprachqualität.

Das Sony Ericsson mini pro arbeitet mit dem Betriebssystem Android 2.3.4 (Gingerbread) Zumindest ist diese Version des Betriebsssystems vorinstalliert. Es ist jedoch auch ein Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich) möglich. Damit hat man natürlich Zugriff auf eine riesige Anzahl von Apps. Und man ist auch nicht im geschlossenen System von Apple gefangen. Ja, liebe Apple-Fans, die Apple-Dikatur geht mir auf die Nerven. Ich war einmal Apple-Fan. Das war ganz am Anfang. Da hatte ich einen Apple II. Das geniale an dem Gerät war auch seine "Offenheit". Man konnte beispielsweise ganz einfach den Deckel des Computers abnehmen (ohne eine Schraube lösen zu müssen) und hatte dann Zugriff auf zahlreiche Steckplätze und konnte die unterschiedlichste Hardware installieren. Das war damals bahnbrechend. Damals "glänzte" Apple noch nicht als "closed shop".

Nachdem ich das Sony Ericsson so gelobt habe, muss ich aber auch einmal eine kleine Kritik anbringen. Um die Möglichkeiten des Geräts zu nutzen, muss man eigentlich zwingend ein Micro-SD-Karte einbauen. Zum Beispiel für das Fotografieren ist das zwingend erforderlich. Eine solche Karte wird aber leider nicht mit geliefert, sondern muss gesondert erworben werden. Da hat man beim Zubehör ein bisschen am falschen Ende gespart. Da für die Nutzung zentraler Funktionen des Geräts eine solche Karter eigentlich unbedingt notwendig ist, hätte man eine solche auch dem Zubehör beifügen müssen. Das ist zumindest meine Sicht der Dinge.

Die 5 Megapixel-Kamera mit Autofokus wird teilweise etwas kritisiert. Ich finde sie ganz in Ordnung. Zumindest für die Zwecke, für die ich die Kamera benötige. Das Scannen von Barcodes klappt problemlos. Wenn ich Buch- oder Zeitungsseiten fotografiere, kann ich die Fotos später noch sehr gut lesen. Sicherlich kein Ersatz für eine Digitalkamera. Aber wer braucht das?

Das Gerät macht von der Verarbeitung her einen sehr soliden Eindruck. Das Gerät ist wegen der Tastatur vielleicht etwas "dick", passte aber dennoch prima in die Jackentasche. Es liegt auch sehr gut in der Hand. Was mich etwas gestört hat, war das Öffnen des Geräts um den Akku bzw. die Sim- und die Micro-SD-Karte einzulegen. Das Öffnen der Abdeckung erfordert doch schon fast etwas "Gewalt".

Ein gewichtiges Argument für diesen Allrounder ist auch der Preis mit rund 150 Euro. Das ist etwas mehr als man für die meisten "normalen" Mobilfunkgeräte hinlegen muss, aber weitaus weniger, als man für die meisten "Top-Smartphones" investieren muss.

Fazit: Es ist ein Smartphone, dass die Tugenden eines klassischen Mobilfunkgeräts nicht vergisst.

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Klangqualität:    
Funktionsvielfalt:    
Akkulaufzeit:    

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