NEC N21i
Unpraktisch und unausgereift - NEC N21i Smartphones

Produkttyp: NEC Smartphones

Neuester Testbericht: ... ohne Vertrag), da ich es schon laenger haben wollte. Also ich es dann bekommen habe, hatte ich Probleme mit meiner Prepaid-Karte. Aber ... mehr

Unpraktisch und unausgereift
NEC N21i

bnowack

Name des Mitglieds: bnowack

Produkt:

NEC N21i

Datum: 14.06.03, geändert am 14.06.03 (184 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: iMode

Nachteile: Akkuflaufzeit, Menüs, Tasten

viel zu kurze Akkulaufzeit, zu klobig, schlechte Menüführung, langsame Tastenreaktion

Das n21i von NEC ist eines der wenigen iMode-Handys auf dem deutschen Markt zur Zeit; leider kein besonders gutes. Es ist zu klobig und bietet gleichzeitig keinerlei Standardtools wie Infrarot oder Bluetooth, mit denen man bspw. eine Verbindung zu einem Laptop aufbauen könnte (zur Sicherung des Telefonbuchs oder um ins Internet zu gehen).

Die Menüführung ist sehr umständlich und größtenteils unlogisch. So kommt man zwar mit einem Klick zu den i-Mails, aber man muss sich mühsam über mehrere Untermenüs zum SMS-Menü durchklicken, und die werden immer noch am häufigsten versandt bzw. empfangen. Hier frage ich mich, ob NEC all die Jahre geschlafen hat, in denen Mobiltelefone entwickelt und Menüs optimiert wurden. Andere Hersteller können das besser.
Auch die Weckfunktion ist nur über zahlreiche Untermenüs zu erreichen, die sinniger Weise in der Display-Einstellung versteckt ist!?! Außerdem wird einem als Voreinstellung der Weckzeit immer die aktuelle Zeit angeboten und nicht die vorige Weckzeit!!! Völlig unlogisch, denn wieso sollte ich mich in genau der Minute wecken lassen wollen, in der ich den Wecker einstelle.

Die Tasten reagieren viel zu langsam, um Zahlen oder Befehle schnell eingeben zu können. So ?verschluckt? sich das Telefon schon bei der PIN-Eingabe nach dem Einschalten, wenn man nicht jede Ziffer ?sorgfältig? und mit viel Druck eingibt. Tätigt man einen Anruf und die Leitung ist belegt, muss man mehrfach auf ?Abbrechen? drücken, damit das Telefon aufhört, die automatische Wiederwahl zu benutzen.

Der Speicherplatz für eingehende SMS ist lächerlich gering und bleibt sogar hinter den Herstellerangaben zurück. (Genaue Angaben kann ich nicht mehr machen, weil ich das Telefon schon vor einer Weile wieder zurückgegeben habe, allerdings war das für einige Kunden ein Grund, das Telefon zurückzugeben.)

Der größte Nachteil ist die vi
el zu kurze Akkulaufzeit. Auch wenn man nicht damit telefoniert, muss man es nach etwa zwei, drei Tagen wieder aufladen. Bei Gebrauch ist die Zeitspanne entsprechend geringer. So ein Gerät sollte nicht als Mobiltelefon gelten.
Der hohe Stromverbrauch kommt natürlich hauptsächlich von dem farbigen Display, das wiederum zur Anzeige von iMode-Seiten gebraucht wird.

An dieser Stelle möchte ich gleich mit einem weit verbreiteten Irrtum aufräumen: Mit iMode-Geräten kann man keine herkömmlichen Internetseiten ansteuern, sondern nur solche, die extra für iMode geschrieben wurden. Auch wenn viele Anbieter von Internetseiten inzwischen auch eine iMode-Version anbieten, ist das Angebot noch recht dürftig, zumal auf den kleinen iMode-Seiten ohnehin nicht viel Inhalt dargestellt werden kann. Das Gros des Angebots besteht aus Seiten, auf denen man, meist kostenpflichtig, sein iMode-Telefon modifizieren ? oder auch personalisieren ? kann. D. h., man kann sich Klingeltöne bzw. ?Melodien oder Displaygrafiken runterladen, ein Angebot, das man ohne das Telefon gar nicht nutzen würde. Hier stellt sich für mich die Frage, wozu ich iMode dann überhaupt brauche. Die Kosten für den Download, und jeder Seitenaufruf bedeutet Download, sind dazu relativ hoch, außerdem ist E-Plus im Moment der einzige Anbieter für diese ?neue Generation des Internets?. Für mich eine völlig zweckfreie Einrichtung, auf die man auch gut verzichten und damit viele Kosten sparen kann.
Wer dennoch iMode nutzen und auch beim Hersteller NEC bleiben möchte, der sollte statt dem n21i das n22i in Erwägung ziehen, an dem einige Verbesserungen vorgenommen wurden, oder einen anderen Hersteller ausprobieren.

Fazit: